Frankenhaag
Frankenhaag Gemeinde Mistelgau
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|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(109)&title=Frankenhaag 49° 55′ N, 11° 26′ O
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| Höhe: | 398–452 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 109 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987" /> | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 1972 | |||||
| Postleitzahl: | 95490 | |||||
| Vorwahl: | 09279 | |||||
Frankenhaag ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Mistelgau im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Frankenhaag hat eine Fläche von 3,540 km². Sie ist in 561 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Flurstücksfläche von 6310,27 m² haben.<ref>Gemarkung Frankenhaag (092412). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 11. Dezember 2024.</ref> In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Hardt, Klingenmühle, Ochsenholz, Sorg und Streit.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 11. Dezember 2024.</ref>
Geografie
Beim Dorf fließen der Kaupersbach und der Kaltenbrunnen zur Weides zusammen, einem linken Zufluss der Truppach. 0,6 km nordwestlich des Ortes befindet sich der Brunnberg (498 m ü. NHN) und 1,2 km nordöstlich der Hohe Berg (530 m ü. NHN). Die Kreisstraße BT 1 führt nach Klingenmühle (0,8 km nordwestlich) bzw. am Striegelhof vorbei nach Mistelgau zur Staatsstraße 2185 (2,7 km östlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt an Ochsenholz vorbei nach Streit (1,2 km westlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 10. August 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Das Adelsgeschlecht von Lüschwitz hatte dort ursprünglich einen Rittersitz. Mit seinem Aussterben im Jahre 1728 fiel das Lehen an das Markgraftum Brandenburg-Kulmbach.
Frankenhaag bildete mit Hardt, Klingenmühle, Ochsenholz und Süßentränk eine Realgemeinde. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Frankenhaag mit Süßentränk 16 Anwesen. Die Hochgerichtsbarkeit stand dem bayreuthischen Stadtvogteiamt Bayreuth zu. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Amt Unternschreez. Die Verwaltung Glashütten war Grundherr sämtlicher Anwesen (ehemals ritterschaftliches Schloss mit Brauerei-, Wirtschafts-, Bäckerei- und Bierverlagsgerechtigkeit, 1 Söldengut mit Schenkstatt, 4 Söldengüter, 1 Dreiviertelsölde, 2 Halbsölden, 1 Drittelsölde, 3 Viertelsölden, 3 Tropfgüter).<ref name="W357">R. Winkler: Bayreuth, S. 357.</ref>
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Bayreuth. 1810 kam Frankenhaag zum Königreich Bayern. Infolge des Gemeindeedikts wurde Frankenhaag dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Mistelgau zugewiesen. Zugleich entstand die Ruralgemeinde Frankenhaag, zu der Hardt, Ochsenholz und Süßentränk gehörten. Mit dem Gemeindeedikt von 1818 wurde die Gemeinde Streit mit Klingenmühle und Sorg eingegliedert. Die Gemeinde Frankenhaag war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Bayreuth zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Bayreuth (1919 in Finanzamt Bayreuth umbenannt). Ab 1862 gehörte Frankenhaag zum Bezirksamt Bayreuth (1939 in Landkreis Bayreuth umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Bayreuth (1879 in Amtsgericht Bayreuth umgewandelt).<ref name="W471">R. Winkler: Bayreuth, S. 471f.</ref> Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 3,532 km².<ref name="OV 1961"/> Am 1. Januar 1972 wurde diese im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Gemeinde Mistelgau eingegliedert.<ref> </ref><ref>Mistelgau > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 11. Dezember 2024.</ref>
Von 1812 bis 1971 hatte der Ort eine eigene Schule. Von 1904 bis 1974 war Frankenhaag über die Bahnstrecke Bayreuth–Hollfeld erreichbar.
Baudenkmal
- Ehemaliges Schloss
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Einwohnerentwicklung
Gemeinde Frankenhaag
| Jahr | 1822 | 1840 | 1852 | 1855 | 1861 | 1867 | 1871 | 1875 | 1880 | 1885 | 1890 | 1895 | 1900 | 1905 | 1910 | 1919 | 1925 | 1933 | 1939 | 1946 | 1950 | 1952 | 1961 | 1970 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 288 | 348 | 339 | 340 | 337 | 370 | 347 | 337 | 355 | 334 | 308 | 307 | 299 | 279 | 270 | 309 | 306 | 276 | 298 | 370 | 391 | 364 | 330 | 280 |
| Häuser<ref name="Häuser">Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.</ref> | 54 | 56 | 55 | 54 | 54 | 56 | 60 | 63 | ||||||||||||||||
| Quelle | <ref name="W471"/> | <ref name="HGV">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 138, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).</ref> | <ref name="HGV" /> | <ref name="HGV" /> | <ref name="OV 1861">Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 844, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> | <ref>
Kgl. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern nach dem Stande der Bevölkerung im Dezember 1867. XXI. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1869, S. 130 (Digitalisat). </ref> || <ref name="OV 1875">Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1015, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1879</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1882</ref> || <ref name="OV 1885">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 961 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1892</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1900">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1006 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1911</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1925">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1028 (Digitalisat). </ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="HGV" /> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1950">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 889 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 655 (Digitalisat).</ref> || <ref name="OV 1970">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 150 (Digitalisat).</ref> |
Gemeindeteil Frankenhaag
| Jahr | 1819 | 1822 | 1861 | 1871 | 1885 | 1900 | 1925 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 150<templatestyles src="FN/styles.css" /> * | 130 | 116 | 128 | 123 | 104 | 128 | 176 | 147 | 109 | 109 |
| Häuser<ref name="Häuser" /> | 29 | 23 | 21 | 24 | 26 | 26 | 29 | ||||
| Quelle | <ref>Vorlage:Ober-Mainkreis 1820</ref> | <ref name="W471"/> | <ref name="OV 1861" /> | <ref name="OV 1875" /> | <ref name="OV 1885" /> | <ref name="OV 1900" /> | <ref name="OV 1925" /> | <ref name="OV 1950" /> | <ref name="OV 1961" /> | <ref name="OV 1970" /> | <ref name="OV 1987">Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 296 (Digitalisat).</ref> |
Religion
Frankenhaag ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Bartholomäus (Mistelgau) gepfarrt.<ref name="W357"/><ref name="OV 1961"/>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Frankenhag. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 200 (Digitalisat).
- Vorlage:Gebessler Stadt und Landkreis Bayreuth
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Heinz Kraß, Gerhard Reiß: Frankenhaag und seine Umgebung: Ein Ausflug in seine Vergangenheit. 2. Auflage. Genealogischer Fachverlag, Weiden 2009, DNB 993941850.
- Eduard Müller, Gottlieb Müller: Chronik von Glashütten, Frankenhaag und Plösen. Glashütten 1962.
- Gerhard Reiß: Frankenhaag und seine Umgebung: Ein Ausflug in seine Vergangenheit. GRIN Verlag, München 2014, DNB 1063841518.
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Weblinks
- www.frankenhaag.de
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Frankenhaag in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Frankenhaag im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie
Fußnoten
<references responsive />
Äußerer Graben | Außerleithen | Bärnreuth | Böhnershof | Braunersberg | Culm obere | Culm untere | Engelmeß | Eschenmühle | Frankenhaag | Friedrichsruh | Geislareuth | Gollenbach | Göritzen | Gries | Hardt | Harloth | Hundshof | Kammer | Klingenmühle | Kreckenmühle | Laimen | Lenz | Mengersdorf | Mistelgau | Moosing | Obernsees | Ochsenholz | Pensenleithen | Plösen | Schnackenwöhr | Schobertsberg | Schobertsreuth | Schöchleins | Schöchleinsmühle | Seitenbach | Sorg | Streit | Striegelhof | Tennig | Truppach | Wohnsgehaig
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- Ort im Landkreis Bayreuth
- Ortsteil von Mistelgau
- Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bayreuth)
- Gemeindegründung 1812
- Gemeindeauflösung 1971
- Gemarkung im Landkreis Bayreuth