Zum Inhalt springen

Echinokokkose

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 20. April 2026 um 11:00 Uhr durch imported>Uwe Gille (Einleitung: update).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Klassifikation nach ICD-10
B67 Echinokokkose
{{{02-BEZEICHNUNG}}}
{{{03-BEZEICHNUNG}}}
{{{04-BEZEICHNUNG}}}
{{{05-BEZEICHNUNG}}}
{{{06-BEZEICHNUNG}}}
{{{07-BEZEICHNUNG}}}
{{{08-BEZEICHNUNG}}}
{{{09-BEZEICHNUNG}}}
{{{10-BEZEICHNUNG}}}
{{{11-BEZEICHNUNG}}}
{{{12-BEZEICHNUNG}}}
{{{13-BEZEICHNUNG}}}
{{{14-BEZEICHNUNG}}}
{{{15-BEZEICHNUNG}}}
{{{16-BEZEICHNUNG}}}
{{{17-BEZEICHNUNG}}}
{{{18-BEZEICHNUNG}}}
{{{19-BEZEICHNUNG}}}
{{{20-BEZEICHNUNG}}}
{{{21-BEZEICHNUNG}}}
ICD-10 online (WHO-Version 2019)
Echinokokkuszyste
Echinokokkuszyste (Hydatide) in der Leber mit typischer Kapsel (Perizyste) und im rechten Unterlappen der Lunge.

Als Echinokokkose bezeichnet man in der Human- und Veterinärmedizin eine Zoonose, die durch die Infektion mit einem Bandwurm der Gattung Echinococcus hervorgerufen wird.

Im Hauptwirt, verschiedenen Raubtieren, leben die Erreger als Darmparasiten, wobei sie dem Tier selbst nur geringfügig schaden, so dass es zu einer hohen Wurmlast kommen kann. Im Zwischenwirt kommt es zur Bildung von Hydatiden durch das Finnenstadium, die das Tier stark schwächen, so dass es bald erbeutet wird oder der Infektion erliegt und so von Carnivoren, Allesfressern und Aasfressern verzehrt werden kann, welche dabei die Protoscolices aufnehmen. Echinokokken sind in verschiedenen Arten weltweit verbreitet.<ref>Überblick Alveoläre und zystische Echinokokkose in Deutschland.</ref>

Echinokokkose bezeichnet folgende Erkrankungen:

In Deutschland ist die Echinokokkose in der Anlage 2 der Tierseuchenmeldeverordnung (TierSeuchMeldV) vom 10. März 2026 gelistet und es besteht eine allgemeine Meldepflicht nach § 4.<ref>Verordnung über die Meldung von Seuchen bei Tieren (Tierseuchenmeldeverordnung – TierSeuchMeldV)</ref>

Die Behandlung der Wahl ist die chirurgische Entfernung des Parasitengewebes, die medikamentöse (antihelminthische) Therapie beim Menschen erfolgt (bei Befall mit E. granulosus oder E. multilocularis) meist mit Albendazol.<ref>Marianne Abele-Horn: Antimikrobielle Therapie. Entscheidungshilfen zur Behandlung und Prophylaxe von Infektionskrankheiten. Unter Mitarbeit von Werner Heinz, Hartwig Klinker, Johann Schurz und August Stich, 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Peter Wiehl, Marburg 2009, ISBN 978-3-927219-14-4, S. 199 f.</ref>

Nach dem Recht Sachsens besteht eine namentliche Meldepflicht bezüglich Erkrankung und Tod an Echinokokkose.<ref>§ 1 Abs. 1 Nr. 6 Sächsische Infektionsschutz-Meldeverordnung. Vollzitat: Sächsische Infektionsschutz-Meldeverordnung vom 19. Juli 2024 (SächsGVBl. S. 745). In: revosax.sachsen.de. Abgerufen am 22. Oktober 2024 (Fassung gültig ab: 17. August 2024).</ref>

Weblinks

Wiktionary: Echinokokkose – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

<references> <ref name="Kuntz 2006"> Erwin Kuntz, Hans-Dieter Kuntz: Parasitic infections and the liver. In: Erwin Kuntz, Hans-Dieter Kuntz: Hepatology. Principles and Practice. 2nd Edition. History, Morphology, Biochemistry, Diagnostics, Clinic, Therapy. Springer Verlag, Berlin / Heidelberg 2006, ISBN 978-3-540-28976-0, S. 485–504. </ref> <ref name="Tappe 2008"> Dennis Tappe, August Stich, Matthias Frosch: Emergence of Polycystic Neotropical Echinococcosiss. In: Emerging Infectious Diseases, Band 14, Nr. 2, 2008, S. 292–297, PMC 2600197 (freier Volltext). </ref> </references>

Vorlage:Hinweisbaustein