Reckersdorf
Reckersdorf Gemeinde Bruckberg
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(25)&title=Reckersdorf 49° 21′ N, 10° 41′ O
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| Höhe: | 345 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 25 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Postleitzahl: | 91590 | |||||
| Vorwahl: | 09824 | |||||
Reckersdorf (fränkisch: Reggasch-dorf<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. S. 157. Dort folgendermaßen transkribiert: „regəschdorf“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Bruckberg im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Reckersdorf liegt in der Gemarkung Bruckberg.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 1. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Durch den Weiler fließt der Haselbach und ein namenloser Bach, der dort als rechter Zufluss in den Haselbach mündet. Im Nordwesten grenzt der Schleißwald an, 0,5 km östlich liegt der Haslacher Wald. Durch den Ort verläuft die Staatsstraße 2246, die nach Obereichenbach zur Bundesstraße 14 (6,5 km südwestlich) bzw. nach Bruckberg führt (1,5 km nordöstlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 14. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Durch den Ort verläuft der Fränkische Marienweg.
Geschichte
Der Ort wurde 1295 als „Reckersdorf“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname Recker (abgeleitet von Redger), der als Gründer des Ortes anzunehmen ist.<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. S. 157.</ref> 1313 verkaufte Albert von Vestenberg die Gefälle eines Hofes an das Kloster Heilsbronn. Am 21. Dezember 1443 wurde Reckersdorf in einer Urkunde erwähnt, mit der die Stadt St. Veit an der Glan, das damals zum Bistum Bamberg gehörte, einem Wilhelm von Waldenfels und seinen Brüdern unter anderem „ein gut zu Reckerstorff“ verlieh.<ref>G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit. Bd. 2, S. 269.</ref>
Im 16-Punkte-Bericht des Oberamtes Ansbach von 1684 wurden für Reckersdorf 6 Mannschaften verzeichnet: 3 Anwesen unterstanden dem Hofkastenamt Ansbach, 1 Anwesen dem Klosterverwalteramt Heilsbronn, 1 Anwesen der Mendelschen Zwölfbrüderstiftung der Reichsstadt Nürnberg und 1 Anwesen ursprünglich den Herren von Danngrieß zu Vach, jetzt Pfinzing. Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Ansbacher Salbuch 128, 2999. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach. Bd. 2, S. 691.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Reckersdorf 7 Anwesen und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte weiterhin das Hofkastenamt Ansbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das brandenburg-ansbachische Vogtamt Bruckberg. Grundherren waren das Fürstentum Ansbach (Hofkastenamt Ansbach: 2 Höfe, 1 Mühlgut, 1 Leerhaus; Klosterverwalteramt Heilsbronn: 1 Hof), die Mendelsche Zwölfbrüderhausstiftung (1 Hof) und der Nürnberger Eigenherr von Haller (1 Hof).<ref name="J901">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach. Bd. 2, S. 901.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach. Bd. 2, S. 981.</ref> Es gab zu dieser Zeit 7 Untertansfamilien, von denen 5 ansbachisch waren.<ref>Johann Bernhard Fischer: Reckersdorf. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 23 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Bd. 1, Sp. 443.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Reckersdorf dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Bruckberg und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Bruckberg zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach. Bd. 2, S. 961.</ref><ref>Bruckberg (Mittelfranken) > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 21. Februar 2025.</ref>
Baudenkmäler
- Haus Nr. 1: Bauernhaus, eingeschossiger Bau wohl noch des 17. Jahrhunderts mit Fachwerkgiebel<ref>G. P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach. S. 134. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.</ref>
- Haus Nr. 4: Wassermühle, zweigeschossiger Bau des 18. Jahrhunderts mit Zwerchhaus<ref>Denkmalliste für Bruckberg (Mittelfranken) (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
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Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Maria gepfarrt,<ref name="J901"/><ref name="OV 1961"/> seit 1981 ist die Pfarrei St. Martin zuständig. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Bonifatius gepfarrt.<ref>Pfarrverband Heilsbronn. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 14. März 2023.</ref>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Reckersdorf. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 4: Ni–R. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753101, Sp. 443 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 157.
- Günter P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 2). Deutscher Kunstverlag, München 1958, DNB 451224701, S. 134.
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit. Band 2. Verl. für Kunstreprod. Schmidt, Neustadt an der Aisch 1993, ISBN 3-923006-90-X, S. 269 (Volltext [Wikisource] – Erstausgabe: Beck, Nördlingen 1879).
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Reckersdorf in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Reckersdorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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