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Amt Herford-Hiddenhausen

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Wappen Deutschlandkarte
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Basisdaten (Stand 1968)
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:adm2nd(27221) 52° 7′ N, 8° 41′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:adm2nd(27221) 52° 7′ N, 8° 41′ O
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Bestandszeitraum: 1851–1968
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Detmold
Kreis: Herford
Fläche: 76,54 km²
Einwohner: 27.221 (1961)Vorlage:Infobox Verwaltungseinheit in Deutschland/Wartung/Aufgelöst, auf manuelle EZW umzustellen
Bevölkerungsdichte: 356 Einwohner je km²
Amtsgliederung: 14 Gemeinden

Das Amt Herford-Hiddenhausen war ein Amt im Kreis Herford in der preußischen Provinz Westfalen und in Nordrhein-Westfalen. Im Rahmen der nordrhein-westfälischen Gebietsreform wurde das Amt zum 1. Januar 1969 aufgelöst.

Vorgeschichte

Die meisten Gemeinden des späteren Amtes gehörten bis zur Franzosenzeit zur Grafschaft Ravensberg; nur Falkendiek gehörte zum Fürstentum Minden. Von 1807 bis 1810 gehörten alle Gemeinden zum napoleonischen Satellitenstaat Königreich Westphalen. Bei der Annexion großer Teile Norddeutschlands durch Napoleon Bonaparte fielen im Raum Herford von 1811 bis 1813 alle Gemeinden westlich des Flussverlaufs AaWerre an das Kaiserreich Frankreich. Diese Gemeinden wurden in zwei Mairien (Bürgermeistereien) nach französischem Muster gegliedert, die zum Arrondissement Minden im französischen Departement der Oberen Ems gehörten:

Die Stadt Herford bildete zusammen mit Falkendiek und Schwarzenmoor den Kanton Herford, der im Königreich Westfalen verblieb.<ref name="dekret182">Dekret Nr. 182. (Digitalisat) In: Gesetz-Bülletin des Königreichs Westphalen. 20. November 1812, S. 421, abgerufen am 2. Februar 2014.</ref>

Nach der napoleonischen Niederlage fiel ganz Minden-Ravensberg 1813 zurück an Preußen. Bei der Bildung von Kreisen in der neuen Provinz Westfalen kamen Bermbeck, Bustedt, Eilshausen, Hiddenhausen, Lippinghausen, Oetinghausen und Schweicheln 1816 zum neuen Kreis Bünde, während Diebrock, Eickum, Elverdissen, Falkendiek, Laar, Schwarzenmoor und Stedefreund zum neuen Kreis Herford kamen.<ref>Amtsblatt der Regierung Minden 1816, S. 172 f.</ref>

Der Kreis Bünde wurde 1832 in den Kreis Herford eingegliedert.

Das Amt Herford-Hiddenhausen

Im Rahmen der Einführung der Landgemeindeordnung für die Provinz Westfalen wurden 1843 im Kreis Herford die beiden Ämter Herford und Hiddenhausen gebildet. Das Amt Herford umfasste die Landgemeinden Bermbeck, Diebrock, Eickum, Elverdissen, Falkendiek, Laar, Schwarzenmoor, Schweicheln, Stedefreund und Sundern sowie den Gutsbezirk Oberbehme. Das Amt Hiddenhausen umfasste die Landgemeinden Bustedt, Eilshausen, Hiddenhausen, Lippinghausen und Oetinghausen. Beide Ämter wurden von Anfang an in Personalunion verwaltet.<ref>Amtsblatt der Regierung Minden. 1844, S. 21, abgerufen am 7. Juli 2022.</ref> Sie wurden 1851 provisorisch und 1864 endgültig zum Amt Herford-Hiddenhausen zusammengeschlossen.<ref>Amtsblatt der Regierung Minden. 1851, S. 83, abgerufen am 7. Juli 2022.</ref><ref>Zwischen 1851 und 1856 wurden die Ämter in Westfalen gemäß der kurzlebigen Gemeinde-Ordnung für den Preußischen Staat von 1850 als Sammtgemeinden bezeichnet.</ref><ref>Amtsblatt der Regierung Minden. 1864, S. 106, abgerufen am 7. Juli 2022.</ref>

Für die Amtsverwaltung wurde um 1900 in Herford in der heutigen Amtshausstraße 6 ein Amtshaus errichtet. In dem Gebäude befinden sich heute Dienststellen des Kreises Herford.<ref>Der Remensnider Nr. 2/2019 (Geschichtsverein Herford), S. 57</ref>

Der Gutsbezirk Oberbehme wurde 1929 aufgelöst und in die benachbarte Gemeinde Kirchlengern eingegliedert. Die beiden Gemeinden Bermbeck und Schweicheln wurden am 1. April 1950 zur Gemeinde Schweicheln-Bermbeck zusammengeschlossen.<ref>Amtsblatt für den Regierungsbezirk Detmold. 1950, S. 23, abgerufen am 7. Juli 2022.</ref> Das Amt umfasste seitdem 14 Gemeinden:

Am 1. Januar 1969 wurde das Amt Herford-Hiddenhausen durch das Gesetz zur Neugliederung des Landkreises Herford und der kreisfreien Stadt Herford aufgelöst:

  • Eilshausen, Hiddenhausen, Lippinghausen, Oetinghausen, Schweicheln-Bermbeck und Sundern wurden zu einer neuen Gemeinde Hiddenhausen zusammengeschlossen, die auch Rechtsnachfolgerin des Amtes ist.
  • Diebrock, Eickum, Elverdissen, Falkendiek, Laar, Schwarzenmoor und Stedefreund wurden in die Stadt Herford eingegliedert.
  • Bustedt wurde in die Stadt Bünde eingegliedert.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
1843 09.663 <ref name="nrw1">Statistisches Landesamt Nordrhein-Westfalen: Gemeindestatistik des Landes Nordrhein-Westfalen: Bevölkerungsentwicklung 1816–1871. Düsseldorf 1966</ref>
1864 10.441 <ref name="handbuch1866">Topographisch-statistisches Handbuch des Regierungs-Bezirks Minden, 1866</ref>
1871 10.036 <ref>Die Gemeinden und Gutsbezirke der Provinz Westfalen 1871</ref>
1885 10.415 <ref>Gemeindelexikon für die Provinz Westfalen 1885</ref>
1910 14.643 <ref>Landkreis Herford. Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert; ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar);</ref>
1925 16.869 <ref name="demand">Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>
1939 20.108 <ref name="demand"/>
1950 26.372 <ref name="isys">Regionales Gemeindeverzeichnis-Informationssystem GV-ISys (mit historischen Bevölkerungszahlen)</ref>
1961 27.221 <ref name="isys" />

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Ämter im Kreis Herford Vorlage:Hinweisbaustein