Merk (Gattung)
<templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />
| Merk | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Datei:Sium latifolium kz.jpg
Breitblättriger Merk (Sium latifolium) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Sium | ||||||||||||
| L. |
Die Pflanzengattung Merk (Sium) gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Die etwa 10 bis 15 Arten haben ihre Verbreitungsgebiete in Afrika, Eurasien und Nordamerika.
Beschreibung
Sium-Arten wachsen als ausdauernde krautige Pflanzen. Es sind Sumpf- oder Wasserpflanzen. Bei manchen Arten werden Bündel mit verdickten Wurzeln gebildet. Die oberirdischen Pflanzenteile sind kahl. An den verzweigten Stängeln können an den unteren Nodien Wurzeln gebildet werden. Die gestielten Laubblätter sind unpaarig gefiedert. Die ungestielten Fiederblättchen besitzen oft einen gesägten Blattrand.
Die Blüten stehen in end- oder seitenständigen Blütenständen zusammen; es sind Doppeldolden mit einfachen oder geteilten Hüllblättern und lanzettliche Hüllchen, die meist zurückgebogen sind. Die relativ kleinen Blüten sind zwittrig, radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf, oft ungleichen, Kelchblätter sind auffällig oder winzig, manchmal fallen sie früh ab. Die fünf Kronblätter sind weiß. Die äußeren Blüten einer Doppeldolde besitzen oft verlängerte Kronblätter.
Die glatten Früchte besitzen einen bis zur Basis zweigespalten Karpophor.
Systematik und Verbreitung
Die Gattung Sium wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, 1, S. 251 aufgestellt. Als Lectotypusart wurde 1929 Sium latifolium <templatestyles src="Person/styles.css" />L. durch Albert Spear Hitchcock in Prop. Brit. Bot., S. 140 festgelegt.<ref name="Tropicos" />
Es gibt 10<ref name="FoC" /> bis 15 Sium-Arten (Auswahl):<ref name="GRIN" />
- Sium frigidum <templatestyles src="Person/styles.css" />Handel-Mazzetti: Dieser Endemit gedeiht in Höhenlagen von etwa 3500 Meter nur in Zhongdian im nordwestlichen Yunnan.<ref name="FoC" />
- Breitblättriger Merk, Großer Merk, Merle oder Wassersellerie (Sium latifolium <templatestyles src="Person/styles.css" />L.): Er ist in Europa, Kasachstan, Zentralasien, Sibirien und Xinjiang weitverbreitet.<ref name="GRIN" /><ref name="FoC" />
- Sium latijugum <templatestyles src="Person/styles.css" />C.B.Clarke: Sie kommt vom nördlichen Afghanistan bis zum westlichen Himalaja vor.<ref name="POWO" />
- Sium medium <templatestyles src="Person/styles.css" />Fischer & C.A.Meyer: Sie ist in Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Usbekistan und Xinjiang weitverbreitet.<ref name="FoC" />
- Ninsi-Zuckerwurz<ref name="Thellung1965" /> (Sium ninsi <templatestyles src="Person/styles.css" />L.): Sie kommt in Japan und in Korea vor.<ref name="POWO" />
- Sium sisaroideum <templatestyles src="Person/styles.css" />DC.: Sie ist von Südwestasien bis Zentralasien in Afghanistan, Kasachstan, Kirgisistan, Russland, Tadschikistan, Turkmenistan, Usbekistan und Xinjiang weitverbreitet.<ref name="FoC" />
- Zuckerwurzel (Sium sisarum <templatestyles src="Person/styles.css" />L.): Sie ist von Ungarn, Ost- und Südosteuropa über Westasien und das Kaukasusgebiet bis Zentralasien weitverbreitet.<ref name="GRIN" />
- Sium suave <templatestyles src="Person/styles.css" />Walter (Syn.: Sium cicutifolium <templatestyles src="Person/styles.css" />Schrenk, Sium formosanum <templatestyles src="Person/styles.css" />Hayata, Sium nipponicum <templatestyles src="Person/styles.css" />Maxim.): Das weite Verbreitungsgebiet auf der Nordhalbkugel reicht von Ostasien (China, Taiwan, Japan, Korea) bis Sibirien sowie Russlands Fernem Osten und in Nordamerika von Alaska über Kanada und bis in die USA (viele Bundesstaaten bis Florida als südlichstem).<ref name="GRIN" /><ref name="FoC" />
Nicht mehr zur Gattung Sium gehören:<ref name="GRIN" />
- Schmalblättriger Merk (Sium erectum <templatestyles src="Person/styles.css" />Huds., Sium angustifolium <templatestyles src="Person/styles.css" />L., Sium thunbergii <templatestyles src="Person/styles.css" />DC.) ⇒ Gewöhnliche Berle (Berula erecta <templatestyles src="Person/styles.css" />(Huds.) Coville)
- Sium douglasii <templatestyles src="Person/styles.css" />DC. ⇒ Cicuta douglasii <templatestyles src="Person/styles.css" />(DC.) J.M.Coult. & Rose
Literatur
- Pu Fading (溥发鼎 Pu Fa-ting) & Mark F. Watson: Sium, S. 115 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi & Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China, Volume 14 - Apiaceae through Ericaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2005. ISBN 1-930723-41-5 (Abschnitte Beschreibung und Systematik)
- E. Nasir: Umbelliferae, Volume 20: Sium bei Tropicos.org. In: Flora of Pakistan. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum
- M. L. Gonçalves: Umbelliferae in der Flora Zambesiaca, Volume 4, 1978: Sium - Online.
Einzelnachweise
<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Tropicos"> Sium bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="FoC"> Pu Fading (溥发鼎 Pu Fa-ting) & Mark F. Watson: Sium, S. 115 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi & Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China, Volume 14 - Apiaceae through Ericaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2005. ISBN 1-930723-41-5 </ref> <ref name="POWO">Datenblatt Sium bei POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science.</ref> <ref name="Thellung1965"> Albert Thellung: Umbelliferae. In Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 1. Auflage, unveränderter Textnachdruck Band V, Teil 2. Verlag Carl Hanser, München 1965. S. 1224.</ref> </references>