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Rewe Group

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Rewe-Zentral-Aktiengesellschaft
Rewe-Zentralfinanz eG

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Rewe-group.svg
Rechtsform Aktiengesellschaft
Genossenschaft
Gründung 1927
Sitz Köln, DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
Leitung
  • Stefan Lenk<ref name="Aufsicht">Rewe-Zentralfinanz eG: Aufsichtsrat der REWE Group. In: rewe-group.com. Abgerufen am 27. August 2025.</ref>
    (Aufsichtsratsvorsitzender)
Mitarbeiterzahl 380.000 (2025)<ref name="AeBl">Rewe-Zentralfinanz eG: REWE Group auf einen Blick. In: rewe-group.com. Abgerufen am 27. August 2025.</ref>
Umsatz 96,1 Mrd. Euro (2024)<ref name="AeBl" />
Branche Handel, Tourismus
Website www.rewe-group.com

Die Rewe Group (Eigenschreibweise: REWE GROUP) mit Sitz in Köln ist ein international tätiges Handels- und Touristik­unternehmen mit genossenschaftlichen Strukturen.<ref>Eduard Mändle, Markus Mändle: REWE Group. In: Gabler Wirtschaftslexikon, abgerufen am 22. Februar 2023.</ref> Rewe ist ein Akronym aus Revisionsverband der Westkauf-Genossenschaften. Die Rewe-Zentralfinanz eG bildet die Holding; die operativen Geschäfte werden über die Tochtergesellschaft Rewe-Zentral-GmbH gesteuert;<ref>Walter Hillebrand, Wolfgang Zdral: Das unersättliche Imperium. In: Capital. 17. Januar 2008, S. 22.</ref> das internationale Geschäft ist unter dem Dach von Rewe International gebündelt.<ref>Österreichs Lebensader. In: Niederösterreichische Nachrichten. 16. Oktober 2017, S. 5.</ref> Die Gruppe hat ihre Geschäfte in sechs Geschäftsfeldern organisiert. Zu den Vertriebsmarken<ref>Marken. In: wirtschafts-abc.com. Abgerufen am 27. August 2025.</ref> gehören beispielsweise Billa, Bipa, ADEG, Penny, Rewe, Toom, DERTOUR und ITS Reisen sowie Lekkerland.<ref>Vertriebslinien. In: Rewe Group. Abgerufen am 1. März 2018.</ref>

Geschichte

1927–1945

1927 nahm der Revisionsverband der Westkauf-Genossenschaften (kurz Rewe) in Köln die Arbeit auf.<ref>Stefan Sauer: Super-Macht der Super-Märkte. In: Berliner Zeitung. 1. April 2015.</ref> Sein Zweck war die Förderung des Geschäfts selbstständiger Kaufleute durch den gemeinschaftlichen Einkauf von Waren zu wettbewerbsfähigen Konditionen.<ref name=":1">90 Jahre Rewe – eine Erfolgsgeschichte. Rewe, 25. September 2017, abgerufen am 1. März 2018 (Pressemitteilung).</ref> Der Gründung vorausgegangen war 1926 der Zusammenschluss von 17 Einkaufsgemeinschaften der Kölner Region, sie hatten eine zentrale Einkaufsstelle errichtet.<ref name="Cohen-Petechuk">M. L. Cohen, updated by David Petechuk: REWE-Zentral AG In: International Directory of Company Histories, Vol. 269. St. James Press, Farmington Hills, Michigan, 2024, S. 375–378.</ref> Zu den am häufigsten gehandelten Produkten der ersten Jahre zählten Haselnüsse, getrocknete Aprikosen und Rosinen.<ref name=":2">1927–1938. In: Unternehmensgeschichte. Rewe Group, abgerufen am 1. März 2018.</ref> Um sich zusätzliche Vorteile im Wettbewerb zu sichern, begannen Einkaufsgenossenschaften in den 1930er Jahren, Einfluss auf die angeschlossenen Händler hinsichtlich der Ladenausstattung und Werbung zu nehmen.<ref>Marc Gruber: Der Wandel von Erfolgsfaktoren mittelständischer Unternehmen. Deutscher Universitäts-Verlag, Wiesbaden 2000, ISBN 3-8244-0536-9, S. 142.</ref> Vor diesem Hintergrund führte man im Jahr 1932 einen einheitlichen Schriftzug ein.<ref name=":2" />

1935 schlossen sich mehrere Einkaufsgenossenschaften aus Mitteldeutschland Rewe an.<ref name=":2" /> Um weiteres Wachstum zu ermöglichen, wurden Bezirkszentralen gebildet, die bis heute das Rückgrat von Rewe bilden.<ref>Gerhard Albrecht: Die soziale Funktion des Genossenschaftswesens. Abhandlungen und Vorträge. Duncker & Humblot Verlag, Berlin 1965, S. 163.</ref> In den 1930er Jahren wuchs Rewe immer stärker außerhalb des angestammten rheinisch-westfälischen Wirtschaftsraums; 1940 erreichte die Zahl der Genossenschaften (106) und ihrer Mitglieder (rund 8000) einen vorläufigen Höchststand.<ref name=":1" /> Der Zweite Weltkrieg bedeutete eine Zäsur für die Handelsgruppe, da wichtige Waren nur noch schwer zu beschaffen waren und viele Kaufleute zum Kriegsdienst an die Front mussten. Um die Probleme im angestammten Geschäft zu kompensieren, verlagerte Rewe seine Aktivitäten auf die Produktion. Im weiteren Verlauf wurden wichtige Teile der Verwaltung durch Bombenangriffe zerstört, sodass Rewe zum Kriegsende nahezu handlungsunfähig war.<ref name=":3">1939–1969. In: Unternehmensgeschichte. Rewe Group, abgerufen am 1. März 2018.</ref>

1946–1972

Datei:Rewe 1956.jpg
Geschäftsanteil über 500 DM an der Rewe Lebensmittel-Großhandel eGmbH vom 20. Juli 1956

Nach Kriegsende nahm Rewe im August 1945 den Geschäftsbetrieb wieder auf. Nachdem zu Kriegszeiten die Zentrale aufgrund der damals näher rückenden Front nach Fredeburg und Bödefeld verlegt worden war, kehrte Rewe nun zum Neubeginn nach Köln zurück. Durch die Aufteilung Deutschlands in Besatzungszonen war die Arbeit zunächst stark eingeschränkt, erst allmählich entstanden Zweigstellen in Westdeutschland und West-Berlin.<ref name=":3" /> Nicht alle Anbieter von Markenwaren konnten den Bedarf an Grundnahrungsmitteln decken, Probleme gab es unter anderem bei der Beschaffung von Zucker.<ref>Agreement der Importeure. In: Der Spiegel. 25. Dezember 1950 (spiegel.de [abgerufen am 1. März 2018]).</ref> Dies war einer der Gründe für die Einführung der ersten Handelsmarken im Jahr 1949. Unter der Marke Rewe Dreistern wurden Mehl, Rieselsalz und Tafelöl, unter Rewe Kronjuwel Margarine angeboten.<ref>Die 20-Prozent-Marke rückt näher Rewe. Mit eigenen Labels Sortimente optimiert. In: Lebensmittel-Zeitung. 25. April 1997.</ref> 1947 entstand zudem mit der Rewe-Zentralimport eine Importtochter. Später folgten Großhandel und Export. Ergänzend richtete die Genossenschaft einen Kreditbereich für Mitglieder ein.<ref name="Cohen-Petechuk" /> Im Zuge des Wiederaufbaus stellte sich Rewe dezentraler auf. 1960 verzeichnete Rewe erstmals wieder über 100 Mitgliedsunternehmen.<ref name=":1" />

Diverse Übernahmen von Supermärkten und Ketten in den 1960er und 1970er Jahren führten zu einer großen Vielfalt von Marken und Formaten.<ref name=":1" /> Vor dem Hintergrund der Konsolidierung des Lebensmittelhandels in Deutschland gab es 1971 Gespräche zwischen Rewe und Edeka über eine Fusion.<ref>Neue Riesen. In: Der Spiegel. 15. März 1971 (spiegel.de [abgerufen am 1. März 2018]).</ref><ref>Hans Otto Eglau: Wenn die Edeka mit der Rewe … In: Die Zeit. 4. Juni 1971 (zeit.de [abgerufen am 1. März 2018]).</ref> Beide hätten gemeinsam rund ein Viertel des Marktes abgedeckt. Das Vorhaben wurde letztendlich jedoch nicht realisiert, unter anderem aufgrund kartellrechtlicher Bedenken.<ref name=":4">Arme Genossen. In: Der Spiegel. 14. Juni 1971 (spiegel.de [abgerufen am 1. März 2018]).</ref> Nachdem die bisher weitgehend selbstständigen Regionalgenossenschaften bereits 1968 alle wichtigen Managementfunktionen an die Rewe-Zentrale abgetreten hatten,<ref name=":4" /> führte man 1972 das bis heute verwendete Partnerschaftsmodell ein.<ref name=":5">1970–1979. In: Unternehmensgeschichte. Rewe Group, abgerufen am 1. März 2018.</ref> Die in eine Aktiengesellschaft umgewandelte Zentrale, deren Aktionäre die Großhandlungen sind, übernahm beispielsweise die Verkaufsförderung und andere zentrale Dienstleistungen. Sie erhielt so erheblich mehr Bedeutung. Der genossenschaftliche Prüfungsverband wurde auf die Finanzierung der Gruppe beschränkt.<ref name=":5" />

1973–1996

Datei:Rewe Innenaufnahme Gemüsebereich.jpg
Obst- und Gemüseabteilung in einem Rewe Supermarkt (1978)

Als entscheidend für die weitere Entwicklung erwies sich die Beteiligung an der Leibbrand-Gruppe. 1974 sicherte sich Rewe 50 Prozent und später 100 Prozent der Anteile des Unternehmens, zu dem unter anderem die Marken Penny oder Toom Baumarkt gehörten.<ref name=":5" /> In der Öffentlichkeit wurde die Unternehmensgruppe als Rewe-Leibbrand-Gruppe bezeichnet. Zwei Jahre danach überschritt der Umsatz von Rewe erstmals die Marke von zehn Milliarden Mark.<ref name=":7">Julia Lange: Rewe – Wie ein genossenschaftlicher Einkaufs-Klub zum Handels-Konzern wurde. In: Frankfurter Neue Presse. 30. April 2002, S. 7.</ref> Mit Berufung von Hans Reischl in den Zentralvorstand begann 1977 der Aufstieg des Managers, der Rewe in den nächsten Jahren entscheidend prägen sollte.<ref name=":8">Ideale Spielwiese. In: Der Spiegel. 1. Mai 1995 (spiegel.de [abgerufen am 1. März 2018]).</ref><ref>Michael Gassmann: Hans Reischl ist Rewe. In: Financial Times Deutschland. 8. November 2001, S. 2.</ref> 1979 erstritt Rewe vor dem Europäischen Gerichtshof ein wegweisendes Urteil für den freien Warenverkehr im EWR. Im Mittelpunkt der Entscheidung stand ein Likör, den Rewe trotz seines nach deutschen Gesetzen zu niedrigen Alkoholgehalts aus Frankreich importieren wollte (siehe: Cassis-de-Dijon-Entscheidung).<ref>Schweizerische Depeschenagentur: Wie ein Likör zum Prinzip erhoben wurde. 29. Juni 2010.</ref><ref>Philipp Aichinger: Was haben die EU-Richter denn je für uns getan? In: Die Presse. 28. Mai 2016, S. 46.</ref> 1982 wurde die Handelsmarke ja! eingeführt, um dem Konkurrenten Aldi eine Billigmarke entgegenzusetzen.<ref>Jens Bergmann: Unterscheide dich!: Markengeschichten von Abt bis Zwilling. brand eins Medien, 2022, ISBN 978-3-949712-10-4, S. 115 (google.de [abgerufen am 21. Mai 2022]).</ref> 1983 schloss sich Kaiser + Kellermann der Handelsgruppe an,<ref name=":9">1980–1996. In: Unternehmensgeschichte. Rewe Group, abgerufen am 1. März 2018.</ref> später beteiligte sich Rewe mit 75 Prozent am Unternehmen.<ref>Rewe übernimmt Kaiser + Kellermann. In: Lebensmittel-Zeitung. 14. Januar 2005 (lebensmittelzeitung.net [abgerufen am 1. März 2018]).</ref> Auch Stüssgen wurde von Rewe in den 1980er Jahren übernommen, das erfolgte in zwei Schritten (1984 und 1989).<ref>Mit Stüssgen stirbt eine echt kölsche Marke. In: Die Tageszeitung. 24. Juli 2004, abgerufen am 28. August 2025.</ref> Der Erwerb von 50 Prozent der Atlas-Reisebüros bedeutete den Einstieg in die Touristik-Branche.<ref>Rewe kauft 50 % an Atlas-Reisen. In: Handelsblatt. 31. August 1988, S. 11.</ref> Zu einem weiteren Engagement in diesem Segment kam es 1995 mit der Übernahme von ITS Reisen.<ref name=":8" /><ref name="Cohen-Petechuk" /> Im Jahr 2003 wurde die Bon appétit Group (siehe Usego) übernommen.<ref>Pascal Scherrer: 7 Schweizer Ladenketten, die es nicht mehr gibt. In: watson.ch. 6. August 2018, abgerufen am 1. Mai 2022.</ref> Nach der Deutschen Wiedervereinigung expandierte Rewe in die neuen Bundesländer. Erste Supermärkte entstanden beispielsweise in Weimar und Berlin.<ref name=":9" /> 1990 erwarb Rewe außerdem 400 co op-Filialen in Südbayern und Baden-Württemberg.<ref>Rewe kauft co op-Filialen. Betroffen sind die Läden in Süddeutschland. In: Nürnberger Nachrichten, 31. Juli 1990.</ref> Nachdem man mit dem Aufbau von Supermärkten unter der Marke Penny in England, Italien, Spanien und Frankreich experimentiert hatte,<ref name=":7" /> übernahm Rewe im Jahr 1996 den österreichischen Konzern um Billa und Merkur.<ref name=":6">Rewe-Konzern kauft größte Handelskette Österreichs. Als Kaufpreis werden zwei Milliarden Mark genannt Köln. In: Börsen-Zeitung. 18. Juli 1996, S. 16.</ref> Die Handelsgruppe stellte sich mit diesen Schritten international auf und sicherte sich dauerhaft eine Präsenz in Ost- und Südeuropa.<ref>Rewe: Vom Rhein bis zur Donau. Der Billa-Konzern fügt sich gut in das Bild des expandierenden deutschen Handelsriesen. In: WirtschaftsBlatt. 18. Juli 1996, S. 6.</ref><ref>Weitere Billa-Expansion in Österreich und Osteuropa. In: Wiener Zeitung. 9. März 2000, S. 6.</ref>

1997–2006

Mit Veröffentlichung der Rewe-Website unter der Domain rewe.de im Jahr 1997 dehnte das Unternehmen seine Präsenz auf das Internet aus.<ref name=":1" />

1997 übernahm Rewe 52 Standorte der insolventen Baumarkt- und Gartencenter-Kette Götzen. Ende 1998 folgte die Übernahme der Baumarktkette Stinnes mit 138 Märkten und 1,8 Milliarden DM Umsatz von der Veba-Tochter Stinnes AG.<ref name=":15">Rewe-Gruppe übernimmt Stinnes-Baumärkte. In: Handelsblatt. 2. Dezember 1998, S. 21.</ref><ref name=":23">Manfred Vossen: Toom-Baumarkt wird zur Top-Adresse: Mit der Übernahme der Stinnes-Filialen katapultiert sich Rewe in die Spitzengruppe der Branche. In: Lebensmittel Zeitung. Nr. 49, 4. Dezember 1998, S. 4.</ref> Beide wurden in toom Baumarkt integriert, womit Rewe zum drittgrößten Baumarktfilialisten in Deutschland aufstieg.<ref name=":152">Rewe avanciert zur Nummer drei der Baumarktszene: Die Kölner übernehmen 138 Stinnes-Baumärkte. In: Handelsblatt. 3. Dezember 1998, S. 16.</ref>

1999 gab die Deutsche Bahn bekannt, dass Rewe den Zuschlag für die Übernahme der Tochtergesellschaft Deutsches Reisebüro mit Wirkung zum 1. Januar 2000 erhalten habe.<ref>Rewe erhält Zuschlag für Reise-Tochter der Bahn. In: Börsen-Zeitung. 10. November 1999, S. 10.</ref><ref>Handelskonzern Rewe kauft Touristiktochter der Bahn. In: Handelsblatt. 10. November 1999, S. 1.</ref> Das Unternehmen erzielte einen Umsatz von über fünf Milliarden Mark und hatte rund 4300 Mitarbeiter.<ref>Rewe übernimmt DER-Touristik. Deutsche Bahn trennt sich von Reisebürokette mit Milliardenumsatz – Kartellamt muss noch zustimmen. In: Die Welt. 10. November 1999, S. 14.</ref> Rewe avancierte zu einem führenden Anbieter der Touristik-Branche.<ref>Rewe übernimmt DER. Handelsgruppe rückt mit der Bahn-Tochter zur Touristikspitze auf. In: Allgemeine Zeitung. 10. November 1999.</ref><ref>DER will Marktführer angreifen. Ehemalige Bahn-Tochter geht mit Rekordergebnis zu Rewe. In: Frankfurter Rundschau. 12. April 2000, S. 15.</ref> Das Deutsche Reisebüro bildete den Grundstein für die zweite Säule der Unternehmensgruppe neben dem angestammten Lebensmittelhandel.<ref>1997–2001. In: Unternehmensgeschichte. Rewe Group, abgerufen am 1. März 2018.</ref> Durch das anhaltende organische Wachstum sowie weitere Übernahmen und Kooperationen erreichte der Umsatz in den 2000er Jahren Rekordwerte.<ref name=":10">2002–2010. In: Unternehmensgeschichte. Rewe Group, abgerufen am 1. März 2018.</ref> Um die Verbundenheit zum Hauptsitz zu unterstreichen, wurde Rewe 2003 Partner und 2007 schließlich Sponsor des 1. FC Köln.<ref>Köln verlängert mit Rewe. In: Westdeutsche Zeitung, S. 11.</ref>

Kurz nach Amtsantritt von Alain Caparros als Vorstandsvorsitzender der Rewe Group gab das Unternehmen 2006 seine angestammten Vertriebsmarken auf.<ref>Hagen Seidel: „Es gab keine Guillotine“. In: Welt am Sonntag. 24. September 2006, S. 40.</ref><ref>Olaf Kolbrück: Vor dem Big Bang knallt es bei Rewe. In: Horizont. 7. September 2006, S. 16.</ref> Auf einen Schlag bekamen rund 2800 der über 3000 Supermärkte ein neues Logo.<ref>Das große Wechseln im Handel. In: Nordkurier. 25. September 2006.</ref> Von der Umbenennung der HL-, Deutscher-Supermarkt-, Minimal-, Otto-Mess-, Kontra-, Petz- und Stüssgen-Märkte in Rewe versprach man sich steigende Marktanteile.<ref>Evelyn Binder: Kölner Rewe frischt die Optik auf. In: Kölner Stadt-Anzeiger. 22. September 2006.</ref><ref>Rewe beendet sein Marken-Wirrwarr – Neues Logo für 3000 Supermärkte. In: Frankfurter Neue Presse. 22. September 2006, S. 2.</ref> Die Zentrale der Handelsgruppe trat fortan unter dem Namen Rewe Group auf.<ref name=":10" /><ref>Claudia Reischauer: Der Marken-Verkäufer. In: Absatzwirtschaft. 30. März 2012, S. 18.</ref> Durch die Eröffnung neuer Märkte und die Übernahme von 300 Plus-Standorten baute Rewe seine Präsenz im deutschen Markt abermals aus.<ref>Rewe-Märkte bekommen ein neues Gesicht. In: Fränkischer Tag. 14. August 2006, S. 32.</ref><ref>Rewe kündigt 600 neue Märkte an. In: Fränkischer Tag. 22. September 2006, S. 30.</ref><ref>Discounter: Penny darf Plus-Filialen übernehmen. In: Manager Magazin. 21. November 2008, abgerufen am 6. August 2025.</ref>

2007–2019

Rewe experimentierte national und international immer wieder mit neuen Konzepten für den Lebensmittelhandel.<ref name=":10" /><ref>Rewe will es jedem rechtmachen. In: Immobilien Zeitung. 3. März 2011, S. 8.</ref> Ein Beispiel dafür sind die Temma-Supermärkte, eine moderne Interpretation der Tante-Emma-Läden.<ref>Carsten Dierig: Tante Emma ist zurück. In: Welt am Sonntag. 27. Juni 2010, S. 22.</ref> 2011 startete „Rewe to go“ als Konkurrenz zu Fast-Food-Ketten;<ref>Rewe bietet Fastfood-Ketten Paroli. In: Kölnische Rundschau. 20. April 2011.</ref> Schwerpunkt des Sortiments sind verzehrfertige Produkte wie Salate, Backwaren, Getränke und Kaffee.<ref>Rewe testet neues Format. In: Allgemeine Bäcker-Zeitung. 12. März 2011, S. 4.</ref> Nachdem sich die Reisesparte des Konzerns national und international erfolgreich etabliert hatte,<ref>Rewe-Touristik überholt Cook. In: Handelsblatt. 18. Dezember 2009, S. 27.</ref> wurde 2013 die DERTOUR Group als Dachgesellschaft für diesen Bereich ins Leben gerufen.<ref name="WuV_2013-04-15">Lea Götz: DER Touristik und Interbrand vereinen Reise-Töchter mit neuem Logo. In: Werben & Verkaufen. 15. April 2013, abgerufen am 6. August 2025.</ref> Damit ersetzte die Marke DERTOUR den zuvor weniger bekannten Namen Rewe Touristik.<ref>Frank-Thomas Wenzel: Die Kunden fest im Griff. In: Frankfurter Rundschau. 13. April 2013, S. 13.</ref> Im Touristik-Bereich erfolgte 2015 die Übernahme des Schweizer Anbieters Kuoni.<ref>Kuoni verkauft Reisegeschäft. Rewe übernimmt Veranstalter. In: Basler Zeitung, 23. Juni 2015, S. 1.</ref>

2013 gab die Rewe Group das Ziel aus, die spezifischen Treibhausgasemissionen bis 2022 im Vergleich zum Referenzjahr 2006 um die Hälfte zu senken.<ref name=":11" /> Im selben Jahr beteiligte man sich an Forschungsprojekten zur Verhinderung der massenhaften Tötung männlicher Eintagsküken.<ref>Nils Klawitter: Wesjohann versus Rewe: Wettlauf im Kükenretten. In: Spiegel Online. 25. Januar 2018, abgerufen am 1. März 2018.</ref> Außerdem gründete die Rewe Group mit Rewe Digital eine Tochtergesellschaft für alle strategischen Online-Aktivitäten.<ref name=":11" /><ref>Santiago Campillo-Lundbeck: „Profitabilität ist für uns nicht das Entscheidende“. In: Horizont. 20. Juli 2017, S. 12.</ref> Unter anderem sicherte man sich eine Beteiligung an commercetools,<ref>REWE Digital acquires e-commerce software provider commercetools GmbH. High-Tech Gruenderfonds Management GmbH, 19. September 2014, abgerufen am 4. Oktober 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> ferner eine an Zooroyal,<ref>Henryk Hielscher: Amazon abhängen. In: WirtschaftsWoche. 25. August 2014, S. 10.</ref> einem Multichannel-Händler, der Nahrung und Zubehör für verschiedene Haustiere, Kleintiere, Aquarien- und Terrarientiere sowie Vögel vertreibt.<ref>Kim Eberhardt: Mit Premiumprodukten auf Erfolgskurs. In: Lebensmittel Zeitung direkt, 2. Mai 2022.</ref>

2017 kündigte die Rewe Group an, zusätzliche Milliarden in die Digitalisierung ihrer Geschäfte zu investieren.<ref>Jörn Brien: Kampf gegen Amazon: Rewe steckt Milliarden in die Digitalisierung. In: t3n.de. 15. Oktober 2017, abgerufen am 1. März 2018.</ref><ref>Rewe will ein bisschen wie Amazon werden. In: Spiegel Online. 20. Juni 2017, abgerufen am 1. März 2018.</ref> 2020 hat Rewe Digital ein Start-up ausgegründet, die OC Fulfillment GmbH, welche die Plattform fulfillmenttools vermarkten soll.<ref>Jürgen Diercks: Rewe digital gründet Start-up für Handelsplattform. In: heise.de. 11. September 2020, abgerufen am 20. Mai 2020.</ref>

Ende Mai 2019 kündigte Rewe Group zur Stärkung des Geschäfts mit Convenience Food die Übernahme von Lekkerland an.<ref>Lekkerland: Rewe Group übernimmt Kiosk-Lieferanten. In: Manager Magazin. 29. Mai 2019, abgerufen am 6. August 2025.</ref><ref>German retailer Rewe buys wholesaler Lekkerland. In: Reuters. 28. Mai 2019, abgerufen am 29. Mai 2019.</ref> Seit Oktober 2019 gehört die Lekkerland AG & Co. KG zu 100 % der Rewe Group.<ref>B2-40/19 – Fallbericht vom 9. Oktober 2019: Freigabe des geplanten Erwerbs von Lekkerland durch Rewe. Bundeskartellamt, 9. Oktober 2019, abgerufen am 23. April 2020.</ref>

Seit 2020

Die COVID-19-Pandemie führte auch in der Rewe Group zu erheblichen Herausforderungen. Der Lebensmittelhandel der Gruppe zählte zu den Gewinnern.<ref>Georg Winters: Supermärkte sind die großen Gewinner. In: Rheinische Post, 28. Juni 2021, S. 7.</ref><ref>Stefan Schulte: Rewe-Märkte mit Rekordumsatz im Corona-Jahr. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 20. April 2021, S. 8.</ref> Auch das Baumarkt-Geschäft erlebte einen Schub.<ref>Rewe erzielt im Corona-Jahr 2020 Umsatzrekord. In: Handelsblatt, 19. April 2021.</ref> Der Zusammenbruch des Reisemarktes traf dagegen die Touristik-Säule der Gruppe.<ref>DPA: Gute Geschäfte 2019 geben Rewe Kraft in der Corona-Krise. In: Die Welt. 29. April 2020, abgerufen am 28. August 2025.</ref> Nach der Pandemie erholten sich die Buchungszahlen in der DERTOUR Group jedoch deutlich. Die Insolvenz des Wettbewerbers FTI trug einen Teil dazu bei.<ref>Kilian Genius: Dertour: Buchungseingänge auf Rekordniveau. In: Nordkurier, 13. Dezember 2024.</ref>

Bereits während der Pandemie investierte die Gruppe umfassend in Digitalisierung und den Einsatz neuer Technologien, insbesondere in Analytics und Künstliche Intelligenz. Ziel ist eine flexiblere Logistik und personalisierte Kundenansprache, wobei fortlaufend neue digitale Lösungen im stationären wie im Online-Handel eingeführt werden. Ein weiteres Element der Strategie ist die Beteiligung an Start-ups und das Angebot eigener Software für den Handel. Rewe setzt in den Märkten dabei zunehmend auf neue Kassensysteme wie Selbstbedienungskassen, Self-Scanning und kassenlose Pick-&-Go-Einheiten.<ref>Hightech für Analytics und Verkaufsflächen: Rewe erhöht Flexibilität durch Digitalisierung. In: lebensmittelzeitung.net, 25. November 2022.</ref> Pick-&-Go-Systeme waren 2024 in Köln, Berlin, München und Düsseldorf im Einsatz.<ref>Julia Hahn-Klose: Rewe schließt erste kassenlose Filiale wieder. Handelskonzern gibt Niederlassung am Neumarkt wegen zu geringer Verkaufsfläche auf. In: Kölner Stadt-Anzeiger, 14. März 2024.</ref>

Anfang der 2020er Jahre implementierte die Gruppe Paymenttools. Organisiert wird es über eine Tochterfirma, die Zahlungsdienstleistungen für große Einzelhandelsunternehmen in ganz Europa anbietet. Das Unternehmen richtet sich in erster Linie an stationäre und Online-Händler (insbesondere Retailer) und bietet verkaufskanalübergreifende Payment-Dienstleistungen, darunter Kartenzahlungen, SEPA-Lastschriften sowie spezielle Lösungen für Omni-Channel-Handel wie zum Beispiel Retourenabwicklung an der Kasse.<ref>Zahlungsdienste für fremde Firmen: Rewe-Tochter Paymenttools startet durch. In: lebensmittelzeitung.net, 3. November 2023.</ref>

2022 legte die Rewe Group im Zuge einer gestrafften Digitalisierungsstrategie ihre beiden Technologie-Einheiten Rewe Digital und Rewe Systems zur Rewe digital GmbH zusammen.<ref>Jörg Rode: Rewe fusioniert seine zwei IT-Töchter Systems und Digital. In: Lebensmittel Zeitung. 10. Oktober 2022, abgerufen am 9. Oktober 2025.</ref> Zum Jahreswechsel 2024/2025 beendete die Rewe Group ihre Zusammenarbeit mit Payback und setzte auf ein eigenes Programm (Rewe Bonus).<ref>Florian Kolf: Rewe-Chef erwartet weitere Preissteigerungen im Supermarkt. In: Handelsblatt, 9. April 2025.</ref>

Struktur

Gesellschaften

Die Rewe-Zentralfinanz eG bildet gemeinsam mit ihren Tochterunternehmen den im Handels- und Touristikbereich international tätigen Konzern. Er umfasst zum 31. Dezember 2024 neben dem Mutterunternehmen Rewe-Zentralfinanz eG 527 konsolidierte Tochterunternehmen, 177 von ihnen haben ihren Sitz im Ausland. Ende 2024 zählte die Gruppe zudem 1471 assoziierte Unternehmen, sieben Gemeinschaftsunternehmen und 34 nicht konsolidierte Unternehmen.<ref name="FB-2024">Rewe-Zentralfinanz eG: Finanzbericht 2024. Abgerufen am 27. August 2025.</ref>

Märkte in Europa

Neben Deutschland, wo es seine meisten Standorte hat, verfügt die Gruppe über Standorte in Belgien, Bulgarien, Großbritannien, Frankreich, Italien, Kroatien, Litauen, Niederlande, Nordics (damit meint die Gruppe Dänemark, Norwegen, Schweden und Finnland), Österreich, Polen, Rumänien, Schweiz, Slowakei, Spanien, Tschechien und Ungarn.<ref name="FB-2024" />

Geschäftsfelder

Die Rewe Group gliedert ihre Aktivitäten in sechs Geschäftsfelder. In diesen Geschäftsbereichen operiert sie jeweils mit Hilfe von zentralen Vertriebsmarken. Hinzu kommen Handelsmarken.<ref name="FB-2024" /><ref name="Lela">Rewe-Zentralfinanz eG: Händler für fast alle Lebenslagen. Abgerufen am 27. August 2025.</ref>

Handel Deutschland

Rund 6.000 Rewe-, Penny- und Nahkauf-Märkte prägen die Präsenz der Gruppe in Deutschland.<ref name="Lela" />

Penny

Logo der Penny-Märkte
Logo der Penny-Märkte

Penny ist ein international tätiger Discounter, der in Deutschland und fünf weiteren europäischen Ländern Filialen besitzt.<ref name="FB-2024" /> Keimzelle des Unternehmens ist die 1973 gegründete Vertriebslinie der Leibbrand-Gruppe,<ref>Anette in Concas: „Penny“ wurde in der Domstadt geboren. In: Frankfurter Neue Presse. 18. Mai 1998, S. 2.</ref> die seit 1989 vollständig zur Rewe Group gehört.<ref name=":42">Rewe-Zentrale: Leibbrand ganz übernommen. In: Handelsblatt. 22. Dezember 1989, S. 1.</ref> Zum Ende des Geschäftsjahres 2016 hatte Penny in Deutschland 2148 Filialen,<ref name=":22">Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016. (PDF) Rewe Group, abgerufen am 30. Juni 2017.</ref><ref name="GB2016" /> die zuvor umfassend modernisiert wurden.<ref>Georg Winters: Discounter Penny wird saniert. In: Rheinische Post. 23. Mai 2012.</ref><ref>Rewe-Tochter Penny schreibt wieder schwarze Zahlen. In: Berliner Morgenpost. Funke Mediengruppe, 5. April 2016, abgerufen am 6. August 2025.</ref>

Land Märkte<ref>Penny Deutschland. In: rewe-group.com.</ref><ref>Penny International. In: rewe-group.com.</ref>
DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland 2123
TschechienDatei:Flag of the Czech Republic.svg Tschechien 430
ItalienDatei:Flag of Italy.svg Italien 465
OsterreichDatei:Flag of Austria.svg Österreich 320
RumänienDatei:Flag of Romania.svg Rumänien 420
UngarnDatei:Flag of Hungary.svg Ungarn 240

Rewe

Logo der Rewe-Märkte
Logo der Rewe-Märkte


Rewe ist mit 3800 Filialen<ref>REWE. Abgerufen am 28. August 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> einer der größten Lebensmittelhändler Deutschlands und Kernmarke der Rewe Group.<ref name=":1" /> Im Unterschied zu Penny und anderen Discountern verfügt Rewe über ein größeres Sortiment und einen größeren Anteil von Markenartikeln.<ref>Heike Jahberg: Kaufland und Rewe - die Rivalen von Edeka. In: Der Tagesspiegel. 21. Februar 2015, abgerufen am 1. März 2018.</ref> Neben dem klassischen Filialnetz setzt Rewe immer stärker auf E-Commerce.<ref>Rewe startet neuen Lieferservice. In: Fleischwirtschaft. 17. November 2011, S. 83.</ref> 2011 wurde der Lieferservice gestartet, der seit einiger Zeit durch den Abholservice und den Marktplatz<ref>REWE bietet mehr als Lebensmittel. (rewe.de [abgerufen am 6. September 2021]).</ref> ergänzt wird.<ref>Lieferservice. Rewe, abgerufen am 1. März 2018.</ref><ref>Abholservice. Rewe, abgerufen am 1. März 2018.</ref> Rewe-Märkte werden je nach ihrer Größe als Rewe, Rewe city, Rewe to go oder Rewe Center geführt.

Land Märkte<ref>REWE. In: rewe-group.com.</ref>
DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland 3800
LuxemburgDatei:Flag of Luxembourg.svg Luxemburg 1

Nahkauf

Logo von nahkauf
Logo von nahkauf

Nahkauf ist eine Marke der Rewe Group, unter der von eigenen Gesellschaftern kleinere Supermärkte betrieben werden. Ziel ist die lokale Nahversorgung mit Lebensmitteln.<ref>nahkauf.de – Nichts liegt näher. Abgerufen am 2. Juni 2018.</ref>

Land Märkte<ref>nahkauf. In: nahkauf.de.</ref>
DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland 460

Weiteres

Das Geschäftsfeld Handel Deutschland umfasst außerdem die Herstellung und Vermarktung von Backwaren (Glockenbrot Bäckerei) als auch die Produktion von Fleisch- und Wurstwaren (Wilhelm Brandenburg), den Betrieb nationaler und internationaler Warengesellschaften sowie den Onlinevertrieb, darunter Angebote wie Weinfreunde, Kölner Weinkeller und ZooRoyal.<ref name="FB-2024" />

Handel International

Die Gruppe betreibt ihr Geschäft außerhalb von Deutschland in rund 3.500 Märkten. Hierzu zählen insbesondere Discounter, Supermärkte und Drogerien.

Billa

Logo von Billa
Logo von Billa

Billa ist ein österreichisches Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels mit Sitz in Wiener Neudorf.<ref>Vom Laden zum Konzern: 60 Jahre Billa. Österreichischer Rundfunk, 10. Januar 2013, abgerufen am 1. Oktober 2017.</ref> Es wurde 1953 von Karl Wlaschek gegründet und entwickelte sich in den folgenden Jahrzehnten zum Marktführer in Österreich und expandierte international.<ref name=":32">Billa: Wie ein Barpianist den größten Handelskonzern der Alpenrepublik formierte. In: Handelsblatt. 18. Juli 1996, S. 12.</ref><ref>Billa: Marktführer in Österreich. In: Format. 18. Februar 2011, S. 28.</ref> 1996 übernahm die Rewe Group das Unternehmen zusammen mit seiner Schwestergesellschaft Merkur.<ref name=":62">Rewe-Konzern kauft größte Handelskette Österreichs. Als Kaufpreis werden zwei Milliarden Mark genannt Köln. In: Börsen-Zeitung. 18. Juli 1996, S. 16.</ref> Heute ist Billa eine Tochtergesellschaft und ein Vertriebsformat von Rewe International.<ref name=":13">Vertriebsformate. Rewe International, abgerufen am 1. März 2018.</ref><ref>Handelskonzern Rewe wächst mit Billa und Merkur. In: Wiener Zeitung. 15. April 2016, S. 33.</ref>

Land Märkte<ref>Billa auf rewe.group.com.</ref>
OsterreichDatei:Flag of Austria.svg Österreich 1250
TschechienDatei:Flag of the Czech Republic.svg Tschechien 252
SlowakeiDatei:Flag of Slovakia.svg Slowakei 166
BulgarienDatei:Flag of Bulgaria.svg Bulgarien 172<ref>Standorte nach der Website www.billa.bg/magazini.</ref>

Billa Plus

Logo von Billa Plus
Logo von Billa Plus

Billa Plus verfügt über 140 Märkte<ref>Margaretha Jurik: „Wir sind schnell“ (Interview mit David Renker). In: CASH Austria, Nr. 11, 6. Dezember 2024, S. 28–30.</ref> Vor April 2021 flaggten die Märkte als Merkur.

Land Märkte
OsterreichDatei:Flag of Austria.svg Österreich 140

Bipa

Logo von Bipa
Logo von Bipa

Bipa ist mit rund 600 Filialen einer der größten Drogeriefachhändler Österreichs.<ref name=":13" /><ref>Überdurchschnittliches Wachstum beim Drogerie- und Parfumeriehandel. In: Handelszeitung. 28. September 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 1. Dezember 2017; abgerufen am 1. Oktober 2017.</ref> Nachdem sich Billa am Markt durchgesetzt hatte,<ref name=":02">Billa: Wie ein Barpianist den größten Handelskonzern der Alpenrepublik formierte. In: Handelsblatt. 18. Juli 1996, S. 12.</ref> gründete Wlaschek zur besseren Differenzierung seines Geschäfts die Drogeriekette Bipa.<ref>Ewiger Kampf um Revier und Regal. In: Kleine Zeitung. 13. April 2008, S. 28.</ref><ref>Austria Presse Agentur: 50 Jahre Billa – Rewe machte noch mehr daraus. Chronologie. 5. September 2003.</ref>

Land Märkte<ref>BIPA. In: rewe-group.com.</ref>
OsterreichDatei:Flag of Austria.svg Österreich 570
KroatienDatei:Flag of Croatia.svg Kroatien 139

ADEG

Logo von ADEG
Logo von ADEG

Die ADEG Handelsaktiengesellschaft ist ein österreichisches Handelsunternehmen, das zur Rewe International gehört. Die Bezeichnung ADEG leitet sich von Arbeitsgemeinschaft der Einkaufsgenossenschaften ab.

Land Märkte<ref>ADEG auf rewe-group.com.</ref>
OsterreichDatei:Flag of Austria.svg Österreich 370

IKI

Logo von Iki
Logo von Iki

Die Beteiligung am Betreiber der zweitgrößten litauischen Supermarktkette „IKI“ UAB Palink, liegt zu 93,75 % bei der Rewe Group.<ref>„Rewe Group“ erweitert die Tätigkeit in Litauen. Abgerufen am 20. September 2022.</ref>

Land Märkte<ref>iki. Abgerufen am 20. September 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
LitauenDatei:Flag of Lithuania.svg Litauen 243

Convenience

Ihr Convenience-Angebot zu Versorgung für unterwegs betreibt die Gruppe mit mehreren Vertriebsmarken. Dazu zählen Lekkerland, Conway, Rewe To Go und Rewe Express.

Lekkerland und Conway

Lekkerland berät und beliefert europaweit rund 61.000 Verkaufsstellen. Hier waren 2025 rund 5.800 Mitarbeiter tätig. In Belgien und Spanien firmiert Lekkerland unter Conway.<ref name="Lela" />

Rewe To Go und Rewe Express

Rewe To Go ist an Tankstellen der Marke Aral präsent und steht dort für die Unterwegsversorgung. Zudem gibt es sie an Hochfrequenzstandorten, insbesondere an Bahnhöfen und Flughäfen sowie in Innenstädten. 2025 existierten mehr als 900 solcher Standorte.<ref>Rewe-Zentralfinanz eG: REWE To Go. Abgerufen am 27. August 2025.</ref>

Rewe Express war 2025 in rund 80 Esso-Tankstellen zu finden. Der Schwerpunkt des Convenience-Angebots liegt im Foodbereich. Rewe-Express ist als Shop-in-Shop-Lösung konzipiert.<ref>Rewe-Zentralfinanz eG: REWE express. Abgerufen am 27. August 2025.</ref>

Baumarkt

Toom Baumarkt

Logo von Toom Baumarkt
Logo von Toom Baumarkt

Der erste Baumarkt unter dem Namen Toom wurde 1978 in Frankfurt am Main eröffnet.<ref name=":12">Bauchtanz zwischen Besen und Bohrmaschinen. In: Neue Westfälische. 13. Oktober 2008.</ref> 1998 übernahm die Rewe Group von der VEBA die Stinnes-Baumärkte<ref>Rewe avanciert zur Nummer drei der Baumarktszene. In: Handelsblatt, 3. Dezember 1998, S. 16.</ref> und führte sie anschließend mit Toom zusammen.<ref>Rewe übernimmt Marktkauf-Baumärkte. In: Kölner Stadt-Anzeiger. 17. Mai 2007, abgerufen am 1. August 2017.</ref> Schon vorher waren Gartencenter von Klee und Götzen-Baumärkte an Rewe gegangen.<ref>Neue Märkte im Toom-Netz. Rewe übernimmt 133 Marktkauf-Baumärkte. In: Handelsblatt, 16. Mai 2007.</ref>

Land Märkte<ref>toom Baumarkt. In: rewe-group.com.</ref>
DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland 300

B1 Discount Baumarkt

Logo von B1 Discount Baumarkt
Logo von B1 Discount Baumarkt

Die B1 Discount Baumärkte sind eine Discount-Tochter der Baumarktkette Toom und gehören zur Rewe-Gruppe. Die Eröffnung des ersten Marktes dieser Discounter-Schiene fand 1999 in Wuppertal unter dem Namen „Zack“ statt,<ref>Bauen, Einrichten, Wohnen. Die Eröffnung eines „Zack“-Discounts bedeutet für die Rewe keinen Einstieg in den Baumarkt-Discount. In: Handelsjournal. 15. November 1999, S. 22.</ref> 2007 wurde die Marke in B1 Discount Baumarkt umbenannt.<ref>Mathias Vogel: Aus Zack wird B1. In: Lebensmittel Zeitung, 26. Oktober 2007.</ref> Das Konzept setzt auf ein vollständiges Baumarkt-Sortiment, verzichtet jedoch auf kostenintensive Serviceleistungen, um insbesondere preisbewusste Kunden anzusprechen.<ref name="b1">Rewe-Zentralfinanz eG: B1 Discount Baumarkt. Abgerufen am 28. August 2025. </ref>

Land Märkte<ref name="b1" />
DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland 17

Touristik

Logo der DERTOUR Group
Logo der DERTOUR Group


Die DERTOUR Group (vormals DER Touristik Group) bündelt seit 2013 alle Touristikgeschäfte der Rewe Group.<ref name="WuV_2013-04-15" /> Marken der DERTOUR Group sind beispielsweise Dertour, Derpart, ITS Reisen, Kuoni und Meier’s Weltreisen.<ref>Markenwelt. DERTOUR Group, abgerufen am 28. August 2025.</ref> Die Geschichte der Unternehmensgruppe geht zurück auf das 1917 in Berlin gegründete Deutsche Reisebüro.<ref name=":14">100 Jahre DER Touristik: Senden Sie uns Ihr schönstes Foto-Souvenir. In: Berliner Kurier. 21. Mai 2017, S. 26.</ref> Seit 2000 im Besitz der Rewe Group bildet die DERTOUR Group heute einen weitgehend unabhängigen Konzern innerhalb der Rewe Group.<ref>Rewe fährt auf Bahn-Tochter ab. Standbein Tourismus: Kölner kaufen Deutsches Reisebüro. In: Frankfurter Rundschau. 10. November 1999, S. 17.</ref><ref name="GB2016">Konzernstruktur. In: Geschäftsbericht 2016. Rewe Group, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 20. November 2018; abgerufen am 28. August 2025.</ref>

Group Functions

Zu diesem Geschäftsfeld zählt Rewe digital GmbH, der interne IT-Dienstleister der Rewe Group.<ref>Rewe-Zentralfinanz eG: REWE digital. Abgerufen am 28. August 2025.</ref> Auch die EHA Energie-Handels-Gesellschaft gehört hierher. EHA kümmert sich um Ökostrom, die Versorgung mit Gas, den Messstellenbetrieb und weitere Dienste des Facilitymanagements. EHA wird mehrheitlich von Mitgliedern der Rewe-Gruppe genutzt, aber auch von externen Firmenkunden.<ref>Rewe-Zentralfinanz eG: EHA. Abgerufen am 28. August 2025.</ref>

Die ebenfalls in diesem Geschäftsfeld angesiedelte Für Sie Handelsgenossenschaft eG ist eine der sechs Eigentümergenossenschaften der REWE Group. Sie wurde 1962 gegründet. Zu den Mitgliedern zählen über 250 Unternehmen aus verschiedenen Handelsbranchen in Deutschland, darunter Lebensmitteleinzelhändler, Großverbraucherzustellgroßhändler und Getränkefachhändler. Die Hauptaufgaben der Genossenschaft liegen in der wirtschaftlichen Förderung ihrer Mitglieder. Dazu zählen Warenbeschaffung, Zentralregulierung sowie Dienstleistungen in Logistik, IT und Marketing.<ref>Rewe-Zentralfinanz eG: Für Sie. Abgerufen am 28. August 2025.</ref> Seit 1973 besteht eine enge Partnerschaft mit der REWE Group.<ref>Für Sie. Discounter der ersten Stunde: Rückblick auf die vergangenen 25 Jahre – Mitgliederstruktur stark gewandelt. Der Kampf gegen die Preisbindung begann vor 20 Jahren. In: Handelsblatt, 11. November 1987, S. 20.</ref>

Ehemalige Vertriebsmarken

Bolle, Comet, extra

Mit Wirkung zum 1. Januar 2005 verkaufte die Metro AG 119 Extra-Standorte, welche vor allem in Süddeutschland angesiedelt waren, an die Rewe Group.<ref>METRO Group gibt 137 Extra-Verbrauchermärkte ab bei Wayback Machine. (PDF) In: metrogroup.de. METRO Group, 5. April 2005, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 5. April 2005; abgerufen am 24. März 2024.</ref><ref>Metro Marken | Extra bei Wayback Machine. (PDF) In: metrogroup.de. METRO Group, 17. November 2005, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 17. November 2005; abgerufen am 24. März 2024.</ref>

Am 1. Juli 2008 übernahm Rewe die restlichen Extra-Verbrauchermärkte mit 9.700 Mitarbeitern von der Metro AG. Das Bundeskartellamt genehmigte den Kauf am 28. März 2008 ohne Auflagen. Der Name Extra verschwand zum 16. März 2009, ab 2011 ebenso die Franchisemarken Comet und Bolle durch Umflaggung der Märkte auf Rewe, toom Markt und Kaufpark.<ref>Pressemeldung Detail – REWE Group. 4. September 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. September 2010; abgerufen am 24. März 2024.</ref>

Globus

Logo von Globus
Logo von Globus

1967 eröffnete das erste SB-Warenhaus unter der Globus-Flagge (nicht zu verwechseln mit dem namensgleichen Unternehmen Globus aus dem Saarland). Mit Wirkung zum 1. Januar 2005 wurde die Kaiser + Kellermann OHG mit 38 Globus SB-Warenhäusern zu 100 Prozent übernommen. Die Häuser wurden in den nächsten Monaten auf toom Markt umgeflaggt.<ref>Aus „Globus“ wird „Toom“. In: Rheinische Post, 7. April 2005.</ref>

HL-Markt, toom-markt, Deutscher-Supermarkt und miniMal

→ Hauptartikel: Minimal (Supermarkt) und toom Markt

Die Leibbrand-Gruppe war ein Handelsunternehmen aus Bad Homburg. Sie wurde 1961 von Willi Leibbrand gegründet und 1989 in die Rewe Group eingegliedert. Die Vertriebslinien der Leibbrand-Gruppe HL-Markt, toom-markt, Deutscher-Supermarkt, Otto Mess, Hill und miniMal wurden von der Rewe Group als miniMal, HL-Markt oder Rewe weitergeführt. 2006 gab die Rewe Group eine komplette Umstrukturierung des Konzerns und der Vertriebslinien bekannt. Seitdem flaggen die Supermärkte einheitlich als Rewe-Märkte.

Kafu

Logo der Merkur-Märkte
Logo der Merkur-Märkte

Die norddeutsche Handelskette Kafu-Wasmund wurde von Franz Peter Wefing (1928–2016), der bereits Anfang der 1950er-Jahre einen ersten Discounter führte, gegründet. Der erste unter Kafu geflaggte Supermarkt eröffnete dabei am 9. September 1975 in Bremen-Osterholz. Bis Mitte der 1980er-Jahre entstanden insgesamt 26 Kafu-Märkte. 1985 entschied sich Wefing zum Verkauf des gesamten Unternehmens für 45 Millionen Mark an eine Bank, wobei diese die Kette nur verdeckt für die co op AG (vgl. co op-Skandal) erwarb. 1992 wurde Rewe Eigentümer der Kette. Wann die letzte Filiale umflaggte, ist unbekannt, vermutlich jedoch nach 2003.<ref>Milan Jaeger: Kafu-Gründer gestorben - WESER-KURIER. 6. Februar 2016, abgerufen am 12. Februar 2022.</ref><ref>Die Rewe-Idee wird fünfundsiebzig. (PDF) Rewe Group, 2002, abgerufen am 12. Februar 2022.</ref><ref>Christian Buchholz, manager magazin: Rewe: Kasse auf, Geld heraus. Abgerufen am 12. Februar 2022.</ref><ref>Blog Archive: Posthume Ehrung des KAFU-Gründers Peter Wefing im Schweizer Viertel. In: www.ig-sv.de. Abgerufen am 12. Februar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Merkur

Logo der Merkur-Märkte
Logo der Merkur-Märkte

Die Merkur Warenhandels AG wurde im Jahr 1969 von Karl Wlaschek gegründet und war seit 1996 Teil der Rewe International AG. Merkur verfügte über 130 Märkte in Österreich und beschäftigte rund 9500 Mitarbeiter. Merkur galt als österreichischer Marktführer im Verbrauchermarktsegment. Im April 2021 wurde MERKUR auf BILLA PLUS umgeflaggt.<ref>Petra Stuiber: Merkur ist nun Billa Plus: Alles anders, alles gleich. In: Der Standard. Standard Verlagsgesellschaft Wien, 9. April 2021, abgerufen am 4. Mai 2021.</ref>

Sky, TopKauf und Plaza

An der Supermärkte Nord Vertriebs GmbH & Co. KG, mit den Marken: Sky, Sky-Center, Sky-XXL und TopKauf hielt die Rewe-Gruppe 55 %, die Coop eG 45 % bis zum Jahresende 2018. Die Vertriebslinie Plaza wurde ab 2013 als Name für die Gebäude, in denen sich die Warenhäuser z. T. befanden, unter dem Namen Plaza Center beibehalten. Das operative Geschäft betrieb die Rewe-Gruppe, ein Teil der Immobilien gehörte der Coop eG. Bis Mitte 2019 erfolgte eine Vereinheitlichung des Markenauftritts durch Umflaggung der Märkte auf Rewe und Nahkauf.<ref>Presse. In: coop.de.</ref><ref>Rewe beteiligt sich an Supermärkte Nord. In: sky-supermarkt.de.</ref> Die unter Plaza Bau- und Gartencenter geführten Baumärkte wurden an Hagebau verkauft.<ref>RM Handelsmedien GmbH & Co KG, Rudolf Müller Mediengruppe Köln: Hagebau übernimmt neun Plaza-Märkte. Abgerufen am 1. Februar 2022.</ref> Laut Lebensmittelzeitung hat die Rewe zum Jahreswechsel 2018/2019 ihren Anteil an der Supermärkte Nord GmbH auf 65 % aufgestockt. 35 % verblieben vorerst noch bei der coop eG. Im Juni 2019 gab die coop eG ihren Rückzug aus dem Unternehmen bekannt und verkaufte ihre restlichen Anteile an die Rewe Group. Seit Januar 2020 ist die ehemalige Supermärkte Nord Vertriebs GmbH & Co. KG zu 100 % in die Rewe Group integriert.<ref>REWE: Übernimmt SuNo zu 100%. Abgerufen am 1. März 2020.</ref>

Stüssgen

Logo der Merkur-Märkte
Logo der Merkur-Märkte

Seit 1984 gehörten die Märkte der 1897 gegründeten Kette zu Rewe, 1989 schlossen die restlichen, nicht übernommenen Filialen. 2005 wurden die meisten Stüssgen-Filialen auf das Minimal-Konzept umgeflaggt und dabei modernisiert. Danach gab es Stüssgen-Märkte nur noch in wenigen Kölner und Bonner Stadtteilen. Im Rahmen der neuen strategischen Ausrichtung der Rewe Group wurden die letzten verbliebenen Stüssgen-Filialen gemeinsam mit den Minimal-Filialen am 25. September 2006 zu Rewe-Filialen. Die Existenz von Stüssgen wurde mit diesem Tag beendet.

toom-Getränkemarkt

Logo der Merkur-Märkte
Logo der Merkur-Märkte

Unabhängig von den SB-Warenhäusern unter dem Namen toom sowie den gleichnamigen Baumärkten betrieb die Rewe bis Ende 2020/Anfang 2021 toom-Getränkemärkte. Diese wurden u. a. an alldrink und Getränke Hoffmann verkauft.<ref>Lebensmittel Praxis: Getränkeabholmärkte - Das Sterben der kleinen Getränkehändler. 18. Mai 2021, abgerufen am 12. Februar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Verkaufsprozess: Rewe findet Abnehmer für Toom-Getränkemärkte. Abgerufen am 12. Februar 2022.</ref>

Übernahmen

Delhaize in Deutschland

In Deutschland gab es in der Zeit von 2003 bis 2009 vier Delhaize-Märkte der Lebensmittel-Kette aus Belgien. Zwei Märkte befanden sich jeweils in Aachen (seit 2003) sowie in Köln; 2006 eröffnete eine Filiale in Köln-Mitte und die bis dato letzte Filiale wurde am 18. Oktober 2007 in Köln-Braunsfeld eröffnet. Am 19. Januar 2009 gab Delhaize auf Anfrage bekannt, dass die Filialen in Aachen und Köln verkauft werden sollen.<ref>


Wolfgang Schumacher: Delhaize sucht Käufer für Märkte. In: Aachener Zeitung. 19. Januar 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 12. Juni 2015; abgerufen am 29. August 2025.</ref> Zunächst hieß es noch, man suche eine Nachfolgelösung, in der das grundsätzliche Konzept und insbesondere die Feinkostabteilung weiterbestehen sollten; zum 26. August 2009 wurden alle vier Häuser von der Rewe Group übernommen.<ref>Weinverkostungen.de: Delhaize schließt in Deutschland - weinverkostungen.de. 29. Januar 2009, abgerufen am 25. Juni 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Mittlerweile sind alle vier Märkte in die Rewe-Märkte integriert.<ref>Ulrich Kölsch: Rewe übernimmt deutsche Delhaize-Supermärkte. In: Aachener Zeitung. 14. Juli 2009, abgerufen am 29. August 2025.</ref>

Kaiser’s Tengelmann

Datei:Halensee Kurfürstendamm 142 Rewe.jpg
Der Rewe-Markt am Kurfürstendamm, bis dahin ein Kaiser’s, am 30. März 2017, dem Tag der Umflaggung.

Im Zuge der Übernahme von Kaiser’s Tengelmann durch Mitbewerber Edeka gab dieser 64 Filialen, darunter 60 Filialen in Berlin und Umland an Rewe weiter. Bereits 2010 übernahm Rewe 65 Filialen von Kaiser’s Tengelmann im Ballungsraum Rhein-Main-Neckar.<ref>Rewe darf Tengelmann-Läden übernehmen. In: FAZ, 31. März 2010.</ref><ref>Tengelmann zieht sich komplett aus Rhein-Main-Neckar-Raum zurück. In: Darmstädter Echo. 17. März 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 19. November 2011; abgerufen am 29. August 2025.</ref>

Siehe auch

Weblinks

Commons: Rewe Group – Sammlung von Bildern und Audiodateien

Einzelnachweise

<references responsive> <ref name=":11"> 2011–2017. In: Unternehmensgeschichte. Rewe Group, abgerufen am 1. März 2018.</ref> </references>

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