Roland Matthes
| Roland Matthes Vorlage:SportPicto | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Persönliche Informationen | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Name: | Roland Matthes | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Nation: | Datei:Flag of East Germany.svg Deutsche Demokratische Republik | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Schwimmstil(e): | Freistil, Lagen, Rücken, Schmetterling | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Geburtstag: | 17. November 1950 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Geburtsort: | Pößneck | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Sterbedatum: | 20. Dezember 2019 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Sterbeort: | Wertheim | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Größe: | 1,89 m | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Medaillen
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Roland Matthes (* 17. November 1950 in Pößneck; † 20. Dezember 2019 in Wertheim<ref>DDR-Schwimmerlegende Roland Matthes ist tot. In: Spiegel Online. Abgerufen am 21. Dezember 2019.</ref>) war ein deutscher Schwimmer, Weltrekordhalter und vierfacher Olympiasieger und gilt als einer der erfolgreichsten und populärsten Sportler der DDR.
Werdegang
Schwimmkarriere
Roland Matthes ist bis heute der erfolgreichste Rückenschwimmer aller Zeiten. Über sieben Jahre – von April 1967 bis August 1974 – ging er aus allen Wettbewerben über die Rückendistanzen als Sieger hervor. Er gewann nacheinander vier Europameister- und drei Weltmeisterschaften und schwamm zwischen 1967 und 1973 insgesamt 19 Welt- und 29 Europarekorde.<ref>Das große Olympia Lexikon. In: Sport-Bild, 19. Juni 1996, S. 43.</ref> Während dieser Zeit beherrschte er die Weltelite im Rückenschwimmen so sehr, dass seine Vielseitigkeit als Weltklasseschwimmer oft vergessen wird. Er war über längere Zeit Europarekordhalter über 100 Meter Freistil, 200 Meter Lagen und 100 Meter Schmetterling. Mit Roland Matthes dominierte der SC Turbine Erfurt über Jahre die DDR-Schwimmwettbewerbe der Männer in diesen drei Lagen. Er trainierte bei Marlies Grohe.
Als Olympiateilnehmer 1968 in Mexiko-Stadt, 1972 in München und 1976 in Montreal gewann er insgesamt acht Medaillen (4 × Gold, 2 × Silber, 2 × Bronze). Ihm gelang es bei den Olympischen Spielen 1968 und 1972, jeweils die Goldmedaillen über 100 und 200 Meter Rücken zu erschwimmen. 1976 gewann er zusätzlich noch die Bronzemedaille über 100 Meter Rücken. Die Erfolge wurden abgerundet durch die Staffelsilbermedaillen 1968 und 1972 über 4-mal 100 Meter Lagen und eine Bronzemedaille über 4-mal 100 Meter Freistil.
Bei den Weltmeisterschaften 1973 in Belgrad wurde er der erste Weltmeister sowohl über 100 Meter als auch über 200 Meter Rücken. Außerdem konnte er mit der 4-mal-100-Meter-Lagenstaffel die Silber- und mit der 4-mal-100-Meter-Freistilstaffel die Bronzemedaille gewinnen.
Zwei Jahre später, bei den Weltmeisterschaften in Cali, verteidigte er seinen Titel über 100 Meter Rücken.
Bei den Europameisterschaften 1970 in Barcelona und 1974 in Wien dominierte er die Rückenwettbewerbe und gewann bei diesen beiden Meisterschaften alle vier Europameistertitel in diesem Schwimmstil. Außerdem wurde er in Barcelona noch Europameister mit der 4-mal-100-Meter-Lagenstaffel der DDR, Vizeeuropameister über 100 Meter Freistil und Bronzemedaillengewinner mit der 4-mal-100-Meter- und der 4-mal-200-Meter-Freistilstaffel. 1974 in Wien wurde er zusätzlich noch Vizeeuropameister über 100 Meter Schmetterling und Dritter mit der 4-mal-100-Meter-Freistilstaffel.
Roland Matthes war damit einer der großen olympischen Sportstars der DDR. Von 1967 bis 1971, 1973 und 1975 wurde er insgesamt siebenmal zum DDR-Sportler des Jahres gewählt. Im Jahr 1981 wurde er in die Ruhmeshalle des internationalen Schwimmsports aufgenommen. 2006 wurde er als erster und bis dahin einziger ehemaliger DDR-Sportler in die Hall of Fame des deutschen Sports berufen.
Weiterer Werdegang
Matthes studierte von 1970 bis 1977 Sportwissenschaften und schloss als Diplom-Sportlehrer ab. Von 1978 bis 1984 studierte er in Jena Medizin. Matthes arbeitete in Marktheidenfeld als Orthopäde. Von 1985 bis 1989 gehörte er der medizinischen Kommission des IOC an.
Von 1978 bis 1982 war er mit der Schwimmolympiasiegerin Kornelia Ender verheiratet.
Am 6. April 2011 wurde die Erfurter Südschwimmhalle in seinem Beisein in „Roland-Matthes-Schwimmhalle“ umbenannt.<ref>Erfurter „Südschwimmhalle“ heißt jetzt „Roland Matthes Schwimmhalle“. In: Thueringer-Allgemeine.de. 6. April 2011, abgerufen am 27. April 2011.</ref>
Roland Matthes starb im Dezember 2019 im Alter von 69 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit.<ref>Roland Matthes mit 69 Jahren gestorben. In: Morgenpost.de. 21. Dezember 2019, abgerufen am 21. Dezember 2019.</ref>
Auszeichnungen (Auswahl)
- 1968 und 1970: Vaterländischer Verdienstorden in Silber
- 1972: Vaterländischer Verdienstorden in Gold
- 1976: Ehrenspange zum Vaterländischen Verdienstorden in Gold
- 2003: Georg von Opel-Preis in der Kategorie „Unvergessene Meister“
- 2006: Aufnahme in die Hall of Fame des deutschen Sports
- siebenmal Sportler des Jahres in der DDR (1967–1971, 1973, 1975)
Siehe auch
Literatur
- Klaus Ullrich: Momentaufnahmen. Zeitzeugen zum DDR-Sport befragt von Klaus Ullrich., Sportverlag Berlin, Berlin, 1989, S. 100–101
- Matthes, Roland. In: Wer war wer in der DDR? 5. Auflage. Band 2. Ch. Links, Berlin 2010, ISBN 978-3-86153-561-4, S. Vorlage:VonBis (bundesstiftung-aufarbeitung.de).
Weblinks
- Porträt, Daten und Biografie von Roland Matthes in der Hall of Fame des deutschen Sports
- Roland Matthes in der International Swimming Hall of Fame (englisch)
- Roland Matthes in der Datenbank von Swimrankings.net (englisch)
- Vorlage:Olympedia
Einzelnachweise
<references/>
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1953–61: Täve Schur | 1962: Helmut Recknagel | 1963: Klaus Ampler | 1964: Klaus Urbanczyk | 1965: Jürgen May | 1966: Frank Wiegand | 1967–71: Roland Matthes | 1972: Wolfgang Nordwig | 1973: Roland Matthes | 1974: Hans-Georg Aschenbach | 1975: Roland Matthes | 1976: Waldemar Cierpinski | 1977: Rolf Beilschmidt | 1978: Udo Beyer | 1979: Bernd Drogan | 1980: Waldemar Cierpinski | 1981: Lothar Thoms | 1982: Bernd Drogan | 1983: Uwe Raab | 1984: Uwe Hohn | 1985: Jens Weißflog | 1986: Olaf Ludwig | 1987: Torsten Voss | 1988: Olaf Ludwig | 1989: Andreas Wecker
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1900: Ernst Hoppenberg | 1964: Jed Graef | 1968: Roland Matthes | 1972: Roland Matthes | 1976: John Naber | 1980: Sándor Wladár | 1984: Richard Carey | 1988: Igor Poljanski | 1992: Martín López-Zubero | 1996: Brad Bridgewater | 2000: Lenny Krayzelburg | 2004: Aaron Peirsol | 2008: Ryan Lochte | 2012: Tyler Clary | 2016: Ryan Murphy | 2020: Jewgeni Rylow | 2024: Hubert Kós
Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang 1904: Datei:Flag of Germany (1867–1919).svg Walter Brack (100 yds) | 1908: Datei:Flag of Germany (1867–1919).svg Arno Bieberstein | 1912: Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Harry Hebner | 1920: Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Warren Kealoha | 1924: Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Warren Kealoha | 1928: Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg George Kojac | 1932: Japan Masaji Kiyokawa | 1936: Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Adolph Kiefer | 1948: Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Allen Stack | 1952: Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Yoshinobu Oyakawa | 1956: Australien David Theile | 1960: Australien David Theile | 1968: Datei:Flag of the German Olympic Team (1960-1968).svg Roland Matthes | 1972: Datei:Flag of East Germany.svg Roland Matthes | 1976: Vereinigte Staaten John Naber | 1980: Schweden Bengt Baron | 1984: Vereinigte Staaten Richard Carey | 1988: Japan Daichi Suzuki | 1992: Datei:Flag of Canada (Pantone).svg Mark Tewksbury | 1996: Vereinigte Staaten Jeff Rouse | 2000: Vereinigte Staaten Lenny Krayzelburg | 2004: Vereinigte Staaten Aaron Peirsol | 2008: Vereinigte Staaten Aaron Peirsol | 2012: Vereinigte Staaten Matt Grevers | 2016: Vereinigte Staaten Ryan Murphy | 2020: Vorlage:ROC Jewgeni Rylow | 2024: Italien Thomas Ceccon
Liste der Olympiasieger im Schwimmen Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang 1973: Roland Matthes | 1975: Zoltán Verrasztó | 1978: Jesse Vassallo | 1982: Richard Carey | 1986: Igor Poljanski | 1991: Martín López-Zubero | 1994: Wladimir Selkow | 1998: Lenny Krayzelburg | 2001: Aaron Peirsol | 2003: Aaron Peirsol | 2005: Aaron Peirsol | 2007: Ryan Lochte | 2009: Aaron Peirsol | 2011: Ryan Lochte | 2013: Ryan Lochte | 2015: Mitch Larkin | 2017: Jewgeni Rylow | 2019: Jewgeni Rylow | 2022: Ryan Murphy | 2023: Hubert Kós | 2024: Hugo González | 2025: Hubert Kós Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang 1973: Roland Matthes | 1975: Roland Matthes | 1978: Bob Jackson | 1982: Dirk Richter | 1986: Igor Poljanski | 1991: Jeff Rouse | 1994: Martín López-Zubero | 1998: Lenny Krayzelburg | 2001: Matt Welsh | 2003: Aaron Peirsol | 2005: Aaron Peirsol | 2007: Aaron Peirsol | 2009: Jun’ya Koga | 2011: Camille Lacourt / Jérémy Stravius | 2013: Matt Grevers | 2015: Mitch Larkin | 2017: Xu Jiayu | 2019: Xu Jiayu | 2022: Thomas Ceccon | 2023: Ryan Murphy | 2024: Hunter Armstrong | 2025: Pieter Coetze Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang 1962: Leonid Barbijer | 1966: Jurij Hromak | 1970: Roland Matthes | 1974: Roland Matthes | 1977: Zoltán Verrasztó | 1981: Sándor Wladár | 1983: Sergej Sabolotnow | 1985: Igor Poljanski | 1987: Sergej Sabolotnow | 1989: Stefano Battistelli | 1991: Martín López-Zubero | 1993: Wladimir Selkow | 1995: Wladimir Selkow | 1997: Wladimir Selkow | 1999: Ralf Braun | 2000: Gordan Kožulj | 2002: Gordan Kožulj | 2004: Markus Rogan & Martín López-Zubero | 2006: Arkadi Wjattschanin | 2008: Markus Rogan | 2010: Stanislaw Donez | 2012: Radosław Kawęcki | 2014: Radosław Kawęcki | 2016: Radosław Kawęcki | 2018: Jewgeni Rylow | 2020: Jewgeni Rylow | 2022: Yohann Ndoye-Brouard | 2024: Oleksandr Scheltjakow Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang 1926: Gustav Frölich | 1927: Eskil Lundahl | 1931: Gerhard Deutsch | 1934: John Besford | 1938: Heinz Schlauch | 1947: Georges Vallerey junior | 1950: Göran Larsson | 1954: Gilbert Bozon | 1958: Robert Christophe | 1970: Roland Matthes | 1974: Roland Matthes | 1977: Miloslav Rolko | 1981: Sándor Wladár | 1983: Dirk Richter | 1985: Igor Poljanski | 1987: Sergej Sabolotnow | 1989: Martín López-Zubero | 1991: Martín López-Zubero | 1993: Martín López-Zubero | 1995: Wladimir Selkow | 1997: Martín López-Zubero | 1999: Stev Theloke | 2000: David Ortega | 2002: Stev Theloke | 2004: László Cseh | 2006: Arkadi Wjattschanin | 2008: Markus Rogan | 2010: Camille Lacourt | 2012: Aristeidis Grigoriadis | 2014: Chris Walker-Hebborn | 2016: Camille Lacourt | 2018: Kliment Kolesnikow | 2020: Robert Glință | 2022: Thomas Ceccon | 2024: Apostolos Christou Vorlage:Klappleiste/Ende
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Matthes, Roland |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Schwimmer, Weltrekordhalter und vierfacher Olympiasieger |
| GEBURTSDATUM | 17. November 1950 |
| GEBURTSORT | Pößneck |
| STERBEDATUM | 20. Dezember 2019 |
| STERBEORT | Wertheim |
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- Schwimmer (DDR)
- Olympiateilnehmer (DDR)
- Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1968
- Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1972
- Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1976
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- Weltmeister (Schwimmen)
- Europameister (Schwimmen)
- DDR-Meister (Schwimmen)
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- Mitglied der Hall of Fame des deutschen Sports
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