Fenarimol
| Strukturformel | |||||||||||||||||||
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| Struktur von Fenarimol | |||||||||||||||||||
| Vereinfachte Strukturformel ohne Stereochemie | |||||||||||||||||||
| Allgemeines | |||||||||||||||||||
| Name | Fenarimol | ||||||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C17H12Cl2N2O | ||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
farbloser Feststoff<ref name="GESTIS" /> | ||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||||||||
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| Eigenschaften | |||||||||||||||||||
| Molare Masse | 331,2 g·mol−1 | ||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest | ||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
117–119 °C<ref name="roempp" /> | ||||||||||||||||||
| Siedepunkt |
240 °C (Zersetzung)<ref name="EU">Review Report Fenarimol. GD SANTE der Europäischen Kommission, abgerufen am 13. Juli 2017 (PDF; 133 kB).</ref> | ||||||||||||||||||
| Dampfdruck |
65 µPa (25 °C)<ref name="EU" /><ref name="FAO">Datenblatt Fenarimol. FAO, abgerufen am 13. Juli 2017 (PDF; 313 kB).</ref> | ||||||||||||||||||
| Löslichkeit |
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| Sicherheitshinweise | |||||||||||||||||||
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| Toxikologische Daten | |||||||||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | |||||||||||||||||||
Fenarimol ist ein Pflanzenschutzmittel-Wirkstoff aus der Gruppe der Pyrimidine (genauer Pyrimidincarbinole). Es wird als Fungizid (z. B. gegen Rostpilze, Sternrußtau und Echte Mehltaupilze) bei Zierpflanzen und Rasen, aber auch bei Paprika, Tomaten und Gurken eingesetzt und unter dem Handelsnamen Rubigan vertrieben. Die Wirkung beruht auf der Hemmung von Enzymen wie z. B. C14-Demethylase.
Geschichte
Fenarimol wurde 1975 von Eli Lilly auf den Markt gebracht.
Stereochemie und Isomerie
Fenarimol enthält ein Stereozentrum, es ist chiral. Es wird als Racemat [1:1-Gemisch der (S)- und (R)-Enantiomeren] eingesetzt.<ref name="roempp" />
Gewinnung und Darstellung
Fenarimol kann ausgehend von Pyrimidin-5-carbonsäuremethylester, welcher mit 2-Chlorphenylmagnesiumbromid und im nächsten Schritt mit 4-Chlorphenylmagnesiumbromid reagiert, gewonnen werden.<ref name="unger">Thomas A. Unger: Pesticide Synthesis Handbook. William Andrew, 1996, ISBN 0-8155-1853-6, S. 378 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>
Sicherheitshinweise
Für Fenarimol wurde nachgewiesen, das es Östrogen-Rezeptoren aktivieren und so zu einem verstärkten Wachstum von MCF7-Brustkrebs-Zellen führen kann.<ref>Anne Marie Vinggaard, Vibeke Breinholt, John Christian Larsen: Screening of selected pesticides for oestrogen receptor activation in vitro. In: Food Additives and Contaminants. Band 16, Nr. 12, 1999, S. 533–542, doi:10.1080/026520399283678.</ref><ref>J.F. Moltmann, M. Liebig, T. Knacker, M. Keller, M. Scheurer, T. Ternes: Gewässerrelevanz endokriner Stoffe und Arzneimittel. 2007 (umweltbundesamt.de [PDF]).</ref> Es wirkt giftig auf Fische und darf deshalb nicht in Gewässer gelangen.<ref>fenarimol (Rubigan) Chemical Fact Sheet.</ref>
Zulassung
Fenarimol war in der EU nur bis Ende 2009 befristet zugelassen.<ref>Änderung der Richtlinie 91/414/EWG des Rates zwecks Aufnahme des Wirkstoffs FenarimolVorlage:Abrufdatum.</ref> In den Staaten der EU und in der Schweiz sind keine Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff zugelassen.<ref>Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der Europäischen Kommission: Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der EU-Pestiziddatenbank; Eintrag in den nationalen Pflanzenschutzmittelverzeichnissen der Schweiz, Österreichs und DeutschlandsVorlage:Abrufdatum</ref>
Einzelnachweise
<references />
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:EG-Nummer abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:ECHA-InfoCard-ID abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:PubChem abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:ChemSpider abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:DrugBank fehlt lokal
- Gefährlicher Stoff mit harmonisierter Einstufung (CLP-Verordnung)
- Stoff mit Verdacht auf reproduktionstoxische Wirkung
- Stoff mit reproduktionstoxischer Wirkung
- Umweltgefährlicher Stoff (chronisch wassergefährdend)
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:CAS-Nummer fehlt lokal
- Pyrimidin
- Chlorbenzol
- Methanol
- Fungizid
- Pflanzenschutzmittel (Wirkstoff)
- Diphenylmethan