Sandauerholz
Sandauerholz Gemeinde Iden
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|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(22)&title=Sandauerholz 52° 48′ N, 12° 0′ O
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dim=10000 | globe= | name=Sandauerholz | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 25 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 16,17 km² | |||||
| Einwohner: | 22 (31. Dez. 2023)<ref name="EW-2023" /> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 1 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Juli 2009 | |||||
| Eingemeindet nach: | Iden | |||||
| Postleitzahl: | 39606 | |||||
| Vorwahl: | 039390 | |||||
Lage von Sandauerholz in Sachsen-Anhalt
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Sandauerholz ist ein Ortsteil der Gemeinde Iden im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt.<ref name="OT-LSA-2013" />
Geographie
Lage
Das Dorf Sandauerholz liegt 30 Kilometer nordöstlich von Stendal und 3 Kilometer westlich von Sandau (Elbe) am Rand vom Biosphärenreservat Mittelelbe in der Altmark.
Südöstlich des Dorfes, nahe Büttnershof, quert die Gierseilfähre Sandau bei Stromkilometer 416,2 die Elbe und stellt damit die Verbindung zum rechten Elbufer und zur Bundesstraße 107 her.
Das Gebiet um Sandauerholz wird im Westen von den Resten alter Elbarme begrenzt, den Gräben des Sandauerholz Polders mit dem Schlafdeich, seit 1978 als Naturschutzgebiet „Alte Elbe zwischen Kannenberg und Berge“ unter Schutz gestellt.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>
Nachbarorte sind Kannenberg im Westen, Berge im Norden, Sandau (Elbe) im Osten, Büttnershof im Süden und Germerslage im Südwesten.
Ortsteilgliederung
Zum Ortsteil Sandauerholz gehören neben dem Dorf Sandauerholz, die früheren Wohnplätze Am Elbdeich, Am Gänsebring (oder Gänsebrink) und der Fährkrug an der Elbfähre.<ref name="HOB-12" />
Geschichte
Die erste Erwähnung des Ortsnamens konnte nicht ermittelt werden. Der Ort entstand als Kolonie in einem Sandauer Holzrevier auf dem westlichen Elbufer, das auch 1820 als zu Sandau gehörig beschrieben wurde.<ref name="Seydlitz" />
Landwirtschaft
Bei der Bodenreform wurden 1945 ermittelt: eine Besitzung über 100 Hektar mit 150 Hektar, 14 Besitzungen unter 100 Hektar mit zusammen 248 Hektar, eine Gemeindebesitzung mit 6 Hektar, eine Besitzung mit 427 Hektar Fläche war von der Roten Armee besetzt und bewirtschaftet. Enteignet wurden zwei Betriebe, ein Bauernhof und das Rittergut Büttnershof. 1948 hatten aus der Bodenreform 54 Vollsiedler jeder über 5 Hektar und 12 Kleinsiedler jeder unter 5 Hektar erworben.<ref name="HOB-12" />
Eingemeindungen
Nach Wilhelm Zahn gehörte das spätere Dorf zum Jahre 1807 zur östlich der Elbe gelegenen Stadt Sandau, danach zu Schwarzholz.<ref name="Zahn-1928" /> Bei der Volkszählung 1871 war die Colonie Sandauerholz ein Wohnplatz der Gemeinde Germerslage.<ref name="Gemeidelex-1873">Vorlage:Gemeindelexikon Preußen 1871</ref>
Im Jahre 1883 entstand die selbständige Gemeinde Sandauerholz.<ref name="Zahn-1928" /> Am 30. September 1928 wurde der Gutsbezirk Germerslage (mit dem Büttnershof) mit der Landgemeinde Sandauerholz vereinigt.<ref name="AB-RB-Magdeburg 1928">Regierungsbezirk Magdeburg (Hrsg.): Amtsblatt der Regierung zu Magdeburg. 1928, ZDB-ID 3766-7, S. 213.</ref>
Am 25. Juli 1952 wurde die Gemeinde Sandauerholz vom Landkreis Osterburg in den Kreis Osterburg umgegliedert.<ref name="Metzler-Poeschel" /> 1965 wurde der Ortsteil Kannenberg von Berge<ref name="HOB-12"/> der Gemeinde Sandauerholz zugeordnet, wo er dann verblieb.<ref name="Orte-DDR-1986" /> Am 1. Juli 1994 wurde Sandauerholz dem Landkreis Stendal zugeordnet.<ref name="Metzler-Poeschel" />
Durch einen Gebietsänderungsvertrag hat der Gemeinderat der Gemeinde Sandauerholz am 12. Januar 2009 beschlossen, dass die Gemeinde Sandauerholz in die Gemeinde Iden eingemeindet wird. Dieser Vertrag wurde vom Landkreis als unterer Kommunalaufsichtsbehörde genehmigt und trat am 1. Juli 2009 in Kraft.<ref name="AB-LK-SDL" /><ref>StBA: Gebietsänderungen vom 02. Januar bis 31. Dezember 2009</ref>
Somit ist Sandauerholz seit dem 1. Juli 2009 ein Ortsteil und gehört gemeinsam mit seinen ehemaligen Ortsteilen Büttnershof, Germerslage und Kannenberg zur Gemeinde Iden.
Einwohnerentwicklung
| Jahr | 1871 | 1885 | 1892 | 1895 | 1900 | 1905 | 1910 | 1925 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Sandauerholz | 52 | 42 | 48<ref name="Zahn-1928" /> | 43 | 95<ref name="Zahn-1928" /> | 61 | 122<ref name="Zahn-1928" /> | 324 |
| Am Elbdeich | 6 | 2 | 1 | |||||
| Am Gänsebring | 5 | 3 | 7 |
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Quelle bis 2006, wenn nicht angegeben:<ref name="HOB-12" />
Religion
Die evangelischen Christen aus Sandauerholz gehörten früher zur Kirchengemeinde Sandau.<ref name="Almanach1903" /> Die heutige kirchliche Zuordnung konnte nicht ermittelt werden.
Politik
Die Wählergruppe „Bürgergemeinschaft Sandauerholz“ vertritt die Interessen der Einwohner des Dorfes im Gemeinderat Iden.<ref name="Wahl-2024" />
Die letzte Bürgermeisterin der Gemeinde war Margret Tappe.<ref name="AB-LK-SDL" />
Sehenswürdigkeiten
- Der Friedhof Sandauerholz liegt knapp einen Kilometer südwestlich des Dorfes am Elberadweg. Er ist ein kommunaler Friedhof der Gemeinde Iden.<ref name="AB-LK-SDL" />
- Auf dem Friedhof gibt es ein Grab für drei unbekannte Soldaten aus dem Jahre 1945.<ref name="Denkmalprojekt" />
Verkehr
Es verkehren Linienbusse und Rufbusse von stendalbus.<ref>Strecken und Fahrpläne. In: stendalbus.de. Abgerufen am 26. März 2023.</ref>
Westlich des Ortes führt der Elberadweg in Richtung Norden nach Kannenberg.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>
Weblinks
- Sandauerholz im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie
- Iden auf arneburg-goldbeck.de.
Literatur
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Vorlage:BibOCLC
Einzelnachweise
<references> <ref name="AB-LK-SDL">Gebietsänderungsvertrag - Bildung einer Mitgliedsgemeinde der Verbandsgemeinde durch Eingemeindung der Gemeinde Sandauerholz in die aufnehmende Gemeinde Iden. In: Amtsblatt für den Landkreis Stendal. 11. Februar 2009, S. 36–38 (landkreis-stendal.de [PDF; 361 kB; abgerufen am 4. Mai 2021]).</ref>
<ref name="Almanach1903">Vorlage:PfarrAlmanachProvinzSachsen1903</ref>
<ref name="Denkmalprojekt">Sandauerholz, Gemeinde Iden (Altmark), Landkreis Stendal. In: denkmalprojekt.org. Onlineprojekt Gefallenendenkmäler, 1. April 2020, abgerufen am 2. Oktober 2022.</ref>
<ref name="EW-2015">Doreen Schulze: Erstmals Zuwachs in Arneburg-Goldbeck. In: Volksstimme Stendal. 15. Januar 2016.</ref>
<ref name="EW-2018">Karina Hoppe: Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck verlor 2018 insgesamt 93 Einwohner. In: Volksstimme Stendal. 14. Februar 2019.</ref>
<ref name="EW-2021">Karina Hoppe: In die Einwohnerstatistik geschaut. In: Stendaler Volksstimme, Der Altmärker. 22. Januar 2022, DNB 1002381223, S. 21.</ref>
<ref name="EW-2023">Karina Hoppe: Erneut mehr Zuzüge als Wegzüge. In: Osterburger Volksstimme, Biese-Aland-Kurier. 1. Februar 2024, DNB 1047269554, S. 18.</ref>
<ref name="HOB-12">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>
<ref name="Metzler-Poeschel">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3824603217 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>
<ref name="Seydlitz">Carl von Seydlitz: Der Regierungs-Bezirk Magdeburg. Geographisches, statistisches und topographisches Handbuch. Magdeburg 1820, S. 213 214 (Digitalisat).</ref>
<ref name="OT-LSA-2013">Verzeichnis Gemeinden und Gemeindeteile. Gebietsstand: 1. April 2013 (= Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt [Hrsg.]: Verzeichnisse / 003. Nr. 2013). Halle (Saale) Mai 2013, S. 115 (destatis.de [PDF; 1,6 MB; abgerufen am 24. August 2019]).</ref>
<ref name="Orte-DDR-1986">Karla Balkow, Werner Christ: Ortslexikon der Deutschen Demokratischen Republik. Staatsverlag der DDR, 1986, ISBN 3-7685-2185-0, S. 176.</ref>
<ref name="Wahl-2024"> Öffentliche Bekanntmachung des endgültigen Wahlergebnisses. Gemeinderatswahl Iden, 9. Juni 2024. Gemeinde Iden, 9. Juni 2024, abgerufen am 13. Juli 2024. </ref>
<ref name="Zahn-1928">Vorlage:BibOCLC</ref> </references>
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