Henrik Dettmann
| Datei:EuroBasket 2017 Greece vs Finland 79 (cropped).jpg
Dettmann bei der EM 2017
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| Spielerinformationen | ||
|---|---|---|
| Geburtstag | 5. April 1958 (68 Jahre und 54 Tage) | |
| Geburtsort | Helsinki, Finnland | |
| Vereine als Trainer | ||
| 1978–1985 Datei:Flag of Finland icon.svg Helsingin NMKY (Assistent) 1986–1992 Datei:Flag of Finland icon.svg Helsingin NMKY 2001 Deutschland Metabox Braunschweig 2003–2004 Deutschland Mitteldeutscher BC 2004–2006 Deutschland BS/Energy Braunschweig 2010 Frankreich JDA Dijon 2015 Datei:Flag of Turkey.svg Beşiktaş Integral Forex 2016 Frankreich Strasbourg IG | ||
| Nationalmannschaft als Trainer | ||
| 1992–1997 Datei:Flag of Finland icon.svg Finnland 1997–2003 Deutschland Deutschland 2004–2022 Datei:Flag of Finland icon.svg Finnland | ||
| Henrik Dettmann Medaillenspiegel | ||
|---|---|---|
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Basketball (Männer) | ||
| Deutschland Deutschland (als Trainer) | ||
| Weltmeisterschaft | ||
| Bronze | 2002 Vereinigte Staaten | Deutschland |
Henrik Dettmann (* 5. April 1958 in Helsinki) ist ein finnischer Basketballtrainer, der von 1997 bis 2003 die deutsche Herrennationalmannschaft betreute. Von 2004 bis 2022 war für die finnische Nationalmannschaft verantwortlich, die er bereits von 1992 bis 1997 trainiert hatte.
Karriere
Dettmann wirkte bereits ab 1973 als Trainer bei Helsingin NMKY ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)). Bis 1986 war er Junioren- oder Co-Trainer des Vereines, anschließend bis 1992 als Cheftrainer der Mannschaft verantwortlich. 1987, 1989 und 1992 wurde er finnischer Meister und in dieser Zeit zwei Mal als „Trainer des Jahres“ (1987, 1992) in Finnland ausgezeichnet. Gleichzeitig betreute Dettmann seit 1981 verschiedene finnische Jugendnationalmannschaften. Von 1992 bis 1997 war er Cheftrainer der A-Nationalmannschaft und führte sie 1995 zu ihrer ersten Europameisterschaftsteilnahme seit 1977.
Am 1. September 1997<ref>DBB: Ehemalige Bundestrainer Herren. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 9. Januar 2018; abgerufen am 13. September 2024.</ref> übernahm er für viele überraschend das Amt des deutschen Bundestrainers. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung stufte den Finnen deutscher Abstammung als „preiswerte Lösung“ ein.<ref>Ein Finne aus Schweden mit deutscher Abstammung... In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 17. Mai 1997, abgerufen am 7. Februar 2022.</ref> Mit der Mannschaft, aus der Dirk Nowitzki herausragte und zu der mit Ademola Okulaja und Patrick Femerling Spieler gehörten, die bei europäischen Spitzenvereinen unter Vertrag standen,<ref>Basketball: Okulaja lässt Nowitzki vergessen. In: FAZ.net. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 7. Februar 2022]).</ref> erreichte Dettmann in den Folgejahren den Halbfinaleinzug bei der Europameisterschaft 2001 und die Bronzemedaille bei der Weltmeisterschaft 2002, der ihr bis dahin bestes Abschneiden bei Weltmeisterschaften darstellte. Dettmann wurde 2002 als „Trainer des Jahres“ in Deutschland sowie (Sportarten übergreifend) in Finnland ausgezeichnet. Während seiner Amtszeit als deutscher Bundestrainer übernahm Dettmann im Januar 2001 vorübergehend zusätzlich das Amt des Cheftrainers beim Bundesligisten Braunschweig, der wirtschaftlich in Nöte geraten war. Der Deutsche Basketball Bund stellte den Niedersachsen daraufhin Dettmann als Trainer zur Verfügung,<ref>Basketball: Der Verband hilft: Bundestrainer nach Braunschweig. In: FAZ.net. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 7. Februar 2022]).</ref> ehe im Februar 2001 Ken Scalabroni neuer Braunschweiger Trainer wurde.<ref>Dino Reisner: Braunschweigs chaotischste Saison aller Zeiten. In: Die Welt. 10. Mai 2001 (welt.de [abgerufen am 7. Februar 2022]).</ref>
Nach dem enttäuschenden Abschneiden bei der Europameisterschaft 2003 und der damit verpassten Qualifikation für die Olympischen Spiele wurde Dettmanns am 31. Oktober auslaufender Vertrag vom DBB nicht verlängert. Bereits kurz zuvor hatte er beim Mitteldeutschen BC unterschrieben. Sein Co-Trainer beim MBC wurde Olaf Lange. An die mit Wendell Alexis und Stephen Arigbabu namhaft verstärkte Mannschaft wurden in der Medienöffentlichkeit hohe Erwartungen gestellt, während Dettmann als Ziel ausgab, beim MBC Spieler und eine Spielkultur zu entwickeln sowie den Abstand zu den führenden Bundesligisten zu verringern.<ref>Oberwölfe rücken Erwartungsdruck vorerst zurecht. In: Deutscher Basketball Bund e. V. (Hrsg.): Sonderheft Saison 2003/2004. DSV Deutscher Sportverlag GmbH, Köln 2003, S. 74, 75.</ref> Dettmann führte den MBC 2004 zum Gewinn des europäischen Vereinswettbewerbs FIBA EuroCup Challenge. Im März 2004 meldete der MBC Insolvenz an.<ref>„Sie haben uns angelogen“. In: Der Tagesspiegel Online. 19. März 2004, ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 7. Februar 2022]).</ref> Die Mannschaft musste nach der Saison 2003/04 zwangsabsteigen, Dettmann verließ den MBC im Sommer 2004.<ref>Dettmann verlässt MBC. In: Berliner Zeitung, 27. Juli 2004</ref> 2004 wurde er wieder finnischer Nationaltrainer.<ref name=":0">Henrik Dettmannilla edessä ”viimeinen valssi” – pitkä taival Susijengin päävalmentajana päättyy kesällä 2022. In: Suomen Koripalloliitto ry. Abgerufen am 7. Februar 2022.</ref>
Mitte Dezember 2004 wurde er neben seiner Aufgabe für die finnische Nationalmannschaft in zweiter Amtszeit Trainer in Braunschweig,<ref>Sebastian Arlt: Endlich wieder bei der Arbeit. In: morgenpost.de. 4. Februar 2005, abgerufen am 7. Februar 2022.</ref> wo Dettmann bis Anfang 2006 tätig war.<ref>BS/Energy Braunschweig feuert Dettmann. Netzeitung, 9. Januar 2006, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 6. September 2012; abgerufen am 12. Mai 2013.</ref> Im Januar 2006 wurde er von den in Abstiegsgefahr geratenen Niedersachsen entlassen.<ref>Jörg Rößner: Schwierige Mission für den Meistertrainer. In: Die Welt. 11. Januar 2006 (welt.de [abgerufen am 7. Februar 2022]).</ref> Im Januar 2010 übernahm er kurzzeitig bis Saisonende die sportliche Leitung des französischen Vereins Jeanne d’Arc aus Dijon,<ref>Dettmann answers Dijon S.O.S. FIBA Europa, 20. Januar 2010, abgerufen am 12. Mai 2013.</ref> den er aber auch nicht vor dem Abstieg aus der ersten französischen Liga LNB Pro A bewahren konnte. Mit der finnischen Nationalmannschaft nahm Dettmann an den Europameisterschaften 2011, 2013, 2015 und 2017 sowie an der Weltmeisterschaft 2014 teil.<ref name=":0" /> Zwischen Februar und Oktober 2015 wirkte er als Cheftrainer des türkischen Vereins Beşiktaş Integral Forex.
Zur Saison 2016/17 wurde Dettmann vom französischen Erstligisten Straßburg IG als Cheftrainer eingestellt,<ref>Henrik Dettmann s’engage avec la SIG Strasbourg. In: sigstrasbourg.fr. 24. Juni 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 30. Juli 2016; abgerufen am 13. September 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> aber bereits am 27. Oktober 2016 beurlaubt.<ref>Henrik DETTMANN suspendu. In: SIGSTRASBOURG. 27. Oktober 2016 (sigstrasbourg.fr [abgerufen am 27. Oktober 2016]).</ref> Unter der Leitung Dettmanns hatte SIG in der LNB Pro A vier von fünf Spielen verloren und stand auf dem vorletzten Platz. In der FIBA Champions League betreute der Finne die Mannschaft in zwei Partien, beide endeten in Niederlagen. Im November 2021 gab der finnische Basketballverband das Ende von Dettmanns seit 2004 andauernder Amtszeit als Nationaltrainer im Sommer 2022 bekannt. Als Nachfolger wurde Lassi Tuovi bestimmt, der unter Dettmann als Co-Trainer der finnischen Auswahl gearbeitet hatte.<ref name=":0" />
Sonstiges
Dettmann ist mit der ehemaligen tschechischen Basketballnationalspielerin und Bundesligaspielerin Mirka Dettmann (geb. Jarchovská) verheiratet.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Henrik Dettmann muuttui räyhääjästä palvelijaksi.] In: Helsingin Sanomat. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 8. Oktober 2015 (finnisch).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref><ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Ins kalte Wasser mit den jungen Spielerinnen. Interview mit Alex Maerz und Anne Breitreiner.] (pdf) In: DBB-Journal. Deutscher Basketball Bund, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 8. Oktober 2015: „Mirka Jarchovska (Ehefrau von Ex-Herren-Bundestrainer Henrik Dettmann – Anm. d. Red.)“Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Weblinks
- Maajoukkuevalmentajat ja muu joukkueenjohto – Suomen Koripalloliitto – Trainerstab der finnischen Nationalmannschaft auf den Webseiten des finnischen Verbandes (finnisch)
Einzelnachweise
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Seit 1949
Theo Clausen (seit Gründung bis 1951) |
Anton Kartak (1951–1956) |
Theodor Vychodil (1956–1961) |
Branimir Volfer (1961/1962) |
Yakovos Bilek (1962–1968) |
Kurt Siebenhaar (1968) |
Miloslav Kříž (1968–1971) |
Theodor Schober (1971/1972) |
Dietfried Kienast (1972/1973) |
Pascal Ezguilian (1974–1976) |
Raimondo Nonato De Azevedo (1976) |
Bernd Röder (1976–1980) |
Theodor Schober u. Terence Schofield (1980–1983) |
Chris Lee (1983) |
Ralph Klein (1983–1986) |
Svetislav Pešić (1987–1993) |
Dirk Bauermann (1994) |
Vladislav Lučić (1994–1997) |
Henrik Dettmann (1997–2003) |
Dirk Bauermann (2003–2011) |
Svetislav Pešić (2012) |
Frank Menz (2012–2014) |
Emir Mutapčić (2014) |
Chris Fleming (2014–2017) |
Henrik Rödl (2017–2021) |
Gordon Herbert (2021–2024) |
Álex Mumbrú (seit 2024)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Dettmann, Henrik |
| KURZBESCHREIBUNG | finnischer Basketballtrainer |
| GEBURTSDATUM | 5. April 1958 |
| GEBURTSORT | Helsinki |
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