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Amt Kirchlengern

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Wappen Deutschlandkarte
Datei:DEU Kirchlengern COA.svg
Basisdaten (Stand 1968)
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:adm2nd(10487) 52° 12′ N, 8° 38′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:adm2nd(10487) 52° 12′ N, 8° 38′ O
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Bestandszeitraum: 1919–1968
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Detmold
Kreis: Herford
Fläche: 29,91 km²
Einwohner: 10.487 (1961)Vorlage:Infobox Verwaltungseinheit in Deutschland/Wartung/Aufgelöst, auf manuelle EZW umzustellen
Bevölkerungsdichte: 351 Einwohner je km²
Amtsgliederung: 6 Gemeinden

Das Amt Kirchlengern war ein Amt im Kreis Herford in der preußischen Provinz Westfalen und in Nordrhein-Westfalen. Im Rahmen der nordrhein-westfälischen Gebietsreform wurde das Amt zum 1. Januar 1969 aufgelöst. Seine Gemeinden wurden Teil der heutigen Gemeinde Kirchlengern.

Vorgeschichte

Das Gebiet des späteren Amtes Kirchlengern gehörte bis zur Franzosenzeit zum Amt Reineberg im Fürstentum Minden. Von 1807 bis 1810 gehörte das Gebiet zum Kanton Reineberg des napoleonischen Satellitenstaats Königreich Westphalen.<ref name="decret">Königliches Decret, wodurch die Eintheilung des Königreichs in acht Departements angeordnet wird. Verzeichniß der Departements, Districte, Cantons und Communen des Königreichs. In: Landschaftsverband Westfalen-Lippe (Hrsg.): Projekt Westfälische Geschichte. S. 227–231 (lwl.org [PDF; 4,9 MB; abgerufen am 7. Dezember 2011]).</ref>

Bei der Annexion großer Teile Norddeutschlands durch Napoleon Bonaparte fiel das Gebiet des späteren Amtes 1811 an das Kaiserreich Frankreich. Es wurde in Kantone und Mairien (Bürgermeistereien) nach französischem Muster gegliedert, die zum Arrondissement Minden im französischen Departement der Oberen Ems gehörten. Im Raum Kirchlengern wurden drei Mairien eingerichtet:<ref>Albrecht Friedrich Ludolph Lasius: Der Französische Kayser-Staat unter der Regierung des Kaysers Napoleon des Grossen im Jahre 1812. Kißling, Osnabrück 1813, S. 203 ff. (google.de).</ref>

Nach der napoleonischen Niederlage fiel ganz Minden-Ravensberg 1813 zurück an Preußen. Der Raum Kirchlengern kam 1816 zum neuen Kreis Bünde, der 1832 in den Kreis Herford eingegliedert wurde.<ref>Amtsblatt der Regierung Minden 1816, S. 172 f.</ref> Im Kreis Herford kamen die Gemeinden des späteren Amtes 1843 zum neuen Amt Mennighüffen.<ref>Amtsblatt der Regierung Minden. 1844, S. 21, abgerufen am 7. Juli 2022.</ref>

Amt Kirchlengern

Am 1. Januar 1919 schieden die folgenden Gemeinden aus dem Amt Mennighüffen aus und bildeten das neue Amt Kirchlengern:<ref>Amtsblatt der Regierung Minden. 1918, S. 245, abgerufen am 7. Juli 2022.</ref>

1929 wurden die Gutsbezirke Oberbehme aus dem Amt Herford-Hiddenhausen und Steinlake aus dem Amt Ennigloh in die Gemeinde Kirchlengern eingemeindet.<ref name="leesch396">Wolfgang Leesch: Verwaltung in Westfalen 1815–1945. In: Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen. Band 38. Aschendorff, Münster 1992, ISBN 3-402-06845-1, S. 396.</ref>

Das Amt Kirchlengern wurde zum 1. Januar 1969 durch das Gesetz zur Neugliederung des Landkreises Herford und der kreisfreien Stadt Herford aufgelöst. Seine sechs Gemeinden wurden mit Teilen der Gemeinden Südlengern und Spradow aus dem Amt Ennigloh zu einer neuen Gemeinde Kirchlengern zusammengeschlossen, die auch Rechtsnachfolgerin des Amtes ist.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
1925 6.384 <ref name="demand">Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>
1933 7.421 <ref name="demand"/>
1939 7.628 <ref name="demand"/>
1950 10.282 <ref name="isys">Regionales Gemeindeverzeichnis-Informationssystem GV-ISys (mit historischen Bevölkerungszahlen)</ref>
1961 10.487 <ref name="isys" />

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Ämter im Kreis Herford