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Kokon-Nebel

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Emissionsnebel
IC 5146
Ic5146 in Ha GOIII B, photocalibrated.png
Aufnahme von IC 5146.
Vorlage:Sternkarte
Vorlage:AladinLite
Sternbild Schwan
Position
ÄquinoktiumJ2000.0, Epoche: J2000.0
Rektaszension Vorlage:RektaszensionEasy <ref name="NED">NASA/IPAC EXTRAGALACTIC DATABASE</ref>
Deklination Vorlage:DeklinationEasy <ref name="NED">NASA/IPAC EXTRAGALACTIC DATABASE</ref>
Erscheinungsbild
Scheinbare Helligkeit (visuell) 9,3 mag
Scheinbare Helligkeit (B-Band) mag
Winkelausdehnung 10/10<ref name="SEDS">SEDS: IC 5146</ref>
Ionisierende Quelle
Bezeichnung BD +46 3474 (Collinder 470)
Typ
Physikalische Daten

Zugehörigkeit Milchstraße
Entfernung 2400 ± 40 Lj
Masse ca. 700 M<ref name="samson">W. B. Samson: The Distribution of Interstellar Matter in IC 5146. In: Astrophysics and Space Science. Band 34, Nr. 2, S. 377 ff. bibcode:1975Ap&SS..34..377S (englisch).</ref> ?? M
Geschichte
Entdeckung Edward Barnard
Datum der Entdeckung 11. Oktober 1893
Katalogbezeichnungen
 IC 5146 • Nebel: IC 5146, Sh2-125, LBN 424, Ced 198, Min 2-70, C 19; Sternhaufen: Cr 470, OCl 213, Lund 1001, C 2151+470, Dunkelwolkenbereich: BD 168

IC 5146, auch als Kokon-Nebel bekannt, ist ein astronomischer Nebel mit einem eingebetteten offenen Sternhaufen im Sternbild Schwan. Der Sternhaufen trägt die Bezeichnung Collinder 470.

Der Nebel hat eine scheinbare Ausdehnung von rund 10 Bogenminuten und ist etwa 2500 Lichtjahre von der Erde entfernt; seine physische Ausdehnung beträgt damit ca. 10 Lichtjahre. Der Nebel ist ein Sternentstehungsgebiet mit ionisiertem atomarem Wasserstoff und hat sowohl emittierende, reflektierende als auch absorbierende Bestandteile. Die Flächenhelligkeit des Nebels beträgt 9,3 mag, die des Sterns in der Mitte 9,5 mag.<ref>O’Meara, The Caldwell Objects (wie unter Literatur), S. 89.</ref>

IC 5146 befindet sich von der Erde aus gesehen am östlichen Ende der länglichen Dunkelwolke Barnard 168 und ist mit dieser zusammen Teil einer ausgedehnten Molekülwolke. Etwas westlich liegt der Reflexionsnebel von vdB 147, der vermutlich auch zum Komplex gehört.

Die im Innern der Wolke ablaufende, rege Sternentstehung führt zur Bildung eines jungen offenen Sternhaufens mit der Bezeichnung Collinder 470, einer scheinbaren Helligkeit von 7,2 mag und einem geschätzten Alter von wenigen hunderttausend Jahren. Dieser Sternhaufen und insbesondere der hellste Stern in seinem Zentrum, BD +46° 3474 (Typ B0 V, 10 mag), sind verantwortlich für die Ionisation des Nebels und damit für sein Leuchten. Sie schaffen eine „Höhle“ im Staub und Gas der Molekülwolke und eröffnen uns somit den Blick in sein Inneres.

Der Nebel wurde fotografisch von Edward Barnard auf einer Aufnahme vom 11. Oktober 1893 entdeckt, später unabhängig davon auch von Max Wolf (28. Juli 1894).<ref>Seligman</ref>

Literatur

  • Michael König, Stefan Binnewies: Bildatlas der Sternhaufen & Nebel Kosmos, Stuttgart 2023, S. 144.
  • O’Meara, Stephen James (2016): The Caldwell Objects. 2. Aufl., Cambridge: Cambridge University Press, ISBN 978-1-107-08397-4, S. 89–93.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Vorlage:Navigationsleiste Index-Katalog/Inhalt Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Navigationsleiste Caldwell-Katalog