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Club-Mate

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Datei:Club-MateFlasche.jpg
0,5-Liter-Flasche

Club-Mate [<templatestyles src="IPA/styles.css" />ˈklʊp ˌmaːtə] (<phonos file="DE Club-Mate GT.ogg">anhören</phonos>/?) ist ein koffein- und kohlensäurehaltiges, alkoholfreies Erfrischungsgetränk der Brauerei Loscher aus Münchsteinach in der Metropolregion Nürnberg. Es basiert auf der Mate-Pflanze. Das Getränk hat einen Koffeingehalt von 20 mg pro 100 ml,<ref>Club Mate Koffeingehalt - Koffein in Club Mate. Abgerufen am 17. Januar 2021.</ref> dies entspricht in der typischen Konsumform einer 500-ml-Flasche etwa dem Koffeingehalt von 125 ml Filterkaffee.<ref name="Kaffee">Koffeingehalt in Kaffee - Wie viel Koffein hat Kaffee? Abgerufen am 17. Januar 2021.</ref> Der Zuckergehalt beträgt 5 g/100 ml<ref>snoopmedia GmbH, Hohe Str 93, D.-53119 Bonn, Germany http://www.snoopmedia.com: Club-Mate Mate-Eistee: 83,7 kJ/100 g (20 kcal) und Inhaltsstoffe - das-ist-drin. Abgerufen am 13. August 2022.</ref> und der physiologische Brennwert liegt bei 83,7 kJ/100 g (20 kcal/100 g).

Name

Der Name leitet sich von der Yerba-Mate ab und nicht vom englischen Begriff „mate“ [<templatestyles src="IPA/styles.css" />'meɪt] (<phonos file="En-mate.oga">anhören</phonos>/?; dt. Kamerad oder Kumpel). Das Getränk gilt als Kultgetränk in Hackerkreisen<ref>heise online: 26C3: Hacker verbrauchen Rekord-Bandbreite. Abgerufen am 17. Januar 2021.</ref> und unter jungen Leuten respektive Hipstern. Durch die Bekanntheit, die Club-Mate in der deutschen Hackerszene erreicht hat, wurde sie auch auf ausländischen Hackerveranstaltungen erhältlich.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Video auf podfiles.zdf.de (Memento vom 21. August 2012 im Internet Archive)</ref>

Geschichte

Der Ursprung liegt in der Produktion als Lizenzbetrieb der Mate Industrie GmbH Bad Köstritz. Der ursprüngliche Name des Getränks lautete „Sekt-Bronte“,<ref>Goldgrüne Flüssigkeit zum Saugen, Tagesspiegel vom 16. Januar 2006</ref> welches seit 1924 produziert wurde, allerdings nur regional bekannt war.<ref>MEIKE LAAFF / ENRICO IPPOLITO / STEFFEN GRIMBERG: waaAAAAAACH!!Als Sekt-Bronte begonnen, als Einhornpisse geendet. In: Die Tageszeitung: taz. 27. Dezember 2011, ISSN 0931-9085, S. 13 (taz.de [abgerufen am 17. Januar 2021]).</ref> In den 1950er Jahren wurde das Getränk in Club-Mate umbenannt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />CLUB-MATE: Ein Getränk erobert Deutschland! (Memento vom 4. Juli 2013 im Internet Archive), Unternehmenswebsite</ref> Auch 2014 ist jedoch „Bronte“ regional noch als Begriff für das Getränk im aktiven Wortschatz. Das Rezept für Club-Mate kam mit dem Kauf der Limonadenfabrik Geola Getränke in Dietenhofen bei Nürnberg 1994 in den Besitz der Firma Loscher.<ref>MEIKE LAAFF / ENRICO IPPOLITO / STEFFEN GRIMBERG: waaAAAAAACH!!Als Sekt-Bronte begonnen, als Einhornpisse geendet. In: Die Tageszeitung: taz. 27. Dezember 2011, ISSN 0931-9085, S. 13 (taz.de [abgerufen am 17. Januar 2021]).</ref> Mit der Übernahme begann man, es überregional zu vertreiben. Da es nie große Werbekampagnen für Club-Mate gab, stieg der Bekanntheitsgrad der Marke nur langsam.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Interview mit dem Geschäftsführer der Brauerei Loscher auf maclites.com (Memento des Vorlage:IconExternal vom 28. Dezember 2010 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/maclites.com</ref> Nach der Hackerszene wurde Club-Mate in den 2000er Jahren in der Party- und Festivalszene bekannter. Während Club-Mate in vielen Gebieten Deutschlands weitgehend unbekannt ist, gehört sie in einigen Städten, insbesondere auch solchen mit größeren Universitäten, inzwischen zum Standardsortiment von Kiosken, Spätis und einigen Supermarktketten (Rewe, Edeka) sowie Diskotheken.<ref>Div. Beiträge zur Beschaffbarkeit von Club-Mate in Berlin, Stand 2006–2010</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Club-Mate „wesentliches“ Getränk auf Partyveranstaltungen (Memento des Vorlage:IconExternal vom 16. Oktober 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.berliner-zeitung.de, Berliner Zeitung 19. Juni 2008</ref> 2011 kam es zu einem Lieferengpass seitens der Brauerei Loscher, da nicht genügend Pfandflaschen zurückgegeben wurden. Daraufhin wurde bei Facebook die Selbsthilfegruppe Matecalypse now gegründet, die dazu aufrief, leere Pfandflaschen abzugeben.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Club Mate – Piratischer Lebenssaft (Memento vom 6. November 2012 im Internet Archive), CICERO 3. April 2012</ref>

Im Dezember 2007 wurde eine Club-Mate-Winter-Edition mit Gewürzen auf den Markt gebracht, die seitdem jeden Winter für kurze Zeit im Handel erhältlich ist.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Sonderseite Winter-Edition auf clubmate.de (Memento des Vorlage:IconExternal vom 1. Mai 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.clubmate.de</ref> Seit 2009 ist eine Cola unter dem Markennamen erhältlich und auch eine Eisteevariante ist seit einiger Zeit unter dem Namen ICE-T-Kraftstoff zu erwerben. Bei dieser Version wurde der Koffeingehalt auf 22 mg pro 100 ml erhöht und auch der Zuckergehalt ist weitaus höher, als es beim ursprünglichen Mate-Produkt der Fall ist.<ref>Club-Mate Ice Tea Kraftstoff – Hackerbrause. Abgerufen am 17. Januar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Seit 2013 wird mit Club-Mate Granat in den Sommermonaten eine Granatapfelvariante vertrieben. Inzwischen gibt es auch die zuckerfreie Variante Club-Mate Zero sowie eine Geschmacksrichtung mit Beere.

Mate-Mixgetränke

Datei:Tschunk-org.jpg
Tschunk

Der Tschunk [<templatestyles src="IPA/styles.css" />tʃʊŋk] (<phonos file="DE Tschunk GT.ogg">anhören</phonos>/?) (seltener auch in der Schreibweise Chunk) ist ein Cocktail aus Rum, Rohrzucker, Limetten und Club-Mate. Der Cocktail wurde höchstwahrscheinlich in den 1990er Jahren im Umfeld des Ostberliner „Club Forschung“ erfunden<ref>Die Hackerbrause. In: jetzt.de. 30. Mai 2011 (jetzt.de [abgerufen am 14. März 2018]).</ref> und ist überwiegend in der Hackerszene verbreitet (u. a. bei Mitgliedern des CCC).<ref>Spiegel Online: Hacker-Kongress 30C3: Ein Fall für die Chaospatinnen. Abgerufen am 9. Februar 2017.</ref>

Club-Mate wird in der Gastronomie auch als Longdrink in Verbindung mit einer Spirituose wie z. B. Wodka oder als Mischgetränk mit Sektanteil angeboten. Hierfür haben sich in der Clubszene Namen wie „Turbomate“ oder „Matoka“ etabliert.<ref>Kathrin Ganz, Jens Ohlig & Sebastian Vollnhals: Hackerbrause. kurz & geek. O’Reilly, 2011, ISBN 978-3-86899-141-3, S. 129.</ref>

Rezeption

Eine abgewandelte Version des Markenlogos wurde vor allem in Rostock unter dem Namen Club-Molli – Leicht zu bauender Brandsatz für den Widerstand auf der Straße zur Bewerbung von Molotowcocktails verwendet. Das Plakat wurde auch in Blogs im Internet verbreitet, worauf die Herstellerfirma von Club-Mate dies per Abmahnung als Aufruf zur Gewalt zu unterbinden versuchte. Später bezeichnete die Brauerei dies als Missverständnis.<ref>Julia Seeliger: Die Clubmate-Nicht-Abmahnung: Keiner will's gewesen sein. Die Tageszeitung, 10. Mai 2010, abgerufen am 11. August 2015.</ref>

Club-Mate ist inzwischen auch in einigen Geschäften und Clubs in New York erhältlich, der Club „Bossa Nova“ beispielsweise importiert das Getränk für seine Kunden. Ausgegangen ist diese Idee vom Betreiber des Clubs, John Barclay: „Wir verkaufen Club Mate, weil wir daran glauben, dass es eine metaphysische Beziehung zu Technomusik besitzt“.<ref>US-Clubkultur: Berlin tanzt in New York. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 7. Juli 2014, abgerufen am 11. August 2015.</ref>

Sorten

  • Club-Mate
  • Club-Mate Ice-T Kraftstoff
  • Club-Mate Granat
  • Club-Mate Winter-Edition
  • Club-Mate Cola
  • Club-Mate Zero
  • Club-Mate Beere

Literatur

  • Kathrin Ganz, Jens Ohlig & Sebastian Vollnhals: Hackerbrause. kurz & geek. O’Reilly, 2011, ISBN 978-3-86899-141-3.

Weblinks

Commons: Club-Mate – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />