Zum Inhalt springen

Ivry-la-Bataille

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 1. November 2025 um 19:25 Uhr durch imported>SchlurcherBot (Bot: http → https).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Ivry-la-Bataille
Datei:Blason ville fr Ivry-la-Bataille (Eure).svg
Staat FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich
Region Normandie
Département (Nr.) Eure (27)
Arrondissement Évreux
Kanton Saint-André-de-l’Eure
Gemeindeverband Agglo du Pays de Dreux
Koordinaten 48° 53′ N, 1° 28′ OKoordinaten: 48° 53′ N, 1° 28′ O
 {{#coordinates:48,883611111111|1,4608333333333|primary
dim=20000 globe= name=Ivry-la-Bataille region=FR-27 type=city
  }}
Höhe 55–137 m
Fläche
Einwohner 2.609 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte – Einw./km²
Postleitzahl 27540
INSEE-Code 27355
Website www.ville-ivry-la-bataille.fr
Datei:Ivry-la-bataille-vu-du-chateau.jpg
Blick auf den Ort von der Burg aus

Vorlage:Infobox Gemeinde in Frankreich/Wartung/abweichendes Wappen in Wikidata

Ivry-la-Bataille ist eine französische Gemeinde mit 2609 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Eure in der Region Normandie. Sie gehört zum Arrondissement Évreux, zum Kanton Saint-André-de-l’Eure und zum Gemeindeverband Agglo du Pays de Dreux.

Geografie

Ivry-la-Bataille liegt am Ostrand des Départements Eure am Fluss Eure, 64 Kilometer westlich von Paris und 18 Kilometer nordöstlich von Dreux.<ref name="annu">Ville d’Ivry-la-Bataille. In: Annuaire-Mairie.fr. Abgerufen am 21. Juli 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Geschichte

Auf Luftbildern sind Spuren von mehreren Bauwerken zu sehen. Die Bauwerke waren von geraden Gräben umgeben und können ohne Prospektion nicht datiert werden. Meist stammen solche Funde aus gallo-römischer Zeit, sie können aber auch aus der Eisenzeit oder aus dem Mittelalter stammen.<ref>Jean-Noël Le Borgne, Véronique Le Borgne, Pascale Eudier, Annie Etienne: Archéologie Aérienne dans l’Eure. Hrsg.: Association Archéo 27. Page de Garde, Caudebec-les-Elbeuf 2002, ISBN 2-84340-230-1, S. 26, 32, 37.</ref>

Der erste Seigneur von Ivry-la-Bataille war Raoul d’Ivry († nach 1015). Seine Frau Alberède ließ die Burg erbauen.<ref name="communes" /> Der Tower of London soll nach dem gleichen Bauplan erbaut worden sein.<ref name="pref">Liste der Gemeinden von Eure. In: eure.pref.gouv.fr. Préfecture von Eure, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. April 2013; abgerufen am 14. August 2011 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.eure.pref.gouv.fr</ref> Die Burg wurde 1119 von Ludwig VI. von Frankreich eingenommen, 1193 von Philipp II. von Frankreich und 1418 von John Talbot, 1. Earl of Shrewsbury. Die Burg wurde 1424 auf Befehl von John of Lancaster, 1. Duke of Bedford geschleift.<ref name="communes" /> 1449 wurden der Burgwall durch Jean de Dunois nach einer langen Belagerung durch englische Truppen weiter zerstört.

Vor der Schlacht von Ivry<ref>Illustration von Frans Hogenberg von 1590: Hie siechstu wie gelegen seint, Gegeneinander beyde feindt, Bey Dreux einer gwaltigen Statt, … (Digitalisat)</ref> hieß die Ortschaft Ivry-la-Chaussée. Nachdem die königliche Armee unter dem Befehl Heinrichs IV. von Frankreich am 14. März 1590 die Heilige Liga unter dem Befehl Charles II. de Lorraine, duc de Mayenne<ref>Illustration von Frans Hogenberg von 1590: Bey Dreux in Franckreich sischs begab, Daß Duc du Meyne mit vorhab, Die Statt machtig entzetzen solt, … (Digitalisat)</ref> (1554–1611), besiegt hatte, wurde die Ortschaft in Ivry-la-Bataille umbenannt (frz. bataille bedeutet „Schlacht“).<ref name="communes"></ref>

1793 erhielt Ivry-la-Bataille als Ivry im Zuge der Französischen Revolution (1789–1799) den Status einer Gemeinde und 1801 das Recht auf kommunale Selbstverwaltung. Während der Revolutionszeit wurde die Ortschaft in Ivry-la-Hauteur umbenannt.<ref></ref>

Einwohnerentwicklung

Am wenigsten Einwohner hatte das Städtchen im Jahr 1800 (724), seitdem wuchs die Gemeinde und hatte im Jahr 2006 die bisherige Höchstzahl an Bewohnern (2.653). Vorlage:Démographie

Gemeindepartnerschaft

Seit 1981 besteht eine Partnerschaft zwischen Ivry-la-Bataille und Laudenbach in Deutschland.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Datei:Chateau-Ivry-la-bataille-le-donjon.jpg
Ruinen des Donjon

Ivry-la-Bataille ist mit zwei Blumen im Conseil national des villes et villages fleuris (Nationalrat der beblümten Städte und Dörfer) vertreten.<ref>Palmarès des villes et villages fleuris. Conseil National des Villes et Villages Fleuris, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 14. August 2011 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).@1@2Vorlage:Toter Link/www.cnvvf.fr (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref> Die „Blumen“ werden im Zuge eines regionalen Wettbewerbs verliehen, wobei maximal vier Blumen erreicht werden können.

Zum Gedenken der Ermordung Heinrichs IV. im Jahr 1610 fanden im Jahr 2010 Ausstellungen, Konzerte und Führungen statt. Eine ansässige Calvadosbrennerei widmete dem König eine Calvadossorte (cuvée Henri IV).

Bauwerke

Das sogenannte Maison de Henri IV ist ein Haus aus dem 16. Jahrhundert. Es befindet sich im Privatbesitz und wurde 1932 in das Zusatzverzeichnis der Monuments historiques (historische Denkmale) eingetragen.

Die Burg stammt aus dem 10. Jahrhundert. Sie wird Château d’Ivry oder Château d’Alberède genannt.<ref name="communes" /> Sie ist im Besitz der Gemeinde und wurde 1990 als Monument historique eingestuft (classé MH). Seit 1968 sorgt der club d’archéologie d’Ivry-la-Bataille für den Erhalt der Ruinen.

Roger d’Ivry gründete um 1070 ein Benediktinerkloster. Im Laufe der Jahre hatte das Kloster 47 Äbte und wurde mehrfach zerstört und wiedererbaut. 1669 schloss sich das Kloster an die Ordensgemeinschaft der Mauriner an.<ref name="communes" /> Während der Französischen Revolution wurde es aufgelöst. Das romanische Eingangsportal, eine Arkade und eine Statue aus dem 12. Jahrhundert wurden 1932 als historische Denkmale klassifiziert. Die Reste des Klosters befinden sich im Privatbesitz.

Datei:Fonts baptismaux eglise ivry.jpg
Taufbecken

Die gotische Kirche Saint-Martin stammt aus dem 15. Jahrhundert. Im 17. Jahrhundert wurde das Dach der Kirche nach einem Orkan erneuert. Sie gehört der Gemeinde und wurde 1958 in das Zusatzverzeichnis der Monuments historiques eingetragen (inscrit MH).<ref>Ivry-la-Bataille. In: Base Mérimée. Ministère de la culture, abgerufen am 15. Juni 2010 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> In der Kirche befindet sich eine steinerne Statue der Jungfrau mit dem Kind, die aus dem Ende des 15. oder Beginn des 16. Jahrhunderts stammt. Es wurde 1974 als historisches Denkmal geschützt. Das ebenfalls denkmalgeschützte Taufbecken stammt aus dem 16. Jahrhundert. Das Becken zeigt Ornamente von Weinranken mit Löwen und Schnecken.<ref>Ivry-la-Bataille. In: Base Palissy. Ministère de la culture, abgerufen am 15. Juni 2010 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> An der Kirche kann man noch die Inschrift aus der Revolutionszeit sehen: Temple de la raison et de la philosophie („Tempel der Vernunft und der Philosophie“).

Wirtschaft

Im 19. Jahrhundert war die Ortschaft für die Herstellung feiner Lederwaren bekannt, es gab neun Gerbereien. Außerdem wurden Musikinstrumente, Kämme, Billardkugeln und Schnürsenkel hergestellt. Es gab drei Getreidemühlen und zwei Lohmühlen zur Herstellung von Eichenlohe. Heute gibt es ein Werk zur Herstellung von Telefonkabeln. Der Tourismus hat an Bedeutung gewonnen, es gibt drei Campingplätze vor Ort.

Datei:Inscription Eglise Ivry-la-Bataille.jpg
Inschrift an der Kirche

Der Bahnhof von Ivry-la-Bataille wurde ab den 1870er Jahren von der Bahnlinie Elbeuf – Dreux der Compagnie du Chemin de Fer d’Orléans à Rouen („Gesellschaft der Eisenbahn von Orleans nach Rouen“) angefahren. Die Bahnlinie gehörte ab 1891 der Chemins de Fer de l’Ouest („Eisenbahn des Westens“).<ref name="communes" /> Sie wurde im 20. Jahrhundert geschlossen und in einen Voie verte verwandelt. Der Voie verte („grüner Weg“) wird als Radfahr- und Wanderweg genutzt.

Auf dem Gemeindegebiet gelten geschützte geographische Angaben (IGP) für Schweinefleisch (Porc de Normandie), Geflügel (Volailles de Normandie) und Cidre (Cidre de Normandie und Cidre normand).<ref name="annu" />

Persönlichkeiten

Siehe auch

Weblinks

Commons: Ivry-la-Bataille – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Acon | Angerville-la-Campagne | Arnières-sur-Iton | Aulnay-sur-Iton | Aviron | Beaubray | Bois-le-Roi | Boncourt | Bretagnolles | Burey | Caugé | Champ-Dolent | Champigny-la-Futelaye | Chavigny-Bailleul | Cierrey | Claville | Collandres-Quincarnon | Conches-en-Ouche | Coudres | Courdemanche | Croth | Dardez | Droisy | Émalleville | Épieds | Évreux | Ézy-sur-Eure | Fauville | Faverolles-la-Campagne | Ferrières-Haut-Clocher | Foucrainville | Fresney | Garennes-sur-Eure | Gauciel | Gaudreville-la-Rivière | Gauville-la-Campagne | Glisolles | Gravigny | Grossœuvre | Guichainville | Huest | Illiers-l’Évêque | Irreville | Ivry-la-Bataille | Jumelles | La Baronnie | La Bonneville-sur-Iton | La Chapelle-du-Bois-des-Faulx | La Couture-Boussey | La Croisille | La Ferrière-sur-Risle | Le Fidelaire | La Forêt-du-Parc | La Madeleine-de-Nonancourt | La Trinité | Le Boulay-Morin | Le Mesnil-Fuguet | Le Plessis-Grohan | Les Authieux | Les Baux-Sainte-Croix | Les Ventes | Le Val-David | Le Val-Doré | Le Vieil-Évreux | L’Habit | Lignerolles | Louversey | Louye | Marcilly-la-Campagne | Marcilly-sur-Eure | Mesnil-sur-l’Estrée | Miserey | Moisville | Mouettes | Mousseaux-Neuville | Muzy | Nagel-Séez-Mesnil | Nogent-le-Sec | Nonancourt | Normanville | Ormes | Parville | Portes | Prey | Reuilly | Sacquenville | Saint-André-de-l’Eure | Saint-Élier | Sainte-Marthe | Saint-Georges-Motel | Saint-Germain-de-Fresney | Saint-Germain-des-Angles | Saint-Germain-sur-Avre | Saint-Laurent-des-Bois | Saint-Luc | Saint-Martin-la-Campagne | Saint-Sébastien-de-Morsent | Saint-Vigor | Sassey | Sébécourt | Serez | Tilleul-Dame-Agnès | Tourneville Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein