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Pech (Wachtberg)

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Pech
Gemeinde Wachtberg
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(2647)&title=Pech 50° 39′ N, 7° 7′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(2647) 50° 39′ 1″ N, 7° 6′ 31″ O
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Höhe: 131 m ü. NHN
Einwohner: 2647 (2024)<ref name="Einwohner-Quelle">Ortschaften. Gemeinde Wachtberg, abgerufen am 23. Oktober 2025.</ref>
Eingemeindung: 1. August 1969
Postleitzahl: 53343
Vorwahl: 0228
Lage von Pech in Nordrhein-Westfalen
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Pech ist einer von 13 Ortsteilen der Gemeinde Wachtberg im nordrhein-westfälischen Rhein-Sieg-Kreis. Der Ortsteil hat 2.707 Einwohner (Stand: 31. Juli 2018).<ref name="Einwohner-Quelle" /> Bis zur kommunalen Neugliederung 1969 war Pech eine zum Amt Villip gehörende Gemeinde im damaligen Landkreis Bonn.

Lage

Pech liegt südlich von Bonn im Drachenfelser Ländchen am Kottenforst zwischen Bonn-Heiderhof, Gimmersdorf (Wachtberg) und Villip (Wachtberg).

Geschichte

Der Ortsname Bech erschien erstmals im Abgaben- und Rentenverzeichnis aus dem Jahre 1497 des Pfarrarchivs Villip.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Von Bech nach Pech – Zur Siedlungsgeschichte und Ortsbenennung (Memento vom 31. Mai 2019 im Internet Archive). Hrsg.: Heimatverein Pech e. V. Dorfporträt Nr. 5 / Veränderte Neuausgabe Juni 2000, S. 5.</ref> Eine vorige Bebauung rund um eine „Burg Eystorp“ wird vermutet, lässt sich aber nicht zweifelsfrei nachweisen. Burg Eystorp wird erstmals 1412 urkundlich genannt und soll fränkischen Ursprungs gewesen sein.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Von Bech nach Pech (Memento vom 31. Mai 2019 im Internet Archive), s. Einzelnachweis 2, S. 1.</ref> Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Pech bis zur Besetzung der linksrheinischen Gebiete durch Frankreich zum Kurfürstentum Köln. Die Franzosen, die die Verwaltung in den annektierten Gebieten völlig neu ordneten, führten im Jahr 1800 die Mairieverfassung ein und teilten die Gemeinde Pech der Mairie Villip zu.

1815 fiel das Rheinland und damit auch der Ort Pech an Preußen, das die französische Verwaltungseinteilung fast unverändert übernahm. Aus der Mairie Villip wurde die Bürgermeisterei Villip, ab 1930 das Amt Villip, im Kreis (ab 1887 Landkreis) Bonn im Regierungsbezirk Köln der Provinz Jülich-Kleve-Berg, aus der 1822 durch Zusammenschluss mit der Provinz Großherzogtum Niederrhein die Rheinprovinz hervorging. Pech war eine von zehn Gemeinden der Bürgermeisterei Villip. 1910 hatte die Gemeinde Pech 246 Einwohner. Sitz der Amtsverwaltung war bereits seit 1873 Berkum.

Am 1. August 1969 wurde die Gemeinde Pech durch das Gesetz zur kommunalen Neugliederung des Raumes Bonn (Bonn-Gesetz) mit den übrigen Gemeinden des Amtes Villip und den Gemeinden Adendorf, Arzdorf und Fritzdorf des Amtes Meckenheim zur neuen Gemeinde Wachtberg zusammengeschlossen, die dem durch Eingliederung des Landkreises Bonn in den Siegkreis neu entstandenen Rhein-Sieg-Kreis zugeordnet wurde.<ref>Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 83.</ref> Zuvor war auch eine Eingliederung von Pech in die Stadt Bad Godesberg erwogen worden, für die sich die Einwohner des Ortes mit deutlicher Mehrheit ausgesprochen hatten.<ref>Franz Möller: Der Rhein-Sieg-Kreis im Spannungsfeld von Bund und Land. Rheinlandia Verlag, Siegburg 2006, ISBN 3-938535-20-2, S. 34.</ref> In Pech befand sich um 1980 die Einkaufsabteilung der Botschaft von Pakistan<ref>Bayerisches Jahrbuch. Verlag C. Gerber, 1980, S. 544.</ref> und von 1993 bis zur Verlegung des Regierungssitzes nach Berlin 1999 die Botschaft des Königreichs Kambodscha in der Bundesrepublik Deutschland (→ Liste der diplomatischen Vertretungen in Bonn).

Am 4. Juni 2016 war Pech nach einem Unwetter von starkem Hochwasser des Godesberger Baches infolge von Starkregen betroffen.<ref>Gabriele von Törne, Sandra Simonsen, Marcus Bierlein: Zerstörte Brücken und nasse Keller – Überschwemmungen im Rhein-Sieg-Kreis. In: Bonner Rundschau vom 5. Juni 2016, abgerufen am 6. Juni 2016</ref> Die Brücke am Pecher Ortsausgang nach Villip sowie die Brücke „Grüner Weg“ wurden dabei zerstört.<ref>Gemeinde Wachtberg: Unwetterschäden in Wachtberg, abgerufen am 6. Juni 2016.</ref>

Datei:Ortseinfahrt Pech (Wachtberg); Werbeschild (a).jpg
Ortseingangsschild „Willkommen - Zum Glück gibt's Pech“

Bevölkerungsentwicklung

Im Ortsteil Pech wohnten (incl. Nebenwohnsitze)

Jahr Einwohner
1961 1099
1969 1811
1979 2401
1989 2238
1999 2615
2002 2726
Jahr (1) Einwohner
2003 2771
2004 2819
2005 2834
2006 2853
2007 2871
2014 2633

(1) jeweils 30. Juni des Jahres
Quelle: Statistische Angaben im Haushaltsplanentwurf 2008 der Gemeinde Wachtberg

Ortsvertretung

Vorsitzender der Ortsvertretung Pech ist Jürgen Kleikamp, sein Stellvertreter Manuel Lenggrüsser(Stand:2015).<ref>Ortsvertretungen. In: Rat und Verwaltung. Gemeinde Wachtberg, 29. Oktober 2014, abgerufen am 2. Februar 2015.</ref>

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Datei:Pech, kapel foto1 2009-08-07 15.51.JPG
Kapelle St. Michael, 1860 erbaut

Bauwerke

Trivia

2014 drehte der Regisseur Christian Alvart Szenen seines Films Halbe Brüder in einer Villa an der Huppenbergstraße.<ref>General-Anzeiger: Roadmovie mit Stopp in Pech, abgerufen am 27. März 2016.</ref><ref>General-Anzeiger: Schlagerstar feiert in Pech Millionärs-Party, abgerufen am 27. März 2016.</ref><ref>Youtube: @1@2Vorlage:Toter Link/youtube.comHALBE BRÜDER Offizieller Trailer (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot, abgerufen am 9. April 2017.</ref> In derselben Villa – die leer steht und zum Verkauf angeboten wird – drehte Kaspar Heidelbach im April 2017 Szenen für den Kölner Tatort Bausünden.<ref>WDR: Einladung zum Pressefototermin am Set mit Klaus J. Behrendt, Dietmar Bär, Jana Pallaske, Hanno Koffler u. a., abgerufen am 9. April 2017.</ref><ref>Matthias Kirch: Tatortdreh in Wachtberg, in General-Anzeiger, 4. April 2017, abgerufen am 9. April 2017.</ref>

Persönlichkeiten

  • Johannes Steinhoff (1913–1994), General der Luftwaffe, lebte und starb in Pech.
  • Alois Mertes (1921–1985), Staatsminister im Auswärtigen Amt und Abgeordneter des Deutschen Bundestages, lebte von 1966 bis zu seinem Tod mit seiner Familie in Pech.
  • Hans Riegel junior (1923–2013), Unternehmer (Haribo), hatte einen Wohnsitz in Pech.
  • Ulrich Everling (1925–2018), Jurist und Richter am Europäischen Gerichtshof, lebte von 1965 bis 2018 in Pech.
  • Hans-Dietrich Genscher (1927–2016), ehemaliger Bundesaußenminister und FDP-Vorsitzender, lebte und starb in Pech.
  • Helmut Kohl (1930–2017), Altbundeskanzler, lebte in Pech.
  • Josef Holik (1931–2021), ehemaliger Beauftragter der deutschen Bundesregierung für Fragen der Abrüstung und Rüstungskontrolle, lebte bis zu seinem Tod in Pech.
  • Hans-Dieter Blatzheim (1937 oder 1938–1985), Bauunternehmer und Automobilrennfahrer, lebte in Pech
  • Bernd Pfaffenbach (* 1946), Verwaltungsbeamter, lebt in Pech.
  • Willi Reiche (* 1954), Künstler und Vertreter der Kinetischen Kunst, lebt in Pech.
  • Wilfried Lülsdorf (* 1957), Journalist und Autor von Wachtberg-Krimis, lebt in Pech.

Weblinks

Commons: Pech – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

<references />

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