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Hemmighausen

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Hemmighausen
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(86)&title=Hemmighausen 51° 19′ N, 8° 42′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(86) 51° 18′ 33″ N, 8° 42′ 0″ O
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Höhe: 453 m ü. NHN
Fläche: 3,66 km²<ref name="fläche" />
Einwohner: 86 (31. Dez. 2019)<ref>https://www.rathaus-willingen.de/leben-in-willingen/gemeinde-willingen/zahlen-daten/einwohner/</ref>
Bevölkerungsdichte: 23 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1970
Eingemeindet nach: Usseln
Postleitzahl: 34508
Vorwahl: 05632

Hemmighausen ist nach Welleringhausen der zweitkleinste Ortsteil der Gemeinde Willingen (Upland) im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg.

Geographische Lage

Hemmighausen liegt im Naturpark Diemelsee etwas westsüdwestlich oberhalb der Mündung der kleinen Mülmecke in die Diemel. Zu den Bergen der nahen Umgebung gehören die Hohe Egge (604,9 m) und Sähre (726 m). Östlich vorbei am Dorf führt die Landesstraße 3082 (DeisfeldEimelrod), von der die Kreisstraße 66 als kurze Stichstraße in die Ortschaft führt. In Ortsnähe treffen sich der Diemelsteig und der Uplandsteig.

Geschichte

Ortsgeschichte

Der kleine Ort bildete mit den beiden Nachbarorten Eimelrod und Deisfeld eine Exklave der Herrschaft Itter im Gebiet der Grafschaft Waldeck. Er kam nach dem Aussterben der Edelherren von Itter mit der Hälfte der Herrschaft Itter im 14. Jahrhundert an die Landgrafschaft Hessen, am Ende des Dreißigjährigen Kriegs an Hessen-Darmstadt, die 1806 zum Großherzogtum Hessen wurde. Dort lag es in dessen Provinz Oberhessen. Nach Auflösung der Ämter im Großherzogtum 1821 gehörte es zum Landratsbezirk Vöhl und zum Bezirk des Landgerichts Vöhl. Die Gemeinde gehörte zu den Landesteilen, die das Großherzogtum nach dem verlorenen Krieg von 1866 mit dem Friedensvertrag vom 3. September 1866 an Preußen abtreten musste. Dort wurde es dem Landkreis Frankenberg und dem Amtsgericht Vöhl zugeordnet.<ref name="lagis" />

Hessische Gebietsreform (1970–1977)

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Hemmighausen zum 1. Juli 1970 auf freiwilliger Basis in die Nachbargemeinde Usseln eingegliedert.<ref>Eingliederung der Gemeinde Hemmighausen in die Gemeinde Usseln, Landkreis Waldeck vom 11. Juni 1970. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1970 Nr. 26, S. 1300, Punkt 1226 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 7,6 MB]).</ref> Am 31. Dezember 1971 fusionierte diese mit vier weiteren Orten zur neuen Gemeinde Upland. Diese wurde wiederum kraft Landesgesetz am 1. Januar 1974 mit der Gemeinde Willingen zur Großgemeinde Willingen (Upland) zusammengeschlossen.<ref>Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Frankenberg und Waldeck (GVBl. II 330-23) vom 4. Oktober 1973. In: Der Hessische Minister des Innern (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1973 Nr. 25, S. 359, § 3 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 2,3 MB]).</ref><ref></ref> Für alle ehemaligen Gemeinden wurden Ortsbezirke gebildet. Sitz der Gemeindeverwaltung wurde Willingen.

Verwaltungsgeschichte im Überblick

Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Hemmighausen angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref><ref>Vorlage:BibOCLC</ref>

Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Hemmighausen 90 Einwohner. Darunter waren 3 (3,3 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 16 Einwohner unter 18 Jahren, 30 waren zwischen 18 und 49, 24 zwischen 50 und 64 und 24 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 36 Haushalten. Davon waren 6 Singlehaushalte, 15 Paare ohne Kinder und 12 Paare mit Kindern, sowie 3 Alleinerziehende und keine Wohngemeinschaften. In 6 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 21 Haushaltungen leben keine Senioren.<ref name="Z2011E" />

Einwohnerentwicklung

Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />
  • 1585: 12 Haushaltungen
  • 1629: 15 Haushaltungen
  • 1742: 17 Haushaltungen
  • 1791: 113 Einwohner<ref name="Adr-LG-HD" />
  • 1800: 106 Einwohner<ref name="Adr-LG-HD-1800" />
  • 1806: 112 Einwohner, 16 Häuser<ref name="Adr-LG-HD-1806" />
  • 1829: 133 Einwohner, 18 Häuser<ref name="GW" />
Hemmighausen: Einwohnerzahlen von 1791 bis 2019
Jahr  Einwohner
1791
  
113
1800
  
106
1806
  
112
1829
  
133
1834
  
126
1840
  
143
1846
  
123
1852
  
117
1858
  
121
1864
  
125
1871
  
127
1875
  
127
1885
  
127
1895
  
121
1905
  
131
1910
  
130
1925
  
123
1939
  
109
1946
  
156
1950
  
152
1956
  
128
1961
  
117
1967
  
100
1980
  
?
1990
  
?
2000
  
?
2011
  
90
2015
  
93
2019
  
93
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; Gemeinde Willingen (Upland)<ref name="EW" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" />

Religionszugehörigkeit

• 1829: 133 evangelische (= 100 %) Einwohner<ref name="GW" />
• 1885: 127 evangelische (= 100 %) Einwohner<ref name="lagis" />
• 1961: 116 evangelische (= 99,15 %), ein katholischer (= 0,85 %) Einwohner<ref name="lagis" />

Persönlichkeiten

  • Karl Küthe (1880–1952), Ministerialbeamter und Generalstabsintendant des Heeres der Wehrmacht

Anmerkungen und Einzelnachweise

Anmerkungen <references group="Anm." />

Einzelnachweise <references> <ref name="fläche"> Gemarkungsflächen. In: Webauftritt. Gemeinde Willingen (Upland), archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. November 2018; abgerufen im November 2018. </ref> <ref name="lagis">Hemmighausen, Landkreis Waldeck-Frankenberg. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 16. Oktober 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="Z2011E">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,8 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 52 und 108, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020;. </ref> <ref name="EW"> Einwohner (Stand 31. Dezember 2015). In: Webauftritt. Gemeinde Willingen (Upland), archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen im Juni 2021. </ref> <ref name="PR">Vorlage:BibOCLC </ref> <ref name="NLVK"> Neuste Länder und Völkerkunde. Ein geographisches Lesebuch für alle Stände. Kur-Hessen, Hessen-Darmstadt und die freien Städte. Band 22. Weimar 1821, S. 420 (online bei Google BooksSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="Adr-LG-HD"> Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1791. Im Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1791, S. 201 (Vorlage:HathiTrust Buch). </ref> <ref name="Adr-LG-HD-1800"> Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1800. Im Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1800, S. 219 (Vorlage:HathiTrust Buch). </ref> <ref name="Adr-LG-HD-1806"> Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1806. Im Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1806, S. 265 (Vorlage:HathiTrust Buch). </ref> <ref name="GW">Vorlage:BibOCLC </ref> </references>

Weblinks

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