Haus Mengede
| Haus Mengede | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
Erhaltene Grundmauern von Haus Mengede | ||||||
| Staat | Deutschland | |||||
| Ort | Mengede | |||||
| Entstehungszeit | 1260 | |||||
| Erhaltungszustand | Grundmauern | |||||
| Geographische Lage | 51° 35′ N, 7° 23′ O
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Haus Mengede war ein Rittersitz im Dortmunder Ortsteil Mengede.
Das ursprüngliche Wasserschloss war Stammsitz der Ritter von Mengede. Bekanntester Vertreter dieses Adelsgeschlechts war Johann von Mengede, der von 1450 bis 1465 Hochmeister des Deutschen Ordens in Livland war.
Haus Mengede wurde zwischen 1260 und 1270 auf dem Boden des Oberhofes des alten Reichsguts Mengede als Befestigungsanlage mit Burg, Vorburg und Gräften errichtet. Neben der Familie von Mengede hielten die Ritter von Strünkede große Teile des Besitzes. Von 1421 bis 1604 war die Burg im Besitz derer von Bodelschwingh, bis 1715 derer von Büren, ab 1765 der Droste zu Vischering.<ref>Haus Mengede</ref>
Im Jahre 1723 wurden die Befestigungsanlagen geschleift und im Jahre 1902, im Zuge der Umleitung und Kanalisierung der Emscher, deren Wasser früher die Gräften speiste und mehrere Mühlen antrieb, wurden auch die Gräften zugeschüttet. Nach dem Zweiten Weltkrieg verfiel das unweit der Emscher gelegene Gebäude zunehmend. Es wurde 1968 bis auf die Grundmauern abgebrochen.
Die Urflurkarte von 1822/1823 zeigt eine mächtige Anlage von etwa zwei Hektar Fläche mit einer Hauptburg- und einer Vorburginsel inmitten einer großen Gräfte. Die Grundmauern sind bis heute erhalten. Die kaum aufragenden Mauerreste lassen den Grundriss des Herrenhauses und stellenweise auch eine Innengliederung erahnen. Es dürfte sich dabei um die Überreste eines Umbaus aus der Mitte des 16. Jahrhunderts handeln.
Eine Informationstafel in der Parkanlage erinnert an die Geschichte des Gebäudes. Haus Mengede ist als Bodendenkmal in die Denkmalliste der Stadt Dortmund eingetragen.<ref name="Denkmalliste" />
Literatur
- Haus Mengede. Digital erinnert. In: Mitteilungen. Mitgliedermagazin der Deutschen Burgenvereinigung e.V. Nr. 148, März 2026, S. 46–47.
- Karl Emerich Krämer: Von Burg zu Burg durchs Ruhrgebiet. Band 1. Mercator, Duisburg 1981, ISBN 3-87463-097-8, S. 77.
- Albert Ludorff: Die Bau- und Kunstdenkmäler des Kreises Dortmund-Land (= Die Bau- und Kunstdenkmäler von Westfalen. Band 3). Schöningh, Münster 1895, S. 74.
Weblinks
Einzelnachweise
<references> <ref name="Denkmalliste"> Nr. B 0005. Denkmalliste der Stadt Dortmund. (PDF) In: dortmund.de – Das Dortmunder Stadtportal. Denkmalbehörde der Stadt Dortmund, 14. April 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 15. September 2014; abgerufen am 20. Juni 2014 (Größe: 180 kB). </ref> </references>
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