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Semele androgyna

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Semele androgyna
Datei:Semele androgyna 2 (scott.zona).jpg

Semele androgyna var. androgyna

Systematik
Monokotyledonen
Ordnung: Spargelartige (Asparagales)
Familie: Spargelgewächse (Asparagaceae)
Unterfamilie: Nolinoideae
Gattung: Semele
Art: Semele androgyna
Wissenschaftlicher Name
Semele androgyna
(L.) Kunth

Semele androgyna, auch Klettermäusedorn genannt, ist eine Pflanzenart der Gattung Semele und gehört zur Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae).

Beschreibung

Datei:Curtis's botanical magazine (8294338722).jpg
Illustration aus Curtis’s Botanical Magazine
Datei:Klettermäusedorn Semele androgyna.jpg
Früchte von Semele androgyna

Vegetative Merkmale

Semele androgyna ist ein immergrüner Strauch, der bis in die Wipfel der Bäume klettert und hierbei eine Länge von bis zu 10 Meter erreicht. Junge Zweige werden zwischen 15 und 30 Zentimeter lang und tragen die zweizeilig angeordneten, blattartigen Phyllokladien. Die Form ist eiförmig oder eilanzettlich, zum Teil gelappt oder herzförmig. Die Oberfläche ist glänzend und die Konsistenz ledrig. Die Laubblätter sind schuppenartig reduziert und trocken.

Generative Merkmale

Semele androgyna ist einhäusig gemischtgeschlechtig (monözisch).<ref>Miguel Ângelo Almeida Pinheiro De Carvalho, Christopher Charles Wilcock, Teresa Maria Marques Dos Santos et al.: A review of the genus Semele (Ruscaceae) systematics in Madeira.</ref> Zwei bis sechs Blüten stehen in Zymen zusammen. Die kleinen, kurz gestielten, cremefarbenen bis gelblichen, meist funktionell eingeschlechtlichen Blüten mit einfacher Blütenhülle, wie auch die rötlichen, meist einsamigen Beeren, stehen bei Exemplaren der westlichen Kanarischen Inseln am Rand der Phyllokladien. Bei der Varietät Semele androgyna var. gayae, die auf Gran Canaria vorkommt, entwickeln sich die Blüten vorwiegend auf der Fläche der Phyllokladien. Die Blütezeit reicht von November bis April. Die weiblichen Blüten sind kleiner. Die Blütenhülle ist im unteren Teil verwachsen mit ausladenden Zipfeln. Der dreikammerige Fruchtknoten bzw. Pistillode ist oberständig mit kurzem Griffel mit leicht gelappter Narbe und die sechs kurzen Staubblätter bzw. Staminodien in der Mitte der Kronröhre sind kurz häutig-röhrig verwachsen.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 40.<ref name="IPCN" />

Vorkommen

Datei:Levada da Central da Ribeira da Janela - 2009-06-28 - 11-31-00.jpg
Klettermäusedorn (links) im Habitat

Semele androgyna ist auf den Kanarischen Inseln mit Ausnahme von Lanzarote und Fuerteventura, außerdem auf Madeira verbreitet. Sie wächst in Lorbeerwäldern in Höhenlagen von 300 bis 1000 Metern.

Systematik

Die Gattung Semele wurde 1844 durch Karl Sigismund Kunth aufgestellt<ref name="WCSP" /> und ist nach Semele, der Mutter des Dionysos benannt.

Die Gattung Semele umfasst drei Arten:<ref name="WCSP" />

  • Semele androgyna (L.) Kunth: Es gibt zwei Unterarten:<ref name="WCSP" />
    • Semele androgyna <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Kunth subsp. androgyna (Syn.: Ruscus anthopus <templatestyles src="Person/styles.css" />Raf., Ruscus latifolius <templatestyles src="Person/styles.css" />Raf., Semele androgyna var. macrophylla <templatestyles src="Person/styles.css" />Menezes, Semele androgyna var. conferta <templatestyles src="Person/styles.css" />J.G.Costa, Semele androgyna var. laxa <templatestyles src="Person/styles.css" />J.G.Costa, Semele tristonis <templatestyles src="Person/styles.css" />J.G.Costa): Sie kommt auf den Kanarischen Inseln und auf Madeira vor.<ref name="WCSP" />
    • Semele androgyna subsp. pterygophora <templatestyles src="Person/styles.css" />(J.G.Costa) M.Â.Carvalho (Syn.: Semele pterygophora <templatestyles src="Person/styles.css" />J.G.Costa, Semele pterygophora var. barretiana <templatestyles src="Person/styles.css" />J.G.Costa, Semele pterygophora var. congeminata <templatestyles src="Person/styles.css" />J.G.Costa, Semele pterygophora var. dolichoclados <templatestyles src="Person/styles.css" />J.G.Costa, Semele pterygophora var. elegantissima <templatestyles src="Person/styles.css" />J.G.Costa): Diese Neukombination erfolgte 2001. Sie kommt nur auf Madeira vor.<ref name="WCSP" />
  • Semele gayae <templatestyles src="Person/styles.css" />(Webb & Berthel.) Svent. & Kunkel (Syn.: Danae gayae <templatestyles src="Person/styles.css" />Webb & Berthel., Ruscus gayae <templatestyles src="Person/styles.css" />(Webb & Berthel.) Webb & Berthel., Semele androgyna var. gayae <templatestyles src="Person/styles.css" />(Webb & Berthel.) Burchard): Sie kommt nur auf Gran Canaria vor.<ref name="WCSP" />
  • Semele menezesii <templatestyles src="Person/styles.css" />J.G.Costa (Syn.: Semele maderensis <templatestyles src="Person/styles.css" />J.G.Costa, Semele maderensis subsp. portumonizensis <templatestyles src="Person/styles.css" />J.G.Costa, Semele menezesii var. carinata <templatestyles src="Person/styles.css" />J.G.Costa, Semele menezesii var. grabhamii <templatestyles src="Person/styles.css" />J.G.Costa): Sie kommt nur auf Madeira vor.<ref name="WCSP" />

Literatur

  • Ingrid Schönfelder, Peter Schönfelder: Kosmos Atlas Mittelmeer- und Kanarenflora. Über 1600 Pflanzenarten. 2. Auflage. Franckh-Kosmos, Stuttgart 2002, ISBN 3-440-09361-1.
  • Adalbert Hohenester, Walter Welss: Exkursionsflora für die Kanarischen Inseln. Mit Ausblicken auf ganz Makaronesien. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 1993, ISBN 3-8001-3466-7 (rjb.csic.es).
  • Miguel Ângelo Almeida Pinheiro De Carvalho, Christopher Charles Wilcock, Teresa Maria Marques Dos Santos et al.: A review of the genus Semele (Ruscaceae) systematics in Madeira. In: Botanical Journal of the Linnean Society. Band 146, Nr. 4, 2004, S. 483–497, doi:10.1111/j.1095-8339.2004.00351.x (dort sind es in Madeira zwei Arten in der Gattung).
  • James Cullen, Sabina G. Knees, H. Suzanne Cubey: The European Garden Flora. Second Edition, Volume I, Cambridge Univ. Press, ISBN 978-0-521-76147-5, S. 168 f.

Weblinks

Commons: Semele androgyna – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="WCSP"> Vorlage:WCSP </ref> <ref name="IPCN"> Semele androgyna bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> </references>