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Silberchromat

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Kristallstruktur
Kristallstruktur von Silberchromat
Vorlage:Farbe Ag+ 0 Vorlage:Farbe Cr6+ 0 Vorlage:Farbe O2−
Kristallstruktur mit Einheitszelle
Allgemeines
Name Silberchromat
Andere Namen

Silber(I)-chromat

Verhältnisformel Ag2CrO4
Kurzbeschreibung

rotbrauner Feststoff<ref>Jander, Blasius: Einführung in das anorganisch-chemische Praktikum. 14. Auflage. S. Hirzel Verlag, Stuttgart, Leipzig 1995, ISBN 3-7776-0672-3.</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 232-043-8
ECHA-InfoCard 100.029.130
PubChem 62666
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 331,73 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

5,63 g·cm−3<ref name="Fisher">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Fisher ScientificVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>

Löslichkeit

nahezu unlöslich in Wasser<ref name="Fisher" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),<ref name="CLP_100.240.768">Nicht explizit in Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP) gelistet, fällt aber mit der angegebenen Kennzeichnung unter den Gruppeneintrag Vorlage:Linktext-Check in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.</ref> ggf. erweitert<ref name="Sigma" />
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 272​‐​317​‐​350i​‐​410
P: 201​‐​220​‐​273​‐​280​‐​308+313​‐​501<ref name="Sigma">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>
Thermodynamische Eigenschaften
ΔHf0

−731,7 kJ/mol<ref name="CRC90_5_4">David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press / Taylor and Francis, Boca Raton FL, Standard Thermodynamic Properties of Chemical Substances, S. 5-4.</ref>

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Silberchromat ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Chromate.

Gewinnung und Darstellung

Silberchromat kann durch Reaktion von Silbernitrat (AgNO3) und Kaliumchromat (K2CrO4) hergestellt werden. Beim Auftropfen von Silbernitratlösung auf ein chromathaltiges Gel entstehen periodische Ringe aus Silberchromat um die Auftropfstelle, welche nach ihrem Entdecker Raphael Eduard Liesegang als Liesegangsche Ringe bezeichnet werden.<ref>Eintrag zu Liesegangsche Ringe. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref>

<math>\mathrm{2 \ AgNO_3 + K_2CrO_4 \longrightarrow Ag_2CrO_4 \downarrow + \ 2 \ KNO_3}</math>

Eigenschaften

Datei:Silver chromate.jpg
Silberchromat

Silberchromat besitzt eine orthorhombische Kristallstruktur mit der Raumgruppe Pnma (Raumgruppen-Nr. 62)Vorlage:Raumgruppe/62 und den Gitterparametern a = 1006 pm, b = 703 pm und c = 554 pm. Die Kristallstruktur besteht aus Chromat-Einheiten (CrO4), welche über Silber-Atome verbunden sind und somit ein dreidimensionales Netzwerk bilden. Das Kristallgitter besteht zudem aus zwei Silberatome, die kristallographisch unabhängig voneinander sind und verschiedene Koordinationspolyeder aufweisen. Die Koordination an das erste Silber-Atom kann am besten durch eine tetragonal-bipyramidische Struktur mit ungefähr D4h-Symmetrie beschrieben werden. Das andere Silber-Atom formt einen ungünstig verzerrten Tetraeder mit durchschnittlichen O–Ag–O Bindungswinkeln von 107°, die jedoch zwischen 84° und 139° variieren.<ref name="Hackert1971">Marvin L. Hackert, Robert A. Jacobson: The Crystal Structure of Silver Chromate. In: Journal of Solid State Chemistry. Band 3, 1971, S. 364–368, doi:10.1016/0022-4596(71)90072-7.</ref>

1798 entdeckte Louis-Nicolas Vauquelin die Lichtempfindlichkeit von Siberchromat.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Geschichte der Fotografie (englisch) (Memento vom 19. Juni 2008 im Internet Archive)</ref>

Verwendung

Silberchromat dient dank seiner charakteristischen rotbraunen Farbe als Reagenz bei Nachweisreaktionen. Es wird vor allem in der quantitativen Bestimmung von Chlorid durch Titration nach Mohr eingesetzt.<ref>Jander, Blasius: Einführung in das anorganisch-chemische Praktikum. 14. Auflage. S. Hirzel Verlag, Stuttgart, Leipzig 1995, ISBN 3-7776-0672-3.</ref>

Die Erzeugung Liesegangscher Ringe ist ein Beispiel für die Erzeugung periodischer Strukturen durch chemische Reaktion und wird dementsprechend als Demonstrationsversuch durchgeführt.

Siehe auch

Einzelnachweise

<references />