Zum Inhalt springen

Inkablaurabe

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 11. Dezember 2025 um 15:26 Uhr durch imported>Haplochromis.
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

<templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />

Inkablaurabe
Datei:Inca jay (Cyanocorax yncas galeatus) Las Tangaras.jpg

Inkablaurabe (Cyanocorax yncas)

Systematik
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Rabenvögel (Corvidae)
Unterfamilie: Neuwelthäher (Cyanocoracinae)
Gattung: Blauraben (Cyanocorax)
Art: Inkablaurabe
Wissenschaftlicher Name
Cyanocorax yncas
(Boddaert, 1783)

Der Inkablaurabe (Cyanocorax yncas), auch Grünhäher oder Inkahäher genannt, ist eine Vogelart aus der Gattung der Blauraben innerhalb der Familie der Rabenvögel (Corvidae). Er lebt in zwei voneinander getrennten Populationen, einer mittelamerikanischen und einer südamerikanischen, die teilweise als eigene Arten geführt werden. Zwischen diesen kommen von Nicaragua bis Panama keine Grünhäher vor.

Merkmale

Datei:Inca jay (Cyanocorax yncas yncas) San Isidro.jpg
Cyanocorax yncas

Mit einer Größe von 25 bis 27 cm ist der Inkablaurabe eher zu den kleineren Blauraben zu zählen. Im Vergleich zu den anderen Vertretern der Gattung hat er einen kleinen, schwarzen Schnabel und relativ lange, zum Ende schmaler werdende Schwanzfedern. Die Flügel sind verhältnismäßig kurz und abgerundet. Die nasalen Federn bilden eine kleine Haube. Die Stirn und der vordere Scheitel sind hell violett und weißlich übergehaucht. Der Bartstreif, die Wangen, die Oberseite des Kopfes und der Nacken sind violett, der untere Rand des Nackens ist leicht bläulich. Die Kehle, der hintere Teil der Wangen und der Zügel- und Überaugenstreif sind schwarz. Über dem Auge befindet sich ein kleiner violetter Fleck. Oberseite und Flügel sind grün, der Bauch und die Unterseite der Flügel sind gelb. Der Schwanz ist dunkelgrün, seine äußeren Federn gelb. Die Beine sind rötlich-braun, die Farbe der Iris variiert von braun zu gelb. Beide Geschlechter sehen gleich aus.

Vorkommen

Datei:Cyanocorax yncas map 2.svg
Das Verbreitungsgebiet des Inkablauraben

Der Inkablaurabe ist in Zentral- und Südamerika weit verbreitet. Er kommt jedoch im südlichen Mittelamerika (El Salvador, Nicaragua, Costa Rica und Panama) nicht vor. Die nördliche Grenze des Verbreitungsgebietes ist das Tal des südlichen Rio Grande im Süden des US-Bundesstaates Texas. Von dort erstreckt es sich am Golf von Mexiko entlang bis Belize und Nord-Zentral-Honduras. An der Pazifikküste ist der Inkablaurabe von Nayarit bis in den Westen von Guatemala zu finden.

Das südamerikanische Vorkommen erstreckt sich vom venezolanischen Bundesstaat Sucre im Osten entlang des Karibischen Küstengebirges bis zu den venezolanischen Anden und verläuft dann über die Anden von Kolumbien, Ecuador und Peru bis nach Nordwestbolivien.<ref name="BotW" />

Lebensraum

Der Inkablaurabe bewohnt die niedrigeren Baumkronen des Waldes und das buschartige Unterholz. Dort stöbert er in kleinen Gruppen nach Futter. Er lebt im Flachland und an den Hängen bewaldeter Berge, so z. B. in Mexiko bis auf eine Höhe von 1.800 m, in den Anden hauptsächlich in einer Höhe von 1.400 bis 3.000 m.

Ernährung

Die Nahrung setzt sich aus einer Vielzahl von wirbellosen Tieren zusammen, wie zum Beispiel Käfer, Regenwürmer und Grillen, aber auch Eier von Echsen und kleineren Vögeln, sowie Samen, Beeren und Früchte. Auch ist eine Vorliebe für Eicheln und die Samen der Sägepalme zu beobachten.

Systematik

Manche Wissenschaftler unterteilen die Art wegen der zwei getrennten Populationen in zwei Arten: Den nördlichen Grünhäher (Cyanocorax luxuosus) und den südlicheren Inkahäher (Cyanocorax yncas).<ref>Ridgely, R. S.; & Greenfield, P. J. (2001): The Birds of Ecuador - Field Guide. Cornell University Press. ISBN 0-8014-8721-8</ref><ref>Hilty, S. L. (2003): Birds of Venezuela. Princeton University Press. ISBN 0-691-02131-7</ref> Laut ITIS<ref>Integrated Taxonomic Information System. In: Integrated Taxonomic Information System (ITIS). Abgerufen am 18. April 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> wird neben der Nominatform C. y. yncas die Unterart C. y. luxuosus anerkannt.<ref>ITIS, the Integrated Taxonomic Information System, abgerufen am 28. September 2008 [1]</ref>

Quellen

Einzelnachweise

<references> <ref name="BotW"> J. C. Giese und J.D. Hall (2024). Green Jay (Cyanocorax yncas), Version 2.0. In Birds of the World (S. M. Billerman, Hrsg.). Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. doi: 10.2173/bow.grnjay.02</ref> </references>

Literatur

  • Steve Madge, Hilary Burn: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). A&C Black, 1994, ISBN 0-7136-5207-1.
  • National Geographic Society: Field Guide to the birds of North America. 4th fully rev. and updated Ed., Washington D. C. 2002, ISBN 0-7922-6877-6

Weblinks

Commons: Cyanocorax yncas – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien