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Lutz Lehmann (Radsportler, 1963)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Lutz Lehmann (* 18. November 1963 in Berlin-Oberschöneweide<ref name="berliner-18929">Jürgen Strauß: Der Berliner Lutz Lehmann hat eine wechselvolle Karriere hinter sich / Keine Profiambitionen: Von der Friedensfahrt immer geträumt. In: berliner-zeitung.de. 11. Mai 1995, abgerufen am 12. Dezember 2020.</ref><ref name="SPON-40080">Radsport: Lutz Lehmann gewinnt "Rund um Berlin". In: Der Spiegel. 4. September 1999, abgerufen am 12. Dezember 2020.</ref>) ist ein ehemaliger deutscher Radrennfahrer und nationaler Meister im Radsport.

Leben

Lutz Lehmann wuchs in Ost-Berlin auf und begann in der DDR in der BSG Rotation Prenzlauer Berg mit dem Radsport.<ref name=":0" /> Wegen „Westverwandtschaft“ durfte er nicht die bereits erfolgte Delegierung an die Kinder- und Jugendsportschule (KJS) antreten und wurde er in seinen sportlichen Möglichkeiten jedoch derartig eingeschränkt, dass er einen Ausreiseantrag stellte und an Franz Josef Strauß schrieb. Unter dem Vorwurf des Geheimnisverrats wurde er daraufhin inhaftiert, 1985 freigekauft, und siedelte 1987 nach West-Berlin (Charlottenburg), wo er sich dem Verein RC Charlottenburg anschloss, um.<ref name="berliner-18929" /><ref name="mz">Mitteldeutsche Zeitung von Mai 1995</ref> Ab 1991 fuhr er für den Verein RSG Frankfurt am Main, wechselte später zu Opel Schüler Berlin, RRV Hameln und letztlich zum SC DHfK Leipzig. Mit der RSG Frankfurt wurde er 1992 Deutscher Meister im Mannschaftszeitfahren. 1992 gewann er die Brügelmann-Champion-Wertung, eine Jahreswertung für Amateure des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR).

Lehmann fuhr hauptsächlich Straßenradrennen in Deutschland, machte aber auch Abstecher in die Slowakei (Slowakei-Rundfahrt 1991), nach Schweden (Postgirot Open 1992), in die Schweiz (GP Tell 1992) und zu seiner ersten Friedensfahrt 1990.<ref name="mz" /> Dreimal war er im Rennen Rund um den Flughafen Köln-Bonn erfolgreich. 1994 siegte er im Großen Diamant-Preis, 1995 bei Rund um Düren.

Bei der Internationalen Friedensfahrt 1995 hatte er auch den größten Erfolg seiner Radsportlaufbahn: drei Etappen im Gelben Trikot des Führenden. Auf der vierten Etappe bekam er jedoch einen Reifenschaden, der ihn die Führung kostete.<ref>Maik Märtin: 50 Jahre Course de la Paix. Agentur Construct, Leipzig 1998, S. 245.</ref> Bei der Berlin-Rundfahrt konnte er bei seinen Starts insgesamt neun Etappen gewinnen.<ref name=":0" /> 1999, im letzten Jahr seiner Laufbahn, gewann mit Rund um Berlin das Rennen, welches er schon als Jugendlicher gewinnen wollte.<ref>RC Charlottenburg (Hrsg.): 125 Jahre Radsport in Charlottenburg. Berlin 2008, S. 65.</ref><ref name=":0">Radsport–Verband Berlin (Hrsg.): Radsport News aus Berlin. Nr. 2/2000. Berlin 2000, S. 9.</ref>

Lehmann fuhr 2011 zudem Jedermann-Rennen für das „Team Wunderlich“.<ref>jedermann.rad-net.de</ref>

In der DDR hatte er eine Ausbildung als Werkzeugmacher absolviert. Nach Beendigung seiner Laufbahn begann er eine Tätigkeit als Außendienstmitarbeiter einer Fahrradfirma.<ref name=":0" />

Erfolge

1989
1990
  • eine Etappe Bayern-Rundfahrt
1995
1998

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

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1906 Gehrt, Schröder, Reich, Bachmann, Stapelberg, Böhm | 1907 Böhm, Kotsch, Katzer, Tartsch, Zeeh | 1920 Schneidawind, Zeissner, Sachs, Köhler, Schmidt, Lendner, K. Pfister, Buchner, Lorenz | 1921 Lorenz, Buchner, Schneidawind, Zeissner, Pfister, Sachs, A. Pfister, M. Pfister, Josef Lendner | 1922 Eisinger, Härtl, Schönauer, Steber, Hillinger, Wackerl | 1923 Schugk, Nebe, Rodies, Hundertmarck, Seiferth, Dost | 1924 Schneidawind, Pfister, Zeissner, Sachs, Klass, Lanzutti | 1925 Wemme, Schmidt, Kotsch, Langer, Müller, Rühl | 1927 Stöpel, Ussat, Feder, Litschi, Horn, Hübscher | 1929 Risch/Stache/Grützke/Kliemchen/Jänicke/Putkammer | 1930 Risch/Stache/Panke/Putkammer/Stach/Gräfe | 1931 Risch/Stache/Panke/Gräfe/Kerber/Stach | 1933 Bruno Schulze/Rudi Thoß/Fritz Funke/Gerhard Hanke/Hans John/Kurt Hertwig | 1934 Paul Reichel/Friese/Dornberger/Richter | 1940–1947 nicht ausgetragen | 1948 Stubbe/Rühl/Jakobi/Pfannenmüller/Sartel | 1949, 1950 Wunderlich/E. Ziegler/Popp/Zeissner/Werner Knieß | 1951 Neuser/Schwab/Liebermann/Schnell/Winkelmann | 1952 E. Ziegler/G. Ziegler/Popp/Zeissner | 1953 E. Ziegler/G. Ziegler/Zeissner/Knieß/Vay/Karrlein | 1954 E. Ziegler/G. Ziegler/Knieß/Vay/Karrlein/Schabel | 1955 E. Ziegler/G. Ziegler/Knieß/Becker/Karrlein/Schabel | 1956 E. Ziegler/G. Ziegler/Knieß/Vay/Karrlein/Schabel | 1957 Duschl/Hofmann/Mehl/Stern/Reusch/Gömmel | 1958 Hofmann/Mehl/Stern/Duschl/Reusch/Wunderlich | 1959 Bäßler/Raab/A. Ziegler/Popp/Selbmann/Knieß | 1960 Puschel/Alexander/Stolp/Bath | 1961 Rohr/May/Hinschütz/Meindl | 1962 Rohr/Meindl/Mangold/Ruster | 1963 Rohr/May/Mangold/Meindl | 1964, 1965 Löschke/Ebert/Stolp/Tiedtke | 1966 Tschan/Ruster/Jourdan/Oleknavicius | 1967 Löschke/Ebert/Stolp/Tiedtke/Lindow | 1968 Tschan/Walter/Leitner/Oleknavicius | 1969 Tschan/Rösler/Jourdan/Oleknavicius | 1970 Kraft/Mücke/Becker/Podbielski | 1971 Flachs/Koslar/Leitner/Kuhn | 1972 Becker/R. Podlesch/Schulz/Oleknavicius | 1973 Bremer/Lindow/Poulain/Seidel | 1974 Oleknavicius/Becker/R. Podlesch/Paltian | 1975 Lutz/Weissinger/Schütz/Colombo | 1976 R. Podlesch/Paltian/Becker/Kassun | 1977 Brehm/Oleknavicius/Weibel/Weis | 1978 Paltian/Kassun/R. Podlesch/K. Podlesch | 1979 Loeffelholz/Burkhardt/Flögel/Münch | 1980 vakant wg. Dopings | 1981 Stauff/Freienstein/Stadler/Wüller | 1982 Gölz/Walczak/Schlapphoff/Weissinger | 1983 Marx/Gölz/Walczak/Schlapphoff | 1984 Bölts/Maue/Schenk/Gröne | 1985 Burkhardt/Freienstein/Knauer/Stauff | 1986 Bölts/Schenk/Maue/Gröne | 1987 Plambeck/Müller/Hillenbrand/Becker | 1988 Christl/Stumpf/Stauff/Wüller | 1989 Echtermann/Egyed/Weida/Zemke | 1990 Dittert/Hernig/Lötzsch/Lahmer | 1991 Blochwitz/Meier/Will/Wolke | 1992 Lehmann/Zemke/Schmidt/Höbel | 1993 Voigt/Schaffrath/Knispel/Morgner | 1994 Rich/Peschel/Steinhauser/Lebsanft

Es sind nur die Ergebnisse ab 1948 aufgeführt. Vorerst zum letzten Mal wurde diese Disziplin 1994 bei deutschen Meisterschaften ausgetragen.

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