Altefeld
Altefeld Gemeinde Herleshausen
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(198)&title=Altefeld 51° 3′ N, 10° 7′ O
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| Höhe: | 397 (368–438) m | |||||
| Fläche: | 2,84 km²<ref>Altefeld. In: Webauftritt. Gemeinde Herleshausen, abgerufen im September 2019.</ref> | |||||
| Einwohner: | 198 (Mai 2011)<ref name="Z2011E" /> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 70 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Dezember 1970 | |||||
| Postleitzahl: | 37293 | |||||
| Vorwahl: | 05654 | |||||
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Altefeld ist ein Ortsteil der Gemeinde Herleshausen im nordhessischen Werra-Meißner-Kreis.
Geschichte
Ortsgeschichte
Das Dorf wurde im Jahre 1326 erstmals urkundlich erwähnt, als Ludwig von Baumbach hersfeldischen Lehnsbesitz im Ort innehatte.<ref name="lagis" /> Der Ort kam 1432 mit dem Fürstentum Hersfeld an die Landgrafschaft Hessen und war von 1545 bis 1824 hessischen Lehen der Familie Treusch von Buttlar. Verwaltungsmäßig gehörte der Ort ab 1585 zum landgräflichen Amt Sontra, ab 1818 zum Justizamt Netra und ab 1821 zum Landkreis Eschwege.
Wesentlich geprägt wurde der Ort ab 1913 durch die Einrichtung des Hauptgestüts Altefeld, dessen Anlagen weitläufig über die Ortslage verteilt sind und bis heute das Ortsbild dominieren. Mit dem Gestüt erhielt der Ort unter anderem eine eigene Schule und eine Gemeindeschwester. Für die Stromversorgung von Ort und Gestüt wurde in den 1910er Jahren eine Wasserkraftturbine am Ölbach in Betrieb genommen.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Gestüt Altefeld ( vom 30. September 2015 im Internet Archive), aufgerufen am 20. September 2015</ref>
Am 10. November 1963 wurde der Grundstein zur evangelischen Kirche gelegt, in der am 3. Advent 1964 der erste Gottesdienst gefeiert werden konnte. Der Entwurf stammt von Dipl.-Ing. Roesler, Kassel; der Neubau stand unter der Bauleitung von Architekt Klebe, Eschwege. Bemerkenswert ist die bauzeitliche Glasmalerei im Rundfenster über dem Altar, die den Christus als Weltenrichter auf einem Regenbogen sitzend vor der Mandorla zeigt; entworfen wurde es von Gerhard Olbrich, damals in Bremerhaven-Lehe ansässig. Die beiden Glocken im Glockenträger neben der Kirche wurden im Januar 1965 von der Gießerei Schilling in Heidelberg gegossen. 1988 wurde die Kirche renoviert.<ref>Werner Wölbing: Handbuch der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Kassel 1994, ISBN 3-89477-967-5, S. 130.</ref>
Zum 1. Dezember 1970 erfolgte im Zuge der Gebietsreform in Hessen der freiwillige Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Gemeinden Altefeld, Archfeld, Breitzbach, Herleshausen (mit Frauenborn), Holzhausen, Markershausen, Nesselröden, Unhausen, Willershausen und Wommen zur Großgemeinde Herleshausen.<ref>Zusammenschluss der Gemeinden Altefeld, Archfeld, Breitzbach, Herleshausen, Holzhausen, Markershausen, Nesselröden, Unhausen, Willershausen und Wommen im Landkreis Eschwege zur neuen Gemeinde „Herleshausen“ vom 1. Dezember 1970. In: Der Hessische Minister des Innern (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1970 Nr. 51, S. 2381, Punkt 2384 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 7,5 MB]).</ref><ref></ref> Für die eingliederten Gemeinden und Herleshausen mit Frauenborn wurde je ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.<ref>Hauptsatzung. (PDF; 50 kB) § 6. In: Webauftritt. Gemeinde Herleshausen, abgerufen im Januar 2022.</ref>
Verwaltungsgeschichte im Überblick
Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Altefeld angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>
- vor 1567: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen, Amt Sontra
- ab 1654: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen-Kassel, Amt Sontra
- ab 1806: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Amt Sontra
- 1807–1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Eschwege, Kanton Netra
- ab 1815: Kurfürstentum Hessen, Amt Sontra<ref name="KHK1818" />
- ab 1818: Kurfürstentum Hessen, Amt Netra<ref>Amt Netra. Neueste Kunde von Meklenburg, Kur-Hessen, Hessen-Darmstadt und den freien Städten: aus den besten Quellen bearbeitet : mit Charten und Plänen, Landes-Industrie-Comptoir, 1821.</ref>
- ab 1821/22: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Eschwege<ref>Verordnung vom 30sten August 1821, die neue Gebiets-Eintheilung betreffend, Anlage: Übersicht der neuen Abtheilung des Kurfürstenthums Hessen nach Provinzen, Kreisen und Gerichtsbezirken. Sammlung von Gesetzen etc. für die kurhessischen Staaten. Jahr 1821 – Nr. XV. – August, S. 222 f. (kurhess GS 1821)</ref><ref group="Anm.">Trennung zwischen Justiz (Justizamt Netra) und Verwaltung.</ref>
- ab 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Eschwege
- ab 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Eschwege
- ab 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Eschwege
- ab 1871: Deutsches Reich, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Eschwege
- ab 1918: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Eschwege
- ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Kurhessen, Landkreis Eschwege
- ab 1945: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Eschwege
- ab 1946: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Eschwege
- ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Eschwege
- ab 1970: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Eschwege, Gemeinde Herleshausen
- ab 1974: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Werra-Meißner-Kreis, Gemeinde Herleshausen
Bevölkerung
Einwohnerentwicklung
| Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" /> | |
| • 1585: | Hof mit einer Haushaltung |
| • 1895: | 11 Häuser mit 68 Bewohnern |
| • 1961: | 272 Einwohner, davon 210 evangelisch (= 77,21 %), 62 katholisch (= 22,79 %) |
Einwohnerstruktur 2011
Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Altefeld 198 Einwohner. Darunter waren 3 (1,5 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 12 Einwohner unter 18 Jahren, 60 zwischen 18 und 49, 42 zwischen 50 und 64 und 87 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 72 Haushalten. Davon waren 21 Singlehaushalte, 21 Paare ohne Kinder und 21 Paare mit Kindern, sowie 6 Alleinerziehende und keine Wohngemeinschaften. In 15 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 39 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />
Gestüt
1913 ließ der Oberlandstallmeister der preußischen Gestütsverwaltung, Burchard von Oettingen, in Altefeld ein Hauptgestüt errichten. Heute ist das Hauptgestüt Altefeld in Privatbesitz.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Das Hauptgestüt Altefeld ( vom 12. Oktober 2008 im Internet Archive)</ref>
Galerie
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Fachwerkarchitektur im Ort
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Evangelische Kirche
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Ein Stall des Hauptgestüts
Politik
Ortsvorsteher ist Gerhard Danzl.<ref>Ortsvorsteher Breitzbach. In: Internetauftritt der Gemeinde Herleshausen. Abgerufen am 15. August 2018.</ref>
Infrastruktur
- Im Ort gibt es eine evangelische Kirche, eine katholische Kirche und eine Arztpraxis im ehemaligen Dorfgemeinschaftshaus<ref>Landärztin eröffnet Praxis in Altefeld, Hessenschau.de, aufgerufen am 11. Juli 2023</ref>.
- Durch den Ort verläuft die Landesstraße 3247.
Weblinks
- Altefeld. In: Webauftritt. Gemeinde Herleshausen
- Altefeld, Werra-Meißner-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
- Vorlage:HessBib
- Suche nach Altefeld. In: Archivportal-D der Deutschen Digitalen Bibliothek
Anmerkungen und Einzelnachweise
Anmerkungen <references group="Anm." />
Einzelnachweise <references> <ref name="lagis">Altefeld, Werra-Meißner-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 2. Dezember 2016). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="KHK1818"> Kur-Hessischer Staats- und Adress-Kalender: 1818. Verlag d. Waisenhauses, Kassel 1818, S. 50 f. (online bei Google BooksSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="Z2011E"> Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,1 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 54 und 110, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020. </ref> </references>
Altefeld | Archfeld | Breitzbach | Frauenborn | Holzhausen | Markershausen | Nesselröden | Unhausen | Willershausen | Wommen