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Deutsche Seemannsmission

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Deutsche Seemannsmission
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Geschäftsstelle Hamburg
Vorläufer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Nachfolger Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Zweck Seelsorge- und Sozialeinrichtung für Seeleute
Vorsitz Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Geschäftsführung Matthias Ristau
Eigentümer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Umsatz Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Stiftungskapital Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
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Freiwillige Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Mitglieder Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Website seemannsmission.org
Datei:Seemannsmission Hamburg-Altona.jpg
Seemannsheim Hamburg-Altona der Deutschen Seemannsmission
Datei:HLSeemannsheimAnderUntertrave.jpg
Früheres Logo der Deutschen Seemannsmission am ehemaligen Seemannsheim in Lübeck, An der Untertrave

Die Deutsche Seemannsmission e. V. (DSM) ist eine evangelische Seelsorge- und Sozialeinrichtung für Seeleute. Sie betreibt mit ihren Mitgliedsvereinen 33 Stationen im In- und Ausland, in denen über 700 haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter tätig sind. Vereinssitz und Geschäftsstelle des Vereins sind in Hamburg.<ref>Deutsche Seemannsmission zieht von Bremen nach Hamburg. Abgerufen am 16. März 2020.</ref> Die DSM gehört der International Christian Maritime Association an und ist laut Satzung dem Evangelischen Werk für Diakonie und Entwicklung als Fachverband angeschlossen.<ref name=":0">Satzung der Deutschen Seemannsmission e. V. (PDF) In: seemannsmission.org. 23. April 2015, abgerufen am 28. April 2019.</ref>

Die Deutsche Seemannsmission sieht sich als „Fürsprecher der Seeleute und macht durch Lobbyarbeit auf die oft schwierigen Arbeitsbedingungen der Seeleute aufmerksam“. Sie versteht sich zudem als Kontaktstelle und Vermittler zwischen Seeleuten und Reedern sowie zwischen Schiffsbesatzungen und Hafenarbeitern.<ref name=":0" />

Geschichte

Datei:Wolfgangsweg 12 ehemaliges Seemannsheim.jpg
Altes Seemannsheim Wolfgangsweg in Hamburg (1906–1958)
Datei:Dt.Seemannsmission Krayenkamp 5 HH-Neustadt (2).jpg
Neues Seemannsheim Hamburg am „Michel“ (seit 1959)

Die ersten Seemannsmissionen entstanden zu Anfang des 19. Jahrhunderts zunächst in England. 1848 forderte Johann Hinrich Wichern auf dem ersten Evangelischen Kirchentag in Wittenberg die deutschen Kirchen auf, sich der Notleidenden auf allen Gebieten anzunehmen, und sprach in diesem Zusammenhang auch von der „sittlichen Verwahrlosung“ der Matrosen in deutschen und überseeischen Häfen. 1854 entstand in Bremen das erste Seemannsheim zunächst als private Stiftung des Reeders Johann Karl Vietor.<ref name=":4">Thun, Werden und Wachsen der Deutschen Evangelischen Seemannsmission. S. 13–19.</ref>

Die eigentliche Initiative zur Gründung einer deutschen Seemannsmission ging jedoch von deutschen Auswanderergemeinden in Großbritannien aus, die die Arbeit der dortigen Missionen kennengelernt und seit den 1870er Jahren vermehrt eigene Schritte auf diesem Gebiet unternommen hatten.<ref name=":4" /> 1885 bildeten sechs Lokalkomitees in Liverpool das Generalkomitee für deutsche evangelische Seemannsmission in England und Wales. Im Jahr darauf (1886) folgte in Hannover das Komitee zur kirchlichen Versorgung deutscher Seeleute im Ausland, das hauptsächlich von den lutherischen Landeskirchen getragen wurde. Mit deren Unterstützung wurden bald darauf ein erster hauptamtlicher Seemannspastor bestellt und die ersten Seemannsmissionen auf deutschem Boden gegründet: 1891 in Hamburg, 1896 in Bremerhaven und 1898 in Kiel.<ref name=":4" /><ref>Dieser später auch als "Lutherischer Verband" bezeichnete Zweig wurde 2004 in die Stiftung Deutsche Lutherische Seemannsmission umgewandelt, siehe https://www.stiftung-seemannsmission.de/informationen-zur-stiftung/</ref> Als dritter Verband entstand 1895 in Berlin ein Komitee für Deutsche Evangelische Seemanssmission, das sich auf die preußische Landeskirche stützte und vor allem im Ostseeraum engagierte.<ref>Thun S. 19 ff. Nach dem Zweiten Weltkrieg verlor dieser Berliner oder „Mitteldeutsche“ Zweig infolge der deutschen und europäischen Teilung die meisten seiner Standorte und wurde 2017 in die Stiftung Seemannshilfe überführt, die sich heute u. a. in Estland engagiert. Siehe https://www.deutsche-evangelische-seemannsmission.de/ueber-uns/historie/ (abgerufen am 30. April 2019).</ref> Um ihre Aktivitäten besser zu koordinieren und gegenüber staatlichen Stellen gemeinsam aufzutreten, bildeten die drei Komitees 1923 einen „Zweckverband“, aus dem sich im Laufe der Zeit die heutige Dachorganisation entwickelte.<ref name=":1">Reinhard Freese: Geschichte der Deutschen Seemannsmission. Bielefeld 1991.</ref>

Ab 1933 versuchten die Nationalsozialisten vielerorts, die Kontrolle über die Seemannsheime zu übernehmen und sie in die Deutsche Arbeitsfront einzugliedern. Im Zweiten Weltkrieg wurden – wie schon im Ersten Weltkrieg – viele Stationen im Ausland beschlagnahmt und geschlossen, die in Deutschland wurden vielfach zerstört oder in Lazarette umfunktioniert.

In der Zeit des deutschen Wirtschaftswunders und des damit verbundenen Aufschwungs des deutschen Seehandels wurden in den 1950er und 1960er Jahren zahlreiche Auslandsstationen u. a. in Lomé, Istanbul, Alexandria, Bilbao, Dublin und Kapstadt neu oder wiedereröffnet, deren Baukosten teilweise vom deutschen Auswärtigen Amt getragen wurden.

Seit der Einführung des Containers und der damit verbundenen Verkürzung der Schiffsliegezeiten mussten viele Auslandsstationen jedoch mangels Nachfrage wieder geschlossen werden.<ref name=":1" /> Seit einigen Jahren hat die Seemannsmission zudem mit sinkenden Zuschüssen und Spenden zu kämpfen (siehe Abschnitt Finanzierung).

Struktur

Datei:Hamburg,Wikipedia Ahoi, Seemannsclub Duckdalben NIK 6872.jpg
Der Seemannsclub Duckdalben im Hamburger Hafen (Waltershof) der Deutschen Seemannsmission Hamburg-Harburg e. V.

Mitglieder des Vereins Deutsche Seemannsmission e. V. können laut Satzung „alle rechtsfähigen und nicht rechtsfähigen Vereine oder sonstigen Körperschaften im In- und Ausland sein, die evangelische Seemannsmission als diakonisch-missionarischen Dienst an Seeleuten und ihren Angehörigen an ihrem jeweiligen Ort betreiben“.<ref name=":0" /> Die einzelnen Stationen werden zumeist von lokalen Vereinen getragen, die ihrerseits Mitglied im DSM-Dachverband sind.

Seemannsheime, Clubs und Lounges

Klassische Seemannsheime mit Übernachtungsmöglichkeit gibt es heute nur noch an größeren Standorten. Die meisten Standorte sind Tageseinrichtungen (Seemannsclubs), in denen Seeleute sich während ihres Landganges stundenweise aufhalten können. Speziell für Seeleute auf Kreuzfahrtschiffen gibt es seit einiger Zeit die sogenannten Seafarers' Lounges (derzeit in Hamburg und Kiel). Sie sind direkt in die Kreuzfahrtterminals integriert, so dass die Seeleute sie aufsuchen können, ohne die übliche Sicherheitskontrolle passieren zu müssen.<ref name=":3">Seafarers-Lounge Hamburg. Abgerufen am 9. Mai 2019.</ref><ref>Seafarers' Lounge der DSM Kiel. Abgerufen am 9. Mai 2019.</ref>

Zum Angebot aller Standorte gehören typischerweise kleinere Einkaufsmöglichkeiten, Erwerb von Telefonkarten, Erledigung von Geldgeschäften (Überweisungen usw.), Aufenthaltsräume mit kostenlosen Heißgetränken, Kickern, Billard und der Möglichkeit zur Nutzung von Internet und E-Mail sowie kleine Bibliotheken. Teilweise wird auch kostenlose medizinische Betreuung angeboten.

Personal, Seemannspastoren, Diakone

Datei:Duckdalben, WP Ahoi, Hamburg ( 1080601).jpg
Seemannspastor in Schutzkleidung für Bordbesuche

Die Missionen werden von Seemannspastoren (port chaplain) oder Diakonen bzw. Diakoninnen geführt. Aktuell leitet der Pastor Matthias Ristau die Organisation als Generalsekretär.<ref>Nomos Verlag (Hrsg.): Sozialwirtschaft aktuell. Jahrgang 32 Heft 1, Januar 2022.</ref> Häufig arbeiten in den Einrichtungen auch Sozialarbeiter und verwandte Berufsgruppen mit sowie Menschen, die einen Bundesfreiwilligendienst (früher Zivildienst) oder ein Freiwilliges Soziales Jahr ableisten.<ref>Bundesfreiwilligendienst in der Seemannsmission. Abgerufen am 2. Mai 2019.</ref> Das Personal in den Auslandsstationen besteht meist aus Einheimischen. Ein großer Teil der Arbeit wird zudem durch ehrenamtliche Helfer geleistet. Alle Pastoren und Diakone treffen sich alle vier Jahre in Deutschland zum Erfahrungsaustausch.

Finanzierung

Die Arbeit der Seemannsmissionen im In- und Ausland wird aus kirchlichen und staatlichen Zuschüssen, eigenen Einnahmen (zum Beispiel aus Zimmervermietungen) sowie aus Spenden finanziert, darunter auch freiwilligen Abgaben der Reedereien. 2017 betrug der Haushalt der DSM rund 2,5 Millionen Euro, aus denen neben 17 Auslandsstellen auch sieben Stellen in der DSM-Geschäftsstelle finanziert wurden.<ref name=":2" /> Seit Jahren verzeichnet die DSM jedoch einen deutlichen Rückgang bei den Reederabgaben.<ref name=":2">Deutsche Seemannsmission muss kräftig sparen. In: evangelisch.de. 16. Juni 2017, abgerufen am 5. Mai 2019.</ref> Aufgrund sinkender Kirchensteuereinnahmen werden zudem ab 2020 die Zuweisungen der EKD von bisher 1,35 auf eine Million Euro reduziert.<ref name=":2" />

Generalsekretäre

  • Carl Osterwald: von 1973 bis 1983
  • Ulrich Wahl: von 1984 bis 1996
  • Jürgen Kanz: von 1996 bis 2003
  • Hero Feenders: von 2003 bis 2009
  • Heike Proske: von 2009 bis 2019
  • Christoph Ernst: von 2019 bis 2021
  • Matthias Ristau: ab 2021

Stationen

Deutschland

Datei:Seemannsmission Emden.jpg
Seemannsmission Emden
Datei:Seemannsheim Kiel.jpg
Seemannsheim Kiel
Datei:Seemannsclub-Oase-3.jpg
Seemannsclub Oase in Stade-Bützfleth

Europa

  • Rotterdam (Niederlande) – seit 1890, früher mit eigenem Seemannsheim, heute in Kooperation mit Partnern<ref>Willkommen in Rotterdam. Abgerufen am 9. Mai 2019.</ref>

Afrika

Amerika

Asien

Ehemalige Stationen

Literatur

  • Reinhard Freese: Geschichte der Deutschen Seemannsmission. Bielefeld 1991. ISBN 3-7858-0339-7
  • F. M. Harms: Die Geschichte der deutschen evangelischen Seemannsmission. Stettin 1909.
  • W. Thun: Werden und Wachsen der Deutschen Evangelischen Seemannsmission. Bremen/Hamburg 1959. (Online)

Weblinks

Commons: Deutsche Seemannsmission – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Siehe auch

Einzelnachweise

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