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Mada'in Salih

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Datei:Madain Saleh (6730299351).jpg
Felsgräber bei Mada'in Salih
Datei:T E Lawrence and the Arab Revolt 1916 - 1918 Q59685.jpg
Hedschasbahn und Zitadelle mit Wasserreservoir für Karawanen

Madaʾin Salih (arabisch مدائن صالح, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) ist eine Ausgrabungsstätte im Nordwesten Saudi-Arabiens, rund 400 km nordwestlich von Medina, nahe der Oase al-ʿUla gelegen. Es handelt sich um die antike Stadt Hegra, eine Handelsmetropole, die ursprünglich von den Nabatäern errichtet wurde und auch von den Thamud bewohnt wurde. Die stark bewehrte nabatäische Festung der Stadt wurde nach der Machtübernahme durch die Römer im frühen zweiten Jahrhundert zu einer Grenzgarnison am Limes Arabicus umgebaut und von einem Detachement der Legio III Cyrenaica belegt, die aus Kamelreitern bestand.<ref>John Peter Oleson: The Trajanic Auxiliary Fort at Hawara (modern Humayma), Jordan. In: Studies in the History and Archaeology of Jordan (SHAJ) 13 (2019), S. 395–406; hier: S. 402.</ref>

Der Ort liegt an einer alten Handelsroute der Nabatäer und verfügt über ein Wasserreservoir nahe einer alten Karawanserei. Mit dem Bau der Hedschasbahn zu Beginn des 20. Jahrhunderts erhielt Madaʾin Salih einen Bahnhof. Im Lokschuppen wurde um das Jahr 2005 ein kleines Eisenbahnmuseum zur Hedschasbahn eingerichtet.<ref>Continental Railway Journal. 161 (2010), S. 127.</ref>

Madaʾin Salih ist für seine über 100 während der nabatäischen Epoche entstandenen Felsengräber bekannt, die aus der Zeit vom ersten vorchristlichen bis zum ersten nachchristlichen Jahrhundert stammen. Daneben sind die Bauten, Funde und Inschriften aus römischer Zeit bedeutende Zeugnisse vom östlichen Rand des Imperium Romanum. Der Fundplatz wurde 2008 für seine nabatäischen Kulturgüter von der UNESCO zum Weltkulturerbe erhoben.

Die Felsgräber werden ebenfalls im Koran erwähnt:

„Und die Bewohner von al-Ḥiğr bezichtigten die Gesandten der Lüge. Wir ließen ihnen Unsere Zeichen zukommen, aber sie wandten sich von ihnen ab. Und sie hauten aus den Bergen Häuser aus, im Trachten nach Sicherheit. Da ergriff sie der Schrei bei Tagesanbruch; so nützte ihnen nicht, was sie erworben hatten.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Sure 15, Verse 80–84

Literatur

  • Andreas Schmidt-Colinet: Neue Forschungen in der nabatäischen Nekropole von Hegra in Saudi-Arabien. In: Nürnberger Blätter zur Archäologie. 3, 1986–88, S. 38–40.
  • John F. Healey: The Nabataean Tomb Inscriptions of Mada’in Salih. (= Journal of Semitic Studies Supplement 1). Oxford 1993. ISBN 0-19-922162-6.
  • Laïla Nehmé: Explorations récentes et nouvelles pistes de recherche dans l’ancienne Hégra des Nabatéens, moderne al-Hijr/Madāʾin Sālih (Arabie du nord-ouest). In: Comptes rendus des séances Académie des inscriptions et belles-lettres. 2004, S. 631–682.

Weblinks

Commons: Madaʾin Salih – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 26° 47′ 30″ N, 37° 57′ 10″ O

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