Mobimo Holding
| Mobimo Holding AG
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| colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Mobimo Logo.svg | |
| Rechtsform | Aktiengesellschaft |
| ISIN | CH0011108872 |
| Gründung | 1997 / 1999 (Holding) |
| Sitz | Luzern, Datei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Schweiz |
| Leitung | Daniel Ducrey (Vorsitzender der Geschäftsleitung) Markus Schürch (VR-Präsident) |
| Mitarbeiterzahl | 180 |
| Umsatz | EBIT von 257,3 Mio. CHF (2025) |
| Branche | Immobiliengesellschaft |
| Website | www.mobimo.ch |
| Stand: 31. Dezember 2025 | |
Die Mobimo Holding AG wurde 1999 in Luzern gegründet und ist seit 2005 an der Schweizer Börse SIX Swiss Exchange kotiert. Mit einem Immobilienbestand im Wert von rund 4 Mrd. CHF gehört die Gruppe zu den vier grössten börsenkotierten Immobiliengesellschaften der Schweiz. Sie hält Liegenschaften an zentralen Standorten in der Deutschschweiz und Westschweiz, darunter sowohl Ertragsobjekte als auch Entwicklungsprojekte. Mobimo ist in der Bewirtschaftung und Vermarktung von eigenen Wohn- und Geschäftsimmobilien tätig und entwickelt Bauprojekte für den Eigenbestand sowie für Dritte.
Das Unternehmen beschäftigt rund 180 Mitarbeitende und erwirtschaftete 2025 einen Gewinn exkl. Neubewertung von 105,6 Mio. CHF.<ref name="GB2019">Mobimo Geschäftsbericht 2025. In: Mobimo. Abgerufen am 8. April 2026.</ref>
Geschichte
Die Mobimo AG wurde 1997 von Alfred Meili zusammen mit dem Privatbankier Karl Reichmuth und weiteren Investoren gegründet. 1999 wurde die Holdingstruktur mit der Gründung der Mobimo Holding AG eingeführt.<ref name=":0">René Cotter: Mobimo Holding Luzern geht an die Börse. 100 Millionen sollen nun her. In: Luzerner Zeitung. 14. Mai 2005, S. 14.</ref> Im selben Jahr erwarb das Unternehmen das 1972 errichtete ehemalige Sulzer-Hochhaus in Zürich West und modernisierte dieses von Grund auf zu einem der markantesten Minergie-Gebäude der Schweiz.<ref name=":1">S. Schär: Verglast. Das frühere Sulzer-Hochhaus unter einer Gelatine-Schicht. In: Neue Zürcher Zeitung. 11. Januar 2001, S. 39.</ref>
Am 23. Juni 2005 ging das Unternehmen mittels IPO an die Börse.<ref>Mobimo lockt mit hoher Dividendenrendite. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 27. September 2005.</ref><ref name=":0" /> 2009 erwarb Mobimo die LO Holding Lausanne-Ouchy SA und wurde damit zur Eigentümerin des Lausanner Flon-Quartiers.<ref>Konrad Koch: Mobimo fusioniert mit LO Holding. In: Finanz und Wirtschaft. 31. Oktober 2009, abgerufen am 10. April 2017.</ref>
2011 wurde der 81 Meter hohe Mobimo Tower in Zürich eröffnet, ein Bauwerk nach Plänen von Diener & Diener Architekten.<ref>I. Troxler: Zürichs Westen im Umbau. In: Neue Zürcher Zeitung. 2. März 2010, Nr. 50, S. 18.</ref> 2013 verantwortete Mobimo die erste Hochhaussprengung der Schweiz mit dem Abriss des Sprecherhofs in Aarau und legte so die Basis für die Arealentwicklung des heutigen Aeschbachquartiers.<ref>Toni Widmer: Aarauer Hochhaus wird am 8. März gesprengt. In: Zofinger Tagblatt. 31. Januar 2013.</ref><ref>Katja Schlegel: Rockwell-Sprengung 2013 in Aarau: Erinnerungen zehn Jahre danach. In: Aargauer Zeitung. 8. März 2023, abgerufen am 19. September 2025.</ref>
2015 übernahm Mobimo eine Mehrheitsbeteiligung an der Dual Real Estate Investment SA, deren Liegenschaften sich mehrheitlich im Kanton Genf befinden.<ref>Mobimo erwirbt Dual Real Estate Investment AG. In: Neue Zürcher Zeitung. 7. Oktober 2015, abgerufen am 10. April 2017.</ref> 2018 wurden sieben Immobilien der Immobiliengesellschaft Fadmatt AG in den Bestand aufgenommen.<ref>Übernahme steht: Mobimo einigt sich mit Fadmatt. In: Handelszeitung. Abgerufen am 15. April 2019.</ref><ref>Mobimo will Immobilienfirma Fadmatt kaufen. In: Neue Zürcher Zeitung. 19. Juni 2018, S. 26.</ref> Im Jahr 2019 wurden zwei von Mobimo entwickelte Stadtquartiere eröffnet: das Aeschbachquartier in Aarau<ref>Aeschbachquartier schon gut vermietet. In: Aargauer Zeitung. 12. Februar 2019, S. 19.</ref> sowie der Mattenhof in Kriens (Kanton Luzern).<ref name=":2">Eine Perle namens Mattenhof. In: Luzerner Zeitung. 3. September 2021, S. 62–63.</ref> In den folgenden Jahren wurde der Ausbau des Aeschbachquartiers fortgesetzt: 2024 startete der Bau von insgesamt 126 neuen Wohnungen,<ref>Katja Schlegel: Premiere in Aarau: Mobimo startet mit Bau ihres allerersten Holzhauses. In: Aargauer Zeitung. 12. September 2024, abgerufen am 19. September 2025.</ref> seit 2025 sind in der vorerst letzten Ausbauetappe nochmals 122 Wohnungen im Bau.<ref>Katja Schlegel: Mobimo startet mit Rockwell-Projekt - wie geht es bei den Zwischennutzern weiter? In: Aargauer Zeitung. 23. Mai 2025, abgerufen am 19. September 2025.</ref>
Ende 2021 wurde das mit den beiden Standortgemeinden Biel/Bienne und Nidau geplante Seequartier-Projekt Agglolac sistiert, nachdem es in beiden Stadtparlamenten keine Zustimmung erhalten hatte.<ref>Denkpause für Agglolac. In: Aargauer Zeitung. 19. August 2021, S. 27.</ref><ref>AGGLOlac: Städte wollen die Rahmenbedingungen klären. In: Biel-Bienne. 18. August 2021, abgerufen am 19. September 2025.</ref> Im März 2024 wurde die gemeinsame Projektgesellschaft aufgelöst und das Projekt endgültig verworfen.<ref>Projektgesellschaft AGGLOlac aufgelöst. In: Biel-Bienne. 27. März 2024, abgerufen am 19. September 2025.</ref> Im August 2025 übernahm Mobimo alle Aktien der EMWE Holding AG. Diese hält fünf Wohnliegenschaften und drei Liegenschaften im Bau in Stadt und Kanton Zürich.<ref>Alexander Wachter: Mobimo übernimmt EMWE Immobilien. In: Immobilien Business. 8. August 2025, abgerufen am 19. September 2025.</ref>
Unternehmensstruktur
Die Mobimo Holding AG ist eine an der SIX Swiss Exchange kotierte Schweizer Holdinggesellschaft mit Sitz in Luzern. Das Unternehmen beschäftigte 2025 in seinen Tochtergesellschaften rund 180 Mitarbeitende an Standorten in Küsnacht bzw. Zürich und Lausanne. Im Geschäftsjahr 2025 erwirtschaftete Mobimo ein Betriebsergebnis (EBIT) von 257,3 Mio. CHF, einen Mietertrag von 145,5 Mio. CHF und einen Gewinn von 105,6 Mio. CHF.<ref name="GB2019" />
Tätigkeiten
Mobimo verfügt über Wohn- und Geschäftsliegenschaften in der Deutsch- und in der Westschweiz. Zu den Liegenschaften gehören ausserdem Entwicklungsobjekte; ein wesentlicher Fokus der Tätigkeit von Mobimo liegt in der Areal- und Quartierentwicklung.<ref>Mobimo. In: Luzerner Zeitung. 3. September 2021, S. 63.</ref>
Das Unternehmen ist in der langfristigen Bewirtschaftung und Vermietung von Immobilien sowie in der Entwicklung von Bauprojekten tätig. Dazu gehören der Erwerb von Grundstücken, die Planung und Realisierung von Immobilien<ref name=":2" /><ref>David Strohm: Gut getauscht ist halb gewonnen. In: Neue Zürcher Zeitung. 25. Juni 2017, S. 39.</ref> sowie der Verkauf von Objekten oder deren Überführung in den eigenen Bestand. Projekte werden sowohl im eigenen Namen als auch im Auftrag Dritter realisiert.<ref>Mobimo steigert operatives Ergebnis und Gewinn. In: Real Estate Move Immobilien News Schweiz. 14. Februar 2025, abgerufen am 19. September 2025.</ref> Darüber hinaus erbringt Mobimo Dienstleistungen im Bereich des Gebäudemanagements.<ref>Mobimo passt Geschäftsleitung an. In: Luzerner Zeitung. 17. Juli 2019, S. 9.</ref>
Nachhaltigkeit
Mobimo veröffentlicht seit 2011 jährliche Nachhaltigkeitsberichte und bezieht ökologische Kriterien in Bau- und Entwicklungsprojekte ein. Im Immobilienbestand werden Massnahmen zur Emissionsreduktion und zur Förderung erneuerbarer Energien umgesetzt. Dazu zählt unter anderem die Installation von Photovoltaikanlagen.<ref>Spatenstich für neuen Wohnraum. In: Luzerner Zeitung. 27. Juni 2024, S. 21.</ref><ref>Irène Troxler: Rezept gegen Wohnungsnot: alte Bürotürme oder Spitäler umnutzen. In: Neue Zürcher Zeitung. 18. Juni 2024, ISSN 0376-6829 (nzz.ch [abgerufen am 19. September 2025]).</ref>
Bei der Sanierung des ehemaligen Sulzer-Hochhauses (heute Mobimo-Hochhaus) in Zürich wurde beispielsweise der Minergie-Standard umgesetzt.<ref>Samira Zingaro: Hochhäuser als Christbäume. In: Tages-Anzeiger. 29. Dezember 2010, S. 13.</ref> Das ursprünglich 1972 für die Escher Wyss AG errichtete Bürogebäude wurde 1999 von Mobimo erworben und modernisiert. Im Zuge der Sanierung wurde das bestehende Hochhaus um drei zusätzliche Stockwerke erweitert und mit einer sogenannten «Zweihaut-Fassade» ausgestattet. Dabei wurde eine vorgesetzte Glasfassade mit einem Abstand von rund 110 Zentimetern zur bestehenden Gebäudehülle installiert, um energetische Anforderungen hinsichtlich Wärmeschutz, Tageslichtnutzung, Schallschutz und Witterungseinflüssen zu verbessern. Mit diesen baulichen Massnahmen wurde eine Reduktion des Energieverbrauchs ermöglicht.<ref name=":1" />
Weitere Projekte wie das Aeschbachquartier in Aarau wurden unter Einbezug energieeffizienter Bauweisen errichtet.<ref>Nadja Rohner: 110 neue Wohnungen neben dem Stadion. In: Aargauer Zeitung. 11. März 2021, S. 17.</ref>
Engagement
Mobimo unterstützt das Zurich Film Festival und ist als jahrelanger Co-Partner vertreten.<ref>Olivia Ruffiner: Dem Zürcher Filmfestival springen die Sponsoren ab. In: Blick. 27. Februar 2024, abgerufen am 19. September 2025.</ref> Im Rahmen dieser Partnerschaft bietet Mobimo Kindern und sozial benachteiligten Familien gemeinsam mit der Domicil‑Stiftung kostenlose Filmvorführungen an.<ref>Nachhaltigkeitsbericht 2023. In: Mobimo. Abgerufen am 19. September 2025.</ref>
Mobimo betreibt die Initiative Mobimo & Art, durch die das Unternehmen Kunst am Bau realisiert und Künstler in verschiedene Projekte einbindet.<ref>Marius Leutenegger: Kundenbindung dank Farbe. In: Neue Zürcher Zeitung. 18. März 2018, S. 35.</ref>
Ein Beispiel ist die Beton-Skulptur «The No Problem Sculpture» des Schweizers Not Vital auf dem Vorplatz des Mobimo Towers in Zürich-West. Das Kunstwerk entstand im Zuge eines Wettbewerbs und nimmt Bezug auf die Höhe des Gebäudes sowie Vitals Lebensorte in Niger und der Schweiz.<ref>Art and the City – Not Vital, The No Problem Sculpture (2012). In: Zurich 1200 Fountains. 18. September 2012, abgerufen am 19. September 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Mario Stäuble: Der Betonblock, der kein Problem sein will. In: Tages-Anzeiger. 28. April 2011, S. 17.</ref>
Auszeichnungen (Auswahl)
- 2020: Gold-Zertifikat für das Aeschbachquartier in Aarau, verliehen durch die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB)<ref>Aeschbachquartier. In: KCAP. Abgerufen am 19. September 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- 2025: Swiss Arbeitgeber Award in der Kategorie der Unternehmen mit 100 bis 249 Mitarbeitenden für die Mobimo Management AG<ref>Rangliste Swiss Arbeitgeber Award 2025. In: Swiss Arbeitgeber Award. 16. Januar 2025, abgerufen am 19. September 2025.</ref>
Weblinks
Einzelnachweise
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