Zum Inhalt springen

Neerdar (Willingen)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 22. Mai 2025 um 15:39 Uhr durch imported>TaxonKatBot (Bot: Kategorie:Dorf in Hessen entfernt: laut Diskussion).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Neerdar
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(111)&title=Neerdar 51° 18′ N, 8° 44′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(111) 51° 17′ 34″ N, 8° 43′ 43″ O
 {{#coordinates:51,292652777778|8,7286055555556|primary
dim=10000 globe= name=Neerdar region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=city
  }}
Höhe: 448 (443–478) m ü. NHN
Fläche: 5,3 km²<ref>Gemarkungsflächen. In: Webauftritt. Gemeinde Willingen (Upland), archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. November 2018; abgerufen im November 2018.</ref>
Einwohner: 111 (31. Dez. 2019)<ref name="DF">Einwohnerzahlen der Ortsteile. In: Webauftritt. Gemeinde Willingen (Upland), abgerufen im Juni 2021.</ref>
Bevölkerungsdichte: 21 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Eingemeindet nach: Upland
Postleitzahl: 34508
Vorwahl: 05632

Neerdar ist ein Ortsteil der Gemeinde Willingen (Upland) im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg.

Geographische Lage

Neerdar liegt im Westteil Nordhessens in den Nordostausläufern des Rothaargebirges in der Bergregion Upland unweit der Nahtstelle zum Sauerland. Es befindet sich im Naturpark Diemelsee etwa 8,5 km östlich des Kernorts von Willingen bzw. etwa 10 km westnordwestlich der nordhessischen Mittelstadt Korbach (jeweils Luftlinie). Die Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen verläuft wenige Kilometer südlich. Rund um das 443 bis 478 m hoch gelegene Dorf liegen die Erhebungen Bockelau (598,8 m), Eibel (558 m), Sonder (582 m), Grotenberg (605,9 m) und Büh (618 m). Neerdar wird etwa in Nordwest-Südost-Richtung von der Neerdar durchflossen, einem Zufluss der Wilden Aa. Hindurch führt zwischen Usseln und Bömighausen die Bundesstraße 251.

Geschichte

Ortsgeschichte

Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Neerdar erfolgte unter dem Namen Neyrthere im Jahr 1244.<ref name="lagis" /> Ein Regenhardus de Neyrthere, Bürger zu Korbach, wird am 12. Juli als Zeuge der Grafen von Waldeck genannt.<ref> Staatsarchiv Münster - Westfälisches Urkundenbuch VII, Nr. 568</ref>

Hessische Gebietsreform (1970–1977)

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen fusionierten zum 31. Dezember 1971 die bis dahin selbständigen Gemeinden Neerdar, Bömighausen, Eimelrod, Usseln und Welleringhausen zur neuen Gemeinde Upland. Bereits am 1. Juli 1970 war Usseln um das Gebiet der Gemeinde Hemmighausen vergrößert worden.<ref>Gemeindegebietsreform in Hessen: Zusammenschlüsse und Eingliederungen in Hessen vom 14. Dezember 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1972 Nr. 01, S. 5, Punkt 8; Abs. 11. (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 4,9 MB]).</ref><ref name=Gemeindeverzeichnis1970bis1982></ref>

Diese wurde wiederum kraft Landesgesetz am 1. Januar 1974 mit der Gemeinde Willingen zur Großgemeinde Willingen (Upland) zusammengeschlossen.<ref>Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Frankenberg und Waldeck (GVBl. II 330-23) vom 4. Oktober 1973. In: Der Hessische Minister des Innern (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1973 Nr. 25, S. 359, § 3 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 2,3 MB]).</ref><ref></ref> Sitz der Gemeindeverwaltung wurde Willingen. Für alle ehemals eigenständigen Gemeinden der neuen Gemeinde Willingen wurden Ortsbezirke mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.<ref>Hauptsatzung. (PDF; 280 kB) § 5. In: Webauftritt. Gemeinde Willingen (Upland), abgerufen im Juni 2021.</ref>

Verwaltungsgeschichte im Überblick

Die folgende Liste zeigt die Staaten bzw. Herrschaftsgebiete und deren untergeordnete Verwaltungseinheiten, in denen Neerdar lag:<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>

Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Neerdar 105 Einwohner. Darunter waren 6 (5,7 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 12 Einwohner unter 18 Jahren, 39 waren zwischen 18 und 49, 27 zwischen 50 und 64 und 24 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 48 Haushalten. Davon waren 12 Singlehaushalte, 15 Paare ohne Kinder und 18 Paare mit Kindern, sowie 3 Alleinerziehende und keine Wohngemeinschaften. In 12 Haushalten lebten ausschließlich Senioren/-innen und in 24 Haushaltungen leben keine Senioren/-innen.<ref name="Z2011E" />

Einwohnerentwicklung

Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />
  • 1541: 11 Häuser
  • 1620: 16 Häuser
  • 1650: 6 Häuser
  • 1738: 18 Häuser
  • 1770: 18 Häuser, 117 Einwohner
Neerdar: Einwohnerzahlen von 1770 bis 2019
Jahr  Einwohner
1770
  
117
1800
  
?
1834
  
188
1840
  
185
1846
  
191
1852
  
189
1858
  
165
1864
  
162
1871
  
138
1875
  
132
1885
  
156
1895
  
147
1905
  
138
1910
  
136
1925
  
177
1939
  
148
1946
  
233
1950
  
231
1956
  
216
1961
  
193
1967
  
158
1980
  
?
1990
  
?
2000
  
?
2011
  
105
2015
  
113
2019
  
111
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; Gemeinde Willingen (Upland)<ref name="EW" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" />

Religionszugehörigkeit

• 1885: 147 evangelische (= 100 %) Einwohner<ref name="lagis" />
• 1961: 162 evangelische (= 83,94 %), 24 katholische (= 12,44 %) Einwohner<ref name="lagis" />

Kirche

Datei:Neerdar St. Pankratius von Süden.jpg
St. Pankratius

Die spätromanische dem Eisheiligen St. Pankratius gewidmete Kirche in der Ortsmitte stammt aus dem 13. Jahrhundert. Sie hat ein rechteckiges Schiff mit quadratischem Chor. Die ältesten Mauern bestehen aus verputzten Bruchsteinen, Sandstein und Schiefer mit Quaderkanten. Das Nordportal und das nördliche Chorfenster sind gotisch und stammen aus der Entstehungszeit. 1586 wurde die Südmauer des Kirchenschiffes erneuert. 1672 erhielt sie einen barocken Altaraufsatz, der von dem Waldecker Künstler Josias Wolrat Brützel geschaffen wurde und Das jüngste Gericht darstellt. (Auf der Rückseite des Altars befindet sich die Signatur Meister Josias Wolrat Brützel Anno 1692 den 9. Dezember)<ref> Beate Demolt, Götz J. Pfeiffer.: „gerichtet, ein jeglicher nach seinen Werken“ – Der Altaraufsatz mit dem Weltgericht des Josias Wolrat Brützel von 1692 in der evangelischen Kirche zu Neerdar, in: Geschichtsblätter für Waldeck, Bd. 103, 2015, S. 25–34.</ref>

Literatur

  • Karl Thomas: Neerdar. Arolsen: Waldeckischer Geschichtsverein 1994 (= Waldeckische Ortssippenbücher 49); Bearbeiteter Zeitraum 1673–1987, 730 Familien
  • Vorlage:HessBib

Weblinks

Anmerkungen und Einzelnachweise

Anmerkungen <references group="Anm." />

Einzelnachweise <references> <ref name="lagis"> Neerdar, Landkreis Waldeck-Frankenberg. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 22. März 2019). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="Z2011E">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,8 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 52 und 108, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020;. </ref> <ref name="EW"> Einwohner (Stand 31.12.2015). In: Webauftritt. Gemeinde Willingen (Upland), archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen im Juni 2021. </ref> </references>

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende


Vorlage:Hinweisbaustein