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Berylliumsulfat

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Strukturformel
Berylliumion Sulfation
Allgemeines
Name Berylliumsulfat
Summenformel
  • BeSO4 (wasserfrei)
  • BeSO4·4 H2O (Tetrahydrat)
Kurzbeschreibung

weißer geruchloser Feststoff<ref>Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Alfa AesarVorlage:Abrufdatum (Seite nicht mehr abrufbar).</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
EG-Nummer 236-842-2
ECHA-InfoCard 100.033.478
PubChem 26077
ChemSpider 24291
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 105,08 g·mol−1 (wasserfrei)
177,14 g·mol−1 (Tetrahydrat)
Aggregatzustand

fest

Dichte
Schmelzpunkt

580 °C (Zersetzung)<ref name="Wiberg">A. F. Holleman, E. Wiberg, N. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 91.–100., verbesserte und stark erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin 1985, ISBN 3-11-007511-3, S. 903.</ref>

Löslichkeit
  • sehr gut in Wasser (413 g·l−1 bei 25 °C)<ref name="GESTIS" />
  • nahezu unlöslich in Ethanol<ref name="merck index">Susan Budavari (Hrsg.): The Merck Index. 12. Auflage. Merck & Co., Whitehouse Station, New Jersey, USA 1996, ISBN 0-911910-12-3.</ref>
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),<ref name="CLP_100.240.756">Nicht explizit in Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP) gelistet, fällt aber mit der angegebenen Kennzeichnung unter den Gruppeneintrag Vorlage:Linktext-Check in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.</ref> ggf. erweitert<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 350i​‐​330​‐​301​‐​372​‐​319​‐​335​‐​315​‐​317​‐​411
P: 201​‐​260​‐​280​‐​301+310+330​‐​304+340+310​‐​308+313​‐​403+233<ref name="Sigma" />
Toxikologische Daten

82 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)<ref name="GESTIS" />

Thermodynamische Eigenschaften
ΔHf0

−1205,2 kJ/mol<ref name="CRC90_5_6">David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press / Taylor and Francis, Boca Raton FL, Standard Thermodynamic Properties of Chemical Substances, S. 5-6.</ref>

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Berylliumsulfat ist ein weißes Beryllium-Salz der Schwefelsäure mit der Summenformel BeSO4.

Geschichte

Berylliumsulfat wurde erstmals 1815 von Berzelius isoliert.<ref name="Ch. L. Parsons">Ch. L. Parsons: The Chemistry and Literature of Beryllium. London 1909, S. 33 ff.</ref>

Herstellung

Berylliumsulfat kann durch Auflösung von Berylliumcarbonat oder Berylliumhydroxid in verdünnter Schwefelsäure gewonnen werden.<ref name="Levi" />

<math>\mathrm{2\ BeCO_3 + H_2SO_4 \longrightarrow BeSO_4 + H_2O + CO_2 \uparrow}</math>
<math>\mathrm{Be(OH)_2 + H_2SO_4 \longrightarrow BeSO_4 + 2\ H_2O}</math>

Eigenschaften

Physikalische Eigenschaften

Vom Berylliumsulfat existieren mehrere Hydrate: Im Handel erhält man die Verbindung als Tetrahydrat mit der Summenformel BeSO4 · 4 H2O,<ref>Paul Schonefeld: Die Struktur des Berylliumsulfat-Tetrahydrates BeSO4·4H2O. In: Zeitschrift für Kristallographie – Crystalline Materials. Band 78, Nr. 1–6, 1. Oktober 1931, S. 16–41, doi:10.1524/zkri.1931.78.1.16.</ref> welches bei 111,5 °C in das Dihydrat BeSO4 · 2 H2O, und bei 158 °C in das Monohydrat BeSO4 · H2O übergeht.<ref name="Levi">M. Levi-Malvano: Die Hydrate des Berylliumsulfats. In: Zeitschr. f. anorg. Chem. 1906, 48, S. 446ff. (Volltext)</ref> Dieses kann dann bei ca. 400 °C zu wasserfreiem Berylliumsulfat entwässert werden. Das wasserfreie Sulfat selbst ist bis ca. 580 °C stabil.<ref name="Gmelin, Beryllium">Gmelins Handbuch der Anorganischen Chemie. BERYLLIUM, System Nummer 26, Achte Auflage. Verlag Chemie, Berlin 1930.</ref> Ferner existiert ein Hexahydrat BeSO4 · 6 H2O, das bei ca. 76 °C in das Dihydrat übergeht.<ref name="Levi" /> Wasserfreies Berylliumsulfat ist nur langsam und schlecht wasserlöslich. Dagegen ist das Tetrahydrat gut wasserlöslich.

Chemische Eigenschaften

Im Salz liegt das Berylliumion als [Be(H2O)4]2+ vor, da die Koordinationszahl 4 für Berylliumionen typisch ist (Hauptgruppenelement).<ref name="M. Binnewies">M. Binnewies: Allgemeine und Anorganische Chemie. 1. Auflage. 2004, ISBN 3-8274-0208-5, S. 355 f.</ref> Es bildet mit Alkalimetallsulfaten schlecht kristallisierende blumenkohlartige Krusten, die als Doppelsalze mit der Summenformel Me2Be(SO4)2 · 2 H2O aufgefasst werden, z. B.: K2Be(SO4)2 · 2 H2O.<ref name="Gmelin, Beryllium" />

Biologische Bedeutung

Berylliumsulfat ist äußerst giftig. Bei Ratten konnte auch eine stark karzinogene Wirkung beobachtet werden.<ref name="Umwelt online">umwelt-online.de: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />TRGS 910-14: Beryillium und seine Verbindungen (Memento vom 4. April 2018 im Internet Archive)</ref> Beim Menschen hingegen sind nur wenige Fälle bekannt.

Vergiftung

Es sind verschiedene Formen von Berylliumvergiftungen bekannt, die zumeist von den Stäuben der Substanzen ausgehen:<ref name="W. Forth">W. Forth: Allgemeine und spezielle Toxikologie und Pharmakologie. 6. Auflage. 1992, ISBN 3-411-15026-2, S. 781.</ref>

Toxische Pneumonie:

  • nach wiederholter oder seltener einmaliger Inhalation mit wechselnder Latenzzeit von wenigen Tagen bis mehreren Jahren ohne erkennbaren Anlass
  • Symptome sind Atemnot, Husten und Fieber
  • Die Krankheit verläuft schleppend und Tod kann nach Monaten des Siechtums eintreten

Berylliose:

  • eine sich langsam entwickelnde granulomatöse Reaktion des Lungengewebes ("Sandsturmlunge")

Einzelnachweise

<references />

<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />

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