Onvista
| onvista media GmbH
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| colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Onvista media GmbH Logo.svg | |
| Rechtsform | Gesellschaft mit beschränkter Haftung |
| Gründung | 1998 |
| Sitz | Köln,<ref name=":5" /> Datei:Flag of Germany.svg Deutschland |
| Leitung |
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| Branche | Medien |
| Website | www.onvista-media.de |
Die Onvista Media GmbH (Eigenschreibweise: onvista media) ist ein deutsches Medienunternehmen mit Sitz in Köln. Von 2007 bis 2017 gehörte es zu Boursorama. Während dieser Zeit wurde die Onvista Bank gegründet. 2017 übernahm die Comdirect Bank sowohl Onvista Media als auch die Onvista Bank. Seit der Verschmelzung der Comdirect Bank auf die Commerzbank im November 2020 ist Onvista Media eine Tochtergesellschaft der Commerzbank AG. Die Onvista Bank ist eine Marke der Commerzbank,<ref>Barbara Bocks: Comdirect kauft den Online-Broker Onvista. In: Springer Professional. 12. Dezember 2016, abgerufen am 26. August 2017.</ref> die bis Ende des Jahres 2025 eingestellt werden soll.[veraltet]Bitte nutze in Fällen, in denen die Jahreszahl bereits in der Vergangenheit liegt, {{Veraltet}} anstatt {{Zukunft}}
Geschichte
Gründung und Börsengang
1998 gründeten Stephan Schubert, Michael W. Schwetje und Fritz Oidtmann ein Finanzportal, das zunächst auf die Analyse von Optionsscheinen spezialisiert war.<ref>Infos im Netz: Optionsscheine. In: Capital. Nr. 2, 1999.</ref> Als Betreibergesellschaft fungierte damals eine GmbH & Co. KG mit Sitz in Köln.<ref>Unternehmensregister. Bundesanzeiger Verlag, abgerufen am 23. August 2017 (Amtsgericht Köln, HRA 14839).</ref><ref name=":1">Franz Công Bùi: Onvista weitet Strategie aus. In: Börsen-Zeitung. 11. Juni 2005, S. 13.</ref> Das Unternehmen wurde 1999 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, um den Börsengang vorzubereiten.<ref>Unternehmensregister. Bundesanzeiger Verlag, abgerufen am 23. August 2017 (Amtsgericht Köln, HRB 32470).</ref>
Onvista entwickelte sich zu einem Anbieter von Finanzinformationen.<ref>Onvista geht Ende Februar an die Börse. In: Börsen-Zeitung. 2. Februar 2000, S. 12.</ref> Das Unternehmen verdiente nicht nur am Verkauf von Werbung, sondern auch an der Lizenzierung von Finanzinformationen an Banken, Finanzdienstleister und Medienunternehmen. Kunden waren beispielsweise die Consorsbank und N24.<ref>Die neue Aktie: Onvista. Finanzportal überzeugt die Anleger mit Fakten. In: Die Welt. 18. Februar 2000, S. 22.</ref>
Aufgrund des Wachstums beteiligten sich immer mehr Investoren an Onvista, im Februar 2000 stieg auch der Wagniskapital-Investor BDV, heute Acton Capital Partners ein.<ref>Hubert Burda Media steigt bei onvista.de und justbooks.de ein. In: Handelsblatt. 1. Februar 2000, S. 27.</ref><ref>Burda Digital Ventures turns into Acton Capital Partners. 5. Juni 2008, abgerufen am 6. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Noch im selben Monat startete der Handel von Onvista-Aktien im Neuen Markt der Frankfurter Wertpapierbörse.<ref name=":7">Onvista notieren am Neuen Markt. In: Berliner Zeitung. 28. Februar 2000, S. 34.</ref>
Kooperationen und Übernahmen
Onvista kooperierte mit der Großbank Société Générale.<ref>Martin Fellhuber: Gebremster Start am Neuen Markt. Onvista profitiert von Kooperation mit Société Générale. In: WirtschaftsBlatt. 29. März 2000, S. 3.</ref> Im Jahr 2000 beteiligte sich Onvista zu einem Drittel an Prozentor, einem Dienstleister für die Prognose von Kursverläufen,<ref>Onvista übernimmt ein Drittel an Prozentor. In: Handelsblatt. 2. Mai 2000, S. 29.</ref> sowie zu einem kleineren Teil an Altus Analytics, einem Spezialisten für die Übertragung von Audio und Video im Internet.<ref>Onvista steigt bei Altus Analytics ein. 5. September 2000, S. 11.</ref> Mit dem Finanzdienstleister Lang & Schwarz wurde eine Vereinbarung getroffen, die Besuchern von onvista.de den Zugriff auf Aktienkurse von rund 500 Unternehmen in Echtzeit ermöglichte.<ref>Onvistageht Kooperation mit Lang & Schwarz ein. In: Handelsblatt. 4. Juli 2000, S. 24.</ref> Onvista begann, Versicherungen des Vermittlers Censio über onvista.de zu verkaufen.<ref>Onvista steigt in Vertrieb von Versicherungen ein. In: Handelsblatt. 6. September 2000, S. 25.</ref>
Diversifizierung des Geschäftsmodells
Mitte 2000 erreichte Onvista erstmals die Gewinnschwelle,<ref>Onvista mit Überschuss im zweiten Quartal. In: Börsen-Zeitung. 16. August 2000, S. 9.</ref> im gesamten Jahr versiebenfachte man den Umsatz.<ref>Onvista erreicht 2000 erstmals die Gewinnzone. In: Handelsblatt. 21. März 2001, S. 49.</ref> Das Unternehmen betrieb das erfolgreichste deutschsprachige Finanzportal gemessen an der Reichweite.<ref>Onvista: Profitabler Spitzenreiter. In: Capital. 8. Februar 2001, S. 188.</ref> 2001 begann Onvista dann die Expansion ins Ausland mit dem Ziel, Marktführer in Europa zu werden.<ref>Onvista zieht es ins Ausland. In: Handelsblatt. 5. April 2001, S. 45.</ref><ref>Evelyn Binder: Onvista will Marktführer in Europa werden. In: Kölner Stadt-Anzeiger. 31. Mai 2001.</ref> Der Start der Finanzportale in Frankreich und Großbritannien belastete den Gewinn.<ref>Anlaufinvestitionen bei Onvista. Börse Online kommentiert Meldungen, die Kurse bewegen. In: Börse Online. 23. Mai 2001, S. 30.</ref> Obwohl der Konzernumsatz zulegte,<ref>Abschreibungen belasten Onvista. In: Handelsblatt. 27. März 2002, S. 16.</ref><ref>Onvista rutscht in die roten Zahlen. In: Kölnische Rundschau. 11. April 2002.</ref> weitete Onvista im weiteren Verlauf des Jahres 2001 die Verluste aus.<ref>Onvista weitet Verlust aus. In: Financial Times Deutschland. 20. November 2001, S. 4.</ref> Um den eigenen Aktienkurs zu stützen, leitete das Unternehmen Mitte 2001 einen Aktienrückkauf ein.<ref>Aktienrückkauf bei Onvista. In: Börsen-Zeitung. 30. Juni 2001, S. 12.</ref> Gleichzeitig wurde das Angebot kostenpflichtiger Inhalte auf onvista.de vergrößert.<ref>Finanzportal Onvista baut seine Bezahlinhalte aus. In: Horizont. 18. April 2002, S. 53.</ref><ref>Onvista: Zeit der Gratis-Info ist vorbei. In: Die Welt. 6. Januar 2003, S. 17.</ref> Die Maßnahmen führten 2002 zu einer Stabilisierung des Geschäfts von Onvista.<ref>Onvista meldet Trendwende. Erstmals positiver Cash-flow auf Jahresbasis erwartet. In: Börsen-Zeitung. 23. Mai 2002, S. 14.</ref><ref>Onvista: Verhaltene Zuversicht. In: WirtschaftsWoche. 23. Mai 2002, S. 82.</ref>
Ende 2002 gliederte Onvista ihre beiden Geschäftsfelder in weitgehend unabhängige Tochtergesellschaften aus:<ref>Meilensteine. Onvista Media, abgerufen am 23. August 2017.</ref> Die Lizenzierung von Finanzinformationen wurde in Onvista Technologies gebündelt. Das Unternehmen fusionierte ein Jahr später mit einem Konkurrenten zu IS Teledata, dem europaweit größten Anbieter von Finanzinformationen.<ref>Onvista steht künftig auf breiterem Fundament. In: Börsen-Zeitung. 20. August 2003, S. 11.</ref><ref>Neuer Marktführer für Finanzinformationen entsteht. In: Börsen-Zeitung. 1. Juli 2003, S. 2.</ref> Onvista behielt einen Anteil von 32 %. Der Betrieb des Finanzportals onvista.de und der Verkauf von Werbung kamen unter das Dach von Onvista Media.<ref name=":0">Aus Onvista Technologies und IS wird „IS Teledata“. In: Kölner Stadt-Anzeiger. 20. August 2003.</ref> Diese Gesellschaft schrieb weiterhin schwarze Zahlen.<ref>Onvista steckt tief in den roten Zahlen. In: Börsen-Zeitung. 11. November 2003, S. 11.</ref> Das Geschäftsfeld wurde 2004 durch die Übernahme von Onmeda gestützt, einem Betreiber von Portalen zum Thema Gesundheit.<ref>Andreas Donath: Onvista kauft Gesundheitsportal Medicine-Worldwide. In: Golem. 2. März 2004, abgerufen am 23. August 2017.</ref><ref>Heidi Radvilas: Mehr fürs Wohlbefinden. Onvista Group relauncht Gesundheitsportal. In: Horizont. 9. Juni 2005, S. 35.</ref>
Verkauf und Strategiewechsel
Im September 2007 kündigte die französische Boursorama, ein zur Société Générale gehörendes Informationsportal und zugleich ein Online-Broker, die Übernahme von Onvista an.<ref>Finanzportal: Onvista vor dem Verkauf. In: Manager Magazin. 24. September 2007, abgerufen am 4. März 2026.</ref><ref>Boursorama übernimmt Finanzportal Onvista. In: Börsen-Zeitung. 25. September 2007, S. 4.</ref> Die Tochtergesellschaft der Société Générale einigte sich mit vier Großaktionären auf die Übernahme von 77 % der Anteile und machte den verbleibenden Aktionären ein Übernahmeangebot.<ref>Manfred Haider: Onvista wird von Franzosen geschluckt. In: WirtschaftsBlatt. 25. September 2007, S. 17.</ref> Bei den Verkäufern handelte es sich nach Medienberichten um die drei Onvista-Gründer sowie den Digitalinvestor BDV, heute Acton Capital Partners.<ref>Rolf Lebert: Boursorama übernimmt Onvista. Französischer Onlinebroker kauft in Deutschland zu. In: Financial Times Deutschland. 25. September 2007, S. 22.</ref><ref>Boursorama übernimmt OnVista. In: deutsche-startups.de. 24. September 2007, abgerufen am 2. Mai 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Mitgründer Fritz Oidtmann wechselte zunächst zu Hubert Burda Media, später als Partner zum Onvista-Investor Acton Capital.<ref>VC Magazin: Oidtmann und Wossagk sind neue Managing-Partner bei Acton Capital. In: VC Magazin. Abgerufen am 6. Juni 2019.</ref> Boursorama setzte einen Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag durch und band Onvista so dauerhaft an sich.<ref>Franzosen binden Onvista an sich. In: Börsen-Zeitung. 19. Februar 2008, S. 12.</ref>
Onvista Media konzentrierte sich fortan ausschließlich auf Betrieb und Vermarktung des Finanzportals und der 2007 gegründeten Börsen-Community Tradingbird.<ref>Onvista beschließt Strategiewechsel. Konzentration auf Betrieb und Vermarktung des Finanzportals. In: Börsen-Zeitung. 24. November 2007, S. 10.</ref><ref>Onvista gründet eigenes Finanzforum. In: Handelsblatt. 15. November 2007, S. 27.</ref> Ad2Net, Onmeda und Ligatus wurden verkauft, Namendo eingestellt.<ref>Jens Ihlenfeld: Springer kauft Gesundheitsportal Onmeda. In: Golem. 20. Juni 2008, abgerufen am 23. August 2017.</ref><ref>Jens Ihlenfeld: Onvista verkauft Online-Werbevermarkter Ad2Net. In: Golem. 30. Mai 2008, abgerufen am 23. August 2017.</ref><ref>Jens Ihlenfeld: Gruner + Jahr kauft Performance-Werber Ligatus. In: Golem. 27. Juni 2008, abgerufen am 23. August 2017.</ref><ref>Onvista stellt Namendo ein. In: Internet World Business. 16. September 2008, abgerufen am 23. August 2017.</ref>
Boursorama gab bekannt, die Marke Onvista auch für ihr Wertpapiergeschäft in Deutschland zu nutzen, das zuvor als Fimatex firmierte.<ref name=":10">Nicole Bastian: Die Marke Onvista soll Anleger locken. In: Handelsblatt. 14. Mai 2008, S. 22.</ref> Zunächst erhielt es den Namen Onvista Financial Services, erst mit Eintragung einer neuen GmbH im Handelsregister 2009 wurde die Marke Onvista Bank offiziell eingeführt.<ref>Neuer Name bringt günstigere Konditionen. In: Börse Online. 15. Mai 2008, S. 9.</ref><ref name=":4">Unternehmensregister. Bundesanzeiger Verlag, abgerufen am 23. August 2017 (Amtsgericht Frankfurt am Main, HRB 85344).</ref> Damit übertrug Boursorama das eigene Geschäftsmodell, nämlich Betrieb eines Informationsportals und einer Online-Bank, auf Onvista. 2010 kam das deutsche Geschäft der schwedischen Nordnet Bank zur Onvista Bank, wodurch diese rund 10.000 neue Kunden erhielt.<ref>Onvista kauft Kunden von Nordnet zu. In: Financial Times Deutschland. 10. August 2010, S. 16.</ref>
Standortverlagerung und Delisting
2009 bot die Onvista Bank als erster deutscher Online-Broker kostenlose Wertpapierkäufe an.<ref>Brigitte Watermann: Kostenlos ist nicht geschenkt. In: Financial Times Deutschland. 5. August 2009, S. 21.</ref> Ab 2012 verzichtete das Unternehmen auch auf Ausgabeaufschläge, sodass eine Fondsorder zu den gleichen Konditionen wie Aktien abgerechnet wurde.<ref>Brigitte Watermann: Der Ausgabeaufschlag hat ausgedient. In: Börse Online. 16. Februar 2012, S. 58.</ref><ref>Julia Roebke: Onvista Bank lockt Fondsanleger. In: Börsen-Zeitung. 28. Februar 2012, S. 4.</ref> Diese Änderungen und eine höhere Volatilität an den Märkten ermöglichten es Onvista, nach zwei verlustreichen Jahren wieder schwarze Zahlen zu schreiben.<ref>Onvista schreibt schwarz. In: Börsen-Zeitung. 23. Februar 2012, S. 5.</ref> 2014 kündigte das Unternehmen an, seinen Hauptsitz von Köln nach Frankfurt am Main zu verlegen. Dort war bereits die Onvista Bank ansässig. Durch die gemeinsame Nutzung von Büros und Technik sollten die Kosten weiter gesenkt werden.<ref>Onvista sagt Tschö. ARD, 27. November 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 14. November 2017; abgerufen am 23. August 2017.</ref>
Außerdem wurde ein Delisting von Onvista beschlossen. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich über 92 % der Anteile im Besitz von Boursorama.<ref>Onvista beschließt ihr Delisting. Geschäftsbetrieb wird in Frankfurt konzentriert. In: Börsen-Zeitung. 28. November 2014, S. 5.</ref> Die Ankündigung führte kurzfristig zu Kursverlusten, jedoch erholte sich die Onvista-Aktie im weiteren Verlauf wieder.<ref>Kerstin Dämon: Delistings: Diese Unternehmen verabschiedeten sich von der Börse. In: WirtschaftsWoche. 19. Dezember 2014, abgerufen am 23. August 2017.</ref><ref>Börsen-Delisting: Chancen auf lukrative Abfindungen steigen wieder. In: Börse Online. 5. März 2015, S. 9.</ref> 2015 beschloss die Hauptversammlung einen Squeeze-out und die Barabfindung der verbleibenden Aktionäre.<ref>Gleiss Lutz: Squeeze-out bei Onvista. In: Legal Tribune Online. 3. August 2015, abgerufen am 23. August 2017.</ref> Der Handel der Onvista-Aktie im General Standard der Deutschen Börse endete schließlich am 10. Juni 2015.<ref name=":9">Onvista-Aktie. ARD, abgerufen am 23. August 2017.</ref>
Übernahme durch Comdirect
Ende 2016 kündigte die Comdirect den Kauf von Onvista an.<ref>Michael Brächer: Comdirect schluckt Onlinebroker Onvista. Commerzbank-Tochter expandiert. In: Handelsblatt Online. 9. Dezember 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 24. April 2017; abgerufen am 20. April 2017.</ref> Damit kamen die Onvista Bank und Onvista Media unter das Dach des Kreditinstituts.<ref>Comdirect verleibt sich Onvista ein. In: Börsen-Zeitung. 10. Dezember 2016, S. 1.</ref><ref>Online-Banken gehen zusammen: Comdirect kauft Onvista. In: Nürnberger Zeitung. 10. Dezember 2016, S. 23.</ref> Erstere hatte zu diesem Zeitpunkt rund 100.000 Kunden und betreute ein Vermögen von über 2,5 Milliarden Euro.<ref name=":2">Comdirect: Onvista wird Gewinne treiben. In: Börse Online. 6. April 2017, S. 9.</ref> Mit der Akquisition von Onvista stärkte die Comdirect ihre Position als Online-Broker und baute die Aktivitäten im Bereich der Medienbranche signifikant aus.<ref>Onlinebroker Comdirect schluckt Konkurrent Onvista. In: Börse Online. 15. Dezember 2016, S. 9.</ref><ref>Thomas Baumgartner: „Zukunft der Geldanlage ist digital“. In: Frankfurter Neue Presse. 14. März 2017, S. 5.</ref> Im Februar 2017 genehmigte das Bundeskartellamt die Übernahme,<ref name=":12">Fallbericht: Prüfung einer Fusion der Online-Broker comdirect bank und Onvista. (PDF) Bundeskartellamt, 14. März 2017, abgerufen am 20. April 2017 (Az. B4-105/16).</ref> auch die Bankenaufsicht hatte keine Einwände.<ref name=":14">Fusion perfekt. In: Euro Magazin. 26. April 2017, S. 198 (Rubrik „Steuern & Sparen“).</ref>
Die Onvista Bank wurde als Geschäftsbereich der Muttergesellschaft fortgeführt, während Onvista Media als hundertprozentige Tochtergesellschaft der Comdirect weitgehend eigenständig blieb.<ref>Fusion perfekt. In: Euro Magazin. 26. April 2017, S. 198.</ref>
Unternehmensstruktur
Onvista Media ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach deutschem Recht. Sie firmiert als onvista media GmbH mit Sitz in Köln. Ihr Geschäftszweck ist „der Betrieb und die Vermarktung von Portalen im Internet sowie die Zurverfügungstellung und Publikation von Daten in sonstigen Medien“. Das Stammkapital beträgt 117.650,00 Euro. Die Gesellschaft hat einen oder mehrere Geschäftsführer.<ref name=":5">Unternehmensregister. Bundesanzeiger Verlag, abgerufen am 12. September 2018 (Amtsgericht Köln, HRB 93904).</ref> Derzeit sind dies Christian Bothe und Markus Nimtz.<ref>Management. Onvista Media, abgerufen am 12. September 2018.</ref>
Nach der Übernahme von Onvista durch Comdirect wurde die Onvista Bank aus dem Handelsregister ausgetragen.<ref name=":4" /> Seitdem war sie ein Geschäftsbereich der comdirect bank AG mit Sitz in Quickborn. Durch die Verschmelzung des Kreditinstituts auf seine Muttergesellschaft sparte man eine der beiden Banklizenzen.<ref>Michael Brächer: „Perspektivisch brauchen wir nur eine Banklizenz“. Comdirect-Chef Walter zur Onvista-Übernahme. In: Handelsblatt Online. GBI-Genios, 9. Dezember 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 20. April 2017.</ref> Außerdem vereinfachte man so die gesellschaftsrechtlichen Strukturen und die regulatorische Berichterstattung.<ref>Comdirect schließt Onvista-Erwerb ab. In: Bank und Markt. 4. April 2017, abgerufen am 23. August 2017.</ref> Am 1. November 2020 ging die Comdirect in der Commerzbank auf.
Kritik
2001 wurde Onvista vorgeworfen, unzulässigerweise Kursdaten der Vereinigten Wirtschaftsdienste verwendet zu haben. Das Unternehmen gab eine Unterlassungserklärung ab und rechtfertigte sich, mit den über Teletext abgerufenen Informationen ein Backup-System aufgebaut zu haben, das man für rechtlich einwandfrei hielt.<ref>Finanzportal Onvista hat Ärger mit Datenklau. In: Welt am Sonntag. 26. August 2001, S. 57 ([1]).</ref>
Weblinks
- Website von Onvista Media
- Website des Finanzportals Onvista
- Website der Onvista Bank – einer Marke der Commerzbank[veraltet]Bitte nutze in Fällen, in denen die Jahreszahl bereits in der Vergangenheit liegt, {{Veraltet}} anstatt {{Zukunft}}
Einzelnachweise
<references responsive />
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Infobox Unternehmen/Logoeinbindung
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Veraltet nach Dezember 2025
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Zukunft
- Börsenportal
- Commerzbank
- Ehemals börsennotiertes Unternehmen (Deutschland)
- Finanzdienstleister (Frankfurt am Main)
- Medienunternehmen (Köln)
- Unternehmensgründung 1998
- Internetunternehmen
- Société Générale
- Ehemalige Aktiengesellschaft in Deutschland