Zum Inhalt springen

Uwe Peschel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 24. November 2024 um 21:09 Uhr durch imported>Spürnase2013 (Familie).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Uwe Peschel.jpg
Uwe Peschel bei der Deutschland Tour 2004

Uwe Peschel (* 4. November 1968 in Berlin) ist ein ehemaliger deutscher Radrennfahrer. Seinen größten Erfolg errang er bei den Olympischen Sommerspielen 1992 in Barcelona, als er im Mannschaftszeitfahren Olympiasieger wurde.

Karriere

Peschel begann seine radsportliche Laufbahn zunächst beim SC Dynamo Berlin, dem Verein, in dem auch sein Vater bereits aktiv war. 1990 wechselte er nach Erfurt zum dortigen TSV. Für diesen bestritt er auch Anfang der 1990er Jahre die Rennen der Rad-Bundesliga.<ref>Rad Sport Kontakt GmbH (Hrsg.): Rad–Bundesliga 1993. Frankfurt am Main 1993, S. 41.</ref> Seine größten Erfolge erzielte Peschel als Zeitfahrer: Neben seinem Olympiasieg 1992 im Straßenvierer wurde er zweimal Deutscher Straßenmeister im Einzelzeitfahren und einmal im Mannschaftszeitfahren. Außerdem gewann er zahlreiche Einzelzeitfahren des internationalen Kalenders, darunter zweimal den Grand Prix des Nations und einmal den Grand Prix Eddy Merckx. Bei UCI-Straßen-Weltmeisterschaften gewann er drei Silber- und eine Bronzemedaille im Mannschaftszeitfahren.

Für den Gewinn der Goldmedaille im Mannschaftszeitfahren in Barcelona erhielt er am 23. Juni 1993 das Silberne Lorbeerblatt.<ref>Landessportbund Niedersachsen e. V., VIBSS: Der Bundespräsident und seine Aufgaben im Bereich des Sportes: .... am 23. Juni 1993 zeichnete Bundespräsident von Weizsäcker .... behinderte und nicht behinderte Sportler, und zwar die Medaillengewinner der Olympischen und Paralympischen Spiele 1992, mit dem Silbernen Lorbeerblatt aus ...</ref>

Im Jahr 1997 fuhr Peschel zum ersten Mal für ein internationales Radsportteam, der italienischen Mannschaft Cantina Tollo. Nach einem Jahr beim spanischen Team Estepona-Brepac wechselte er 1999 zum deutschen Team Gerolsteiner, bei dem er nach der Saison 2005 seine Laufbahn beendete. Für diese Mannschaften bestritt und beendete er jede der Grand Tours mindestens einmal. Nach einem Sturz auf dem letzten Einzelzeitfahren der Tour de France 2003 brach er sich zwei Rippen und ein Lungenflügel kollabierte, worauf er zur nächsten Etappe nicht mehr starten konnte.<ref >Peschel muss operiert werden: Tour zu Ende. radsport-news.com, 26. Juli 2003, abgerufen am 7. Dezember 2015.</ref>

In der Saison 2016 übernahm Peschel die Funktion als einer der Sportlichen Leiter beim Schweizer Professional Continental Team Team Roth.<ref >Peschel wird Sportdirektor beim Schweizer Roth-Team. radsport-news.com, 24. Januar 2016, abgerufen am 25. Januar 2016.</ref>

Familie

Uwe Peschel ist der Sohn von Axel Peschel, dem Sieger der Internationalen Friedensfahrt 1968.

Heute (Stand 2024) wohnt er in Kressbronn am Bodensee und hat zwei Söhne. Er ist dem Radsport mit einem eigenen Unternehmen weiterhin beruflich verbunden.

Erfolge

1990
1991
1992
1993
1994
1995
1996
1997
1998
2001
2002
2003
2005

Grand-Tour-Platzierungen

Skriptfehler: Ein solches Modul „Radsportplatzierungen“ ist nicht vorhanden.

Teams

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Uwe Peschel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />

Vorlage:Klappleiste/Anfang 1912: SchwedenDatei:Flag of Sweden.svg Friborg / Lönn / Malm / Persson | 1920: Dritte Französische RepublikDatei:Flag of France (1794–1815, 1830–1974, 2020–present).svg Canteloube / Detreille / Gobillot / Souchard | 1924: Dritte Französische RepublikDatei:Flag of France (1794–1815, 1830–1974, 2020–present).svg Blanchonnet / Hamel / Wambst | 1928: DanemarkDatei:Flag of Denmark.svg Hansen / Jørgensen / Nielsen | 1932: Italien 1861Datei:Flag of Italy (1861-1946).svg Olmo / Pavesi / Segato | 1936: Dritte Französische RepublikDatei:Flag of France (1794–1815, 1830–1974, 2020–present).svg Charpentier / Dorgebray / Lapébie | 1948: BelgienDatei:Flag of Belgium (civil).svg De Lathouwer / Van Roosbroeck / Wouters | 1952: BelgienDatei:Flag of Belgium (civil).svg Grondelaers / Noyelle / Victor | 1956: Frankreich 1946Datei:Flag of France (1794–1815, 1830–1974, 2020–present).svg Geyre / Moucheraud / Vermeulin | 1960: Vorlage:ITA-1946 / Cogliati / Fornoni / Trapè | 1964: NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Dolman / Karstens / Pieterse / Zoet | 1968: NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg den Hertog / Krekels / Pijnen / Zoetemelk | 1972: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Jardy / Komnatow / Lichatschow / Schuchow | 1976: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Kaminski / Pikkuus / Tschaplygin / Tschukanow | 1980: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Jarkin / Kaschirin / Lohwin / Schelpakow | 1984: Vorlage:ITA-1946 / Giovannetti / Poli / Vandelli | 1988: Deutschland Demokratische Republik 1949Datei:Flag of East Germany.svg Ampler / Kummer / Landsmann / Schur | 1992: DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Dittert / Meyer / Peschel / Rich

Bis zu den Olympischen Spielen 1956 wurden bei diesem Wettbewerb die Zeiten der besten drei oder vier Fahrer eines Nationalteams aus dem Einzelzeitfahren oder dem Straßenrennen zur Mannschaftswertung addiert. Der Modus wurde mehrfach verändert. Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang

1995 Jan Ullrich | 1996, 1998, 2002 Uwe Peschel | 1997, 1999 Andreas Walzer | 2000, 2003–2005 Michael Rich | 2001 Thomas Liese | 2006 Sebastian Lang | 2007–2009, 2011 Bert Grabsch | 2010, 2012–2019, 2021 Tony Martin | 2022 Lennard Kämna | 2023, 2024 Nils Politt | 2025 Maximilian Schachmann

Vor 1994 wurde diese Disziplin nur für Amateure ausgetragen, Resultate → Deutsche Meister im Zeitfahren (Amateure)

Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Navigationsleiste Gewinner der Deutschen Meisterschaften im Zeitfahren (Amateure)Vorlage:Klappleiste/Anfang

1906 Gehrt, Schröder, Reich, Bachmann, Stapelberg, Böhm | 1907 Böhm, Kotsch, Katzer, Tartsch, Zeeh | 1920 Schneidawind, Zeissner, Sachs, Köhler, Schmidt, Lendner, K. Pfister, Buchner, Lorenz | 1921 Lorenz, Buchner, Schneidawind, Zeissner, Pfister, Sachs, A. Pfister, M. Pfister, Josef Lendner | 1922 Eisinger, Härtl, Schönauer, Steber, Hillinger, Wackerl | 1923 Schugk, Nebe, Rodies, Hundertmarck, Seiferth, Dost | 1924 Schneidawind, Pfister, Zeissner, Sachs, Klass, Lanzutti | 1925 Wemme, Schmidt, Kotsch, Langer, Müller, Rühl | 1927 Stöpel, Ussat, Feder, Litschi, Horn, Hübscher | 1929 Risch/Stache/Grützke/Kliemchen/Jänicke/Putkammer | 1930 Risch/Stache/Panke/Putkammer/Stach/Gräfe | 1931 Risch/Stache/Panke/Gräfe/Kerber/Stach | 1933 Bruno Schulze/Rudi Thoß/Fritz Funke/Gerhard Hanke/Hans John/Kurt Hertwig | 1934 Paul Reichel/Friese/Dornberger/Richter | 1940–1947 nicht ausgetragen | 1948 Stubbe/Rühl/Jakobi/Pfannenmüller/Sartel | 1949, 1950 Wunderlich/E. Ziegler/Popp/Zeissner/Werner Knieß | 1951 Neuser/Schwab/Liebermann/Schnell/Winkelmann | 1952 E. Ziegler/G. Ziegler/Popp/Zeissner | 1953 E. Ziegler/G. Ziegler/Zeissner/Knieß/Vay/Karrlein | 1954 E. Ziegler/G. Ziegler/Knieß/Vay/Karrlein/Schabel | 1955 E. Ziegler/G. Ziegler/Knieß/Becker/Karrlein/Schabel | 1956 E. Ziegler/G. Ziegler/Knieß/Vay/Karrlein/Schabel | 1957 Duschl/Hofmann/Mehl/Stern/Reusch/Gömmel | 1958 Hofmann/Mehl/Stern/Duschl/Reusch/Wunderlich | 1959 Bäßler/Raab/A. Ziegler/Popp/Selbmann/Knieß | 1960 Puschel/Alexander/Stolp/Bath | 1961 Rohr/May/Hinschütz/Meindl | 1962 Rohr/Meindl/Mangold/Ruster | 1963 Rohr/May/Mangold/Meindl | 1964, 1965 Löschke/Ebert/Stolp/Tiedtke | 1966 Tschan/Ruster/Jourdan/Oleknavicius | 1967 Löschke/Ebert/Stolp/Tiedtke/Lindow | 1968 Tschan/Walter/Leitner/Oleknavicius | 1969 Tschan/Rösler/Jourdan/Oleknavicius | 1970 Kraft/Mücke/Becker/Podbielski | 1971 Flachs/Koslar/Leitner/Kuhn | 1972 Becker/R. Podlesch/Schulz/Oleknavicius | 1973 Bremer/Lindow/Poulain/Seidel | 1974 Oleknavicius/Becker/R. Podlesch/Paltian | 1975 Lutz/Weissinger/Schütz/Colombo | 1976 R. Podlesch/Paltian/Becker/Kassun | 1977 Brehm/Oleknavicius/Weibel/Weis | 1978 Paltian/Kassun/R. Podlesch/K. Podlesch | 1979 Loeffelholz/Burkhardt/Flögel/Münch | 1980 vakant wg. Dopings | 1981 Stauff/Freienstein/Stadler/Wüller | 1982 Gölz/Walczak/Schlapphoff/Weissinger | 1983 Marx/Gölz/Walczak/Schlapphoff | 1984 Bölts/Maue/Schenk/Gröne | 1985 Burkhardt/Freienstein/Knauer/Stauff | 1986 Bölts/Schenk/Maue/Gröne | 1987 Plambeck/Müller/Hillenbrand/Becker | 1988 Christl/Stumpf/Stauff/Wüller | 1989 Echtermann/Egyed/Weida/Zemke | 1990 Dittert/Hernig/Lötzsch/Lahmer | 1991 Blochwitz/Meier/Will/Wolke | 1992 Lehmann/Zemke/Schmidt/Höbel | 1993 Voigt/Schaffrath/Knispel/Morgner | 1994 Rich/Peschel/Steinhauser/Lebsanft

Es sind nur die Ergebnisse ab 1948 aufgeführt. Vorerst zum letzten Mal wurde diese Disziplin 1994 bei deutschen Meisterschaften ausgetragen.

Vorlage:Klappleiste/Ende