Golderdbeere
<templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />
| Golderdbeere | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Datei:Waldsteinia fragarioides - in Mount Auburn Cemetery.JPG
Golderdbeere (Waldsteinia fragarioides) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Waldsteinia fragarioides | ||||||||||||
| (Michx.) Tratt. |
Die Golderdbeere (Waldsteinia fragarioides), auch Erdbeer-Waldsteinie genannt, ist eine winterharte Staude aus der Gattung der Waldsteinien (Waldsteinia), in der Unterfamilie der Rosoideae.
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Die Golderdbeere ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 20 Zentimetern erreicht<ref name = GAR>Waldsteinia pflanzen und pflegen Gartenjournal, aufgerufen am 11. Mai 2022</ref>. Sie bildet Rhizome und Ausläufer.
Die Laubblätter sind meist dreispaltig zusammengesetzt, selten nur gelappt. Die Teilblättchen sind keilförmig bis verkehrt eiförmig, sie sind 3 bis 5 Zentimeter lang. Die seitlichen Teilblättchen sind mehr oder weniger asymmetrisch. Der Blattrand ist unregelmäßig gelappt.<ref name="FoNA2014" />
Generative Merkmale
Die Blütezeit reicht von Mai bis Juni. Der Blütenstand enthält drei bis acht Blüten.<ref name="FoNA2014"/>
Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig. Die Blüte hat einen Durchmesser von 14 bis 20 Millimeter. Die Außenkelchblätter fehlen. Es sind Kelchblätter vorhanden. die Kelchblätter sind viel kürzer als die Kronblätter. Die fünf gelbe Kronblätter sind bei einer Länge von 3,5 bis 10 Millimetern verkehrt-eiförmig bis breit-elliptisch mit stumpfem oder gerundetem oberen Ende.<ref name="FoNA2014"/>
Die Früchtchenstiele sind wenig behaart.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 42.<ref name="IPCN" />
Vorkommen
Die Golderdbeere gedeiht in feuchten bis trockenen Wäldern und auf schattigen Abhängen in Höhenlagen von 0 bis 600 Metern im östlichen Nordamerika.<ref name="FoNA2014"/>
Die Staude bevorzugt halbschattige bis schattige Standorte und gut durchlässige, humose Böden. Die Blütenfreudigkeit der Pflanzen profitiert außerdem von einem neutralen pH-Wert um sieben<ref name = GAR/>, toleriert aber auch leicht saure Böden.<ref>Golderdbeere. Waldsteinia geoides Mein schöner Garten, aufgerufen am 11. Mai 2022</ref>
Taxonomie
Die Erstbeschreibung erfolgte 1803 unter dem Namen (Basionym) Dalibarda fragaroides durch André Michaux als in Flora Boreali-Americana, Tomus 1, S. 300, Tafel 28. Die Neukombination zu Waldsteinia fragarioides <templatestyles src="Person/styles.css" />(Michx.) Tratt. wurde 1823 durch Leopold Trattinnick in Rosacearum monographia, Band 3. S. 107 veröffentlicht. Weitere Synonyme für Waldsteinia fragarioides <templatestyles src="Person/styles.css" />(Michx.) Tratt. sind: Geum fragarioides <templatestyles src="Person/styles.css" />(Michx.) Smedmark, Waldsteinia doniana <templatestyles src="Person/styles.css" />Tratt., Geum donianum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Tratt.) Weakley & Gandhi, Waldsteinia fragarioides subsp. doniana <templatestyles src="Person/styles.css" />(Tratt.) Teppner.<ref name="FoNA2014"/>
Nahe Verwandte der Waldsteinia fragarioides, die sich in erster Linie in Wuchshöhe und Blütenform unterschieden, sind die Gelapptblättrige Waldsteinie Waldsteinia geoides sowie die Dreiblättrige Waldsteinie Waldsteinia ternata.<ref>Golderdbeere Sorten – 3 sind besonders beliebt Gartentipps, aufgerufen am 11. Mai 2022</ref>
Nutzung
Als Bodendecker mit geringfügigen Ansprüchen, bieten Friedhofsgärtner Golderdbeere als Dauerbepflanzung für Grabstätten an.<ref>Bodendecker: Die pflegeleichte Grabbepflanzung von Ulrike Hanninger Mein schöner Garten, aufgerufen am 11. Mai 2022</ref> Dabei sind auch lichtarme Beete unter Gehölzen mit ausladenden Wurzeln kein Problem für die winterharte Pflanze.<ref name = GAR/>
Die Golderdbeere wird im Gartenbau mitunter als Zierpflanze für Gehölzgruppen genutzt.
Literatur
- Eckehart Jäger, Friedrich Ebel, Peter Hanelt, Gerd K. Müller (Hrsg.): Rothmaler Exkursionsflora von Deutschland. Band 5: Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum Akademischer Verlag, Berlin/Heidelberg 2008, ISBN 978-3-8274-0918-8.
Einzelnachweise
<references> <ref name="IPCN"> Waldsteinia fragarioides subsp. fragarioides bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="FoNA2014"> James B. Phipps: Waldsteinia Willdenow. In: Flora of North America Editorial Committee: Flora of North America North of Mexico, Volume 9: Magnoliophyta: Picramniaceae to Rosaceae, 2014, Oxford University Press, Oxford und New York, ISBN 978-0-19-534029-7. Waldsteinia fragarioides (Michaux) Trattinnick. - textgleich online wie gedrucktes Werk. </ref> </references>