Zum Inhalt springen

Thiepan

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 24. Januar 2026 um 04:39 Uhr durch imported>ChemoBot (Entferne Parameter „Suchfunktion“ aus {{Infobox Chemikalie}} und bereinige Leerzeilen).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Strukturformel
Strukturformel von Thiepan
Allgemeines
Name Thiepan
Andere Namen

Hexamethylensulfid

Summenformel C6H12S
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 225-279-8
ECHA-InfoCard 100.022.981
PubChem 78493
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 116,22 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

0,99 g·cm−3 (20 °C)<ref name="muell" />

Schmelzpunkt

0,5 °C<ref name="CRC90_3_484">David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press / Taylor and Francis, Boca Raton FL, Physical Constants of Organic Compounds, S. 3-484.</ref>

Siedepunkt

173–174 °C<ref name="muell">Mueller in: Monatsh. Chem. 1953, 84, 1206–1214.</ref>

Brechungsindex

1,5044 (18 °C)<ref name="CRC90_3_484" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar<ref name="NV">Dieser Stoff wurde in Bezug auf seine Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.</ref>
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C

Thiepan, auch Hexamethylensulfid genannt, ist der einfachste schwefelhaltige gesättigte siebengliedrige Heterocyclus.

Darstellung

Die Darstellung von Thiepan kann durch die Reaktion von 1,6-Dibromhexan mit Natriumsulfid<ref>A. Singh, A. Mehrotra, S. L. Regen: High Yield Medium Ring Synthesis of Thiacycloalkanes, in: Synth. Commun. 1981, 11, 409–412.</ref> oder 1,6-Diiodhexan mit Kaliumsulfid<ref>J. v. Braun: Über cyclische Sulfide, in: Chem. Ber. 1910, 43, 3220–3226.</ref> erfolgen.

<math>\mathrm{Br{-}(CH_2)_6{-}Br \ +\ Na_2S \longrightarrow\ C_6H_{12}S \ +\ 2 \ NaBr}</math>

Eigenschaften

Thiepan siedet bei 173–174 °C und besitzt eine Dichte von 0,99 g/cm3.

Reaktionen

Die möglichen Reaktionen beschränken sich weitgehend auf Reaktionen am Schwefelatom und dessen α-Position, dem Kohlenstoff neben dem Schwefel. So kann Thiepan mit Kaliumpermanganat zu Sulfonen<ref>G. W. Gokel, H. M. Gerdes, D. M. Dishong in: J. Org. Chem. 1980, 45, 3634–3639.</ref> oder mit Wasserstoffperoxid zu Sulfoxiden oxidiert werden.<ref>R. L. Crumbie, D. D. Ridley in: Aust. J. Chem. 1981, 34, 1027–1035.</ref>

An α-Kohlenstoff können auch Abgangsgruppen eingeführt werden. So liefert die Reaktion mit N-Chlorsuccinimid 2-Chlorthiepan.<ref>H. J. Gais in: Angew. Chem. 1977, 89, 201–202.</ref> Dies ermöglicht weitere Reaktionen mit Nukleophilen. Hierzu können beispielsweise Grignard-Reagenzien<ref>H. Sashida, T. Tsuchiya in: Heterocycles 1982, 19, 2147–2150.</ref> zur Einführung organischer Reste verwendet werden.

Datei:Reaktion Thiepan.png
Sequenz aus Chlorierung mit N-Chlorsuccinimid und Grignard-Reaktion. R = organischer Rest, X = Halogenid

Einzelnachweise

<references />