Gold(I)-sulfid
| Kristallstruktur | |||||||||||||||||||
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| Kristallstruktur von Gold(I)-sulfid | |||||||||||||||||||
| Vorlage:Farbe Au+ Vorlage:Farbe S2− | |||||||||||||||||||
| Allgemeines | |||||||||||||||||||
| Name | Gold(I)-sulfid | ||||||||||||||||||
| Andere Namen |
Digoldsulfid | ||||||||||||||||||
| Verhältnisformel | Au2S | ||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
braun-schwarzer Feststoff<ref name=webe/> | ||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||||||||
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| Eigenschaften | |||||||||||||||||||
| Molare Masse | 426,00 g·mol−1 | ||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest | ||||||||||||||||||
| Dichte |
11,0 g·cm−3<ref name=webe>Gold(I)-sulfid bei webelements.com</ref> | ||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
Zersetzung ab 217 °C<ref name="Ishikawa">K. Ishikawa, T. Isonaga, S. Wakita, Y. Suzuki: Structure and electrical properties of Au2S. In: Solid State Ionics, 1995, 79, S. 60–66, doi:10.1016/0167-2738(95)00030-A.</ref> | ||||||||||||||||||
| Löslichkeit |
nahezu unlöslich in Wasser<ref name="langmuir">Todd Morris, Hollie Copeland, Greg Szulczewski: Synthesis and Characterization of Gold Sulfide Nanoparticles. In: Langmuir, 2002, 18 2, S. 535–539, doi:10.1021/la011186y.</ref> | ||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | |||||||||||||||||||
Gold(I)-sulfid in eine chemische Verbindung von Gold und Schwefel. Der schwarz-braune Feststoff ist neben Gold(III)-sulfid eines der beiden bekannten Sulfide des Goldes.
Neben dem Feststoff ist auch eine Synthese von Nanopartikeln möglich, die im Vergleich zum Festkörper unterschiedliche optische und elektronische Eigenschaften aufweisen.<ref name="langmuir"/>
Gewinnung und Darstellung
Gold(I)-sulfid lässt sich aus Gold-Cyanid-Lösungen mit Hilfe von Schwefelwasserstoff gewinnen. Dazu wird Gold zunächst unter Sauerstoffzutritt in einer Kaliumcyanid-Lösung gelöst. Mit Schwefelwasserstoff lässt sich danach das Sulfid aus der Lösung ausfällen.<ref name="Ishikawa"/>
- <math>\mathrm{4\ Au + 8\ KCN + 2\ H_2O + O_2 \longrightarrow 4\ K[Au(CN)_2] + 4\ KOH}</math>
- Lösen des Goldes
- <math>\mathrm{2\ K[Au(CN)_2] + H_2S + 2\ H_2O \longrightarrow Au_2S + 2\ KOH + 4\ HCN}</math>
- Fällung des Gold(I)-sulfides
Eigenschaften
Physikalische Eigenschaften
Gold(I)-sulfid kristallisiert in der gleichen Kristallstruktur wie Kupfer(I)-oxid. Die Struktur ist kubisch mit der Raumgruppe Pn3m (Raumgruppen-Nr. 224) und dem Gitterparameter a = 502 pm.<ref name="Ishikawa"/>
Zwischen 25 und 100 °C ist Gold(I)-sulfid ein Halbleiter vom p-Typ mit einer Bandlücke von 0,37 eV.<ref name="Ishikawa"/>
Chemische Eigenschaften
Ab 217 °C zersetzt sich Gold(I)-sulfid. An der Luft entsteht dabei neben elementarem Gold Schwefeldioxid.<ref name="Ishikawa"/>
In Wasser ist Gold(I)-sulfid unlöslich, jedoch zersetzt es sich beim Kontakt mit Säuren in Gold und Schwefelwasserstoff.<ref name="langmuir"/>
Netzhauterkrankungen durch Goldsulfide
Vergiftungen mit Goldverbindungen sind äußerst selten; lediglich beim Umgang mit löslichen Goldsalzen wie dem Kaliumdicyanoaurat(I) sind bei Arbeitern in Galvanisierbetrieben neben allergischen Reaktionen auch durch Ablagerungen von Goldsulfiden verursachte Erkrankungen der Netzhaut (Retina) des Auges (Retinopathien) aufgetreten.<ref>E. Burgis: Intensivkurs: Allgemeine und spezielle Pharmakologie. Elsevier Deutschland, 2005, ISBN 978-3-437-42612-4</ref>
Einzelnachweise
<references />
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Vorlage:Klappleiste/Anfang Oxide: Kupfer(I)-oxid • Kupfer(II)-oxid | Silber(I)-oxid • Silber(I,III)-oxid | Gold(III)-oxid
Sulfide: Kupfer(I)-sulfid • Kupfer(II)-sulfid | Silbersulfid | Gold(I)-sulfid • Gold(III)-sulfid
Selenide: Kupfer(I)-selenid • Kupfer(II)-selenid | Silber(I)-selenid | Gold(III)-selenid
Telluride: Kupfer(I)-tellurid | Silbertellurid | Gold(I)-tellurid Vorlage:Klappleiste/Ende
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