Bremenhain
Bremenhain Stadt Rothenburg/Oberlausitz
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|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(170)&title=Bremenhain 51° 21′ N, 14° 57′ O
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| Höhe: | 158 m | |||||
| Fläche: | 6,2 km²<ref>Bremenhain im Historischen Ortsverzeichnis von SachsenVorlage:Abrufdatum</ref> | |||||
| Einwohner: | ca. 170<ref>Gemeindeporträt. Stadt Rothenburg, abgerufen im April 2026.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 27 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. April 1974 | |||||
| Postleitzahl: | 02929 | |||||
| Vorwahl: | 035891 | |||||
Bremenhain ist ein Dorf und seit 1974 ein Ortsteil der Oberlausitzer Kleinstadt Rothenburg/Oberlausitz im ächsischen Landkreis Görlitz. Der Ortsteil hat den Status einer Ortschaft nach der Sächsischen Gemeindeordnung und damit gemäß seiner Ortschaftsverfassung einen Ortschaftsrat und Ortsvorsteher.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 3,52 MB) § 17. In: Webauftritt. Stadt Rothenburg, abgerufen im April 2026.</ref>
Geographie
Bremenhain liegt nordnordwestlich von Rothenburg, umgeben von den Rothenburger Ortsteilen Noes und Dunkelhäuser im Süden sowie Neusorge und Lodenau im Norden. Im Osten liegt der Regionalflughafen Rothenburg, im Westen liegt der Ortsteil Spree der Gemeinde Hähnichen.
Geschichte
Ortsgeschichte
In Form eines Straßenangerdorfes wurde Bremenhain im 13. Jahrhundert von deutschen Siedlern angelegt. In den Görlitzer Gerichtsbüchern werden 1390 ein Schucze de Bremenhayn sowie ein Hannos de Bremenhayn erwähnt.<ref name="Menzel">Steffen Menzel: Neue Erkenntnisse zu Ersterwähnungen Oberlausitzer Ortschaften. In: Neues Lausitzisches Magazin 137(2015). S. 148.</ref> In der gleichen Quelle findet 1396 Cirstans son de Bremenhayn Erwähnung. Die Namensform Bremenhain wurde bereits 1392 verwendet.
Das Rittergut in Bremenhain gehörte bis 1591 der Familie von Nostitz auf Rothenburg, danach wechselte der Besitzer häufiger.<ref name="Pohl">Robert Pohl: Heimatbuch des Kreises Rothenburg O.-L. für Schule und Haus. 1. Auflage. Buchdruckerei Emil Hampel, Weißwasser O.-L. 1924, S. 290.</ref>
Nachdem Sachsen 1815 den nordöstlichen Teil der Oberlausitz an Preußen abtreten musste, wurde Bremenhain in den Landkreis Rothenburg (Ob. Laus.) eingegliedert. 1821 und 1836 kam es zu zwei größeren Feuern, bei denen neben mehreren Wohnhäusern unter anderem auch das Dominium und die Schmiede abbrannten.
Die Schulgemeinde, die neben Bremenhain aus Neusorge und Spreeaufwurf bestand, erhielt 1856 ein Gebäude, welches heute in Privatbesitz ist. Eine Schule bestand allerdings bereits 1778, als Johann David Behrnauer eine Stiftung zugunsten von Bremenhainer Lehrern und Schulkindern gründete.<ref name="Gesetzsammlung">Gesetzsammlung für das Königreich Sachsen. 1828, S. 486.</ref>
Durch die Verwaltungsreform von 1952 wurde Bremenhain dem Kreis Niesky zugeordnet. Am 1. April 1974 wurde die Gemeinde nach Rothenburg eingemeindet.<ref>Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt</ref>
Bevölkerungsentwicklung
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1825<ref name="HOV">Digitales Historisches Ortsverzeichnis von Sachsen. Abgerufen am 26. Mai 2008.</ref> | 254 |
| 1871 | 282 |
| 1885 | 267 |
| 1905 | 225 |
| 1925 | 229 |
| 1939 | 241 |
| 1946 | 351 |
| 1950 | 346 |
| 1964 | 299 |
| 2006<ref>Stadt Rothenburg/O.L. – Informationen zur Ortschaft Bremenhain. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 30. April 2009; abgerufen am 26. Mai 2008. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> | 451 |
| 2011<ref>Datenblatt zur Bevölkerungsstatistik des Freistaates Sachsen in Rothenburg vom 9. Mai 2011 (Excel-Dokument als Download)</ref> | 111 |
| 2014<ref>Stadt Rothenburg/O.L. – Informationen zur Ortschaft Bremenhain. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 30. April 2009; abgerufen am 29. Januar 2015. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> | 124 |
Im Jahr 1777 wirtschafteten in Bremenhain 5 besessene Mann, 15 Gärtner und 8 Häusler.
Die Einwohnerzahl Bremenhains pendelte im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts zwischen 220 und 290 Einwohnern. In der Mitte des 19. Jahrhunderts stieg die Einwohnerzahl bis auf 282, fiel nach dem Deutsch-Französischen Krieg bis zur Jahrhundertwende wieder ab. Ein erneutes Wachstum war erst in der Zeit zwischen den Weltkriegen zu verzeichnen, blieb aber unter 250.
Nach dem Zweiten Weltkrieg stieg die Zahl durch Flüchtlinge und Vertriebene aus den ehemals deutschen Ostgebieten um über 100 Einwohner auf etwa 350, fiel bis 1964 jedoch auf rund 300 zurück. Durch Zuzug aus den umliegenden Städten wuchs die Einwohnerzahl nach der Wende wieder erneut an und erreichte 2006 einen Stand von 451.
Söhne und Töchter der Gemeinde
- Adam Friedrich von Eicke und Polwitz (1706–1770), preußischer Landrat im Kreis Falkenberg
- Johann von Eicke und Polwitz (1716–1789), preußischer Landrat im Kreis Leobschütz
Weblinks
- Bremenhain im Historischen Ortsverzeichnis von SachsenVorlage:Abrufdatum
- Ortsteile In: webauftritt der Stadt Rothenburg.
- Johannes-Theodor-Thormaehlen Stiftung: Historische Aufnahmen von Schloss Bremenhain.
Einzelnachweise
<references />
Bremenhain | Dunkelhäuser | Geheege | Lodenau | Neusorge | Nieder-Neundorf | Uhsmannsdorf | Steinbach