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Victor Lwowski

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Datei:Victor Lwowski, Foto- Fr. Anders-Paltzow, Halle-Saale.jpg
Victor Lwowski, Foto von Friedrich Anders-Paltzow, Halle/Saale

Victor Lwowski (* 24. November 1841 in Alt Karmunkau, Lkr. Rosenberg, Oberschlesien; † 23. August 1917 in Halle (Saale)) war ein deutscher Ingenieur und Unternehmer.

Leben

Im Jahr 1872 gründete Lwowski, der in Berlin Ingenieurwissenschaften studiert hatte, in Halle an der Saale das Unternehmen Victor Lwowski, Maschinen- und Dampfkessel-Fabrik<ref name="Dampfmaschinen und Lokomotiven">Albert Gieseler: Dampfmaschinen und Lokomotiven - Übersicht über Hersteller. Mannheim 2008. [1] Stand 10. März 2008.</ref>, die Maschinen und Apparate für Brennereien und Zuckerfabriken für die Absatzgebiete Deutschland, Russland und Schweden produzierte.<ref name="Menschen, Märkte & Maschinen">Menschen, Märkte & Maschinen. Die Entwicklung von Industrie und mittelständischer Wirtschaft im Raum Halle (Saale). Eine Zeitreise durch zwei Jahrhunderte. Mitteldeutscher Verlag, Halle (Saale) 2007, S. 22, 38 und 39, ebenso unter [2] Stand 10. März 2008.</ref>

Lwowski war Initiator und von 1879 bis 1881 leitender Vorsitzender des Vorstands<ref name="Menschen, Märkte & Maschinen"/> der Gewerbe- und Industrieausstellung 1881 zu Halle, die als anerkannt größte Wirtschaftsausstellung Deutschlands im 19. Jahrhundert<ref>Roswitha Bernd: Sachsen-Anhalt. Journal für Natur- und Heimatfreunde. Heft 4/2007, S. 29–31, ebenso unter <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. Stand 31. August 2008.</ref> zu den ersten und relevantesten Ausstellungen dieser Art im Deutschen Kaiserreich gehörte.<ref>Andrea Hauser: Halle wird Großstadt. Stadtplanung, Großstadtleben und Raumerfahrung in der Stadt Halle a. d. Saale 1870–1914. Halle (Saale) 2006, ebenso unter [3] Stand 10. März 2008.</ref>

Lwowski war eine gestaltende Figur im wirtschaftlichen und politischen Leben der Stadt Halle: Insgesamt war er sechzehn Jahre lang Stadtverordneter in Halle, er war Mitglied des Kuratoriums des Gas- und Wasserwerks und der Steuereinschätzungskommission, ehrenamtlicher Handelsrichter, Freimaurer und Mitglied im Aufsichtsrat der Kröllwitzer Papierfabrik.<ref>Andrea Hauser: Halle wird Großstadt. Stadtplanung, Großstadtleben und Raumerfahrung in der Stadt Halle a. d. Saale 1870-1914. Halle a. d. Saale 2006, ebenso unter [4] Stand 25. Juli 2008.</ref>

Lwowski war im Jahr 1866 dem Verein Deutscher Ingenieure (VDI) mit der Mitgliedsnummer 1119 beigetreten.<ref>Angelegenheiten des Vereines. In: Zeitschrift des Vereines deutscher Ingenieure. Band 10, Nr. 2, Februar 1866, S. 97.</ref> Von 1883 bis 1887 war er Vorsitzender des Thüringischen Bezirksvereins des VDI, 1890 wurde er Vorstandsmitglied des VDI. In den Jahren 1891, 1894 und 1895 amtierte Lwowski als erster Vorsitzender (heutige Bezeichnung: „Präsident“) des VDI.<ref name="Nachruf auf Victor Lwowski">Nachruf auf Victor Lwowski. In: Zeitschrift des Vereines deutscher Ingenieure, 61. Jahrgang 1917, Nr. 39, S. 797–798.</ref><ref name="Verein Deutscher Ingenieure 1856-1926">Verein Deutscher Ingenieure 1856-1926. VDI-Verlag GmbH, Berlin 1926, S. 116–117.</ref> Der Thüringische Bezirksverein des VDI ernannte ihn zu seinem Ehrenmitglied.<ref>Verein Deutscher Ingenieure (Hrsg.): Mitgliederverzeichnis 1914. Berlin 1914, S. 371.</ref>

Mit seiner Frau Bianca Charlotte Lwowski geb. Lüdicke (* 6. Februar 1849 in Köthen, Anhalt; † 12. Februar 1906 in Halle (Saale)) hatte er zwei Söhne (Hermann Lwowski, Walter Lwowski) und vier Töchter.<ref name="Menschen, Märkte & Maschinen"/>

Einzelnachweise

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