Zum Inhalt springen

Hegaualb

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 8. April 2026 um 08:10 Uhr durch imported>Radiojunkie (Schutzgebiete: Typo).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Hegaualb
Blick über die westliche Hegaualb, im Hintergrund die Hegauvulkankegel
Blick über die westliche Hegaualb, im Hintergrund die Hegauvulkankegel
Blick über die westliche Hegaualb, im Hintergrund die Hegauvulkankegel
Fläche 370 km²
Systematik nach Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands
Großregion 1. Ordnung 07–23 →
Schichtstufenland beiderseits des Oberrheingrabens
Großregion 2. Ordnung 08–16 →
Südwestdeutsches Schichtstufenland
Großregion 3. Ordnung 9 →
Schwäbische Alb
Region 4. Ordnung
(Haupteinheit)
91 →
Hegaualb
Höchster Gipfel Neuhewen (867 m)
Geographische Lage
Koordinaten 47° 58′ 0″ N, 8° 52′ 0″ OKoordinaten: 47° 58′ 0″ N, 8° 52′ 0″ O
 {{#coordinates:47,9667|8,8667|primary
dim=10000 globe= name=Hegaualb region=DE-BW type=landscape
  }}
Lage Hegaualb
Kreis Tuttlingen, Konstanz, Sigmaringen, Schwarzwald-Baar-Kreis
Bundesland Baden-Württemberg
Staat Deutschland

Die Hegaualb, auch unter dem Namen Badischer Heuberg bekannt, ist eine Landschaft im Süden von Baden-Württemberg zwischen der obersten Donau und dem Hegau<ref> Johannes Baier & Armin Scherzinger (2021): Das Vulkanfeld im Hegau. - Aufschluss, 72(2): 58–69.</ref> nordwestlich des Bodensees. Sie ist Teil der Schwäbischen Alb, deren südwestlichsten Ausläufer sie bildet. In der naturräumlichen Gliederung Deutschlands handelt es sich um die Haupteinheit Nr. 091 im Südwestdeutschen Stufenland.

Lage und Fläche

Datei:Hegaualb 03.jpg
Blick vom Witthoh aus Richtung Süden, im Hintergrund die Hegauvulkankegel

Ihr Teil zwischen Möhringen an der Donau und Bergsteig wird als „Die Eck“ oder Egg bezeichnet. Politisch gehört die Hegaualb zum Schwarzwald-Baar-Kreis, dem Landkreis Konstanz, dem Landkreis Sigmaringen und dem Landkreis Tuttlingen. Im Süden geht sie in den Hegau über, im Südwesten wird sie durch den Randen (Kanton Schaffhausen) und im Westen durch das Alb-Wutach-Gebiet begrenzt. Im Norden bildet das obere Donautal die Grenze zur Baaralb und zum Großen Heuberg, im Osten schließen sich die Donau-Ablach-Platten an.

Die Hegaualb liegt am Übergang zum Alpenvorland. Ihre Fläche beträgt etwa 413 km². Die Hegaualb erstreckt sich in NO-SW-Ausdehnung bis zu 50 Kilometer weit, in NW-SO-Ausdehnung bis zu 12 Kilometer.

Berge

Der höchste Berg der Hegaualb ist der Neuhewen mit 867 m über NN. Weitere bekannte Erhebungen sind der Witthoh (862 m ü. NHN), der Höwenegg (812 m über NN) sowie ein 763 m hoher Bergrücken, an dessen Ende die Homburg thront.

Landschaftstyp

Datei:Weites Feld mit Alpen.jpg
Blick vom Pfaffenbühl bei Leibertingen über die östliche Hegaualb. Im Hintergrund die Glarner Alpen.

Sie wird dem Landschaftstyp einer strukturreichen Waldlandschaft zugeordnet. Neben den vorherrschenden Fichtenbeständen prägen einige Buchenbestände das Landschaftsbild. Die übrigen Flächen sind überwiegend landwirtschaftliche Nutzfläche.

Städte und Orte

Schutzgebiete

Im Naturraum befinden sich mehrere, überwiegend kleinere Naturschutzgebiete. Darunter sind Reliktstandorte wärmeliebender Vegetation, wie der Schönebühl oder das Gebiet Biezental-Kirnerberg, und ein kleines Kalkflachmoor, das Tiefenried. Das Naturschutzgebiet Höwenegg umfasst einen Vulkankegel. Die beiden größten Naturschutzgebiete sind Schopfeln-Rehletal und Mühlebol-Wolfental. Insgesamt stehen 317 Hektar, also 0,86 % des Naturraums, unter Naturschutz.

Ein größeres Landschaftsschutzgebiet, das LSG Hegau, liegt westlich von Engen.

Die eher kleinflächige Ausprägung naturschutzwichtiger Flächen spiegelt sich auch beim gleichnamigen FFH-Gebiet Hegaualb wider, das aus zahlreichen kleinen Teilgebieten besteht. Auch europäische Vogelschutzgebiete ragen nur randlich in den Naturraum. Lediglich das kleine Vogelschutzgebiet Höwenegg liegt vollständig innerhalb der Hegaualb. Der Anteil der FFH-Gebiete am Naturraum liegt bei 5,6 %, der der Vogelschutzgebiete bei 2,72 %.

Der Anteil geschützter Flächen liegt damit weit unter dem baden-württembergischen Landesdurchschnitt, was unter anderem auf den großen Anteil forstwirtschaftlich intensiv genutzter Flächen und den hohen Anteil ackerbaulich genutzter Flächen im Offenland zurückzuführen ist. Insgesamt konzentrieren sich die Schutzgebiete im südöstlichen Teil des Naturraums zwischen Emmingen-Liptingen und dem Randen.<ref>Karte des Naturraums im Daten- und Kartendienst der LUBW</ref>

Quellen

Weblinks

Commons: Hegaualb – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references /> Vorlage:Navigationsleiste Naturräume in Baden-Württemberg