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Diez Brandi

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Datei:AB Rathaus-2.jpg
Rathaus Aschaffenburg, erbaut 1956–58 (Aufnahme 2013)

Paul Dietrich „Diez“ Brandi<ref>Milena Josefovičová: Německá vysoká škola technická v Praze (1938–1945): Struktura, správa, lidé. Charles University in Prague, Karolinum Press, 2017, ISBN 978-80-246-3505-7, S. 210 (google.de [abgerufen am 30. November 2021]): „Brandi, Paul Dietrich (Diez)“</ref><ref name="nsdap" /> (* 30. März 1901 in Marburg; † 5. Mai 1985 in Göttingen)<ref name="Prot" /> war ein deutscher Architekt.<ref>Diez Brandi. In: Aschaffenburg_2.0. Stadt- und Stiftsarchiv der Stadt Aschaffenburg, 20. September 2021, abgerufen am 30. November 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Leben und Wirken

Diez Brandi ist der Sohn des Historikers Karl Brandi und Vater des Architekten Jochen Brandi.

Nach einer Möbeltischlerlehre<ref name="Freigang-8">Christian Freigang: Diez Brandi – Die Lehre vom Gartenhaus. In: Christian Freigang (Hrsg.): Diez Brandi – Ein Göttinger Architekt zwischen Tradition und Moderne. Verlag Göttinger Tageblatt, Göttingen 2002, S. 7–14, hier S. 8.</ref> in Göttingen und einem Praktikum im Baubüro von Georg Metzendorf in Essen<ref name="Appel">Thomas Appel: Göttinger Künstlerlexikon. Maler – Grafiker – Bildhauer – Architekten. Vom 14. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Universitätsverlag Göttingen, Göttingen 2022, ISBN 978-3-86395-504-5, S. 229.</ref> studierte Diez Brandi von 1922 bis 1926 Architektur an der Technischen Hochschule Stuttgart, unter anderem bei Paul Bonatz und Paul Schmitthenner,<ref name="Freigang-8" /> bei Letzterem legte er 1926 sein Diplom ab.<ref name="Appel" /> Kurzzeitig war er auch in den Büros von Heinrich Straumer, Paul Mebes und Georg Steinmetz in Berlin sowie German Bestelmeyer in München tätig.<ref name="Prot" /><ref name="Freigang-9">Christian Freigang: Diez Brandi – Die Lehre vom Gartenhaus. In: Christian Freigang (Hrsg.): Diez Brandi – Ein Göttinger Architekt zwischen Tradition und Moderne. Verlag Göttinger Tageblatt, Göttingen 2002, S. 7–14, hier S. 9.</ref> 1930 folgte die Gründung eines Architekturbüros in Berlin.<ref name="Prot" /> Sein erstes als Architekt verantwortetes Projekt war die 1930–35 erbaute evangelische Emmaus-Kirche in Berlin-Zehlendorf.

Datei:Goettingen Wohnhaus Brandi 01.jpg
Brandis Wohn- und Atelierhaus in Göttingen, Rohnsweg 52, erbaut 1937 (Aufnahme 2009)
Datei:Grabplatte Diez Brandi auf dem Stadtfriedhof Göttingen.jpg
Grabplatte Diez Brandi auf dem Stadtfriedhof Göttingen

1933 übersiedelte Brandi nach Göttingen und nahm noch im selben Jahr an einer Architekturausstellung der „Vereinigung Göttinger Kunstfreunde“ teil.<ref name="Appel" /> In Göttingen errichtete er, inzwischen SA-Mitglied (1933–34),<ref name="nsdap" /> ab 1933 eine Kleinsiedlung für den örtlichen Spar- und Bauverein auf dem Egelsberg<ref name="Römling">125 Jahre Wohnungsgenossenschaft Göttingen eG 1891–2016. Text: Michael Römling, Hrsg. Wohnungsgenossenschaft eG, Göttingen 2016, S. 34 (Digitalisat im Internet Archive (PDF; 14 MB), Memo vom 6. Juli 2019, abgerufen am 29. Januar 2025)</ref> eine „weitgehend dem Stil des Massenwohnbaus im ‚Dritten Reich‘ verpflichtete“ (Reinhard Müller<ref name="nsdap" />) Fliegerhorstsiedlung sowie „relativ komfortable, aber bezeichnenderweise keineswegs luxuriöse Professorenhäuser“<ref name="Freigang-9" /> im vornehmen Göttinger Ostviertel. Es sollte noch vier Jahre dauern, bis Brandi dort 1937 sein eigenes Wohn- und Atelierhaus (Rohnsweg 52) errichten konnte. Am 22. Juni 1937 beantragte er die Aufnahme in die NSDAP und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 4.890.338).<ref>Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/4170262</ref><ref name="nsdap">Holger Köhn: Diez Brandi (1901–1985): Wirken in der NS-Zeit. In: Büro für Erinnerungskultur (Hrsg.): Aschaffenburg 2_0. (stadtarchiv-digital.de [PDF; abgerufen am 30. November 2021]).</ref> Diez Brandi war von 1933 bis 1945 in unterschiedlichen Funktionen Mitglied nationalsozialistischer Organisationen, u. a. der Reichskammer der bildenden Künste, und als Bauplaner bei der Reichsstelle für Hochfrequenzforschung tätig.

Mit der Berufung auf den Lehrstuhl für Architekturentwurf an der „Deutschen Technischen Hochschule Prag“ erreichte Brandis Karriere 1940 ihren Höhepunkt. Bereits 1943 gab er diese Position jedoch unter ungeklärten Umständen wieder auf. Während eine Quelle Streitigkeiten mit der lokalen Parteiführung nennt,<ref name="Freigang-11">Christian Freigang: Diez Brandi – Die Lehre vom Gartenhaus. In: Christian Freigang (Hrsg.): Diez Brandi – Ein Göttinger Architekt zwischen Tradition und Moderne. Verlag Göttinger Tageblatt, Göttingen 2002, S. 7–14, hier S. 11.</ref> verweist eine weitere Quelle auf die unklare Herkunft dieser Information und deutet an, Brandis unmittelbar folgende Tätigkeit für Abraham Esau, Professor für Militärtechnik und Bevollmächtigter für Hochfrequenzforschung könnte ursächlich gewesen sein.<ref name="nsdap" />

Nach kurzer Kriegsgefangenschaft kehrte Brandi 1946<ref name="Freigang-11" /> nach Göttingen zurück, wo er sein Architekturbüro fortführte, das sich durch gewonnene Architektenwettbewerbe<ref name="Lindau">Lindau: Hannover, 2001, S. 321.</ref> und Kirchenneubauten (vgl. Werkverzeichnis) einen Namen machte. Neben den Kirchen gelten als Hauptwerke Brandis das 1946–1949 erbaute Studentenwohnheim „Akademische Burse“ in Göttingen und das 1956–1958 erbaute Rathaus Aschaffenburg.

In Diez Brandis Büro war von 1959 bis 1963 auch sein Sohn Jochen tätig, der dann ein eigenes Architekturbüro in Göttingen gründete. Bei den Gartenplanungen Brandis war teilweise seine Frau Antje beteiligt.<ref>Mutters Garten. Ein Rundgang durch den Garten von Antje Brandi nachgezeichnet von ihren Söhnen. Hrsg. Jochen Brandi, Uwe Brandi, Hinnerk Brandi, Selbstverlag o. O. (Göttingen) 1989, 2. Auflage 1994, S. 5 f.</ref>

Ab 1965 zog sich Diez Brandi aus dem Berufsleben zurück und fertigte Zeichnungen und Aquarelle mit Architekturmotiven seiner Auslandsreisen, insbesondere nach Italien.<ref>Hans-Christian Winters: Diez Brandi (1901–1985). Charakteristik aus feinen Strichen. Der Architekt als bildender Künstler. In: Göttinger Jahresblätter, Jg. 1986, S. 7178.</ref><ref name="Prot" /><ref>Christian Freigang: Diez Brandi – Die Lehre vom Gartenhaus. In: Christian Freigang (Hrsg.): Diez Brandi – Ein Göttinger Architekt zwischen Tradition und Moderne. Verlag Göttinger Tageblatt, Göttingen 2002, S. 7–14, hier S. 14. (Vgl. auch Aquarell „Italienisches Panorama“ auf dem Rückumschlag des Katalogheftes)</ref>

Titel, Ehrungen, Ausstellungen

Nach seinem Rückzug vom Lehrstuhl in Prag 1943 führte Diez Brandi lebenslang weiter den von Adolf Hitler persönlich verliehenen<ref name="nsdap" /> Professorentitel. Weitere Hochschultätigkeiten waren 1952 eine Gastprofessur an der Teknik Üniversitesi in Istanbul<ref name="Lindau" /> und 1952–54 ein Lehrauftrag am Kunsthistorischen Institut der Universität Göttingen (zweistündige Vorlesung „Einführung in die Aufgaben der modernen Architektur“).<ref>Auskunft des Universitätsarchivs Göttingen vom 15. April 2021; eine Personalakte existiert dort nicht mehr. Zur angezeigten Lehrveranstaltung siehe das „Personal- und Vorlesungsverzeichnis Wintersemester 1953/54“ (Digitalisat, abgerufen am 17. April 2021), S. 30.</ref>

Brandi war seit 1951 Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.<ref>Karl-Heinz Fix (Hrsg.): Die Protokolle des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland. Band 3: 1949. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2006, ISBN 978-3-525-55762-4, S. 507 (dort Angaben zur Biographie im Personenregister); eingeschränkte VerlagsvorschauGoogle Books</ref>

Zu Leben und Werken von Diez Brandi gab es Ausstellungen im Städtischen Museum Göttingen (1991)<ref name="Appel" /> und in der Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (2002).<ref>Jan-Jasper Fast: Diez Brandi: Ein Göttinger Architekt zwischen Tradition und Moderne. Ausstellung der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek beginnt am 19. April. In: uni-goettingen.de (Pressemitteilungen). Universität Göttingen, 15. April 2022, abgerufen am 27. Juni 2022.</ref>

Werkliste

Das im Folgenden aufgelistete, architektonische Werk von Diez Brandi ist bisher nicht monographisch erforscht und daher eine vorläufige Übersicht im weiteren Aufbau.

  • 1930–1935: evang. Emmaus-Kirche in Berlin-Zehlendorf, Onkel-Tom-Straße 80
  • um 1933: Wohnsiedlung Egelsberg (Bau- und Sparverein) in Göttingen<ref name="Römling" />
  • 1933–1935: mehrere Professorenhäuser in Göttingen-Ostviertel<ref name="Freigang-9" /><ref>Reinhard Müller: Wohnhausgruppe in der Albrechtstraße 2–6. In: Christian Freigang (Hrsg.): Diez Brandi – Ein Göttinger Architekt zwischen Tradition und Moderne. Verlag Göttinger Tageblatt, Göttingen 2002, S. 20–22.</ref><ref>Reinhard Müller: Das Wohnhaus Tornau in Göttingen (Am Goldgraben 8a). In: Christian Freigang (Hrsg.): Diez Brandi – Ein Göttinger Architekt zwischen Tradition und Moderne. Verlag Göttinger Tageblatt, Göttingen 2002, S. 15–17.</ref><ref>Nina Braun: Haus Engelke (Planckstraße 12a). In: Christian Freigang (Hrsg.): Diez Brandi – Ein Göttinger Architekt zwischen Tradition und Moderne. Verlag Göttinger Tageblatt, Göttingen 2002, S. 18–19.</ref>
  • 1936/37: Entwurf zu einem „Festhaus Göttingen“ in Göttingen, Albaniplatz, früher „Adolf-Hitler-Platz“ (nicht ausgeführt)<ref>Matthias Winter: Vor 50 Jahren. Neubau des Völkerkundemuseums. Noch ein Filetstück ... In: Göttinger Jahresblätter, Jg. 9, 1986, S. 57–69, hier S. 63. (Mit Abbildung des Diez-Entwurfs „Stadthalle Göttingen“)</ref><ref>Jens-Uwe Brinkmann: Öffentliches Bauwesen 1933–1945. In: Göttingen unterm Hakenkreuz. Erich Goltze, Göttingen 1983, S. 125–141, hier S. 135 f.</ref><ref>Tina Lüers: Die Festliche Halle. In: Christian Freigang (Hrsg.): Diez Brandi – Ein Göttinger Architekt zwischen Tradition und Moderne. Verlag Göttinger Tageblatt, Göttingen 2002, S. 27–29.</ref><ref>Christian Freigang: Diez Brandi – Die Lehre vom Gartenhaus. In: Christian Freigang (Hrsg.): Diez Brandi – Ein Göttinger Architekt zwischen Tradition und Moderne. Verlag Göttinger Tageblatt, Göttingen 2002, S. 7–14, hier S. 10.</ref>
  • 1936–1937: Fliegerhorstsiedlung in Göttingen (Pfalz-Grona-Breite usw.)<ref>Reinhard Müller: Fliegerhorstsiedlung in Göttingen. In: Christian Freigang (Hrsg.): Diez Brandi – Ein Göttinger Architekt zwischen Tradition und Moderne. Verlag Göttinger Tageblatt, Göttingen 2002, S. 30–32.</ref>
  • 1937: Hölzerne Festhalle zum 200. Gründungsjubiläum der Universität Göttingen, Albaniplatz, früher „Adolf-Hitler-Platz“, danach abgebaut und nach Kassel verkauft<ref>Jens-Uwe Brinkmann: Öffentliches Bauwesen 1933–1945. In: Göttingen unterm Hakenkreuz. Erich Goltze, Göttingen 1983, S. 125–141, hier S. 137.</ref>
  • 1937: Eigenes Wohn- und Atelierhaus in Göttingen-Ostviertel, Rohnsweg 52 (mit Anbauten bis 1952)<ref>Friederike Marth: Wohn- und Atelierhaus Brandi. In: Christian Freigang (Hrsg.): Diez Brandi – Ein Göttinger Architekt zwischen Tradition und Moderne. Verlag Göttinger Tageblatt, Göttingen 2002, S. 23–24.</ref><ref name="Freigang-11" /><ref>Thomas Appel: Göttinger Künstlerlexikon. Maler – Grafiker – Bildhauer – Architekten. Vom 14. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Universitätsverlag Göttingen, Göttingen 2022, ISBN 978-3-86395-504-5, S. 230.</ref><ref>Zum von Brandis Frau Antje gestalteten Hausgarten: Mutters Garten. Ein Rundgang durch den Garten von Antje Brandi nachgezeichnet von ihren Söhnen. Hrsg. Jochen Brandi, Uwe Brandi, Hinnerk Brandi, Selbstverlag o. O. (Göttingen) 1989, 2. Auflage 1994.</ref>
  • 1946–1953: Akademische Burse (Studentenwohnheim) in Göttingen, Goßlerstraße 13, sechs Bauabschnitte<ref>Dörte Helling: Der erste Göttinger Studentenwohnheimbau nach dem Zweiten Weltkrieg. Die 'Akademische Burse' von Diez Brandi. In: Geschichtsverein für Göttingen und Umgebung e. V. (Hrsg.): Göttinger Jahrbuch. Band 55. Goltze Druck Verlag, Göttingen 2007, ISBN 978-3-88452-570-8, S. 187–212.</ref><ref>Marc-André Fischer, Dörte Helling: Studentenwohnheim ‚Akademische Burse‘. In: Christian Freigang (Hrsg.): Diez Brandi – Ein Göttinger Architekt zwischen Tradition und Moderne. Verlag Göttinger Tageblatt, Göttingen 2002, S. 37–42.</ref><ref>Hans-Geert Falkenberg: Studenten auf neuen Wegen. In: Merian, Jg. 6, 1953, Heft 1: Göttingen, S. 34–40, hier S. 36 f. mit Abbildungen aus dem Innern.</ref>
  • 1947: Wettbewerbsentwurf für den Wiederaufbau der Innenstadt von Kassel (2. Preis)<ref>Folckert Lüken-Isberner: Große Pläne für Kassel 1919–1949, Projekte zu Stadtentwicklung und Städtebau. Hrsg. Deutscher Werkbund Hessen und Freunde des Stadtmuseums Kassel, Schüren Verlag, Marburg 2017, ISBN 978-3-89472-297-5.</ref>
  • 1950: Sparkassenneubau anstelle des kriegszerstörten Wedekindhauses in Hildesheim, Marktplatz,<ref>Thomas Kellmann: Die konservative Moderne in Architektur und Städtebau nach 1945. Diez Brandi in Hildesheim und Aschaffenburg. In: Christian Freigang (Hrsg.): Diez Brandi. Ein Göttinger Architekt zwischen Tradition und Moderne. Göttingen 2002. S. 63–70.</ref><ref>Andrew MacNeille: Zwischen Tradition und Innovation. Historische Plätze in der Bundesrepublik Deutschland nach 1945. Dissertation, Universität Köln, 2005, S. 91 f., 248 ff.; ub.uni-koeln.de (PDF; 3,1 MB) abgerufen am 27. März 2021.</ref> 1983 abgebrochen
  • 1950: Haus Martius (Heinrich Martius) in Göttingen-Ostviertel, Bismarckstraße 4<ref>Wohnhaus Professor M. in Göttingen. Architekt: Prof. Diez Brandi, Göttingen. In: Baumeister, Jg. 1953, Heft 6, S. 398–399.</ref><ref>Christian Freigang: Haus Martius. In: Christian Freigang (Hrsg.): Diez Brandi – Ein Göttinger Architekt zwischen Tradition und Moderne. Verlag Göttinger Tageblatt, Göttingen 2002, S. 33–34.</ref>
  • 1951–1952: evang. Friedenskirche in Göttingen-Weststadt, Auf dem Hagen 21, Glockenturm 1958 ergänzt<ref>Über uns. Die Friedensgemeinde. Friedenskirche Göttingen, abgerufen am 4. März 2021.</ref>
  • 1953: evang. Christuskirche mit Gemeindehaus in Göttingen, Friedrich-Naumann-Straße 68<ref>Sophia Bornhagen: Christuskirche. In: Christian Freigang (Hrsg.): Diez Brandi – Ein Göttinger Architekt zwischen Tradition und Moderne. Verlag Göttinger Tageblatt, Göttingen 2002, S. 55–57.</ref><ref>Jörn Barke: Am 13. Dezember 1953 geweiht. 60 Jahre Christuskirche Göttingen. Göttinger Tageblatt, 12. Dezember 2013, abgerufen am 4. März 2021.</ref>
  • 1953: Wohnhaus Bethe, Obere Karspüle 28 in Göttingen<ref>Nina Braun: Haus Bethe (Obere Karspüle 28, 1953), in: Christian Freigang (Hrsg.): Diez Brandi – Ein Göttinger Architekt zwischen Tradition und Moderne. Verlag Göttinger Tageblatt, Göttingen 2002, S. 35–36.</ref>
  • 1953–1956: Wiederaufbau der evang. Auferstehungskirche in Bad Oeynhausen, Von-Moeller-Straße 1a
  • 1954–1956: älteres Gemeindehaus der evang. St.-Marien-Kirche in Göttingen-Innenstadt, Neustadt 21<ref>Stadtarchiv Göttingen, „Chronik für das Jahr 1956“, Eintrag zum Datum 15.07.1956. (Anmerkung: Diese Online-Quelle auf stadtarchiv.goettingen.de ist nicht als Direktlink abrufbar, sondern nur über die Startseite und dort mit Eingabe in der Suchmaske (Suchwort: Gemeindehaus St. Marien); abgerufen am 3. Januar 2022.)</ref>
  • 1955–1957 (Wettbewerb 1954): Herman-Nohl-Schule (ursprünglich „Südschule“) in Göttingen, Immanuel-Kant-Straße 44b<ref>Volksschule Göttingen-Südstadt „Hermann-Nohl-Schulen“. In: Göttingen, Planung und Aufbau, Heft 2, Verlag Edgar Hartmann, Osterode (Harz) 1966, S. 28.</ref><ref>Heike Schmidt: Die Südschule. In: Christian Freigang (Hrsg.): Diez Brandi – Ein Göttinger Architekt zwischen Tradition und Moderne. Verlag Göttinger Tageblatt, Göttingen 2002, S. 48–51.</ref><ref>Chronik der Herman-Nohl-Schule. Abgerufen am 4. März 2021.</ref><ref>Christian Freigang: Diez Brandi – Die Lehre vom Gartenhaus. In: Christian Freigang (Hrsg.): Diez Brandi – Ein Göttinger Architekt zwischen Tradition und Moderne. Verlag Göttinger Tageblatt, Göttingen 2002, S. 7–14, hier S. 12.</ref> mit Jochen Brandi<ref name="Prot" />
  • 1956–1958 (Wettbewerb 1948/1949): Rathaus in Aschaffenburg, Dalbergstraße 15<ref>Der Oberbürgermeister der Stadt Aschaffenburg (Hrsg.): Kommunale Selbstverwaltung – 50 Jahre Rathaus an der Dalbergstraße. Aschaffenburg 2008 (aschaffenburg.de [PDF]).</ref><ref>Das Rathaus von Aschaffenburg. Ein neu entdecktes Baudenkmal der Fünfziger-Jahre. Hrsg. Stadt Aschaffenburg, Fotograf Walter Vorjohann, Beiträge von Klaus Herzog, Eva Schestag. Hirmer-Verlag, München 2014, ISBN 978-3-7774-2354-8.</ref><ref>Rathaus Aschaffenburg. In: Architektur Bildarchiv. Abgerufen am 27. März 2021.</ref><ref>Gerd Offenberg: Das Rathaus Aschaffenburg. Architekt: Professor Diez Brandi, Göttingen. In: Die Bauverwaltung, Nr. 11/1960.</ref><ref>Ulrich Kahle: Aschaffenburger Rathaus - eine Ikone der Nachkriegsarchitektur wird 50. Ein großer Wurf des Architekten Diez Brand. In: Denkmalpflege Informationen, Nr. 143, 2009, S. 44–47.</ref><ref>Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (Hrsg.): Denkmäler in Bayern Kreisfreie Stadt Aschaffenburg, München, 2015, S. 28–30</ref> seit 1991 denkmalgeschützt<ref>Das Rathaus in Aschaffenburg erhält die Bronzeplakette der DSD. In: www.denkmalschutz.de. Deutsche Stiftung Denkmalschutz, 24. Oktober 2018, abgerufen am 27. März 2021.</ref>
  • 1957: Hanseschule in Lübeck, Fischstraße 8–10<ref name="Prot" />
  • 1957: Studentenwohnheim „Forum“ in Göttingen-Oststadt, Brüder-Grimm-Allee 57<ref>Planung und Umsetzung. In: studentenwohnheim-forum.de. Studentenwohnheim Forum, Gemeinnützige Förderergesellschaft Juristenrunde e. V., abgerufen am 30. August 2021.</ref>
  • 1957–1960, evang. Markuskirche in Kassel, Südstadt, Richard-Wagner-Straße 8<ref>Architekturführer Kassel. Hrsg. Berthold Hinz, Andreas Tacke. Dietrich Reimer Verlag, Berlin 2002, ISBN 3-496-01249-8, S. 56 (Nr. 78, Artikelautorin: Johanna Anders).</ref><ref>Evangelische Kirchengemeinde der Südstadt (Hrsg.): Die Markuskirche zu Kassel. Kassel 1960, DNB 740884123.</ref>
  • 1957–1962: evang. Kreuzkirche in Göttingen, Immanuel-Kant-Straße 46<ref>Sophia Bornhagen: Kreuzkirche. In: Christian Freigang (Hrsg.): Diez Brandi – Ein Göttinger Architekt zwischen Tradition und Moderne. Verlag Göttinger Tageblatt, Göttingen 2002, S. 58–60.</ref><ref>Kirche. Ev.-luth. Kreuzkirche Göttingen, abgerufen am 4. März 2021.</ref><ref>Planungsunterlagen von 1959 zur Kreuzkirche im Landeskirchlichen Archiv Hannover, Findbuch Arcinsys, abgerufen am 27. März 2021.</ref>
  • 1960–1962: Philipp-Scheidemann-Haus (Nordstadtzentrum) in Kassel, Holländische Straße 74, mit Jochen Brandi<ref>Architekturführer Kassel. Hrsg. Berthold Hinz, Andreas Tacke. Dietrich Reimer Verlag, Berlin 2002, ISBN 3-496-01249-8, S. 104 (Nr. 147, Artikelautorin: Tanja Möller).</ref>
  • 1962–1966: evang. St.-Michael-Kirche in Detmold-Hiddesen, Im Kampe 16<ref>Über St. Michael im Kampe. St. Michael im Kampe, abgerufen am 4. März 2021.</ref>
  • 1963–1966 (Unterbrechung 1964–1965): evang. Stephanuskirche in Göttingen-Geismar, Himmelsruh 17, nach Wettbewerb von 1962<ref>Stephanus-Kirche auf dem Lohberg. In: Göttingen, Planung und Aufbau, Heft 2, Verlag Edgar Hartmann, Osterode (Harz) 1966, S. 14.</ref><ref>Enno Jansen: Stephanuskirche. In: Christian Freigang (Hrsg.): Diez Brandi – Ein Göttinger Architekt zwischen Tradition und Moderne. Verlag Göttinger Tageblatt, Göttingen 2002, S. 61–62.</ref><ref>Kirche. Stephanusgemeinde Göttingen, abgerufen am 4. März 2021 (Mit Baustellenfotos).</ref><ref>Die Stephanuskirche (anonyme und undatierte Schrift); Digitalisat auf stephanus-goettingen.wir-e.de, abgerufen am 13. Dezember 2023.</ref>
  • 1965: Deutsche Kriegsgräberstätte Motta Sant’Anastasia bei Catania auf Sizilien (Italien)<ref name="Lindau" />
  • 1965–1966: Evangelisch-reformierte Kirche in Detmold-Pivitsheide V. L., Albert-Schweitzer-Straße 80
  • vor 1966: Jugendfreizeitheim in Göttingen, Godehardstraße; nach Architekturwettbewerb von 1960<ref>Jugendfreizeitheim. In: Göttingen, Planung und Aufbau, Heft 2, Verlag Edgar Hartmann, Osterode (Harz) 1966, S. 18 f.</ref>
  • vor 1966: Studentenwohnheim „Reformiertes Studienhaus“ (heute Evangelisches Studienhaus) in Göttingen, Obere Karspüle 30<ref>Studentenwohnheim „Reformiertes Studienhaus“. In: Göttingen, Planung und Aufbau, Heft 2, Verlag Edgar Hartmann, Osterode (Harz) 1966, S. 39.</ref>
  • 1967: Deutsche Kriegsgräberstätte Cannock Chase bei Cannock (England),<ref name="Lindau" /> mit Harold Doffman und Peter Leach<ref name="Prot" />

Schrift

  • Engelbert Plassmann: Karl Brandi (1868–1946). Zur 25. Wiederkehr seines Todestages. Ein Vortrag, gehalten von Engelbert Plassmann. Mit einem Geleitwort von Diez Brandi. Schürmann & Klagges, Bochum 1972.

Literatur

(chronologisch)

  • Jochen Brandi: Brandi. In: Bauwelt, Jg. 75 (1984), Heft 15 vom 20. April 1984, S. 658. (Der Sohn schreibt hier über seinen Vater Diez Brandi in einer Bauwelt-Serie über Architekten-„Väter und Söhne“; S. 656 ff.)
  • Hans-Christian Winters: Diez Brandi (1901–1985). Charakteristik aus feinen Strichen. Der Architekt als bildender Künstler. In: Göttinger Jahresblätter, Jg. 1986, S. 7178.
  • Friedrich Lindau: Hannover, Wiederaufbau und Zerstörung. Die Stadt im Umgang mit ihrer bauhistorischen Identität. Schlüter, Hannover 2001, ISBN 3-87706-659-3, S. 320–321 (Biographie zu Diez Brandi, Digitalisat, eingeschränkte Vorschau, abgerufen am 27. März 2021)
  • Christian Freigang (Hrsg.): Diez Brandi – Ein Göttinger Architekt zwischen Tradition und Moderne. Göttinger Tageblatt Buchverlag, Göttingen 2002, ISBN 978-3-924781-44-6 (Begleitpublikation zur Ausstellung vom 19. April 2002 bis 29. Juni 2002 im Foyer der Staats- und Universitätsbibliothek SUB Göttingen; Pressemitteilung zur Ausstellung, auf uni-goettingen.de, abgerufen am 27. Juni 2022) - Enthält in den Texten eingestreut Erwähnungen zahlreicher weiterer architektonischer Werke von Brandi.
  • Karl-Heinz Fix (Hrsg.): Die Protokolle des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland. Band 3: 1949. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2006, ISBN 978-3-525-55762-4, S. 507 (Angaben zur Biographie im Personenregister); eingeschränkte VerlagsvorschauGoogle Books
  • Holger Köhn: Diez Brandi (1901–1985). Wirken in der NS-Zeit. Eine biografische Skizze im Auftrag der Stadt Aschaffenburg. 2021. (Digitalisat auf aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de, PDF; 254 kB, abgerufen am 13. Januar 2023.)
  • Thomas Appel: Göttinger Künstlerlexikon. Maler – Grafiker – Bildhauer – Architekten. Vom 14. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Universitätsverlag Göttingen, Göttingen 2022, ISBN 978-3-86395-504-5 (Digitalisat auf.d-nb.info, abgerufen am 13. Januar 2023), S. 147, 228–230 (S. 230: Werkverzeichnis).

Weblinks

Commons: Diez Brandi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="Prot"> Andrea Mesecke: Brandi, Diez. In: Andreas Beyer, Bénédicte Savoy, Wolf Tegethoff (Hrsg.): Allgemeines Künstlerlexikon Online. K. G. Saur-Verlag, Berlin / Boston 2009. </ref> </references>

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