Elfenblumen
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| Elfenblumen | ||||||||||||
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| Datei:Epimedium grandiflorum var thunbergianum2.jpg
Großblütige Sockenblume (Epimedium grandiflorum var. thunbergianum) | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Epimedium | ||||||||||||
| L. |
Die Elfenblumen (Epimedium), auch Sockenblumen genannt,<ref name="Botanica" /><ref name="Zander2008" /> sind eine Pflanzengattung, die zur Familie der Berberitzengewächse (Berberidaceae) gehört. Die 50<ref name="FoC" /> bis 60<ref name="De Smet2012" /> Arten und einige Naturhybriden sind in der Alten Welt verbreitet.<ref name="FoC" /> Viele Sorten werden in gemäßigten Gebieten als Zierpflanzen in Parks und Gärten verwendet.
Beschreibung
Erscheinungsbild und Blätter
Epimedium-Arten wachsen als sommergrüne oder immergrüne, ausdauernde krautige Pflanzen. Als Überdauerungsorgane werden kurze oder horizontal kriechende, gedrungene, sympodiale Rhizome gebildet. Die einzeln oder rasenförmig stehenden Stängel sind kahl und besitzen an ihrer Basis Schuppen.<ref name="FoC" />
Die grundständigen oder am Stängel verteilt angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die Blattstiele der Grundblätter sind länger als die der Stängelblätter. Die Blattstiele und Stiele der Fiederblätter sind weißlich bis hellgrün.<ref name="FoPakistan" /> Die Blattspreite ist je nach Art einfach oder gefiedert. Die eiförmigen, eiförmig-lanzettlichen oder fast kreisförmigen Fiederblätter oder einfachen Blattspreiten sind an ihrer Basis herzförmig, an ihrer Spitze spitz oder zugespitzt und besitzen einen gesägten oder stachelspitzigen Blattrand. Die seitlichen Fiederblätter sind asymmetrisch, wobei die äußeren unteren Fiederblätter länger als die inneren sind.<ref name="FoC" />
Blütenstände und Blüten
Die Blütezeit liegt im Frühsommer. Die Blütenstandsschäfte sind unbeblättert oder sie besitzen ein bis vier gegenständige oder selten wechselständige Blätter. Die Blütenstandsachsen sind kahl oder verkahlend. In endständigen, einfachen oder zusammengesetzten, traubigen oder rispigen Blütenständen stehen einige bis viele Blüten zusammen.<ref name="FoC" />
Die zierlichen, zwittrigen Blüten sind vierzählig und zygomorph. Es sind insgesamt zwölf Blütenhüllblätter vorhanden, von denen die vier äußeren (Sepalen) kelchblattartig und die acht (vier Sepalen und vier Kronblätter) inneren kronblattartig sind. Die Farben der Blütenhüllblätter reichen von gelb bis weiß oder bis zu rosafarben. Die kronblattartigen, inneren Blütenhüllblätter sind flach, sackartig oder nach außen zu einem Nektarbeutel oder Sporn verlängert. Der Sporn kann kürzer oder länger als die kelchblattartigen, äußeren Blütenhüllblätter sein. Es ist nur der innere Kreis mit vier Staubblättern vorhanden. Die Staubfäden sind kahl. Die Staubbeutel öffnen sich mit zwei länglichen Klappen, die sich nach oben einrollen. Die glatten Pollenkörner sind elliptisch mit drei Längsfurchen. Es ist scheinbar nur ein Fruchtblatt vorhanden. Der oberständige Fruchtknoten enthält 6 bis 15 Samenanlagen in parietaler Plazentation. Der schlanke Griffel endet in einer nur wenig geweiteten Narbe.<ref name="FoC" />
Früchte und Samen
Die trockenen Balgfrüchte öffnen sich klappig und enthalten meist einige Samen. Die Samen besitzen ein auffälliges, fleischiges Elaiosom.<ref name="FoC" />
Chromosomenzahlen
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 12.<ref name="FoC" />
Standorte
Die Epimedium-Arten wachsen in der Natur meist im Wald<ref name="De Smet2012" />. Sie sind gut schattenverträglich und gedeihen auf frischen bis mäßig feuchten, humusreichen Böden, auch unter größeren Gehölzen, soweit diese nicht zu stark den Oberboden durchwurzeln, und sind deshalb als Zierpflanze auch in Gärten mit Beschattung geeignet.<ref>Elfenblumen (Epimedium) - Pflanzen, Pflege und Tipps - Mein schöner Garten. Abgerufen am 6. April 2023.</ref>
Systematik und Verbreitung
Taxonomie
Die Gattung Epimedium wurde 1753 durch L. in Species Plantarum, Tomus I, S. 117<ref name="biodiversitylibrary" /> aufgestellt. Die Typusart ist Epimedium alpinum <templatestyles src="Person/styles.css" />L. Synonyme für Epimedium <templatestyles src="Person/styles.css" />L. sind: Aceranthus <templatestyles src="Person/styles.css" />C. Morren & Decne., Vindicta <templatestyles src="Person/styles.css" />Raf.<ref name="Tropicos" />
Äußere Systematik
Die Gattung Epimedium gehört zum Subtribus Epimediinae aus der Tribus Berberideae in der Unterfamilie Berberidoideae innerhalb der Familie Berberidaceae. Sie wurde früher in eine Familie Podophyllaceae gestellt.<ref name="GRIN" />
Innere Systematik
Die Gattung Epimedium wird in zwei Untergattungen, vier Sektionen und vier Serien gegliedert.<ref name="De Smet2012" />
- Die Untergattung Rhizophyllum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Fisch. & C.A.Mey.) Stearn enthält nur die beiden Arten Epimedium perralderianum, die nur in Algerien vorkommt, und Epimedium pinnatum, die im Kaukasusraum beheimatet ist.<ref name="De Smet2012" />
- Die Untergattung Epimedium ist in vier Sektionen gegliedert:<ref name="De Smet2012" />
- Die Sektion Macroceras kommt nur in Japan und Korea vor.
- Die Sektion Polyphyllon <templatestyles src="Person/styles.css" />(Kom.) Stearn ist im westlichen Himalaya beheimatet.
- Die Sektion Epimedium enthält Arten aus dem Mittelmeerraum und von der Balkanhalbinsel.
- Die Sektion Diphyllon <templatestyles src="Person/styles.css" />(Kom.) Stearn enthält alle etwa 49 chinesischen Arten.
Arten und ihre Verbreitung
Die Gattung Epimedium sind in der Alten Welt auf der Nordhalbkugel weitverbreitet. Es gibt zwei Hauptverbreitungsgebiete: zum einen das gemäßigte Asien und zum andern das Gebiet vom Mittelmeerraum bis zum Schwarzmeerraum. Im südöstlichen China liegt die größte Artenvielfalt vor. Keine der Epimedium-Arten besitzt ein weites Verbreitungsgebiet.<ref name="De Smet2012" />
Es gibt 50<ref name="FoC" /> bis 60<ref name="De Smet2012" /> Epimedium-Arten:
- Epimedium acuminatum <templatestyles src="Person/styles.css" />Franch.: Sie gedeiht in Höhenlagen von 300 bis 2400 Meter in den chinesischen Provinzen Guangxi, Guizhou, Sichuan sowie Yunnan.<ref name="FoC" />
- Alpen-Sockenblume oder Alpen-Elfenblume<ref name="Zander2008" /> (Epimedium alpinum <templatestyles src="Person/styles.css" />L.): Die Heimat ist Europa.
- Epimedium baojingensis <templatestyles src="Person/styles.css" />Q.L.Chen & B.M.Yang: Sie ist nur vom Typusstandort bei Lüdong Shan in Baojing in der Provinz Hunan bekannt.<ref name="FoC" />
- Epimedium borealiguizhouense <templatestyles src="Person/styles.css" />S.Z.He & Y.K.Yang: Dieser Endemit gedeiht entlang von Fließgewässern in Tälern in Höhenlagen von 300 bis 500 Metern nur in Yanhe in der Provinz Guizhou.<ref name="FoC" />
- Epimedium brachyrrhizum <templatestyles src="Person/styles.css" />Stearn: Dieser Endemit gedeiht in Wäldern an Hängen in Höhenlagen von 600 bis 1200 Metern nur im Fanjing Shan in der Provinz Guizhou.<ref name="FoC" />
- Epimedium brevicornu <templatestyles src="Person/styles.css" />Maxim.: Sie gedeiht in Höhenlagen von 600 bis 3500 Metern in den chinesischen Provinzen Gansu, Henan, Hubei, Qinghai, Shaanxi, Shanxi sowie Sichuan.<ref name="FoC" />
- Epimedium campanulatum <templatestyles src="Person/styles.css" />Ogisu: Dieser Endemit gedeiht in einer Höhenlage von etwa 2000 Metern nur in Dujiangyan in Sichuan.<ref name="FoC" />
- Epimedium chlorandrum <templatestyles src="Person/styles.css" />Stearn: Dieser Endemit gedeiht in Wäldern an Hängen in Höhenlagen von etwa 900 Meter nur in Baoxing in der Provinz Sichuan.<ref name="FoC" />
- Epimedium davidii <templatestyles src="Person/styles.css" />Franch. (Syn.: Epimedium membranaceum <templatestyles src="Person/styles.css" />K.Mey.): Sie gedeiht in Höhenlagen von 1400 bis 3000 Metern in den chinesischen Provinzen Sichuan sowie Yunnan vor.<ref name="FoC" />
- Epimedium diphyllum <templatestyles src="Person/styles.css" />Lodd. ex Graham (Syn.: Epimedium kitamuranum <templatestyles src="Person/styles.css" />T.Yamanaka, Epimedium diphyllum subsp. kitamuranum (T.Yamanaka) K.Suzuki): Sie kommt in Bergwäldern im japanischen Honshū (Chugoku-Region), Shikoku sowie Kyūshū vor.
- Epimedium dolichostemon <templatestyles src="Person/styles.css" />Stearn: Von ihr ist kein Naturstandort bekannt. Sie wurde anhand von kultivierten Exemplaren beschrieben, die in einer Höhenlage von etwa 1400 Meter in Shizhu in der Provinz Sichuan gesammelt wurden.<ref name="FoC" />
- Epimedium ecalcaratum <templatestyles src="Person/styles.css" />G.Y.Zhong: Sie gedeiht in Höhenlagen von 1100 bis 2100 Meter nur in der chinesischen Provinz Sichuan.<ref name="FoC" />
- Epimedium elatum <templatestyles src="Person/styles.css" />C.Morren & Decne.: Die Heimat ist Pakistan, Kaschmir und der westliche Himalaja.
- Epimedium elongatum <templatestyles src="Person/styles.css" />Kom.: Sie gedeiht in Höhenlagen von 2600 bis 3700 Metern nur in der chinesischen Provinz Sichuan.<ref name="FoC" />
- Epimedium enshiense <templatestyles src="Person/styles.css" />B.L.Guo & P.K.Hsiao: Dieser Endemit gedeiht an Hängen in einer Höhenlage von etwa 400 Meter nur in Enshi in der chinesischen Provinz Hubei.<ref name="FoC" />
- Epimedium epsteinii <templatestyles src="Person/styles.css" />Stearn: Dieser Endemit gedeiht in Höhenlagen von 400 bis 1000 Metern nur in Tianping Shan in der chinesischen Provinz Hunan.<ref name="FoC" />
- Epimedium fangii <templatestyles src="Person/styles.css" />Stearn: Sie gedeiht in Wäldern in Höhenlagen von 1800 bis 1900 Metern nur im Emei Shan in der chinesischen Provinz Sichuan.<ref name="FoC" />
- Epimedium fargesii <templatestyles src="Person/styles.css" />Franch.: Sie gedeiht in Höhenlagen von 200 bis 1700 Metern in den chinesischen Provinzen Hubei sowie Sichuan.<ref name="FoC" />
- Epimedium flavum <templatestyles src="Person/styles.css" />Stearn: Sie gedeiht in einer Höhenlage von etwa 2000 Metern nur in Erlang Shan sowie Tianquan in der chinesischen Provinz Sichuan.<ref name="FoC" />
- Epimedium franchetii <templatestyles src="Person/styles.css" />Stearn: Sie gedeiht in Wäldern in einer Höhenlage von etwa 1200 Metern in den chinesischen Provinzen Guizhou sowie Hubei.
- Epimedium glandulosopilosum <templatestyles src="Person/styles.css" />H.R.Liang: Sie gedeiht in Höhenlagen von 800 bis 900 Metern nur in der chinesischen Provinz Sichuan.<ref name="FoC" />
- Großblütige Elfenblume, Großblütige Sockenblume oder Ziegenkraut (Epimedium grandiflorum <templatestyles src="Person/styles.css" />C.Morren, Syn: Epimedium grandiflorum forma violaceum <templatestyles src="Person/styles.css" />(C.Morren & Decne.) Stearn, Epimedium grandiflorum var. thunbergianum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Miquel) Nakai, Epimedium macranthum <templatestyles src="Person/styles.css" />C.Morren & Decne., Epimedium macranthum var. violaceum <templatestyles src="Person/styles.css" />(C.Morren & Decne.) Franch., Epimedium violaceum <templatestyles src="Person/styles.css" />C.Morren & Decne.): Sie wurde anhand von im belgischen Gent kultivierten Exemplaren beschrieben, die Philipp Franz von Siebold 1830 aus Japan mitgebracht hatte. Die Heimat sind die japanischen Inseln Honshū sowie Shikoku. Vielleicht kommt sie auch im nördlichen China in Anhui sowie Zhejiang vor, aber die chinesischen Funde konnten in der Flora of China 2011 nicht bestätigt werden und gehören vielleicht zu einer anderen Art. Es gibt Berichte aus Korea.
- Epimedium hunanense <templatestyles src="Person/styles.css" />(Hand.-Mazz.) Hand.-Mazz. (Syn.: Epimedium davidii var. hunanense <templatestyles src="Person/styles.css" />Hand.-Mazz., Epimedium kunawarense <templatestyles src="Person/styles.css" />S.Clay.): Sie gedeiht in Höhenlagen von 400 bis 1400 Metern in den chinesischen Provinzen Guangxi, Hubei sowie Hunan.<ref name="FoC" />
- Epimedium ilicifolium <templatestyles src="Person/styles.css" />Stearn: Dieser Endemit gedeiht in Höhenlagen von 1600 bis 1700 Meter nur in Zhenping in der chinesischen Provinz Shaanxi.<ref name="FoC" />
- Epimedium jingzhouense <templatestyles src="Person/styles.css" />G.H.Xia & G.Y.Li: Sie wurde 2009 erstbeschrieben und ist nur vom Typusstandort in einer Höhenlage von etwa 300 Meter beim Dorf Pukou in Jingzhou in der chinesischen Provinz Hunan bekannt.<ref name="FoC" />
- Epimedium koreanum <templatestyles src="Person/styles.css" />Nakai (Syn.: Epimedium cremeum <templatestyles src="Person/styles.css" />Nakai & Maekawa ex Honda, Epimedium grandiflorum subsp. koreanum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Nakai) Kitamura, Epimedium grandiflorum var. koreanum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Nakai) K.Suzuki, Epimedium sulphurellum <templatestyles src="Person/styles.css" />Nakai 1944 non <templatestyles src="Person/styles.css" />C.Morren 1849): Sie kommt im nördlichen Korea, auf den japanischen Inseln Hokkaido sowie Honshū und in den chinesischen Provinzen Anhui, Jilin, Liaoning sowie Zhejiang vor.<ref name="FoC" />
- Epimedium latisepalum <templatestyles src="Person/styles.css" />Stearn: Sie wurde anhand von kultivierten Exemplaren beschrieben, die aus einer Höhenlage von etwa 900 Meter in Baoxing in der chinesischen Provinz Sichuan stammen.<ref name="FoC" />
- Epimedium leptorrhizum <templatestyles src="Person/styles.css" />Stearn: Sie gedeiht in Höhenlagen von 400 bis 1500 Metern in den chinesischen Provinzen Guangxi, Guizhou, Hubei, Hunan sowie Sichuan.<ref name="FoC" />
- Epimedium lishihchenii <templatestyles src="Person/styles.css" />Stearn (Syn.: Epimedium membranaceum subsp. orientale <templatestyles src="Person/styles.css" />Stearn): Sie gedeiht in Wäldern an Hängen nur im Lu Shan in der chinesischen Provinz Jiangxi.<ref name="FoC" />
- Epimedium lobophyllum <templatestyles src="Person/styles.css" />L.H.Liu & B.G.Li: Sie gedeiht in Wäldern in Höhenlagen von 700 bis 1500 Metern in der chinesischen Provinz Hunan.<ref name="FoC" />
- Epimedium macrosepalum <templatestyles src="Person/styles.css" />Stearn: Sie ist im östlichen Russland beheimatet.
- Epimedium mikinorii <templatestyles src="Person/styles.css" />Stearn: Dieser Endemit gedeiht in Wäldern an Hängen in einer Höhenlage von etwa 700 Meter nur in Enshi in der chinesischen Provinz Hubei.<ref name="FoC" />
- Epimedium multiflorum <templatestyles src="Person/styles.css" />T.S.Ying: Sie gedeiht in Höhenlagen von 500 bis 800 Metern in der chinesischen Provinz Guizhou.<ref name="FoC" />
- Epimedium myrianthum <templatestyles src="Person/styles.css" />Stearn (Syn.: Epimedium sagittatum subsp. pyramidale <templatestyles src="Person/styles.css" />(Franchet) Stearn, Epimedium sagittatum var. pyramidale <templatestyles src="Person/styles.css" />(Franchet) Stearn, Epimedium sinense var. pyramidale <templatestyles src="Person/styles.css" />Franchet): Sie gedeiht in Höhenlagen von 700 bis 1500 Metern in den chinesischen Provinzen Guangxi, Hubei sowie Hunan.<ref name="FoC" />
- Epimedium ogisui <templatestyles src="Person/styles.css" />Stearn: Dieser Endemit gedeiht nur an Felswänden an Wasserfällen in Höhenlagen von 900 bis 1000 Meter in Lushan in der chinesischen Provinz Sichuan.<ref name="FoC" />
- Epimedium parvifolium <templatestyles src="Person/styles.css" />S.Z.He & T.L.Zhang (Syn.: Epimedium elachyphyllum <templatestyles src="Person/styles.css" />Stearn nom. illeg. superfl.): Dieser Endemit gedeiht in Höhenlagen von 1300 bis 1400 Metern in Songtao in der chinesischen Provinz Guizhou.<ref name="FoC" />
- Epimedium pauciflorum <templatestyles src="Person/styles.css" />K.C.Yen: Sie gedeiht nur an feuchten Hängen in einer Höhenlage von etwa 1700 Meter in der chinesischen Provinz Sichuan.<ref name="FoC" />
- Epimedium perralderianum <templatestyles src="Person/styles.css" />Coss.: Die Heimat ist Algerien.
- Gefiederte Elfenblume oder Gefiederte Sockenblume<ref name="Zander2008" /> (Epimedium pinnatum <templatestyles src="Person/styles.css" />Fisch. ex DC.): Die Heimat ist Vorderasien.
- Epimedium platypetalum <templatestyles src="Person/styles.css" />K.Mey. (Syn.: Epimedium platypetalum var. tenue <templatestyles src="Person/styles.css" />B.L.Guo & P.K.Hsiao): Sie gedeiht in Wäldern in Höhenlagen von 1600 bis 2800 Metern in den chinesischen Provinzen Shaanxi sowie Sichuan.<ref name="FoC" />
- Epimedium pseudowushanense <templatestyles src="Person/styles.css" />B.L.Guo: Sie gedeiht in Höhenlagen von 900 bis 1400 Metern in den chinesischen Provinzen Guangxi sowie Guizhou.<ref name="FoC" />
- Epimedium pubescens <templatestyles src="Person/styles.css" />Maxim. (Syn.: Epimedium coactum <templatestyles src="Person/styles.css" />H.R.Liang & W.M.Yan, Epimedium pubescens var. cavaleriei <templatestyles src="Person/styles.css" />Stearn, Epimedium pubescens subsp. primarium <templatestyles src="Person/styles.css" />Stearn): Sie gedeiht in Höhenlagen von 300 bis 2000 Metern in den chinesischen Provinzen Anhui, Gansu, Guizhou, Henan, Hubei, Shaanxi sowie Sichuan.<ref name="FoC" />
- Epimedium pubigerum <templatestyles src="Person/styles.css" />(DC.) C.Morren & Decne.: Die Heimat ist Bulgarien, Türkei und der Kaukasus.
- Epimedium pudingense <templatestyles src="Person/styles.css" />S.Z.He, Y.Y.Wang & B.L.Guo: Sie wurde 2010 aus dem südwestlichen Teil der chinesischen Provinz Guizhou beschrieben.<ref name="He2010" />
- Epimedium qingchengshanense <templatestyles src="Person/styles.css" />G.Y.Zhong & B.L.Guo: Dieser Endemit gedeiht in Höhenlagen von 900 bis 1500 Metern nur im Qingcheng Shan in der chinesischen Provinz Sichuan.<ref name="FoC" />
- Epimedium reticulatum <templatestyles src="Person/styles.css" />C.Y.Wu ex S.Y.Bao: Sie gedeiht in Wäldern in einer Höhenlage von etwa 1100 Meter in der chinesischen Provinz Sichuan.<ref name="FoC" />
- Epimedium rhizomatosum <templatestyles src="Person/styles.css" />Stearn: Sie gedeiht in Höhenlagen von 2000 bis 2200 Metern in der chinesischen Provinz Sichuan.<ref name="FoC" />
- Epimedium sagittatum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Siebold & Zucc.) Maxim. (Aceranthus sagittatus <templatestyles src="Person/styles.css" />Siebold & Zucc., Aceranthus macrophyllus <templatestyles src="Person/styles.css" />Blume ex K.Koch, Aceranthus triphyllus <templatestyles src="Person/styles.css" />K.Koch, Epimedium coactum var. longtouhum <templatestyles src="Person/styles.css" />H.R.Liang, Epimedium sagittatum var. oblongifoliolatum <templatestyles src="Person/styles.css" />Z.Cheng, Epimedium sinense <templatestyles src="Person/styles.css" />Siebold ex Miquel.): Sie gedeiht mit zwei Varietäten in Höhenlagen von 200 bis 1800 Metern in den chinesischen Provinzen Anhui, Fujian, Gansu, Guangdong, Guangxi, Guizhou, Hubei, Hunan, Jiangxi, Shaanxi, Sichuan sowie Zhejiang.<ref name="FoC" /> In Japan ist sie eingebürgert.
- Epimedium sempervirens <templatestyles src="Person/styles.css" />Nakai ex F.Maek.: Dieser Endemit kommt nur im westlichen Teil der Präfektur Niigata auf der japanischen Insel Honshū vor.<ref name="FoC" />
- Epimedium shennongjiaense <templatestyles src="Person/styles.css" />YanJ.Zhang & J.Q.Li: Sie wurde 2009 erstbeschrieben und ist bisher nur vom Typusstandort bei Muyuping im „Shennongjia National Nature Reserve“ in China bekannt.<ref name="FoC" />
- Epimedium shuichengense <templatestyles src="Person/styles.css" />S.Z.He: Dieser Endemit gedeiht im Dickicht an Hängen in einer Höhenlage von etwa 1800 Metern nur in Shuicheng in der chinesischen Provinz Guizhou.<ref name="FoC" />
- Epimedium simplicifolium <templatestyles src="Person/styles.css" />T.S.Ying: Sie gedeiht an Hängen in Tälern in einer Höhenlage von etwa 1100 Metern in der chinesischen Provinz Guizhou.<ref name="FoC" />
- Epimedium stellulatum <templatestyles src="Person/styles.css" />Stearn: Sie gedeiht an Hängen in einer Höhenlage von etwa 900 Metern in den chinesischen Provinzen Hubei sowie Sichuan.<ref name="FoC" />
- Epimedium sutchuenense <templatestyles src="Person/styles.css" />Franch.: Sie gedeiht in Höhenlagen von 400 bis 1900 Metern in den chinesischen Provinzen Guizhou, Hubei sowie Sichuan.<ref name="FoC" />
- Epimedium truncatum <templatestyles src="Person/styles.css" />H.R.Liang: Dieser Endemit gedeiht an Waldrändern in Höhenlagen von 600 bis 1000 Metern nur in Baojing in der chinesischen Provinz Hunan.<ref name="FoC" />
- Epimedium wushanense <templatestyles src="Person/styles.css" />T.S.Ying: Sie gedeiht in Höhenlagen von 300 bis 1700 Metern in den chinesischen Provinzen Chongqing, Guangxi, Guizhou, Hubei sowie Sichuan.<ref name="FoC" />
- Epimedium yingjiangense <templatestyles src="Person/styles.css" />M.Y.Sheng & X.J.Tian: Sie wurde 2011 aus der chinesischen Provinz Guizhou erstbeschrieben.<ref name="Sheng2011" />
- Epimedium zhushanense <templatestyles src="Person/styles.css" />K.F.Wu & S.X.Qian: Dieser Endemit gedeiht in einer Höhenlage von etwa 1200 Meter nur im nordwestlichen Teil der chinesischen Provinz Hubei.<ref name="FoC" />
Naturhybriden und ihre Verbreitung
Wo sich Verbreitungsgebiete einzelner Arten überschneiden, bilden sich Naturhybriden:
- Epimedium ×omeiense <templatestyles src="Person/styles.css" />Stearn = Epimedium fangii × Epimedium acuminatum: Sie stammt vom Mt. Emei in der chinesischen Provinz Sichuan.
- Epimedium ×setosum <templatestyles src="Person/styles.css" />Koidz.: Sie kommt nur auf der japanischen Insel Honshū vor.
- Epimedium ×youngianum <templatestyles src="Person/styles.css" />Fisch. & C.A.Mey. (Syn.: Epimedium ×kitamuranum <templatestyles src="Person/styles.css" />Yamakawa, Epimedium ×trifoliatobinatum <templatestyles src="Person/styles.css" />Koidz., Epimedium ×youngianum var. niveum <templatestyles src="Person/styles.css" />Stern) = Epimedium diphyllum × Epimedium grandiflorum: Sie kommt in Bergwäldern im japanischen Honshū (Chugoku-Region), Shikoku sowie Kyūshū vor.
Verwendung und Inhaltsstoffe
Verwendung als Zierpflanze
Einige Epimedium-Arten, beispielsweise Epimedium acuminatum, Epimedium alpinum, Epimedium davidii, Epimedium diphyllum, Epimedium grandiflorum, Epimedium perralderianum, Epimedium pinnatum sowie einige Naturhybriden, werden in den gemäßigten Gebieten als Zierpflanzen in Parks und Gärten verwendet. Sie eignen sich als Bodendecker für schattige Standorte. Sie gedeihen am besten auf durchlässigen Böden.<ref name="Botanica" /> Dazu wurden gezielt Sorten mit attraktiven Blüten und einer besseren Winterhärte gezüchtet.<ref name="Jelitto2002" /> Im Jahr 2014 waren die Zuchtformen Staude des Jahres.<ref name="StaudeDesJahres" />
Es gibt auch Hybriden aus gärtnerischen Kreuzungen (Auswahl):<ref name="Botanica" />
- Epimedium × cantabrigiense <templatestyles src="Person/styles.css" />Stearn = Epimedium alpinum × Epimedium pubigerum
- Epimedium × perralchicum <templatestyles src="Person/styles.css" />Stearn = Epimedium perralderianum × Epimedium pinnatum
- Epimedium × rubrum <templatestyles src="Person/styles.css" />C. Morren = Epimedium alpinum × Epimedium grandiflorum
- Epimedium × versicolor <templatestyles src="Person/styles.css" />C. Morren = Epimedium grandiflorum × Epimedium pinnatum
- Epimedium × warleyense <templatestyles src="Person/styles.css" />Stearn = Epimedium alpinum × Epimedium colchicum
Sonstige Verwendung und Inhaltsstoffe
Die jungen vegetativen Pflanzenteile von Epimedium grandiflorum und Epimedium sagittatum werden gegart gegessen; erst eingeweicht (wohl damit die Bitterstoffe reduziert werden) und dann gekocht. Vor Selbstmedikation wird gewarnt.<ref name="PFAF" />
Aufgrund des Inhaltsstoffes Icariin werden einige Epimedium-Arten in der Volksmedizin verwendet. Die medizinischen Wirkungen von Icariin wurden von mehreren Arbeitsgruppen untersucht. Versuche mit Icariin an Ratten zeigen, dass es neurotrophische Effekte verursacht und einen Einfluss auf die Erektion des Rattenpenis besitzt. Diese Versuche führen dazu, diese Stimulanzwirkung auch beim Menschen zu vermuten. Es wird ausdrücklich davor gewarnt, Epimedium-Arten für den Menschen als stimulierendes Mittel einzusetzen, denn es gibt noch keine Gefahrenabschätzung. Auch wird ausdrücklich davor gewarnt, Getränke oder Nahrungsmittel mit Epimedium-Auszügen während der Schwangerschaft und der Stillzeit zu verwenden.<ref name="PFAF" /><ref name="González-Stuart" /><ref name="Shindel2010" />
Einige Epimedium-Arten werden in der traditionellen chinesischen Medizin verwendet, besonders bei Rheumatismus sowie Bluthochdruck bei Frauen in der Menopause.<ref name="González-Stuart" /> Rowdy Lamb Herb, Xianlinpi, Barrenwort, Bishop's Hat, Fairy Wings, Horny Goat Weed, Yangheye oder Yin Yang Huo sind Trivialnamen.<ref name="Ma2010" /> Epimedium sagittatum ist eine von fünf Epimedium-Arten, die in der Chinese Pharmacopoeia gelistet sind. Epimedium grandiflorum, Epimedium koreanum und Epimedium sagittatum wurden auf die medizinischen Wirkungen untersucht, mit dem Ergebnis, das medizinische Sicherheit derzeit nicht gegeben ist.<ref name="PFAF" />
Es sind schützende Wirkungen auf Knochen, Gehirn und das Kreislaufsystem sowie eine Stärkung der Immunabwehr belegt.<ref>Xiao-Lin Chen et al.: Epimedium Linn: A Comprehensive Review of Phytochemistry, Pharmacology, Clinical Applications and Quality Control. In: Chem. Biodivers. 21(8), 2024, doi:10.1002/cbdv.202400846.</ref>
Literatur
- Junsheng Ying, David E. Boufford, Anthony R. Brach: Epimedium, S. 787–790 – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Bd. 19 – Cucurbitaceae through Valerianaceae, with Annonaceae and Berberidaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und Saint Louis, 28. Februar 2011. ISBN 978-1-935641-04-9. (Abschnitte Beschreibung und Systematik mit Bestimmungsschlüssel der in China vorkommenden Arten)
- Yannick De Smet, Paul Goetghebeur, Stefan Wanke, Pieter Asselman & Marie-Stéphanie Samain: Additional evidence for recent divergence of Chinese Epimedium (Berberidaceae) derived from AFLP, chloroplast and nuclear data supplemented with characterisation of leaflet pubescence. In: Plant Ecology and Evolution. Bd. 145, Nr. 1, März 2012, S. 73–87. doi:10.5091/plecevo.2012.646 (Abschnitt Systematik und Verbreitung)
- Prof. Summer's Web Garden: Japanese Wild Flowers – Berberidaceae, 2008
- S. M. H. Jafri: Epimedium bei Tropicos.org. In: Flora of Pakistan. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum (Abschnitt Beschreibung)
- Y. Zhang, H. Dang, Y. Wang, X. Li, J. Li: A taxonomic revision of unifoliolate Chinese Epimedium L. (Berberidaceae). In: Kew Bulletin. Bd. 66, Nr. 2, Juni 2011, S. 253–262. doi:10.1007/s12225-011-9275-y
- William Thomas Stearn: Epimedium Linnaeus. In: S. M. Walters et al.: The European Garden Flora. Band 3, Dicotyledons (Part I). Cambridge University Press, 1989, S. 389–393, ISBN 0-521-36171-0.
- Tony Avent of Plant Delights Nursery: An Overview of Epimedium In The Plantsman, März 2010: Volltext-PDF.
Weblinks
- Epimedium bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum
- GBIF-Datenbank: Epimedium. In: gbif.org. Abgerufen am 3. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).
Einzelnachweise
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