Zum Inhalt springen

1000-Genome-Projekt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 15. Februar 2020 um 12:54 Uhr durch imported>Bwbuz (fix WP:WLW +1lf; 3 externe Links geändert).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Das 1000-Genome-Projekt ist ein internationales Projekt, in dem – wie im Januar 2008 bekanntgegeben wurde – geplant war, bis Ende 2011 die Genome von rund 2500 Menschen zu sequenzieren, um daraus einen detaillierten Katalog menschlicher genetischer Variationen zu erstellen, inklusive Einzelnukleotid-Polymorphismen, INDELs und strukturelle Variationen wie Kopienzahlvariationen.<ref name="1000GP"> http://www.1000genomes.org/ </ref> Dies wäre die bislang bei weitem umfangreichste Erfassung menschlicher Genome. Um dieses Projekt zu realisieren, arbeiteten Institute vieler Länder zusammen, unter anderem in den USA, England, der Volksrepublik China und Deutschland. Die komplette Datenbank wird Wissenschaftlern weltweit kostenlos zur Verfügung gestellt und eine Bereicherung für alle Gebiete der Naturwissenschaften sein.<ref>G. Spencer: International Consortium Announces the 1000 Genomes Project. National Human Genome Research Institute (NHGRI), 22. Januar 2008. (Website)</ref>

Im Juni 2008 traten drei Unternehmen, die an der Entwicklung neuer Sequenziertechnologien beteiligt waren, dem Projekt bei.<ref>Geoff Spencer: Three Sequencing Companies Join 1000 Genomes Project. (PDF; 79 kB) In: www.1000genomes.org. National Human Genome Research Institute (NHGRI), 11. Juni 2008, abgerufen am 1. Juli 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Im Dezember 2008 wurden die ersten vorläufigen Daten von vier Individuen als Teil eines Pilotprojekts veröffentlicht.<ref name="1000GP" /> Im Oktober 2010 folgte die Publikation von Sequenzdaten ganzer Genome von 185 Individuen im Rahmen des Abschlusses des Pilotprojekts des 1000-Genome-Projekts.<ref> 1000 Genomes Project Consortium (2010). A map of human genome variation from population-scale sequencing. In: Nature. Bd. 467, S. 1061–1073. PMID 20981092</ref> Weiterhin erschien im Februar 2011 die Veröffentlichung einer bioinformatischen Analyse von genomischen Strukturvarianten (SVs) –  inkl. Kopienzahlvariantionen (englisch CNVs) –  durch die SV-Analysegruppe des 1000-Genome-Projekts.<ref name="Mills 2011">Mills, R.E. et al. (2011). Mapping copy number variation by population-scale genome sequencing. In: Nature. Bd. 470, S. 59–65. PMID 21293372</ref>

Im Oktober 2012 wurde bekannt, dass das Ziel erreicht wurde und die Erbgutdaten von mehr als 1.000 Menschen gelesen und veröffentlicht wurden.<ref>Erbgut veröffentlicht. 1.000-Genom-Projekt hat Ziel erreicht: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />kma online (Memento vom 28. Februar 2013 im Internet Archive)</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />