Berylliumsulfat
| Strukturformel | |||||||||||||||||||
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| Berylliumion Sulfation | |||||||||||||||||||
| Allgemeines | |||||||||||||||||||
| Name | Berylliumsulfat | ||||||||||||||||||
| Summenformel |
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| Kurzbeschreibung |
weißer geruchloser Feststoff<ref>Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Alfa AesarVorlage:Abrufdatum (Seite nicht mehr abrufbar).</ref> | ||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||||||||
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| Eigenschaften | |||||||||||||||||||
| Molare Masse | 105,08 g·mol−1 (wasserfrei) 177,14 g·mol−1 (Tetrahydrat) | ||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest | ||||||||||||||||||
| Dichte |
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| Schmelzpunkt |
580 °C (Zersetzung)<ref name="Wiberg">A. F. Holleman, E. Wiberg, N. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 91.–100., verbesserte und stark erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin 1985, ISBN 3-11-007511-3, S. 903.</ref> | ||||||||||||||||||
| Löslichkeit |
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| Sicherheitshinweise | |||||||||||||||||||
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| Toxikologische Daten | |||||||||||||||||||
| Thermodynamische Eigenschaften | |||||||||||||||||||
| ΔHf0 |
−1205,2 kJ/mol<ref name="CRC90_5_6">David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press / Taylor and Francis, Boca Raton FL, Standard Thermodynamic Properties of Chemical Substances, S. 5-6.</ref> | ||||||||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | |||||||||||||||||||
Berylliumsulfat ist ein weißes Beryllium-Salz der Schwefelsäure mit der Summenformel BeSO4.
Geschichte
Berylliumsulfat wurde erstmals 1815 von Berzelius isoliert.<ref name="Ch. L. Parsons">Ch. L. Parsons: The Chemistry and Literature of Beryllium. London 1909, S. 33 ff.</ref>
Herstellung
Berylliumsulfat kann durch Auflösung von Berylliumcarbonat oder Berylliumhydroxid in verdünnter Schwefelsäure gewonnen werden.<ref name="Levi" />
- <math>\mathrm{2\ BeCO_3 + H_2SO_4 \longrightarrow BeSO_4 + H_2O + CO_2 \uparrow}</math>
- <math>\mathrm{Be(OH)_2 + H_2SO_4 \longrightarrow BeSO_4 + 2\ H_2O}</math>
Eigenschaften
Physikalische Eigenschaften
Vom Berylliumsulfat existieren mehrere Hydrate: Im Handel erhält man die Verbindung als Tetrahydrat mit der Summenformel BeSO4 · 4 H2O,<ref>Paul Schonefeld: Die Struktur des Berylliumsulfat-Tetrahydrates BeSO4·4H2O. In: Zeitschrift für Kristallographie – Crystalline Materials. Band 78, Nr. 1–6, 1. Oktober 1931, S. 16–41, doi:10.1524/zkri.1931.78.1.16.</ref> welches bei 111,5 °C in das Dihydrat BeSO4 · 2 H2O, und bei 158 °C in das Monohydrat BeSO4 · H2O übergeht.<ref name="Levi">M. Levi-Malvano: Die Hydrate des Berylliumsulfats. In: Zeitschr. f. anorg. Chem. 1906, 48, S. 446ff. (Volltext)</ref> Dieses kann dann bei ca. 400 °C zu wasserfreiem Berylliumsulfat entwässert werden. Das wasserfreie Sulfat selbst ist bis ca. 580 °C stabil.<ref name="Gmelin, Beryllium">Gmelins Handbuch der Anorganischen Chemie. BERYLLIUM, System Nummer 26, Achte Auflage. Verlag Chemie, Berlin 1930.</ref> Ferner existiert ein Hexahydrat BeSO4 · 6 H2O, das bei ca. 76 °C in das Dihydrat übergeht.<ref name="Levi" /> Wasserfreies Berylliumsulfat ist nur langsam und schlecht wasserlöslich. Dagegen ist das Tetrahydrat gut wasserlöslich.
Chemische Eigenschaften
Im Salz liegt das Berylliumion als [Be(H2O)4]2+ vor, da die Koordinationszahl 4 für Berylliumionen typisch ist (Hauptgruppenelement).<ref name="M. Binnewies">M. Binnewies: Allgemeine und Anorganische Chemie. 1. Auflage. 2004, ISBN 3-8274-0208-5, S. 355 f.</ref> Es bildet mit Alkalimetallsulfaten schlecht kristallisierende blumenkohlartige Krusten, die als Doppelsalze mit der Summenformel Me2Be(SO4)2 · 2 H2O aufgefasst werden, z. B.: K2Be(SO4)2 · 2 H2O.<ref name="Gmelin, Beryllium" />
Biologische Bedeutung
Berylliumsulfat ist äußerst giftig. Bei Ratten konnte auch eine stark karzinogene Wirkung beobachtet werden.<ref name="Umwelt online">umwelt-online.de: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />TRGS 910-14: Beryillium und seine Verbindungen ( vom 4. April 2018 im Internet Archive)</ref> Beim Menschen hingegen sind nur wenige Fälle bekannt.
Vergiftung
Es sind verschiedene Formen von Berylliumvergiftungen bekannt, die zumeist von den Stäuben der Substanzen ausgehen:<ref name="W. Forth">W. Forth: Allgemeine und spezielle Toxikologie und Pharmakologie. 6. Auflage. 1992, ISBN 3-411-15026-2, S. 781.</ref>
Toxische Pneumonie:
- nach wiederholter oder seltener einmaliger Inhalation mit wechselnder Latenzzeit von wenigen Tagen bis mehreren Jahren ohne erkennbaren Anlass
- Symptome sind Atemnot, Husten und Fieber
- Die Krankheit verläuft schleppend und Tod kann nach Monaten des Siechtums eintreten
Berylliose:
- eine sich langsam entwickelnde granulomatöse Reaktion des Lungengewebes ("Sandsturmlunge")
Einzelnachweise
<references />
<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />
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- Sulfat
- Berylliumverbindung