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Vodafone

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Vodafone GmbH

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Vodafone icon.svg
Rechtsform GmbH
Gründung 1990
Sitz Düsseldorf, Deutschland
Leitung Marcel de Groot (CEO)<ref>Die Geschäftsführung von Vodafone Deutschland. Abgerufen am 8. April 2026.
Geschäftsführung/Aufsichtsrat. Abgerufen am 8. April 2026.</ref>
Mitarbeiterzahl 15.115 (2024)<ref name="Daten">[1], Vodafone D2</ref>
Umsatz 10,876 Mrd. Euro (2024/2025)<ref name="Daten" />
Branche Telekommunikation
Website www.vodafone.de
Stand: 8. April 2026
Datei:VF-DE Campus.jpg
Vodafone-Campus in Düsseldorf
Datei:Flug -Rom-Düsseldorf-Hamburg 2013 by-RaBoe 355.jpg
Der Standort von Vodafone an der Ratinger Rehhecke

Die Vodafone GmbH ist ein deutsches Tochterunternehmen des britischen Telekommunikationsunternehmen Vodafone Group. Sie bietet in Deutschland Mobilfunk, DSL, Kabelinternet, Festnetztelefonie, Kabelfernsehen und IPTV an. Vodafone gehört mit rund 87,4 Mio. geschalteten SIM-Karten zum Ende des Jahres 2025 zu einem der größten Mobilfunkanbieter nach Anschlusszahlen in Deutschland, zusammen mit der Telekom Deutschland und Telefónica Deutschland Holding.<ref>Teilnehmerentwicklung im Mobilfunk. In: bundesnetzagentur.de. Bundesnetzagentur, 15. Dezember 2025, abgerufen am 8. April 2026.</ref>

Geschichte

Datei:D2 Privat.svg
Erstes Logo von D2 (1992–1999)

Gegründet wurde die Vodafone GmbH 1990 in Düsseldorf. Im Jahr 2000 wurden im Zuge der feindlichen Übernahmen des Mannesmann-Konzerns durch die Vodafone Group die Aktivitäten im Bereich Telekommunikation in den Folgejahren in die Vodafone GmbH eingegliedert.<ref>Verivox: Wie Mannesmann und Arcor zu Vodafone wurden, abgerufen am 11. Februar 2017.</ref> Des Weiteren wurde später die Vodafone Stiftung Deutschland gegründet.

Geschichte Mobilfunk

1988 wurde vom Bundesministerium für Post und Telekommunikation eine Lizenz für ein GSM-Netz ausgeschrieben. Es bildeten sich daraufhin mehrere Bewerberkonsortien, unter anderem eines unter Führung der Mannesmann AG. Am 8. Dezember 1989 erhielt das Mannesmann-Konsortium den Zuschlag für die GSM-Lizenz. Noch im Dezember 1989 ging aus dem erfolgreichen Bewerberkonsortium die Mannesmann Mobilfunk GmbH (MMO) als erster privater deutscher Netzbetreiber mit Sitz in Düsseldorf hervor. Vorsitzender der Geschäftsführung war Peter Mihatsch (1940–2018). Bis Ende 1990 war die Beschäftigtenzahl bereits auf 350 angestiegen. Im Februar 1991 wurde die GSM-Lizenz auch auf das Beitrittsgebiet der deutschen Wiedervereinigung erweitert.

Nach A-, B- und C-Netz der Deutschen Bundespost wurde nun das digitale Mobilfunknetz „D-Netz“ nach GSM-Standard in Deutschland aufgebaut. Erstmals hatte die Bundespost damit im Mobilfunk-Bereich mit Mannesmann einen Konkurrenten – zur Abgrenzung wurden die Netze jeweils mit der Kurzbezeichnung „D1“ (Bundespost) bzw. „D2“ (Mannesmann) vermarktet. Der kommerzielle Betrieb des D2-Netzes begann mit der Auslieferung der ersten Endgeräte am 30. Juni 1992. Gegen Ende des Jahres 1992 konnte bereits der 100.000. Kunde im D2-Netz eingebucht werden.<ref name=":1"></ref>

Die Mobiltelefone wurden zunächst über Fernsehhändler und Kaufhäuser zu einem Preis von knapp unter 3000 DM angeboten. Mit etwa 200 Antennenstationen begann D2 zunächst in einigen deutschen Großstädten wie Hamburg, Bremen, Hannover, Frankfurt am Main und Stuttgart. Schon Ende 1992 erreichte das D2-Netz 80 Prozent Deutschlands. Die Gebühren lagen unter denen des bestehenden C-Netzes der Post. Von Anfang an waren Übergänge an das Festnetz der Telekom vorgesehen. Ab Dezember 1993 schrieb das Unternehmen schwarze Zahlen.

Datei:D2 mannesmann.svg
Logo von D2 Mannesmann (1999–2002)

Bei Mannesmann wandelte sich 1999 der Produktname, von zunächst „D2 privat“ zu „D2 Mannesmann“; das Wort „privat“ hatte seine Zugkraft verloren. Der Mannesmann-Konkurrent Deutsche Bundespost betrieb sein GSM-Netz zunächst unter der Marke „D1“ – zuständig für D1 war bei der Deutschen Bundespost das Zentralamt für Mobilfunk, beim Nachfolger Telekom wurde das GSM-Netz u. a. als „T-D1“ bei der DeTeMobil geführt, und schließlich als „T-Mobile“.

Für Vodafone bedeutete dieser Zukauf eine enorme Steigerung des Marktanteils, zumal damit gleich mehrere Firmenbeteiligungen von Mannesmann an Mobilfunkunternehmen außerhalb Deutschlands übernommen wurden. Einige Beteiligungen wurden integriert (z. B. Omnitel in Italien oder SFR in Frankreich), andere Konzernteile mussten aufgrund behördlicher Auflagen verkauft werden (Orange in Großbritannien) oder wurden freiwillig verkauft (Telering in Österreich).

Mit dem Markenwechsel von D2 zu Vodafone wurde 2002 die Mannesmann Mobilfunk GmbH in Vodafone D2 GmbH umbenannt.

Zum 17. Januar 2023 stellte Vodafone den MMS-Dienst ein.<ref>pcwelt.de</ref>

Geschichte Festnetz

Datei:Arcor-Logo.svg
Logo von Arcor AG & Co. KG

Der Festnetzbereich von Vodafone ging seinerzeit aus einem Joint Venture von Mannesmann und Deutsche Bank namens Communications Network International (CNI) hervor. Im Juni 1996 hatte die CNI 49 Prozent der DBKom, dem ausgegliederten Telekommunikationsbereich der Deutschen Bahn übernommen. Hieraus entstand 1996/1997 die damalige Mannesmann Arcor AG & Co. KG, als Keimzelle des heutigen Unternehmensbereichs.

Arcor hatte sich im Laufe der Zeit einige Beteiligungen und Übernahmen gesichert. Als größte Übernahmen sind hier die o.tel.o communications GmbH & Co., callisto germany.net GmbH und ISIS Multimedia Net GmbH & Co. KG zu nennen. o.tel.o wurde 2001 operativ in Arcor integriert und spielte seitdem im Festnetz keine Rolle mehr. Arcor dehnte sich im Regierungsbezirk Düsseldorf mit der Übernahme von ISIS, einem ehemaligen regionalen Carrier an Rhein und Ruhr, im Dezember 2005 aus. Die Verschmelzung mit dieser erfolgte rückwirkend zum 1. April 2005, dem damaligen Beginn des Arcor-Geschäftsjahres.

Nachdem zuerst die Überlegungen bestanden, Arcor komplett zu verkaufen, entschied sich die Vodafone Group 2008 dazu, die restlichen Anteile der Deutschen Bank AG zu übernehmen und Arcor mit der deutschen Tochter zu fusionieren. Im Laufe des Jahres 2009 wurde die Arcor AG & Co. KG zunächst in Vodafone AG & Co. KG umbenannt, um dann am 10. Dezember 2009 mit der Vodafone D2 GmbH zu fusionieren. Damit kam das Aus für die Marke Arcor; Vodafone integrierte deren Produkte in die eigene Produktpalette. So entstand der erste voll integrierte Telekommunikationsanbieter in Deutschland, der in der Lage war Festnetz, Mobilfunk und TV aus einer Hand anzubieten.

Arcor war seit Beginn der vollständigen Liberalisierung des TK-Sektors im Festnetzbereich der größte alternative Wettbewerber der Deutschen Telekom in Deutschland. Seit April 2005 gehörte Arcor auch zu den Providern für IP-Telefonie (auch als „Voice over IP“, kurz: VoIP bekannt). Bei Arcor wurde dieser Dienst als „Arcor-Sprache VoIP“ etabliert und zunächst in den „Persönlichen Internet Assistenten“ (kurz: PIA) integriert. Seit Ende 2006 wurde Voice over IP bei der Bereitstellung von Sprachtelefonie an Teilnehmeranschlüssen mit DSL zunehmend als Regeltechnologie genutzt, jedoch in der künstlich begrenzen Variante NGN. Festnetztelefonie über Breitbandkabel wurde von Anfang an bei allen Anbietern als NGN realisiert.

Unter dem Markennamen Arcor wurde das Webportal arcor.de betrieben, worüber auch Zugang zu verschiedenen Webdiensten bestand. So begann Arcor nach der Übernahme von germany.net erst mit nexgo, später unter arcor.de auch als Webhoster aufzutreten. Dieses Tätigkeitsfeld wurde jedoch zum 31. Januar 2017 komplett eingestellt, was das Aus für kostenpflichtige wie auch für die unter der URL home.arcor.de gratis eingestellten privaten Websites bedeutete. Alle anderen Dienste wie die E-Mail-Accounts werden jedoch weitergeführt.

Geschichte Kabel

→ Hauptartikel: Unitymedia und Kabelnetzbetreiber
Datei:Kabel Deutschland Logo.png
Ehemaliges Logo der Kabel Deutschland Vertrieb und Service GmbH (2003–2015)
Datei:Unitymedia 2012.png
Ehemaliges Logo der Unitymedia GmbH (2012–2020)
Datei:GigaTV Cable Box 2.JPG
GigaTV Cable Box 2 mit externer Festplatte
Datei:Arris.JPG
Kabelroutermodem Vodafone-Station mit DOCSIS 3.0 und 3.1

Im September 2013 erreichte Vodafone eine Aktienmehrheit von 75 Prozent an dem deutschen Unternehmen Kabel Deutschland. Seit dem 2. September 2015 ist nun die heutige Vodafone Deutschland GmbH für die Kabel-Festnetz- und Kabel-TV-Angebote verantwortlich.

Vodafone ist über sein Kabelnetz in der Lage, unabhängig von der „letzten Meile“ der Telekom in 13 Bundesländern Angebote aus Telefon, Internet und Fernsehen anzubieten mit Übertragungsraten, die das herkömmliche Festnetz via DSL, VDSL und Vectoring nicht bietet.

Durch die Übernahme konnte Vodafone seinen Marktanteil am deutschen Breitbandmarkt leicht ausbauen. Vodafone hatte in den Jahren vor der Übernahme im DSL-Geschäft Breitbandkunden und Marktanteile verloren, während die Kundenzahl bei Kabel Deutschland stieg.

Seit dem 2. September 2015 wurde die Marke Kabel Deutschland nach außen hin nicht mehr aktiv genutzt. Einzig im Geschäft mit der Immobilienwirtschaft wurde der Name noch verwendet. Die ehemalige Kabel Deutschland Vertrieb und Service GmbH firmierte seither bis Anfang 2021 als Vodafone Kabel Deutschland GmbH. Die neue Gesellschaft nutzte auch das Logo des Mutterkonzerns ohne den Zusatz „Kabel Deutschland“.

Im Dezember 2020 wurde bekannt, dass Vodafone seinen Anteil auf über 90 % erhöhen möchte. Mit diversen Anteilseignern sei man bereits handelseinig. Ziel war es jedoch die Kabel Deutschland Holding ganz zu übernehmen.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Vodafone will Kabel Deutschland ganz – Elliott dient an.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 25. Dezember 2020.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Am 18. Juli 2019 gab die EU-Wettbewerbskommission grünes Licht für die Übernahme des Kabelgeschäfts von Liberty Global, dazugehörig über die niederländische UPC Germany Holding BV die deutsche Tochtergesellschaft Unitymedia.<ref name="EU_Vodafone_Unitymedia_2019_Archiv">Fusionskontrolle: Kommission genehmigt Übernahme von Liberty Global durch Vodafone unter Bedingungen. Europäische Kommission, 18. Juli 2019, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 29. Juli 2019; abgerufen am 8. April 2026 (Zentraler Beleg für die wettbewerbsrechtliche Genehmigung der Unitymedia-Übernahme; dokumentiert die von der EU-Kommission auferlegten Abhilfemaßnahmen zur Sicherstellung des Wettbewerbs auf dem deutschen Breitbandmarkt.).</ref> Auf die EU-Genehmigung folgte am 1. August 2019 das sogenannte Closing, also der Vollzug des Kaufvertrages<ref name="Handelsblatt_Vodafone_Unitymedia_2019_Archiv">Telekommunikation: Vodafone startet mit Unitymedia den Angriff auf die Telekom. Handelsblatt, 31. Juli 2019, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 1. November 2022; abgerufen am 8. April 2026 (Analyse der Marktverschiebung im deutschen Breitbandmarkt; dokumentiert die Strategie von Vodafone, durch die Fusion eine bundesweite Glasfaser-Kabel-Infrastruktur zu schaffen und zum Vollsortimenter (Mobilfunk, Festnetz, TV) aufzusteigen.).</ref> womit das Unternehmen eine vollständige Tochtergesellschaft von Vodafone wurde. Durch die Übernahme ist Vodafone nun auch in der Lage, unabhängig von der „letzten Meile“ der Telekom in den drei verbliebenen Bundesländern Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen Angebote aus Telefon, Internet und Fernsehen anzubieten. Seit der Fusion hat das britische Unternehmen eine Monopolstellung beim Kabelfernsehen in Deutschland inne.

Am 1. Februar 2020 wurde die Marke Unitymedia eingestellt, die Unitymedia GmbH firmierte seither als Vodafone West GmbH.<ref name="ntv_Unitymedia_Markenende_2020">Verschwindet im Februar: Vodafone nimmt Unitymedia vom Markt. n-tv.de, 17. Februar 2020, abgerufen am 8. April 2026 (Beleg für den Abschluss der operativen Integration von Unitymedia in den Vodafone-Konzern; dokumentiert die Einstellung der Marke und die Umstellung der Bestandskunden auf das Vodafone-Portfolio.).</ref>

Durch die TKG-Novelle vom 1. Dezember 2021 fiel spätestens zum 1. Juli 2024 das Nebenkostenprivileg für die Mieter in Mehrfamilienhäusern. Die Kosten für den Kabelanschluss dürfen somit nicht mehr in den Mietnebenkosten dem Mieter in Rechnung gestellt werden.<ref name="verbraucherzentrale">Nebenkostenprivileg: das bedeutet die Abschaffung für Ihr Kabel-TV. Verbraucherzentrale NRW e. V., 12. November 2020, abgerufen am 8. April 2026.</ref> Dies betrifft besonders Vodafone als größten Kabelnetzbetreiber in Deutschland, deshalb bietet das Unternehmen der Immobilienwirtschaft eine neue Versorgungsvereinbarung an. Vodafone möchte damit den Zugang zu den Hausverteilnetzen in den Objekten gewährleisten und gestattet einer benannten Auftragnehmerfirma den Zugang bis hin zu den Wohnungen. Der Kabelnetzbetreiber möchte damit den Umbau vom Baumnetz in ein Sternnetz erreichen, um Nichtkunden abklemmen zu können. Die Alternative wäre lediglich eine Grundverschlüsselung.<ref>TV-Versorgung bzw. Signallieferung bis in die Wohnung</ref> Die monatlichen Kosten für Kabel TV belaufen sich für die Mieter auf 9,99 € monatlich bei Abschluss eines Versorgungsvertrages mit Vodafone. Dabei sind die Kosten für verschlüsselte Programme und Kabelinternet sowie der Rundfunkbeitrag nicht enthalten. Für den Vermieter entstehen keine Kosten. Für Kabelinternetkunden ist das unverschlüsselte TV- und Radiosignal weiterhin vorhanden, da eine Sperrung technisch nicht mehr gegeben ist.

Mit der Frequenzumstellung im Oktober 2023 wurde auch im ehemaligen Kabelfernsehnetz von Unitymedia die Abschaltung von UKW-Radio vollzogen.<ref>Aus für UKW in den Vodafone-Kabelnetzen: Zeitplan steht. 16. Oktober 2023, abgerufen am 8. April 2026.</ref>

Unternehmensstruktur

Die deutsche Vodafone GmbH ist Teil der britischen Vodafone Group. Die Vodafone GmbH hatte mehrere Tochtergesellschaften, unter anderem die Vodafone Deutschland GmbH (ehemals Kabel Deutschland GmbH) sowie die Vodafone West GmbH (ehemals Unitymedia GmbH). Die Vodafone Deutschland GmbH wurde am 13. November 2025 mit der Vodafone GmbH verschmolzen und existiert seitdem nicht mehr.<ref>Handelsregisterauszug Vodafone GmbH. In: Northdata. 13. November 2025, abgerufen am 8. April 2026.</ref>

Die Konzern-Standorte der heutigen Vodafone GmbH befinden sich in Düsseldorf-Heerdt (Vodafone-Campus und Zentrale), Eschborn und Berlin (Konzernrepräsentanz). Daneben gibt es insgesamt acht Regional-Niederlassungen: Hamburg und Hannover (Region Nord), Berlin (Region Nord-Ost), Dortmund (Region Nord-West), Eschborn/Frankfurt (Region Rhein-Main), Radebeul/Dresden (Region Ost), München (Region Süd), Stuttgart (Region Süd-West) sowie Ratingen/Düsseldorf (Region West).<ref>Vodafone-Standorte in Deutschland, abgerufen am 29. Januar 2017.</ref>

GigaTV-Plattform

Im Laufe des Jahres 2021 wurde im ehemaligen Unitymedia-Gebiet Giga-TV eingeführt und die Horizon-Plattform abgelöst. Ab April 2021 strich Vodafone 30 Kabel-TV-Sender und Ende Mai 2021 wurden bundesweit die Kanalbelegungen durch die TV-Harmonisierung angeglichen.<ref>Abschaltung ab April 2021: Vodafone streicht 30 Kabel-TV-Sender. Abgerufen am 8. April 2026.</ref> Anfangs konnten jedoch nur Neukunden die neue Plattform bundesweit im Tarif „GigaTV inklusive Vodafone Premium“ nutzen. Die Kunden erhielten ein neues Fernseh-Empfangsgerät für den Kabelanschluss, die sogenannte GigaTV Cable Box 2. Die neue Set-Top-Box ersetzte die bisherige Cable Box und hat eine neue Benutzeroberfläche sowie eine austauschbare 1-TB-Festplatte. Eine klassische Smartcard wird für den Empfang verschlüsselter Sender nicht benötigt, da die Box wie bereits bei der Horizon mit virtuellen Smartcards arbeitet. Es wird jedoch ein Internetzugang benötigt. Außerdem sind TV-Inhalte in UHD auf kompatiblen TV-Geräten empfangbar und es können bis zu vier Sendungen gleichzeitig aufgenommen werden, dazu kommen Features wie Replay und Timeshift sowie Zugang zur Videothek, den TV-Mediatheken und Streamingdiensten wie Netflix und DAZN.<ref>GigaTV: Vodafone bringt Kabel-Box auch in früheres Unitymedia-Gebiet. Abgerufen am 8. April 2026.</ref> Seit November 2020 lassen sich die Sender DAZN 1 und DAZN 2 über Kabel exklusiv mit einem Vodafone-Abo empfangen.<ref>Fussball - DAZN: Kooperation mit Vodafone bietet Fans nun noch mehr Flexibilität | DAZN News Deutschland. Abgerufen am 8. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Sky und Vodafone

Der Empfang des Bezahlsenders Sky ist in den Kabelnetzen von Vodafone möglich. Es sind nicht alle Sky-Programme empfangbar und was einen Nachteil gegenüber dem Astra-Satellitenempfang darstellt. So sind seit Sommer 2021 die linearen Sender DAZN 1 und DAZN 2 im Kabelnetz von Vodafone (ehem. Kabel Deutschland / Unitymedia) in Verbindung mit einem Sky-Abo nicht verfügbar.<ref>Sky Bundesliga Rechte 2025/26. Volle Ladung Bundesliga: Sky bleibt mit den neuen TV-Rechten die Heimat der Bundesliga und 2. Bundesliga bis 2029. In: sky.de. Abgerufen am 8. April 2026.</ref>

WLAN-Hotspots und Homespots

Mit der Übernahme von Unitymedia übernahm Vodafone auch ca. 1,4 Millionen WifiSpots. Das Unternehmen baute sein Netz auf insgesamt 4 Millionen WLAN-Hotspots und Homespots deutschlandweit aus. Für die teilnehmenden Kunden aus dem Kabelnetz von Vodafone, die anderen Nutzern einen Homespot zur Verfügung stellen, sind die bundesweiten WLAN-Hot-Spots kostenlos. Nicht teilnehmende Kabel-Kunden, DSL-Kunden und andere Internetnutzer haben die Möglichkeit, Stunden-, Tages-, Wochen- und Monatstickets für die Nutzung der Hotspots per Kreditkarte und PayPal zu buchen. Das gebuchte Ticket gilt für den jeweils gewählten Zeitraum und alle bundesweiten WLAN-Hotspots von Vodafone. Alle verbliebenen öffentlichen Unitymedia WifiSpots wurden in Vodafone Hotspots umbenannt und sind mit der WLAN-Kennung Vodafone Free WiFi für 30 Minuten pro Kalendertag kostenlos nutzbar.<ref>Von Unitymedia zu Vodafone: 1,4 Millionen WifiSpots sind jetzt Homespots. Abgerufen am 8. April 2026.</ref>

Festnetz(e)

Vodafone nutzt für die Letzte Meile eigene Kabelanschlüsse oder über VDSL die Anschlussleitung der Deutschen Telekom.

Vodafone betrieb bis 2022 ein bundesweites Konzentrationsfestnetz mittels klassischer ISDN-Technik und parallel auch als NGN-Netz, in diesem Jahr wurden die letzten klassischen Anschlüsse abgeschaltet.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Skriptfehler: Ein solches Modul „Webarchiv“ ist nicht vorhanden. (Memento vom 9. Dezember 2021 im Internet Archive)Vorlage:Webarchiv/Wartung/Linktext_fehlt</ref> Die Internetanbindung funktioniert über ADSL/ADSL2+, SDSL (nur für Geschäftskunden) sowie VDSL2 und VDSL2-Vectoring (Kontingentmodell) und in einigen Neubaugebieten auch FTTx. Neben der Deutschen Telekom ist Vodafone mit seiner IPTV-Plattform „Vodafone TV“ nach der Einstellung von „Alice TV“ durch „o2“ zum 31. Dezember 2013 der einzige verbliebene MagentaTV-Konkurrent der Telekom. Das Vodafone-Backbone wird zunehmend auch zur Anbindung der schnellen Mobilfunknetze (4G/5G) genutzt, da die bisherige Richtfunkanbindung kapazitätsmäßig und qualitativ nicht mehr ausreicht, um die neuen SRAN-Module für den Mobilfunk anzubinden. Mit dem Erwerb der Kabelnetze von Kabel Deutschland sowie Unitymedia hat Vodafone zum einen sein nationales Festnetz-Backbone gestärkt und zum anderen direkte Teilnehmeranschlussleitungen (Kabelanschlüsse in den Haushalten) ergänzt.

Mobilfunknetz

Datei:2019-07-21 - Vodafone 5G Standort Hattstedt1.jpg
Vodafone-Mobilfunkmast in Hattstedt

Vodafone betreibt in Deutschland ein flächendeckendes Mobilfunknetz nach GSM-, LTE- und 5G-Standards mit rund 26.700 Mobilfunkstandorten (Stand Ende 2024).<ref>Fast 1.200 Projekte für mehr Bandbreite und weniger Funklöcher im Mobilfunk. In: Vodafone.de. 16. Oktober 2024, abgerufen am 8. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Das Netz nutzen neben Vodafone selbst die Partner Freenet DLS und 1&1 Drillisch.<ref name="Teltarif_Netzanbieter_Uebersicht">Mobilfunk-Anbieter: Wer funkt in welchem Netz? teltarif.de, abgerufen am 8. April 2026 (Systematische Übersicht der deutschen Mobilfunklandschaft; dokumentiert die Aufteilung der Provider auf die drei physischen Mobilfunknetze (Telekom, Vodafone, Telefónica) und dient als Beleg für die Marktstruktur im Bereich der digitalen Infrastruktur.).</ref>

Der Wettbewerber 1&1 erwarb bei der Frequenzauktion 2019 Frequenzspektrum für den Aufbau eines eigenen 5G-Netzes. Dieses startete offiziell im Dezember 2023.<ref>Stephan Scheuer: Mobilfunk: 1&1 ist für ein Viertel der deutschen Bevölkerung verfügbar. In: Handelsblatt. 19. Dezember 2025, abgerufen am 8. April 2026.</ref> Bereits im August 2023 hatte 1&1 angekündigt, das bis Ende 2025 gültige National Roaming-Abkommen mit Telefónica Deutschland nicht zu verlängern und stattdessen eine Partnerschaft mit Vodafone einzugehen. Im August 2024 wurde die neue National-Roaming-Partnerschaft offiziell gestartet.<ref>Leif Bärler: Vodafone und 1&1 starten National-Roaming-Partnerschaft. In: Connect.de. 29. August 2024, abgerufen am 8. April 2026.</ref>

2G/GSM

Der kommerzielle Betrieb des damals sogenannten D2-Netzes nach GSM-Standard begann im Juni 1992.<ref name=":1" /> Für GSM nutze Vodafone zunächst der Frequenzbereiche um 900 MHz genutzt. Das GSM-Netz umfasst ca. 20.000 Basisstationen (Stand 2009).<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref> Seit Oktober 2016 ist HD Voice auch im GSM-Netz freigeschaltet.<ref>Markus Weidner: Vodafone startet HD Voice über GSM. 26. Oktober 2016, abgerufen am 8. April 2026.</ref> Im November 2024 kündigte Vodafone die Abschaltung von GSM für Ende des Jahres 2030 an.<ref>Helmut Martin-Jung: GSM alias 2G wird abgeschaltet – was das für die Nutzer bedeutet. In: Süddeutsche Zeitung. Süddeutsche Zeitung GmbH, 24. Oktober 2024, abgerufen am 8. April 2026.</ref>

3G/UMTS

Datei:Novatel Wireless Merlin U630-40842.jpg
Vodafone UMTS / GPRS Steckkarte für Notebooks

Zwischen dem 1. Juli und 7. Juli 2021 hat Vodafone das UMTS-Netz abgeschaltet.<ref>Christian Just: 3G-Abschaltung bei Telekom, Vodafone, O2: Das müssen Sie jetzt wissen. 30. Juni 2021, abgerufen am 8. April 2026.</ref>

Ab 2004 war UMTS in Deutschland kommerziell verfügbar, jedoch verhinderten hohe Kosten für den Ausbau sowie ein geringes Angebot nutzbarer Datendienste eine zügige, initiale Durchdringung des Standards im Massenmarkt.<ref>Kai Petzke: Editorial: 3G stirbt vor 2G. 10. Mai 2020, abgerufen am 8. April 2026.</ref>

UMTS-Dienste wurden im Frequenzbereich bei 2100 MHz sowie mehr als 13.000 Basisstationen und mit deutlich höhere Datenübertragungsraten (bis zu 42 Mbit/s mit HSPA+, sonst max. 384 kbit/s) als mit dem Mobilfunkstandard der zweiten Generation (2G) angeboten.

Da der mobile Internetzugang über EDGE und teilweise auch über UMTS im Netz von Vodafone im Herbst 2012 oft überlastet und an manchen Standorten kaum nutzbar war,<ref>Vodafone kämpft verstärkt mit Netzproblemen. In: teltarif.de. 11. August 2012, abgerufen am 8. April 2026.</ref> begann das Unternehmen nach eigenen Angaben die größte Netzmodernisierung der letzten Jahre.<ref>Größte Netzmodernisierung der letzten Jahre. In: teltarif.de. 30. August 2012, abgerufen am 8. April 2026.</ref>

Vodafone hatte im April 2013 damit begonnen, das UMTS-Netz um den Sprachstandard HD Voice zu erweitern. Der Ausbau wurde im Juli 2013 fertiggestellt.

Im Mai 2020 wurde die Abschaltung des 3G-Standards für Ende Juni 2021 bekannt gegeben, damit Frequenzen für 4G und 5G frei werden. Das GSM-Netz wird weiterhin betrieben.<ref>Josefine Milosevic: Vodafone schaltet UMTS-Netz Ende Juni 2021 ab. 12. Mai 2020, abgerufen am 8. April 2026.</ref>

4G/LTE

Für 4G wurden 2010 Frequenzen im Bereich 800 MHz und 2600 MHz ersteigert.<ref name="BNetzA_Frequenzen_2010_Archiv">Grafik der Frequenzverteilung nach der Versteigerung 2010. Bundesnetzagentur (BNetzA), 30. August 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. Januar 2012; abgerufen am 8. April 2026 (Amtliche Übersicht des Frequenzspektrums; die Farben zeigen grafisch auf, welcher Mobilfunknetzbetreiber welche Frequenzen für den Aufbau der mobilen Breitbandinfrastruktur (LTE) ersteigert hat.).</ref> Seit 2011 läuft die Erweiterung des Vodafone-Mobilfunknetzes auf den Netzstandard LTE (Long Term Evolution) der vierten Generation. Dabei werden bestehende Vodafone-Mobilfunk-Basisstationen um LTE-Module erweitert, erneuert und neue bisher nicht versorgte Standorte erschlossen. Eine Vorgabe der Bundesnetzagentur ist die gleichmäßige Versorgung ländlicher Gebiete und Städte. Nach eigener Aussage wurde Anfang 2015 eine LTE-Flächendeckung von 70 % erreicht, alle Großstädte und 2300 Gemeinden sind bereits ausgebaut.<ref name="Vodafone_Netzausbau_2014_Archiv">Vodafone Netzausbau: Wir bauen es. Vodafone Deutschland, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 11. August 2014; abgerufen am 8. April 2026 (Historischer Beleg für die Netzausbau-Strategie; dokumentiert die Modernisierung der Netzinfrastruktur und die Implementierung der 2010 ersteigerten Frequenzen zur flächendeckenden Breitbandversorgung.).</ref> Seit April 2013 bietet Vodafone LTE-Bandbreiten nach Tarifen gestaffelt bis maximal 50 MBit/s und entsprechendem Datenvolumen an.<ref name="Smartphoneberater_Vodafone_Red_2013_Archiv">Red Smartphone-Tarife von Vodafone jetzt mit mehr Datenvolumen zum Surfen. smartphoneberater.de, 12. April 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 23. April 2013; abgerufen am 8. April 2026 (Beleg für die Produktstrategie nach der LTE-Einführung; dokumentiert die Anpassung der Datenvolumina in den Red-Tarifen als Reaktion auf den steigenden mobilen Datenbedarf.).</ref> Im Dezember 2014 kündigte Vodafone an, die maximale Übertragungsbandbreite für alle Kunden in Red-Tarifen auf 100 MBit/s zu erhöhen.<ref>Vodafone: LTE mit 100 MBit/s ohne Aufpreis für alle Red-Kunden. 9. Dezember 2014, abgerufen am 8. April 2026.</ref> 2016 wurden die Bandbreiten im LTE-Netz auf 375 Mbit/s gesteigert. Im November 2016 begann der Ausbau auf 500 MBit/s, der Anfang Juni 2017 in Stuttgart, Düsseldorf, Dresden, Dortmund, Mannheim, Erfurt, Coswig, Cottbus, Moers und Remscheid abgeschlossen wurde.<ref name="Vodafone_25Jahre_Mobilfunk_2017">25 Jahre Handy: So brachte Vodafone den Mobilfunk nach Deutschland. Vodafone Featured, 30. Juni 2017, abgerufen am 8. April 2026 (Chronik der Mobilfunkgeschichte in Deutschland; dokumentiert den Start des D2-Netzes im Jahr 1992 und die technologische Evolution von SMS und MMS bis hin zum modernen LTE-Standard.).</ref> Im Mai 2016 gab Vodafone bekannt, 87 % der Fläche Deutschlands mit LTE zu versorgen.<ref name="Vodafone_500Mbit_2016_Archiv">Vodafone macht Deutschland zur 500 Megabit-Republik. Vodafone GmbH, 10. Oktober 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 13. Oktober 2017; abgerufen am 9. April 2026 (Beleg für den Netzausbau in Deutschland; dokumentiert die Einführung von LTE-Höchstgeschwindigkeiten durch Carrier Aggregation als Basis für die Gigabit-Gesellschaft.).</ref> Bei der Frequenzauktion 2015 hat Vodafone Lizenzen für 2 × 10 MHz im Bereich 700 MHz, 2 × 10 MHz im Bereich 900 MHz, 1 × 20 MHz im Bereich 1500 MHz und 2 × 25 MHz auf 1800 MHz ersteigert.<ref name="BNetzA_Frequenzauktion_2016">Frequenzvergabe / Mobilfunk - Auktion 2015. Bundesnetzagentur (BNetzA), abgerufen am 9. April 2026 (Offizielle Dokumentation der Frequenzauktion; Beleg für die Zuteilung der Frequenzen in den Bereichen 700 MHz, 900 MHz, 1800 MHz sowie 1,5 GHz und deren Bedeutung für den flächendeckenden Breitbandausbau in Deutschland.).</ref>

Nach eigenen Angaben versorgte Vodafone Ende 2025 rund 99,3 Prozent der deutschen Haushalt mit dem 4G-Mobilfunkstandard.<ref name="Vodafone_Netz_Infografik_2025_Archiv">Vodafone Netz-Infografik: Die Infrastruktur für Deutschland. Vodafone GmbH, 9. Dezember 2025, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 9. Dezember 2025; abgerufen am 9. April 2026 (Zentrale Infografik zur Netzarchitektur; dokumentiert den Ausbaustand von 5G, Glasfaser und Kabelnetz sowie die Kapazitäten für IoT und mobiles Breitband am Ende des Jahres 2025.).</ref>

Datei:Vodafone 5G Karlsruhe.jpg
Vodafone-Standort mit 5G-Antenne (roter Kasten) in Karlsruhe
Datei:Vodafone 5G mmWave Antenne Vodafone-Campus.jpg
Vodafone 5G mmWave Antenne auf dem Vodafone-Campus

5G

Den ersten 5G-Sendemast nahm Vodafone im November 2018 auf einem über 400.000 Quadratmeter großen Testgelände bei Aldenhoven in der Nähe von Aachen in Betrieb.<ref>Vodafone startet die ersten 5G-Sendemasten im Live-Betrieb. Abgerufen am 9. April 2026.</ref> Am 17. Juli 2019 startete Vodafone als erster Anbieter in Deutschland mit einem für Privatkunden offenen, kommerziellen 5G-Netz. Zum Start wurden die Smartphones Huawei Mate 20 X 5G und Samsung Galaxy S10 5G sowie der GigaCube 5G Internetrouter angeboten.<ref>Das erste 5G-Handy-Netz ist da: Ab morgen auf den Smartphones. In: Vodafone Newsroom. 16. Juli 2019, abgerufen am 9. April 2026.</ref>

Am 17. September 2019 wurde weltweit erstmals auf der Bahnstrecke Annaberg-Buchholz-Schwarzenberg ein Triebfahrzeug über das 5G-Mobilfunknetz von Vodafone im teleooperierten Betrieb betrieben.<ref>Süddeutsche Zeitung: Weltpremiere im Erzgebirge: Führerloser Zug fährt über 5G. Abgerufen am 10. April 2026.</ref> Dazu befand sich der Triebfahrzeugführer in einem Container, von dem aus das Triebfahrzeug das Messfahrzeug 626 420 im Bahnhof Schlettau mit Hilfe von Videoübertragungstechnologie ferngesteuert wurde. Im November 2022 erfolgte in einem weiteren Schritt die Steuerung aus 340 km Entfernung.<ref>Der Lokführer: Sein Zug fährt ferngesteuert über 5G – mit Video. Abgerufen am 10. April 2026.</ref>

Am 10. Februar 2020 aktivierte Vodafone in Kooperation mit TOTAL eine „5G-Tankstelle“.<ref>Vodafone und TOTAL aktivieren erste 5G-Tankstellen in Europa. In: Vodafone Newsroom. 10. Februar 2020, abgerufen am 10. April 2026.</ref> Damit soll mobiles Bezahlen per E-Wallet sowie schnelles Internet per WLAN dem Kunden zur Verfügung gestellt werden. Darüber hinaus können Sicherheitssysteme sowie die digitale Preisanzeige mit 5G gesteuert werden.

Im April 2021 nahm Vodafone das erste 5G-Rechenzentrum in Betrieb.<ref>Europa-Premiere in Frankfurt: Vodafone startet 5G Standalone für die Echtzeit-Kommunikation. In: Vodafone Newsroom. 12. April 2021, abgerufen am 10. April 2026.</ref> Im gleichen Monat gab Vodafone erstmals die Verfügbarkeit des „5G Standalone“-Standards für Endkunden bekannt, ab März 2022 begann unter dem Namen „5G+“ die breite Vermarktung des Standards.<ref>Vodafone: 5G Standalone ab sofort für Kunden verfügbar. In: teltarif.de. 30. April 2021, abgerufen am 10. April 2026.</ref><ref>Das Echtzeit-Netz für alle kommt. In: Vodafone Newsroom. 15. März 2022, abgerufen am 10. April 2026.</ref> Bei 5G Standalone entfällt die Nutzung des LTE-Kernnetz ("Non-Standalone") und die Verarbeitung der Daten findet in einem eigenen 5G Core statt, wodurch sich die Akkulaufzeit bei Endgeräten um bis zu 20 Prozent erhöhen kann. Gleichzeitig lassen sich Vorteile wie Network Slicing und niedrige Latenzzeiten realisieren.<ref>5G Stand Alone: Echtes 5G von Vodafone mit Tricks schon nutzbar. In: Golem.de. 26. April 2021, abgerufen am 10. April 2026.</ref> In seltenen Fällen ist bei 5G Standalone eine Carrier Aggregation zwischen 700 MHz (n28) und 3500 MHz (n78) möglich zur Erhöhung der Datenübertragungsgeschwindigkeit.<ref name="Twitter_High3eam_2022">Tweet von @High3eam vom 19. März 2022. Twitter (archiviert via Wayback Machine), 19. März 2022, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 29. März 2022; abgerufen am 10. April 2026 (Archivierter Beleg einer Social-Media-Interaktion; dokumentiert zeitgenössische digitale Kommunikation im Kontext der im Dossier behandelten Themen.).</ref>

Am 6. November 2021 teste Vodafone in Kooperation mit Sky Deutschland die Sky 5G Multiview App in der Red Bull Arena beim Fußballspiel RB Leipzig gegen Borussia Dortmund in Verbindung mit 5G mmWave.<ref>'Sky 5G Multiview App': Vodafone & Sky bringen Live-Features auf Smartphones von Stadion-Besuchern. In: Vodafone Newsroom. 11. November 2021, abgerufen am 10. April 2026.</ref><ref>Neue Sky-App macht Fußballspiele zu einem furiosen Spektakel. In: inside-digital.de. 11. November 2021, abgerufen am 10. April 2026.</ref> Ebenso wurde am 11. November 2021 auf dem Vodafone-Campus in Düsseldorf 5G mmWave im Band n257 erfolgreich getestet. Damit sind Geschwindigkeiten bis zu 10 Gbit/s möglich. Im Millimeterwellenbereich von 5G „mmWave“ kommt das Ultrabreitband zustande. Getestet wurden 3,6 Gbit/s mit einer Bandbreite von 800 MHz (Carrier Aggregation 8CA mit jeweils 100 MHz) im Downstream und 250 Mbit/s im Upstream. Die Latenz betrug weniger als 10 Millisekunden. Die Reichweite war wenige hundert Meter.<ref>Das Achtfache vom bisherigen Gigabit-5G bei Vodafone. In: Golem.de. 11. November 2021, abgerufen am 10. April 2026.</ref><ref name="Twitter_High3eam_2021_Nov">Tweet von @High3eam vom 11. November 2021. Twitter (archiviert via Wayback Machine), 11. November 2021, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 12. November 2021; abgerufen am 10. April 2026 (Archivbeleg einer digitalen Kommunikation; dokumentiert zeitgenössische Reaktionen oder Informationen im Kontext der im Dossier behandelten Themen.).</ref>

Nach eigenen Angaben versorgte Vodafone Ende 2025 rund 94,3 Prozent der deutschen Haushalt mit dem 5G-Mobilfunkstandard.<ref name="Vodafone_Netz_Infografik_2025_Archiv" />

Tabelle der Mobilfunkfrequenzen

Frequenzband Technologie Generation Status Bandbreite Anmerkung
900 MHz GSM 2G In Betrieb 10/5 MHz Basis-GSM-Netz, bei LTE900 (Band 8) 5 MHz Bandbreite
2100 MHz UMTS 3G ungenutzt - Zugunsten von LTE Band 1 abgeschaltet
700 MHz LTE 4G In Betrieb 10 MHz Ehemalige DVB-T-Frequenz, bis zu 75 Mbit/s, DSS mit 5G NR n28 Band 28
800 MHz In Betrieb 10 MHz Bis zu 75 MBit/s Band 20
900 MHz In Betrieb 5 MHz Bis zu 37,5 MBit/s Band 8
1500 MHz ungenutzt 20 MHz Kann für stationäre Router (Hybrid) genutzt werden Band 32
1800 MHz In Betrieb 20/25 MHz bis zu 200 Mbit/s; In Ballungszentren ausgebaut zur Kapazitätssteigerung, DSS mit 5G NR n3, 5 MHz ungenutzt Band 3
2100 MHz In Betrieb 20 MHz Bis zu 200 MBit/s, 20 MHz seit der UMTS-Abschaltung Band 1
2600 MHz FDD In Betrieb 20 MHz Bis zu 200 MBit/s; In Ballungszentren ausgebaut zur Kapazitätssteigerung Band 7
2600 MHz TDD ungenutzt 20 MHz Wurde im Laufe des Jahres 2023 abgeschaltet, Rückbau findet aktuell statt Band 38
700 MHz NR 5G (teilw. SA) In Betrieb 10 MHz Ehemalige DVB-T-Frequenz. DSS mit LTE, bis zu 200 Mbit/s Band n28
1800 MHz In Betrieb 20/25 MHz DSS mit LTE, bis zu 500 Mbit/s. An Ericsson-Basisstationen 20 MHz, an neueren Huawei-Basisstationen 25 MHz mithilfe des sogenannten HDSS-Features<ref>Mobile World Live: Huawei Releases Hybrid DSS, All-Scenario Dynamic Spectrum Sharing Solution. In: Mobile World Live. 25. Februar 2020, abgerufen am 10. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Band n3
3,6 GHz<ref name="BNetzA_Frequenzen_700_3600">Bereitstellung von Frequenzen in den Bereichen 700 MHz bis 3.600 MHz für den drahtlosen Netzzugang. (PDF; 470 KB) Bundesnetzagentur (BNetzA), 14. Mai 2018, abgerufen am 10. April 2026 (Zentrales Dokument zur Frequenzvergabe für den Mobilfunkstandard 5G in Deutschland; Grundlage für den Netzausbau durch Provider wie Vodafone, Telekom und Telefónica.).</ref> Im Ausbau 80/90 MHz TDD 1 GBit/s; In Betrieb 80 MHz, genutzt werden können 90 MHz, 10 MHz ungenutzt Band n78
28 GHz<ref name="Twitter_user_High3eam_2021_Nov">Tweet von @High3eam vom 11. November 2021. Twitter (archiviert via Wayback Machine), 11. November 2021, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 12. November 2021; abgerufen am 10. April 2026 (Archivbeleg einer digitalen Kommunikation; dient der Dokumentation zeitgenössischer Diskurse im Kontext der im Dossier behandelten Themen.).</ref> Testbetrieb 800 MHz 5G „mmWave“ mit Ultrabreitband, bis zu 10 Gbit/s Band n257

Mobilgeräte

In einigen Märkten bietet Vodafone eigene Android-basierte Vertragsgeräte an, die von TCL Communication Ltd. im Auftrag gefertigt werden.<ref>Inge Schwabe: Vodafone Tab Prime 6 im Test. In: connect. 4. August 2015, abgerufen am 10. April 2026.</ref><ref>Vodafone 150 und 250: Einsteiger-Handys ab 11 Euro. 16. Februar 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 28. Januar 2016; abgerufen am 10. April 2026.</ref> In Deutschland sind diese Geräte unter der Bezeichnung Vodafone Smart auf dem Markt.

Executive Committee

Name<ref>Management Vodafone Deutschland | Vodafone. Abgerufen am 10. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Geschäftsbereich Mitglied seit vorheriges Wirken
Marcel de Groot Vorsitzender der Geschäftsführung 1. April 2024 Geschäftsführer Privatkundensparte von Vodafone in Deutschland
CCO für den Consumer Markt VodafoneZiggo Niederlande
Michael Jungwirth Mitglied der Geschäftsleitung Public Affairs, Regulierung, Externe Kommunikation und Nachhaltigkeit 1. April 2020 Bereichsleiter Governmental Affairs Vodafone Deutschland
Matthias Lorenz Geschäftsführer Privatkundensparte 1. Dezember 2024 Senior Director und Mitglied des Leadership-Teams bei Telekom Autria AG
Stefanie Reichel Mitglied der Geschäftsleitung Legal, Compliance und Corporate Security 1. April 2020 Group General Counsel Zurich-Gruppe in Deutschland
Guido Weissbrich Mitglied der Geschäftsführung Director Customer Operations, Commercial Operations 1. Juli 2022 Netz-Chef Vodafone Deutschland
Fabrizio Giuseppe Rocchio Geschäftsführer Technik
Hagen Rickmann Geschäftsführer Firmenkunden
Carmen Velthuis Geschäftsführerin Finanzen 1. März 2022 Chief Financial Officer Vodafone EU-Cluster Märkte
Bettina Günther Geschäftsführerin Personal
Sven Müller Mitglied der Geschäftsleitung Strategy & Transformation 1. Juli 2025

Ziele

Das Unternehmen treibt durch den Zusammenschluss den Infrastruktur-Ausbau in Deutschland voran. Hierbei setzt das Unternehmen auf ein eigenes bundesweites Coax-/Glasfaserleitungs-Netz bzw. Hybrid-Fibre-Coax-Netz (kurz HFC) mit fast 24 Millionen Haushalten, davon rund 18 Millionen mit Gigabit-Geschwindigkeit. Gleichzeitig möchte man Vodafone-DSL-Privatkunden zu einem Wechsel zum Kabelinternet bewegen, um hohe Netzentgelte an die Telekom zu vermeiden. Zusätzlich wird das eigene Glasfasernetz zum Ausbau des 5G Mobilfunknetz verstärkt genutzt, was aber auch zu Engpässen führt. Bis 2022 wollte Vodafone zwei Drittel der Bevölkerung mit Gigabit-Anschlüssen versorgen können.<ref name="Vodafone_Unitymedia_Archiv_2019">Die Übernahme von Unitymedia durch Vodafone. Vodafone GmbH, 23. Juli 2019, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 23. Juli 2019; abgerufen am 10. April 2026 (Archivierter Beleg zur Fusion; dokumentiert die strategische Neuausrichtung von Vodafone zum führenden Gigabit-Anbieter in Deutschland durch die Integration der Kabelnetze von Unitymedia.).</ref>

Clearingstelle Urheberrecht im Internet

Seit Februar 2021 ist Vodafone Mitglied bei der Clearingstelle Urheberrecht im Internet.<ref>Clearingstelle Urheberrecht im Internet (CUII) Mitglieder. Abgerufen am 10. April 2026.</ref>

Vorfälle

Datei:Easybox 803 A Rückseite.jpg
Easybox 803-Modem-Router mit Firewall, Switch, Wireless AP und ISDN-Telefonanlage, Rückseite

Kritik und Kontroversen

Netzneutralität

Während Vodafone mit der vielfältigen Nutzbarkeit des Internets über Mobilfunk wirbt, werden beim Transport der Datenpakete tatsächlich diejenigen mit bestimmten Inhalten ausgebremst oder völlig blockiert, was der Netzneutralität widerspricht. Im Speziellen verbietet Vodafone bei dem als schnellen Festnetzersatz vermarkteten LTE-Anschluss sogar grundsätzlich die Kommunikation zwischen privaten Computern (Peer-to-Peer)<ref name="Netzpolitik_Vodafail_2012">Markus Beckedahl: Vodafail: Vodafone erklärt das Zweiklassen-Netz. In: Netzpolitik.org. 30. November 2012, abgerufen am 10. April 2026 (Früher Beleg für die Debatte um Netzneutralität; dokumentiert die Pläne von Vodafone, Dienste wie VoIP in bestimmten Tarifen zu drosseln oder kostenpflichtig freizuschalten.).</ref> und damit jegliche Form der Direktkommunikation, inklusive Instant Messaging oder Videokonferenzen.

Das Zero-Rating-Angebot Vodafone GigaPass ist seit Januar 2018 ebenfalls in der Kritik. Der Bundesverband der Verbraucherschützer ist der Ansicht, dass das Angebot gegen die Netzneutralität verstößt, da bei einigen Diensten die verbrauchten Daten nicht vom Inklusivvolumen abgezogen werden. Aus diesem Grund wurde bereits eine Beschwerde bei der Regulierungsbehörde eingereicht.<ref name="Bluebit_Vodafone_GigaPass_2018">Verbraucherzentrale vs. Vodafone: Wird der GigaPass verboten? In: bluebit.de. 31. Januar 2018, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 31. Januar 2018; abgerufen am 10. April 2026 (Archivbeleg zur Debatte um die Netzneutralität in Deutschland; dokumentiert die rechtliche Auseinandersetzung über das Zero-Rating-Angebot „Vodafone Pass“.).</ref>

Vorlage:Hinweisbaustein

Werbung

Im Januar 2017 stand die Tochter Vodafone Kabel Deutschland GmbH bzgl. ihres Verhaltens bei der DVB-T2 HD-Umstellung in der Kritik. Das Tochterunternehmen hatte unverlangt Werbung verschickt, die durch Farbe des Briefumschlags, verwendete Stempel sowie Aufmachung und Inhalt den Eindruck eines behördlichen Schreibens vermittelte. In diesem wurde suggeriert, dass der Empfänger dringend tätig werden und bevorzugt einen Vertrag über einen Kabelanschluss abschließen müsse. Der Empfänger wurde zudem aufgefordert, eine Rufnummer des Unternehmens anzurufen, wodurch ein verbotener Cold Call umgangen wurde. Die Verbraucherzentrale Hamburg sah die besagten Schreiben als irreführende Werbung. Zwischenzeitlich hat Vodafone Kabel Deutschland den Versand der Briefe eingestellt. Des Weiteren hat die Bundesnetzagentur dem Unternehmen untersagt, diese Werbeart weiterhin zu nutzen. Bei Zuwiderhandlung drohe dem Unternehmen ein Zwangsgeld über 20.000 Euro.<ref name="Spiegel_Vodafone_Werbebriefe_2017">Vodafone verschickt DVB-T-Werbebriefe: "An Dreistigkeit kaum zu überbieten". In: Der Spiegel. 20. Januar 2017, abgerufen am 10. April 2026 (Beleg für umstrittene Marketingmethoden; dokumentiert die Kritik von Verbraucherschützern an irreführenden Werbeschreiben im Kontext der DVB-T-Umstellung.).</ref><ref name="Teltarif_BNetzA_Vodafone_2017">Thorsten Neuhetzki: Wegen DVB-T-Abschaltung: Bundesnetzagentur untersagt Vodafone-Werbung. In: teltarif.de. 2. Februar 2017, abgerufen am 10. April 2026 (Beleg für das regulatorische Einschreiten der Bundesnetzagentur gegen irreführende Postkartenwerbung von Vodafone im Zuge der DVB-T-Umstellung.).</ref>

Unsauberer Kundenfang

Ende Mai 2020 warnte offiziell die Verbraucherzentrale Hamburg vor vermeintlichen Servicetechnikern, in Wirklichkeit handelt es sich um sogenannte Medienberater die im Auftrag von Vodafone Haustürgeschäfte abwickeln, bei welchen den Kunden beispielsweise vorgetäuscht wird, der Vertreter müsse (und dürfe) nur kurz den Anschluss überprüfen, um dann Verträge des Unternehmens anzubieten oder ohne Wissen des Kunden abzuschließen. Des Weiteren würden bei Anrufen bei der Vodafone-Hotline ohne Zusage des Kunden Verträge abgeschlossen. Vodafone teilte auf Nachfrage als Stellungnahme mit, dass man die in Frage kommenden Vertreter oder Mitarbeiter von Fachhändlern oder Vertriebsfirmen abmahnen oder entlassen würde.<ref name="Teltarif_Verbraucherzentrale_2020">Verbraucherzentrale Hamburg warnt vor Vodafone. In: teltarif.de. 20. Mai 2020, abgerufen am 10. April 2026 (Beleg für die offizielle Warnung der Verbraucherzentrale Hamburg aufgrund massiver Kundenbeschwerden nach der Unitymedia-Übernahme.).</ref><ref name="NRKurier_Vodafone_Trickdiebe_2022">Achtung: Trickdiebstahl durch falsche Vodafone-Mitarbeiter im Kreis Neuwied. In: NR-Kurier. 27. Oktober 2022, abgerufen am 10. April 2026 (Dokumentation von Haustürbetrug durch falsche Techniker.).</ref><ref name="InsideDigital_Vodafone_Betrug_2022">Hayao Lücke: Vodafone-Techniker oder Trickbetrug? Polizei warnte. In: inside-digital.de. 28. Oktober 2022, abgerufen am 10. April 2026 (Ergänzender Beleg zur überregionalen Betrugsmasche.).</ref>

Im Dezember 2020 wurde bekannt, dass man an der Vodafone-Hotline einem Kunden einen Internetanschluss untergeschoben hatte, obwohl der Kunde dies abgelehnt und lediglich zwei Prepaid-SIM-Karten bestellt hatte. Beim Widerspruch des Kunden wurde eine Telefonaufzeichnung des Gesprächs vorgelegt, die offensichtlich gefälscht war. Dieser Fall endete beim Landgericht München. Im Urteil wurde Vodafone untersagt, solche Verträge ohne Bestellung des Kunden abzuschließen. Bei Zuwiderhandlung drohe dem Unternehmen eine Strafe von 250.000 Euro.<ref>Wieder Abzocke bei Vodafone: So mies wollte man Kunden über den Tisch ziehen. 4. Dezember 2020, abgerufen am 10. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Datenschutzlücken und Betrug durch Vodafone-Franchisepartner

Im September 2021 berichtete Der Spiegel auf Grundlage der Recherchen eines ehemaligen Vertriebsleiters mehrerer Vodafone-Franchiseshops, dass Vodafone-Partner durch Datenschutzlücken bei Vodafone Kundendaten missbrauchen, um Geschäftsabschlüsse vorzutäuschen, um Provisionen von Vodafone zu erhalten. Belegt war Stand September 2021, dass in einigen IT-Systemen von Vodafone sämtliche Kundendaten (Bankverbindungen, Unterschriften, Rechnungen und Kennwörter) jederzeit durch Franchisepartner abrufbar sind, obwohl nach geltenden Gesetzen Franchisepartner nur Daten, die für einen Vertragsabschluss notwendig sind, vor einem Vertragsabschluss einsehen dürfen – und das auch nur unter der Voraussetzung, dass Kunden vor Ort einwilligen und sich mit einem Kennwort legitimieren. Berichtet wurde auch darüber, dass ca. 3500 Vodafone-Kundendaten auf dem Schwarzmarkt für 70.000 € angeboten wurden. Vodafone erklärte dazu, dass es die Speicherung von Kundendaten außerhalb der eigenen Systeme verbietet.<ref name="Spiegel_Vodafone_Datenschutz_2021">Christoph Winterbach, Sara Wess, Theresa Locker, Rafael Buschmann: Vodafone muss Datenschutzlücken einräumen: "Ihre Systeme sind offen wie ein Scheunentor". In: Der Spiegel. 17. September 2021, abgerufen am 10. April 2026 (Investigativer Bericht über eklatante Sicherheitslücken im Vertriebssystem von Vodafone; dokumentiert das Risiko unbefugter Zugriffe auf sensible Kundendaten.).</ref>

Zu den Methoden von kriminellen Vodafone-Franchisenehmern, um Geschäftsabschlüsse vorzutäuschen bzw. Provisionen zu erhalten, gehört unter anderem, Vodafone-Kunden ohne deren Wissen auf teurere Verträge umzubuchen. Andere Vodafone-Kunden wurden ohne deren Kenntnis auf billigere, leistungsärmere Verträge umgebucht, gleichzeitig aber der alte Preis behalten, und damit Zusatzangebote gebucht, für deren Geschäftsabschluss Vodafone Provisionen auszahlte. Außerdem werden Personen mit einer schlechten Bonität Geschäftskundenverträge angeboten, da es hier zu keiner Schufa-Abfrage kommt. Diese Verträge sind jedoch teurer, da hier u. a. noch die Umsatzsteuer von z. Zt. 19 Prozent zu den Gebühren hinzu kommt. Belegt sind außerdem andere Fälle, bei denen gleich mehrere Sim-Karten-Produkte zulasten der Kunden auf ihre Kundenkonten gebucht wurden. Von Vertragsabschlüssen profitieren neben den Franchisenehmern sogenannte Medienberater, bei Vodafone angestellte Vertriebsbeauftragte sowie auch Mitarbeiter von Hotlines. Dies führt dazu, sollte man z. B. für eine Störung anrufen, man sich plötzlich in einem Verkaufsgespräch befindet. Laut dem Bundesverband der Verbraucherzentrale warfen Gerichte Vodafone unlautere Geschäftspraktiken vor, weil Vodafone-Kunden, die ungewollte Zusatzbuchungen bemerken, Probleme haben, die Forderung abzuwehren. Bei stornierten Verträgen mussten Vodafone-Franchisenehmer Stand September 2021 Provisionen nicht zurückzahlen, wenn der Vertragsabschluss länger als ein Jahr zurückliegt.<ref name="Spiegel_Vodafone_Datenschutz_Problem_2021">Christoph Winterbach, Sara Wess, Theresa Locker, Rafael Buschmann: Vodafone muss Datenschutzlücken einräumen: »Ihre Systeme sind offen wie ein Scheunentor«. In: Der Spiegel. 17. September 2021, abgerufen am 10. April 2026 (Investigativer Bericht über eklatante Sicherheitslücken im Vertriebssystem von Vodafone; dokumentiert das Risiko unbefugter Zugriffe auf sensible Kundendaten.).</ref>

Auf Grundlage dieser Enthüllungen, für die sich Vodafone bei jenem ehemaligen Vertriebsleiter bzw. Detektiv bedankte, trennte sich das Unternehmen im Jahr 2021 von zehn kriminell agierenden Franchisepartnern und schloss 53 Filialen. Im Frühjahr 2021 untersagte Vodafone indessen allen Mitarbeitern, die von dem privaten Detektiv angeschrieben werden, mit diesem zu kommunizieren.<ref name="Spiegel_Problem_Vodafone_Datenschutz_2021">Christoph Winterbach, Sara Wess, Theresa Locker, Rafael Buschmann: Vodafone muss Datenschutzlücken einräumen: »Ihre Systeme sind offen wie ein Scheunentor«. In: Der Spiegel. 17. September 2021, abgerufen am 10. April 2026 (Investigativer Bericht über eklatante Sicherheitslücken im Vertriebssystem von Vodafone; dokumentiert das Risiko unbefugter Zugriffe auf sensible Kundendaten.).</ref><ref>Vodafone-Mitarbeiter packt aus: Warum Kunden reingelegt werden und wer dahintersteckt. In: inside-digital.de. 29. Oktober 2021, abgerufen am 10. April 2026.</ref> Außerdem erstattete Vodafone Anzeige gegen ihn.<ref>Der Vodafone-Whistleblower. In: correctiv.org. 5. Oktober 2023, abgerufen am 10. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Im Jahr 2023 kündigte Vodafone zwei weiteren Partneragenturen, die „Verkaufsstrukturen unterhielten, die an ein fortlaufendes Schneeballsystem erinnern.“<ref>Vodafone: Ein Mobilfunkriese baut auf Sand. In: correctiv.org. 25. September 2023, abgerufen am 10. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Des Weiteren konnte Correctiv „Tausende kaum gesicherte Kundendaten“ zum Teil aus dem ersten Quartal 2023 einsehen.<ref>Vodafone: Datenleck bei sensiblen Kundeninformationen. In: correctiv.org. 29. September 2023, abgerufen am 10. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Im Juni 2025 wurde gegen Vodafone aufgrund von Datenschutzverstößen vom Bundesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit eine Strafe in Höhe von 45 Millionen Euro verhängt. Dem Unternehmen wurde vorgeworfen, dass Unbefugte über eine Schwachstelle im Authentifizierungsprozess des Online-Portals Mein Vodafone potentiell die Profile elektronischer SIM-Karten hätten übernehmen können, um so die Telefonnummern Betroffener zu kapern.<ref>Christian von Stülpnagel: Vodafone muss 45 Millionen Euro wegen Datenschutz-Verstößen zahlen. WDR, 3. Juni 2025, abgerufen am 10. April 2026.</ref>

Besondere Bauwerke

Vodafone verfügt wie andere Sendenetzbetreiber auch über einige ungewöhnliche Antennenträger, diese sind:

Weblinks

Commons: Vodafone – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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Koordinaten: 51° 14′ 8,2″ N, 6° 44′ 2″ O

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