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Sebastian Czaja

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Datei:FDP-Fraktion Berlin CC BY-SA 3.0 Sebastian Czaja.jpg
Sebastian Czaja, 2021

Sebastian Czaja (* 28. Juni 1983 in Ost-Berlin) ist ein deutscher Politiker (parteilos, 2005 bis 2026 FDP, bis 2005 CDU). Von 2006 bis 2011 und von 2016 bis 2023 war er Abgeordneter im Berliner Abgeordnetenhaus. Czaja war FDP-Spitzenkandidat bei den Wahlen zum Abgeordnetenhaus 2016, 2021 und 2023.

Familie, Ausbildung und Beruf

Sebastian Czaja wuchs in Berlin-Mahlsdorf auf. Sein älterer Bruder Mario (* 1975) ist CDU-Politiker und ehemaliger Sozialsenator von Berlin. Sebastian Czaja besuchte 1996 bis 2000 die Klingenberg-Oberschule in Berlin-Biesdorf und erwarb die mittlere Reife, nach dem Besuch des Oberstufenzentrums Energietechnik II in Berlin (2000 bis 2004) die fachgebundene Hochschulreife. Im Januar 2004 schloss Czaja eine Ausbildung im Bereich der Elektrotechnik durch Bestehen der Gesellenprüfung ab. Nach dem Besuch des Victor-Klemperer-Kollegs in Berlin-Marzahn (2004 bis 2008) erwarb er 2008 die allgemeine Hochschulreife.<ref name="vita" /> Danach war er bei der Baufirma Strempel & Große aus Marzahn-Hellersdorf tätig, die auch Czajas Bezirksbüro in Marzahn-Hellersdorf mitfinanzierte.<ref>Seite 2 von 2: Berliner FDP im freien Fall – „Gestorben wird zum Schluss“ | Cicero Online. 4. März 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. März 2016; abgerufen am 7. Juni 2020.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.cicero.de</ref>

Nach seinem Ausscheiden aus dem Berliner Abgeordnetenhaus 2011 war Czaja von 2012 bis Herbst 2013 beratender Repräsentant für die „Jahn Baumanagement“-Gesellschaft tätig. Anschließend war er bei der Gesellschaft „beton & rohrbau C.F. Thymian“ für die Projektentwicklung verantwortlich.<ref name="vita"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Persönliches. (Memento vom 23. März 2014 im Internet Archive) In: Sebastian-Czaja.de, abgerufen am 26. Juli 2019</ref> Seit 2016 ist er bei der beton & rohrbau 2.0 GmbH in der Projektentwicklung tätig.<ref>Profil in abgeordnetenwatch</ref>

Czaja ist verheiratet und hat eine Tochter.<ref>Kann dieser Mann Berlin die „Frischzellenkur“ geben? In: Welt.de, 13. September 2016.</ref><ref>Berliner Politiker erinnern sich an den 19. Dezember 2016 In: tagesspiegel.de, 19. Dezember 2017.</ref> 2004 war er für kurze Zeit mit dem Model Micaela Schäfer liiert.<ref>Karsten Hintzmann: Ende einer schrillen Romanze. 5. Dezember 2004, abgerufen am 16. April 2024.</ref>

Parteilaufbahn

CDU

Czaja war von 1999 bis 2005 Mitglied der CDU und 2001/02 Kreisvorsitzender der Jungen Union Marzahn-Hellersdorf. Zeitgleich war er stellvertretender Landesvorsitzender der Schüler Union Berlin. Im Jahr 2003 kandidierte er für den Bundesvorsitz der Schüler Union, unterlag in einer Kampfabstimmung jedoch Amtsinhaber Mark Blue aus Schleswig-Holstein.<ref>Ganz schön daneben. 28. Februar 2003, abgerufen am 3. März 2026.</ref>

FDP

Nach seinem Eintritt in die FDP 2005 wurde er bis 2006 Vorsitzender der FDP-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung Marzahn-Hellersdorf. Von 2009 bis 2012 war Czaja Bezirksvorsitzender der FDP Marzahn-Hellersdorf.<ref>Mitteilung der FDP Marzahn-Hellersdorf bei Facebook, 15. April 2012.</ref> Ab Februar 2019 war er Vorsitzender des FDP-Bezirksverbandes Steglitz-Zehlendorf,<ref>Mitteilung der FDP Steglitz-Zehlendorf, 18. Februar 2023</ref> in dem er ab Juli 2017 den FDP-Ortsverband Wannsee führte.<ref>Mitteilung der FDP Wannsee, 11. Januar 2023</ref>

2009 gründete Czaja die Fach- und Arbeitsgruppe Sportpolitik der FDP-Fraktionsvorsitzendenkonferenz (FVK) und war deren Vorsitzender und Sprecher.

Von September 2015 bis zu seinem Rücktritt im Februar 2020 war Czaja Generalsekretär der FDP Berlin<ref>Thorkrit Treichel: Liberale in Berlin: Sebastian Czaja ist neuer Generalsekretär der FDP. In: Berliner Zeitung, 29. September 2015.</ref><ref>Mitteilung der FDP Berlin, 9. März 2018</ref> Seit November 2020 bis zu seinem Austritt 2026 war er einer der drei stellvertretenden Landesvorsitzenden.

Auf dem FDP-Parteitag am 12. März 2016 wurde Czaja mit 72,4 Prozent der Stimmen zum Spitzenkandidaten für die Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin 2016 gewählt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Mitteilung der FDP Berlin (Memento vom 29. April 2016 im Internet Archive), 12. März 2016</ref> Die FDP erhielt am 18. September 2016 6,7 % der Wählerstimmen (2011: 1,8 %). Daraufhin wurde er zum FDP-Fraktionsvorsitzenden gewählt.

Auf dem Landesparteitag der Berliner FDP am 15. November 2020 wurde er zu einem der drei stellvertretenden Landesvorsitzenden gewählt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Wahlergebnisse des 86. ordentlichen Parteitages (Memento des Vorlage:IconExternal vom 30. November 2020 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.fdp-berlin.de Auf der Webseite der FDP Berlin vom 16. November 2020</ref>

Bei der Abgeordnetenhauswahl am 26. September 2021, bei der er wie schon 2016 Spitzenkandidat seiner Partei war, kam die FDP auf 7,1 % der Wählerstimmen.<ref>Amtliches Endergebnis der Abgeordnetenhauswahl 2021 abgerufen am 1. Dezember 2021</ref> Czaja wurde erneut Vorsitzender seiner Fraktion.

Für die in Berlin nach der Entscheidung des Berliner Verfassungsgerichtshofes notwendig gewordenen Wiederholung der Wahl des Abgeordnetenhauses am 12. Februar 2023 kürte die FDP Berlin Czaja erneut zum Spitzenkandidaten.<ref>FDP wählt Sebastian Czaja erneut zum Spitzenkandidaten In: Der Tagesspiegel, 14. Dezember 2022</ref> Bei der Wahl am 12. Februar 2023 erreichte die Berliner FDP allerdings nur 4,6 Prozent der Stimmen und verpasste damit den Wiedereinzug ins Abgeordnetenhaus.<ref>Philipp Eckstein: Nach Wahl in Berlin: FDP will auf Kurs bleiben. In: tagesschau.de. 13. Februar 2023, abgerufen am 13. Februar 2023.</ref>

Auf dem 74. Ordentlichen Bundesparteitag in Berlin am 22. April 2023 wurde er als Beisitzer in den Bundesvorstand der FDP gewählt.<ref>FDP-Landesvize Czaja ist Beisitzer im Bundesvorstand In: Süddeutsche Zeitung, 22. April 2023</ref>

Parteiloser Unterstützer der CDU

Am 3. März 2026 gab Czaja seinen Austritt aus der FDP bekannt. Er wolle parteilos bleiben und bei der Abgeordnetenhauswahl 2026 die CDU unterstützen.<ref>Polit-Hammer in Berlin: FDP-Vize Czaja ruft zur CDU-Wahl auf – das ist der Grund. 4. März 2026, abgerufen am 4. März 2026.</ref><ref>Mounia Meiborg, dpa: Wahl des Abgeordnetenhauses in Berlin: Berliner FDP-Chef Sebastian Czaja tritt aus der Partei aus. In: Die Zeit. 4. März 2026, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 4. März 2026]).</ref>

Öffentliche Ämter

Bezirksverordnetenversammlung

Sein Mandat als Bezirksverordneter in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Marzahn-Hellersdorf übte Czaja 2001 bis zum Ende der Legislaturperiode 2006 aus. Durch seinen Wechsel von der CDU zur FDP 2005, bei dem er sein Mandat behielt, wuchs die FDP in der BVV zur Fraktionsstärke, was Czaja schnell großen Einfluss, aber auch Kritik von anderen FDP-Politikern brachte.<ref name="taz" />

Berliner Abgeordnetenhaus

Datei:2016-12-08 Sebastian Czaja by Sandro Halank–1.jpg
Sebastian Czaja (2016)
Datei:SebastianCzaja2023.jpg
Bei der Wiederholungswahl zum 19. Abgeordnetenhaus von Berlin (2023)

Czaja wurde 2006 Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses<ref>FDP und SPD entscheiden über Fraktionsvorsitz. In: Der Tagesspiegel, 31. März 2009.</ref> und Sprecher der dortigen FDP-Fraktion für Sport, berufliche Bildung, Wissenschaft und Forschung. Er war im Abgeordnetenhaus Mitglied der Ausschüsse für Sport, berufliche Bildung, Wissenschaft und Forschung sowie Mitglied des Hauptausschusses und stellvertretender Vorsitzender des Unterausschusses Bezirke. Des Weiteren war er Mitglied des Landesfachausschusses für Bildung und Sport sowie des Bundesfachausschusses Hochschule. Zum stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der Berliner FDP wurde Czaja am 26. April 2009 gewählt.<ref name="taz">Stefan Alberti: Endlich auf Augenhöhe. In: die tageszeitung, 2. Mai 2009.</ref> Seine Sprecherfunktion für Wissenschaft und Forschung gab er zu diesem Zeitpunkt ab. Nachdem Czaja den damaligen FDP-Parteivorsitzenden und Spitzenkandidaten Christoph Meyer unmittelbar nach Schließung der Wahllokale bei der Abgeordnetenhauswahl am 18. September 2011 scharf kritisiert und dessen Rücktritt gefordert hatte, wurde er am 30. September 2011 als stellvertretender Fraktionsvorsitzender abgewählt.<ref>Constantin Magnis: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Berliner FDP im freien Fall: „Gestorben wird zum Schluss“. (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive) In: Cicero, 8. November 2011.</ref> Bei dieser Wahl hatte Czaja als Spitzenkandidat der Bezirksliste und Wahlkreiskandidat für Marzahn kandidiert. Da die FDP nach der Wahl mit einem Ergebnis von 1,8 Prozentpunkten nicht mehr im Parlament vertreten war, endete auch das Mandat von Czaja.

Bei der Abgeordnetenhauswahl am 18. September 2016 führte Sebastian Czaja als Spitzenkandidat die Freien Demokraten wieder zurück in das Abgeordnetenhaus und wurde nach der Konstituierung am 19. September 2016 zum Vorsitzenden der dortigen FDP-Fraktion gewählt. Am 17. Oktober 2017 bestätigten die 12 FDP-Abgeordneten Czaja in diesem Amt.<ref>Czaja als Berliner FDP-Fraktionschef bestätigt. Süddeutsche Zeitung, 17. Oktober 2017, abgerufen am 3. August 2020.</ref> Bei der Abgeordnetenhauswahl am 26. September 2021 konnte Czaja als Spitzenkandidat der Freien Demokraten das Ergebnis seiner Partei mit 7,1 % noch einmal verbessern und wurde nach der Konstituierung am 27. September erneut zum Fraktionsvorsitzenden gewählt.<ref>FDP-Fraktion wählt Czaja zu ihrem Vorsitzenden In: Die Zeit, 27. September 2021</ref> Im November 2017 wurde bekannt, dass Czaja und sein Kollege Thomas Seerig seit Beginn der Legislatur eine Kostenpauschale aus Steuermitteln von je monatlich 850 Euro für ein Büro bezogen hatten, das noch gar nicht bestand.<ref>"Das war unsauber formuliert". Abgerufen am 6. Juni 2020.</ref> Nach öffentlichen Vorwürfen erklärte Czaja, er habe bei seiner ursprünglichen Behauptung, noch kein Geld bezogen zu haben, „unsauber formuliert“.<ref>"Das war unsauber formuliert". Abgerufen am 6. Juni 2020.</ref>

Im April 2019 nannte Czaja den BER-Chef und Staatssekretär Engelbert Lütke Daldrup einen „notorischen Lügner“, von dem „die Steuerzahler keine Wahrheit erwarten dürften“. Der von Lütke Daldrup angestrengte Rechtsstreit über die womöglich ehrverletzende Behauptung Czajas endete mit einem Vergleich, wonach dieser vor Gericht rechtsverbindlich erklärte, den Flughafenchef künftig so nicht mehr zu bezeichnen.<ref>Czaja darf Lütke Daldrup nicht mehr „Lügner“ nennen. In: Der Tagesspiegel, 25. Oktober 2019.</ref> Czaja sprach sich 2019 gegen die Einführung des Berliner Mietendeckels aus.<ref>Sebastian Czaja: Plenarprotokoll, 50. Sitzung, S. 5912. (PDF; 1,9 MB) In: parlament-berlin.de. 28. November 2019, abgerufen am 4. Dezember 2019.</ref> In einer einstweiligen Verfügung untersagte das Landgericht Hamburg dem FDP-Fraktionschef im Berliner Abgeordnetenhaus im März 2020 eine Äußerung, wonach das Verwaltungsgericht Meiningen den Rechtsextremisten Björn Höcke als Faschisten eingestuft habe. Czaja hatte in einem Namensbeitrag geschrieben, dass die AfD „im thüringischen Freistaat mit ihrem Landesvorsitzenden Höcke sogar einen Typus Politiker an ihrer Spitze weiß, den ein Gericht aufgrund überprüfbarer Tatsachengrundlagen als Faschisten einstuft“. Tatsächlich hatte das Gericht in Meiningen lediglich festgestellt, dass die Aussage „Björn Höcke ist ein Faschist“ im konkret geprüften Fall zulässig sei. Unabhängig davon bezeichnete der Verfassungsschutz Björn Höcke seit März 2020 als Rechtsextremisten.<ref>Der Spiegel: AfD: Björn Höcke erringt Erfolg vor Gericht – Der Spiegel – Politik. Abgerufen am 6. Juni 2020.</ref>

Sonstiges Engagement

2014 gründete Czaja zusammen mit dem ehemaligen wohnungspolitischen Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Sebastian Körber, sowie mit dem Vizepräsidenten des Immobilienverbandes Deutschland IVD, Jürgen Michael Schick, den FDP-nahen Verein „Liberale Immobilienrunde“, in dem er stellvertretender Vorsitzender ist.<ref>Website des Vereins, abgerufen am 1. April 2019.</ref> Seit 2014 gehört Czaja auch der „Arbeitsgemeinschaft City“ an. Er engagiert sich in der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft und war Mitglied der Nachwuchsförderung des „German Council Ne(X)t Gen“.<ref>Webseite des Vereins, abgerufen am 1. April 2019.</ref> Daneben ist er Botschafter des Vereins „Sport gegen Gewalt“, der es sich zum Ziel gemacht hat, Jugendlichen in schwierigen urbanen Umfeldern Alternativen und Perspektiven zu vermitteln.<ref>Webseite des Vereins, abgerufen am 1. April 2019.</ref> Darüber hinaus ist er u. a. stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins Victor-Klemperer-Kolleg und Beisitzer der berliner wirtschaftsgespräche sowie Mitglied im Verein der Freunde und Förderer – Kiddies Family und im Kuratorium für den Wiederaufbau der Synagoge Fraenkelufer.<ref>Biografie auf der Website des Berliner Abgeordnetenhauses, abgerufen am 1. April 2019.</ref>

Czaja war Initiator des Volksbegehrens „Berlin braucht Tegel“, das Tegel als Verkehrsflughafen auch nach einer Eröffnung des BER dauerhaft erhalten wollte.<ref>Volksbegehren zum Flughafen BER und Tegel sind ein Muß für Berlin auf: Tagesspiegel Online vom 9. Dezember 2015.</ref> Beim Volksentscheid über den Weiterbetrieb des Flughafens Berlin-Tegel am 24. September 2017 sprach sich eine Mehrheit von 56,4 % für den Weiterbetrieb von Tegel aus.<ref>Endgültiges Ergebnis des Volksentscheids über den Weiterbetrieb des Flughafens Berlin-Tegel „Otto-Lilienthal“ (TXL) veröffentlicht von der Landesabstimmungsleiterin Berlin am 5. Oktober 2017.</ref> Der Senat wurde damit aufgefordert, den Weiterbetrieb des Flughafens Tegel als Verkehrsflughafen unbefristet sicherzustellen.<ref>Amtliche Information zum Volksentscheid herausgegeben von der Landesabstimmungsleiterin Berlin.</ref> Da der Volksentscheid keinen konkreten Gesetzentwurf umfasste, war das Abstimmungsergebnis rechtlich nicht bindend,<ref>Volksentscheid in Berlin – Deutliche Mehrheit will Weiterbetrieb von Tegel. RBB online, 25. September 2017, abgerufen am 25. September 2017.</ref> im Juni 2018 beschloss das Berliner Abgeordnetenhaus daher, dass das Volksbegehren vom Senat nicht umsetzbar sei.<ref>Ulrich Zawatka-Gerlach: TXL-Debatte im Abgeordnetenhaus: Der Flughafen Tegel wird parlamentarisch beerdigt. In: tagesspiegel.de. 14. Juni 2018, abgerufen am 31. Januar 2024.</ref>

Ehrungen und Auszeichnungen

Für den von Czaja verantworteten Berliner FDP-Abgeordnetenhaus-Wahlkampf erhielt seine Partei gemeinsam mit der ausführenden Agentur HEIMAT den Politikaward 2016 der Fachzeitschrift Politik & Kommunikation in den Kategorien „Politische Kampagne“ und „Digital Public Affairs“ sowie „Virale Kommunikation“ – letzteren speziell für die Guerilla-Maßnahme und Startup-Kampagne, mit der seine Partei in London mit dem Slogan „Dear start-ups, keep calm and move to Berlin.“ um Unternehmensgründer geworben hatte.<ref>Coworking für die Demokratie – neue Ansätze in der politischen Kommunikation In: Hamburger Wahlbeobachter, 30. März 2017</ref><ref>Gewinnerliste 2016 | Politikaward</ref>

Das Wirtschaftsmagazin Capital nahm Czaja 2017 und 2018 in die „Junge Elite – die Top 40 unter 40“ in der Kategorie „Politik und Staat“ auf, in der die herausragenden Talente des Landes unter 40 Jahren, die in Parteien und Behörden Karriere machen, gekürt werden.<ref>Junge Elite 2017 – Politik und Staat, abgerufen am 23. September 2023.</ref><ref>Junge Elite 2018 – Politik und Staat, abgerufen am 14. Juli 2020</ref> Bereits ein Jahr zuvor zählte der FDP-Politiker zu den Rising Stars 2016 von Politik & Kommunikation, die „deutschlandweit in Jugendorganisationen von Parteien, in Landesparlamenten, Ministerien und im Deutschen Bundestag schon viel bewirken und noch Großes vor sich haben.“<ref>Die Rising Stars 2016 In: politik-kommunikation.de, 2016</ref>

Kritik

Am 23. November 2022 lud Czaja auf Instagram ein Video hoch, auf dem er um 0 Uhr die Friedrichstraße „eröffnete“, als diese von einer Fußgängerzone wieder in eine Autostraße umgewandelt werden sollte. Dazu entfernte er die Barrikaden.<ref>Friedrichstraßen-Öffnung von Sebastian Czaja gefaked? Anzeige! 24. November 2022, abgerufen am 1. Februar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Als Videos auftauchten, die zeigten, dass er die Barrikaden vorher selbst hingestellt haben soll, erstattete der Grünen-Politiker Christian Storch Strafanzeige gegen Czaja nach § 315b („gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr“) und § 132 („Amtsanmaßung“) Strafgesetzbuch. Er lud die Videos auf Twitter hoch und versah sie mit dem Kommentar: „Ist Ihnen das wirklich nicht peinlich, Herr @SebCzaja? Was haben Sie nur für ein abstruses Bild vom Rechtsstaat?“<ref>„Anzeige ist raus“: Im Berliner Friedrichstraßen-Streit gibt’s kein Pardon für Sebastian Czaja. Abgerufen am 5. Juli 2023.</ref>

Weblinks

Commons: Sebastian Czaja – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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Carl-Hubert Schwennicke (1950–1956) | Paul Ronge (1956–1958) | Hermann Oxfort (1963–1975) | Horst Vetter (1975–1983) | Walter Rasch (1983–1989) | Carola von Braun (1991–1994) | Axel Kammholz (1994–1995) | Günter Rexrodt (2001–2002) | Martin Lindner (2002–2009) | Christoph Meyer (2009–2011) | Sebastian Czaja (2016–2023)

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