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Astor (Schiff)

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Astor
Datei:MS Astor, Fremantle, 2018 (02).jpg
Die Astor in Fremantle (2018)
Die Astor in Fremantle (2018)
Schiffsdaten
Flagge BahamasDatei:Civil Ensign of the Bahamas.svg Bahamas
andere Schiffsnamen Fedor Dostoevskiy (1988–1995)
Schiffstyp Kreuzfahrtschiff
Rufzeichen C6JR3<ref name="gl">Astor. DNV GL, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 29. April 2018; abgerufen am 28. April 2018.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/vesselregister.dnvgl.com</ref>
Heimathafen Nassau<ref name="gl" />
Eigner Passion Shipping & Investment
Reederei Transocean Kreuzfahrten / Cruise & Maritime Voyages
Bauwerft Howaldtswerke-Deutsche Werft (Kiel, Deutschland)
Baunummer 218
Baukosten ca. 65 Mio. US-Dollar
Kiellegung 21. Januar 1986<ref name="gl" />
Stapellauf 29. Mai 1986<ref name="gl" />
Indienststellung Januar 1987<ref name="gl" />
Verbleib 2020 Abbruch in Aliağa
Schiffsmaße und Besatzung
Länge 176,25<ref name="gl" /> m (Lüa)
151,9 m (Lpp)
Breite 22,6 m
Tiefgang (max.) 6,1 m
Vermessung 20.704 BRZ / 7.394 NRZ<ref name="gl" />
 
Besatzung 282<ref name="transocean">MS Astor – Schiffsdaten. Transocean Kreuzfahrten, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 29. April 2018; abgerufen am 28. April 2018.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/transocean.de</ref>
Maschinenanlage
Maschine dieselmechanisch
2 × Dieselmotor (Wärtsilä-Sulzer 8ZAL40), je 4400 kW
2 × Dieselmotor (Wärtsilä-Sulzer 6ZAL40), je 3300 kW<ref name="gl" />
Maschinen­leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat 15.400 kW (20.938 PS)
Höchst­geschwindigkeit 20 kn (37 km/h)
Propeller 2 × Verstellpropeller<ref name="gl" />
Transportkapazitäten
Tragfähigkeit 3498 tdw
Kojen für Passagiere 578 auf 7 Passagierdecks<ref name="transocean" />
Sonstiges
Klassifizierungen DNV GL
Registrier­nummern IMO 8506373<ref name="gl" />

Die Astor war ein bei der HDW in Kiel gebautes Kreuzfahrtschiff. Es wurde 1987 in Dienst gestellt und 2020 verschrottet.

Geschichte

Datei:Kreuzfahrtschiff FEDOR DOSTOEVSKIY (russ.) (Kiel 56.939) (cropped).jpg
Die Fedor Dostoevskiy in Kiel (um 1990)

Die Astor wurde 1987 für die HADAG als Nachfolgeschiff für das kurz zuvor an Safmarine verkaufte, gleichnamige Schiff in Fahrt gebracht. 1988 wurde es an die sowjetische Black Sea Shipping Company verkauft und war vom 3. Oktober 1988 bis zum 30. November 1995 unter dem Namen Fedor Dostoevskiy im Einsatz. Von 1996 bis November 2009 fuhr die Astor in Charter für Transocean Tours.<ref name="srm">Oliver Schmidt: MS Astor. Schiffsportrait. Schiffsreisen-Magazin, abgerufen am 28. April 2018.</ref>

Im Winter 2009/2010 wurde die Astor auf der Lloyd-Werft in Bremerhaven umgebaut. Nach der Insolvenz des langjährigen Charterers Transocean Tours fuhr sie ab dem 1. Juni 2010 für die von der Premicon AG neu aufgebaute Transocean Kreuzfahrten GmbH & Co KG. Eigentümer des Schiffes war bereits davor die Premicon AG.<ref>Dieter Bromund: MS Astor. Schiffsportrait. Schiffsreisen-Magazin, abgerufen am 28. April 2018.</ref>

Datei:MS Astor, Fremantle, 2014 (04).JPG
Das Heck der Astor

Nachdem das britische Unternehmen Cruise & Maritime Voyages (CMV) Ende 2013 das Schiff bereits für drei Wintersaisons gechartert hatte, wurde Anfang 2014 bekanntgeben, dass CMV Transocean als deutsche Marke in das eigene Unternehmen integriert wird. Damit übernahm CMV ab der Saison 2014 auch die Sommercharter der Astor.<ref>Der Kreuzfahrttester: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Premicon AG übergibt die Veranstaltertätigkeit von TransOcean an Cruise & Maritime Voyages (Memento vom 22. Februar 2014 im Internet Archive)</ref>

Im Oktober 2014 stellte sich heraus, dass die Betreibergesellschaft die offenen Forderungen der Besatzung sowie von zwei Bunkerlieferanten und auch der Werft nicht aus eigener Kraft zahlen kann. Die Internationale Transportarbeiter-Föderation und auch einer der Bunkerlieferanten wollten das Schiff wegen der offenen Forderungen an die Kette legen. Finanzielle Unterstützung kam von der Global-Group Piräus, die zugleich die Muttergesellschaft der CMV ist. Die Vorschüsse sollten mit den Charterraten im Winter verrechnet werden.<ref>schiffe-und-kreuzfahrten.de: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />MS Astor kurz vor der Pleite und fast an der Kette: Rettung durch die Global-Gruppe (Memento vom 28. Oktober 2014 im Internet Archive)</ref> Am 7. November 2014 meldete die Betreibergesellschaft des Schiffes Insolvenz an.<ref>Schiffsgesellschaft meldet Insolvenz für MS Astor an, Weser-Kurier, 7. November 2014, abgerufen am 7. November 2014.</ref>

Am 15. Dezember 2014 kaufte der bisherige Charterer, die Global Maritime Group, die Muttergesellschaft der CMV, die Astor von der insolventen bisherigen Betreibergesellschaft Premicon Hochseekreuzfahrt GmbH & Co. KG MS „Astor“ (Premicon AG).<ref>MS Astor wurde nach Insolvenz an Global Maritime Group verkauft. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 14. Mai 2021.@1@2Vorlage:Toter Link/www.ms-astor.info (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> 2021 sollte das Schiff den deutschen Markt verlassen und fortan von CMV auf dem französischen Markt als Jules Verne eingesetzt werden.<ref>New Ship Names Revealed. Pressemitteilung. Cruise & Maritime Voyages, 24. Januar 2020, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 4. Januar 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).@1@2Vorlage:Toter Link/www.cruiseandmaritime.com (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref><ref>Alex Smith: Cruise & Maritime Voyages joins French market. Cruise & Ferry, 15. November 2019, abgerufen am 21. Juli 2020.</ref> Jedoch meldete der britische Mutterkonzern am 20. Juli 2020<ref>Deutsche Kreuzfahrtmarke ist pleite: Transocean Kreuzfahrten (CMV) in der Insolvenz. In: schiffe-und-kreuzfahrten.de. 20. Juli 2020, abgerufen am 21. Juli 2020.</ref> Insolvenz an. Daraufhin wurde die Astor im Oktober 2020 für 1,71 Mio. US-Dollar zum Abbruch an das Unternehmen BMS Gemi Geri Donusum Sanayi ve Ticaret versteigert. Sie traf am 21. November 2020 auf Reede vor Aliağa ein<ref>Here’s What an Entire Cruise Fleet Sold for at Auction. Cruise Industry News, 8. November 2020, abgerufen am 9. November 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und wurde am 23. November 2020 zum Abbruch gestrandet.<ref>„Astor“ – Aus und vorbei. an Bord, 23. November 2020, abgerufen am 28. November 2020.</ref> Die Verschrottung wurde im März 2021 abgeschlossen.<ref>https://www.schiffe-und-kreuzfahrten.de/news/ms-astor-verschrottung-in-aliaga-ist-abgeschlossen-mit-video/221746/</ref>

Trivia

Die Astor wird häufig mit einem anderen Schiff verwechselt. Unter dem damaligen Namen Astor wurde von 1983 bis 1984 die spätere Pearl II in der Fernsehserie „Das Traumschiff“ eingesetzt. Hauptursache für die häufige Verwechslung ist, dass Safmarine die zweite Astor als nahezu baugleiches Schiff als Nachfolger für die erste Astor (Pearl II) bauen ließ und bei der Indienststellung des neuen Schiffes den etablierten Namen beibehielt. Das bei HDW in Hamburg gebaute ältere Schiff ähnelte der 1987 fertiggestellten Astor äußerlich stark, war aber 12 Meter kürzer und die Rettungsboote waren größtenteils offen.<ref name="srm" />

Der 2015 erschienene Roman des Schriftstellers Alban Nikolai Herbst mit dem Titel Traumschiff,<ref>Alban Nikolai Herbst: Traumschiff, Mare Verlag, Hamburg 2015, ISBN 978-3-86648-215-9.</ref> der inhaltlich nichts mit der gleichnamigen Fernsehserie zu tun hat, spielt auf der 1987 in Dienst gestellten und 2020 verschrotteten Astor.<ref>Alban Nikolai Herbst: Traumschiff. Roman. In: perlentaucher.de. Abgerufen am 16. März 2024.</ref> In dem US-amerikanischen Thriller Ronin ist die Astor in einer kurzen Einstellung im Hafen von Nizza zu sehen.

Literatur

  • Douglas Ward: Complete Guide to Cruising & Cruise Ships 2009. Berlitz Publishing, 2009, ISBN 978-3-493-60255-5
  • Neue Astor noch attraktiver. In: An Bord, Heft 4/2010, S. 20–23

Weblinks

Commons: Astor – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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