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Bömighausen

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Bömighausen
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(266)&title=B%C3%B6mighausen 51° 17′ N, 8° 46′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(266) 51° 17′ 5″ N, 8° 45′ 30″ O
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Höhe: 415 m ü. NHN
Fläche: 3,61 km²<ref>Gemarkungsflächen. In: Webauftritt. Gemeinde Willingen (Upland), archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. November 2018; abgerufen im November 2018.</ref>
Einwohner: 266 (31. Dez. 2019)<ref name="DF">Einwohnerzahlen der Ortsteile. In: Webauftritt. Gemeinde Willingen (Upland), abgerufen im Juni 2021.</ref>
Bevölkerungsdichte: 74 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Eingemeindet nach: Upland
Postleitzahl: 34508
Vorwahl: 05632

Bömighausen ist ein Ortsteil der Gemeinde Willingen (Upland) im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg. Er ist ein staatlich anerkannter Erholungsort.

Geographische Lage

Bömighausen liegt im Westteil Nordhessens in den Nordostausläufern des Rothaargebirges in der Bergregion Upland unweit der Nahtstelle zum Sauerland. Es befindet sich im Naturpark Diemelsee etwa zehn Kilometer östlich des Kernorts von Willingen bzw. etwa acht Kilometer westnordwestlich der nordhessischen Mittelstadt Korbach (jeweils Luftlinie). Die Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen verläuft wenige Kilometer südwestlich. Zu den Erhebungen rund um das 416 m hoch gelegene Dorf gehören der Werbelberg (553,8 m) und Sonder (582 m). Bömighausen wird etwa in Nordwest-Südost-Richtung von der Neerdar durchflossen, einem Zufluss der Wilden Aa. Hindurch führen zwischen Neerdar und Rhena die Bundesstraße 251, von der dort die Landesstraße 3437 nach Alleringhausen abzweigt, und die Bahnstrecke Wegha–Brilon Wald. An einem kleinen Badesee liegt ein Campingplatz.

Busverbindungen

Busse fahren jede Stunde an Werktagen und alle zwei Stunden Sams- und Sonntagen. Sie werden von dem Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV) getaktet. Es gibt die Linien 590 (ehemals 567) und 568. Die 590 ist Regelbetrieb und die 568 ist nur für den Schulverkehr gedacht. Sie werden von dem BKW Bad Wildungen<ref>Bad Wildunger Kraftwagenverkehrs- u. Wasserversorgungsgesellschaft mbH</ref> betrieben und eine Fahrt von dem Reiseunternehmen Hellwig.

Geschichte

Ortsgeschichte

Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Bömighausen erfolgte unter dem Namen Bovenchusen im Jahr 1266 in einer Urkunde des Klosters Bredelar.<ref name="lagis" />

Hessische Gebietsreform (1970–1977)

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen fusionierten zum 31. Dezember 1971 die bis dahin selbständigen Gemeinden Bömighausen, Eimelrod, Neerdar, Usseln und Welleringhausen freiwillig zur neuen Gemeinde Upland.<ref>Gemeindegebietsreform in Hessen: Zusammenschlüsse und Eingliederungen in Hessen vom 14. Dezember 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1972 Nr. 01, S. 5, Punkt 8; Abs. 11. (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 4,9 MB]).</ref> Diese wurde wiederum kraft Landesgesetz am 1. Januar 1974 mit der Gemeinde Willingen zur Großgemeinde Willingen (Upland) zusammengeschlossen.<ref>Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Frankenberg und Waldeck (GVBl. II 330-23) vom 4. Oktober 1973. In: Der Hessische Minister des Innern (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1973 Nr. 25, S. 359, § 3 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 2,3 MB]).</ref><ref></ref> Sitz der Gemeindeverwaltung wurde Willingen. Für alle ehemals eigenständigen Gemeinden der neuen Gemeinde Willingen wurden Ortsbezirke mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.<ref>Hauptsatzung. (PDF; 280 kB) § 5. In: Webauftritt. Gemeinde Willingen (Upland), abgerufen im Juni 2021.</ref>

Verwaltungsgeschichte im Überblick

Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten, denen Bömighausen angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>

Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Bömighausen 264 Einwohner. Darunter waren 6 (2,3 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 45 Einwohner unter 18 Jahren, 90 waren zwischen 18 und 49, 60 zwischen 50 und 64 und 63 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 126 Haushalten. Davon waren 36 Singlehaushalte, 39 Paare ohne Kinder und 42 Paare mit Kindern, sowie 9 Alleinerziehende und 3 Wohngemeinschaften. In 33 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 72 Haushaltungen leben keine Senioren.<ref name="Z2011E" />

Einwohnerentwicklung

Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />
  • 1541: 7 Häuser
  • 1620: 13 Häuser
  • 1650: 6 Häuser
  • 1738: 14 Häuser
  • 1770: 17 Häuser, 105 Einwohner
Bömighausen: Einwohnerzahlen von 1770 bis 2019
Jahr  Einwohner
1770
  
105
1800
  
?
1834
  
143
1840
  
148
1846
  
141
1852
  
146
1858
  
139
1864
  
143
1871
  
143
1875
  
151
1885
  
152
1895
  
167
1905
  
160
1910
  
170
1925
  
182
1939
  
187
1946
  
261
1950
  
269
1956
  
219
1961
  
198
1967
  
218
1980
  
?
1990
  
?
2000
  
?
2011
  
264
2015
  
250
2019
  
266
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; Gemeinde Willingen (Upland)<ref name="EW" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" />

Religionszugehörigkeit

• 1885: 167 evangelische (= 100 %) Einwohner<ref name="lagis" />
• 1961: 178 evangelische (= 89,90 %), 20 katholische (= 10,10 %) Einwohner<ref name="lagis" />

Religion

Die Evangelische Kirchengemeinde des Ortes gehört zur Pfarrstelle Rhena. Die evangelische Kirche wurde 1971–72 errichtet.<ref>Die Chronik von Bömighausen - Die Bömighäuser Kirche. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 14. Juli 2019; abgerufen am 14. Juli 2019.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/chronik.boemighausen.de</ref> Das Schulgebäude wurde 1929 nach Plänen des Korbacher Kreisbaumeister Heinrich Rappold errichtet.

Persönlichkeiten

  • Friedrich Schalk (1887–1962), Lehrer und Politiker (DNVP), geboren in Bömighausen.

Literatur

  • Karl Thomas: Bömighausen. Arolsen: Waldeckischer Geschichtsverein 2004 (= Waldeckische Ortssippenbücher, Bd. 74)
  • Karl Schäfer: Steinkohlen in Waldeck? „Schwarzes Gold“ erweckte trügerische Hoffnung. „Steinkohlenfunde“ bei Eppe, Bömighausen und Hillershausen. In: Mein Waldeck, Jg. 1980, Heft 12, S. 3–4.
  • Vorlage:HessBib

Weblinks

Anmerkungen und Einzelnachweise

Anmerkungen <references group="Anm." />

Einzelnachweise <references> <ref name="lagis"> Bömighausen, Landkreis Waldeck-Frankenberg. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 16. Oktober 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="Z2011E"> Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,8 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 52 und 108, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020;. </ref> <ref name="EW"> Einwohner (Stand 31.12.2015). In: Webauftritt. Gemeinde Willingen (Upland), archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen im Juni 2021. </ref> </references>

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende


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