Oliver Friederici
Oliver Friederici (* 1970 in West-Berlin) ist ein deutscher Politiker (CDU). Er war von 1995 bis 2023 Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin und von 2023 bis 2026 Staatssekretär für Gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Leben und beruflicher Werdegang
Nach dem Abitur 1990 studierte Oliver Friederici Betriebswirtschaft an der Technischen Universität Berlin, ab 1991 Politikwissenschaft an der FU Berlin, wo er das Studium im Juli 1997 als Diplom-Politologe abschloss. Von 1998 bis Ende 2011 arbeitete Friederici als Personalleiter in einem mittelständischen Unternehmen in Berlin und Leipzig. Friederici ist verheiratet.<ref>Ortsvorstand. Website der CDU-Lankwitz, abgerufen am 25. April 2016.</ref>
Politik
1987 trat Friederici in die CDU und die Junge Union in Berlin ein. Von 1993 bis November 2021 war er Ortsvorsitzender der CDU in Lankwitz, seit 2005 zudem stellvertretender Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes in Steglitz-Zehlendorf. Seit November 2021 ist er Ehrenvorsitzender der CDU Lankwitz.<ref>CDU ORTSVERBAND LANKWITZ - CDU ORTSVERBAND LANKWITZ. Abgerufen am 15. November 2021.</ref>
Von 1992 bis 1995 war Friederici Mitglied der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) im Bezirk Steglitz. Von November 1995 bis April 2023 war er Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin, ab 1999 direkt gewählt im Wahlkreis Lankwitz.
Von Ende September 2012 bis zu den Berliner Wahlen im September 2016 war er in der 17. Legislaturperiode Mitglied im BER-Untersuchungsausschuss, der die Gründe der Eröffnungsverschiebung des neuen Berlin-Brandenburger Flughafens (BER) ermitteln sollte.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />1. Untersuchungsausschuss „BER“ ( vom 10. März 2013 im Internet Archive). Website des Abgeordnetenhauses von Berlin. Abgerufen am 9. September 2013.</ref>
In der 18. Legislaturperiode von 2016 bis 2021 war Friederici Vorsitzender des Ausschusses Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion und Mitglied im Ausschuss Bürgerschaftliches Engagement und Partizipation.
Bei den Wahlen zum Abgeordnetenhaus von Berlin am 26. September 2021 wurde Friederici im Wahlkreis Lankwitz direkt mit 29,4 % CDU-Erststimmen wiedergewählt. Friederici war seitdem Mitglied in drei Parlamentsausschüssen: Umwelt, Verbraucher- und Klimaschutz; Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen; Mobilität (hier war er verkehrspolitischer Sprecher). Bei der Wiederholungswahl 2023 konnte er seinen Sitz im Abgeordnetenhaus verteidigen.<ref>Gewählte Wiederholungswahl zum 19. Abgeordnetenhaus von Berlin am Sonntag, dem 12. Februar 2023 (Hauptwahl vom 26.09.2021) in Berlin. In: wahlen-berlin.de. 12. Februar 2023, abgerufen am 3. März 2023.</ref>
Am 28. April 2023 wurde Friederici zum Staatssekretär für Bürgerliches Engagement in der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt ernannt und schied aus dem Abgeordnetenhaus aus. Für ihn rückte Iris Gertig ins Abgeordnetenhaus nach.
Die Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson entließ ihn am 21. April 2026 im Zuge einer Affäre um die rechtswidrige Vergabe von Fördermitteln, bevor sie drei Tage später selbst zurücktrat. Laut Einschätzung der Journalisten Patrick Bahners galt Friederici als „oberster Bedenkenträger“ gegen die rechtswidrige Vergabepraxis.<ref>Patrick Bahners: Die Kultursenatorin entlässt ihren Staatssekretär. 22. April 2026, abgerufen am 24. April 2026.</ref> Der Grünen-Fraktionschef Werner Graf kritisierte die Entlassung, da Friederici sich als einziger politischer Spitzenbeamter in der Kultursenatsverwaltung gegen unzulässige politische Einflussnahme und rechtswidrige Förderentscheidungen gestellt habe.<ref>Staatssekretär im Streit um Fördermittel entlassen | Monopol. Abgerufen am 24. April 2026.</ref> Ihm folgte Alexander Straßmeir.<ref>Joachim Fahrun: Kultursenatorin Wedl-Wilson entlässt ihren Staatssekretär Friederici. 21. April 2026, abgerufen am 21. April 2026.</ref>
Mitgliedschaften
Friederici ist Mitglied in der Landesverkehrswacht Berlin, im Wirtschaftsrat der CDU und im Verein der Freundinnen und Freunde des Otto-Suhr-Instituts.
Weblinks
- Biografie auf der Website des Berliner Abgeordnetenhauses für die 19. Wahlperiode
- Oliver Friederici auf der Website der CDU-Fraktion Berlin
- Ortsvorstand auf der Website der CDU-Lankwitz
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Friederici, Oliver |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker (CDU), MdA |
| GEBURTSDATUM | 3. Juli 1970 |
| GEBURTSORT | West-Berlin |
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- Staatssekretär (Berlin)
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