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Burkhard Stangl

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John Butcher und Burkhard Stangl

Burkhard Paul Stangl (* 6. November 1960 in Eggenburg/Niederösterreich) ist ein österreichischer Avantgarde- und Jazzgitarrist, Komponist und Musikwissenschaftler.<ref name="oeml">Barbara Boisits: Stangl, Burkhard Paul. In: Oesterreichisches Musiklexikon. Online-Ausgabe, Wien 2002 ff., ISBN 3-7001-3077-5; Druckausgabe: Band 5, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2006, ISBN 3-7001-3067-8.</ref>

Leben und Wirken

Burkhard Stangl studierte zunächst klassische, später elektrische Gitarre am Konservatorium Wien sowie Kulturanthropologie und Musikwissenschaft an der Universität Wien. Er gründete im Jahr 1985 das Jazzensemble Ton.Art, mit dem er bis 1995 zusammenarbeitete und 1991 das Kammerensemble für Neue Musik Maxixe. Seit Ende der 1990er Jahre arbeitet er mit den Gruppen Polwechsel und Plus-Minus sowie mit Christof Kurzmann (Album Schnee). In den 1990er Jahren war Stangl Mitglied des Monoblue Quartets von Franz Koglmann, an dessen Album We Thought About Duke er 1994 mitwirkte.

Weitere musikalische Partner Stangls sind unter anderem John Butcher, Angélica Castelló, Eugene Chadbourne, Tony Coe, Oswald Egger, Seppo Gründler, Boris Hauf, Franz Hautzinger, Steve Lacy, Anestis Logothetis, Radu Malfatti, Walter Malli, Ernesto Molinari, Donna Wagner Molinari, Sainkho Namtchylak, Helmut Neugebauer, Olga Neuwirth, Gunter Schneider, Martin Siewert und Taku Sugimoto.

Momentan unterrichtet er Musik an der AHS Heustadelgasse in Wien.

Auszeichnungen

Werke (Auswahl)

Stangl komponierte Chor- und Orchesterwerke sowie Kammermusik. Seine Oper Der Venusmond wurde 1997 auf dem Empire State Building uraufgeführt.

Ensemblemusik

  • Popol Vuh – Sextett für Bassklarinette, Altsaxophon, Trompete, Perkussion, Gitarre und Kontrabass (1986)<ref name="micawerke">Werkeverzeichnis Burkhard Paul Stangl. In: Musikdatenbank von mica – music austria; abgerufen am 23. Mai 2021.</ref>
  • Es webert schön am Koglberg – Sextett für Bassklarinette, Altsaxophon, Trompete, Perkussion, Gitarre und Kontrabass (1988)<ref name="micawerke" />
  • Sou – Quartett für Bassklarinette, Trompete, Flügelhorn und Gitarre (1988)<ref name="micawerke" />
  • Fragment II – Sextett für Bassklarinette, Altsaxophon, Trompete, Perkussion, Gitarre und Kontrabass (1989)<ref name="micawerke" />
  • Was will das Gespenst to the Disparates by Goya – Sextett für Bassklarinette, Altsaxophon, Trompete, Perkussion, Gitarre und Kontrabass (1989)<ref name="micawerke" />
  • Free (Three) Again I-III – Trio für Oboe, Gitarre und Klavier (1989)<ref name="micawerke" />
  • WOLKEN.HEIM – nach dem gleichnamigen Text von Elfriede Jelinek, 1. Fassung (1989)<ref name="micawerke" />
  • Dada & Bravo – Improvisierte Musik für Oboe, Bassklarinette, Altsaxophon, Horn, Trompete, Perkussion, Gitarre, Violoncello und Kontrabass (1990)<ref name="micawerke" />
  • Blue Angel – inspired by M. D. (1990)<ref name="micawerke" />
  • Neun Passagen – inspired by Walter Benjamin (1990)<ref name="micawerke" />
  • Hot Music – Nr. II (Erwin Schulhoff, 1928), Bearbeitung als Quartett für tiefe Instrumente (1991)<ref name="micawerke" />
  • Chanson – aus „5 Études de Jazz“ (Erwin Schulhoff, 1926), Bearbeitung (1991)<ref name="micawerke" />
  • Urartu – für Flöte, Fagott und Klavier ohne Spieler (1992/1993)<ref name="micawerke" />
  • Hendrix-Musik – Kommentar zur Arbeit eines Avantgardisten (1993)<ref name="micawerke" />
  • music for Gertrude Stein II – für Posaune, zwei Konzertgitarren, Violoncello und Sprecherin nach den „zarten Knöpfen“ (tender buttons) von Gertrude Stein (1995)<ref name="micawerke" />
  • ein h, ein b, ein Gold – für drei Männerstimmen und drei elektrische Gitarren nach dem Text „ein Ding eine Frau ein Gold“ von Helga Glantschnig (1996)<ref name="micawerke" />
  • It is the hour – Trio für Klarinette, Violine und Konzertgitarre nach dem Gedicht von Kenneth Patchen (1996)<ref name="micawerke" />
  • Faible. Timbre. Teint – Solo-Récital für einfaches E-Gitarren-Equipement, einige weitere Gitarren, Accessoires und Klavier (1996)<ref name="micawerke" />
  • My Dowland – für Countertenor und Ensemble (2006/2009)<ref name="micawerke" />
  • Los vestidos blancos de Mérida – Musik für alte und neue Instrumente in 2 Gruppen (2009)<ref name="micawerke" />
  • WOLKEN.HEIM breathing/clouds – Trio für Paetzold-Blockflöten und Zuspielung (2009)<ref name="micawerke" />

Orchestermusik

  • Grand Cru – Konzert für Gitarre und Ensemble (1992)<ref name="micawerke" />
  • Konzert für Posaune und 22 Instrumente (1993/1994)<ref name="micawerke" />
  • For Zorn – für Altsaxophon und Kammerensemble (1996–1997)<ref name="micawerke" />
  • concept piece no.40 – für Orchester (2010)<ref name="micawerke" />

Solomusik

  • De Profundis Clamavi – nach Charles Baudelaire (1986)<ref name="micawerke" />
  • Die Republik Kongressbad – Hymnus in drei Sätzen für 14 Instrumentalisten, 2 Chöre, Sprecher und Tonband nach einem Text von Hans Hovorka (1988)<ref name="micawerke" />
  • Leçon – inspiriert von Roland Barthes’ gleichnamigem Buch, für Trompete-Solo (1986)<ref name="micawerke" />
  • Jean Genet am Billardtisch – für Baßklarinette solo (1991/1992)<ref name="micawerke" />

Elektronische Musik

  • Salterizing – für Orchester und Tonbandzuspielung (1995)<ref name="micawerke" />
  • und es gibt so Dinge zwischen Himmel und ... – ein akustisches Traumbild für Tonband (1995)<ref name="micawerke" />
  • Angels touch – ein elektroakustisches Stück (2005/2010)<ref name="micawerke" />
  • Tapes and dreams – für Gitarre, Kontrabass-Paetzold Blockflöten, 2 Kassetten, 2 portable Kassettenspieler, Video und Elektronik. Komponisten: Angélica Castelló, Billy Roisz und Burkhard Stangl (2010)<ref name="micawerke" />
  • Schnee von gestern – sprachbasierte Klangarbeit von Burkhard Stangl und Christof Kurzmann (2023)<ref>RR Reihe Radiostücke: Schnee von gestern. 23. April 2023, abgerufen am 29. Mai 2023.</ref>

Diskographie

Schriften

  • Ethnologie im Ohr. Die Wirkungsgeschichte des Phonographen. Wiener Universitäts Verlag, Wien 2000.
  • mit Hans Schneider, Cordula Bösze (Hrsg.): Klangnetze. Ein Versuch, die Wirklichkeit mit den Ohren zu erfinden. Pfau, Saarbrücken 2000.
  • Hommage à moi. Vom Festhalten des Flüchtigen. edition echoraum, Wien 2011, ISBN 978-3-901941-36-8.
  • mit Manon L. Winter, Gunter Schneider (Hrsg.): unimpro 2003–2013: 10 Jahre IGP-Schwerpunkt Improvisation und neue Musikströmungen. edition echoraum, Wien 2013, ISBN 978-3-901941-41-2.

Weblinks

Commons: Burkhard Stangl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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