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Steinheim (Hungen)

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Steinheim
Stadt Hungen
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(528)&title=Steinheim 50° 27′ N, 8° 56′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(528) 50° 26′ 42″ N, 8° 55′ 31″ O
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Höhe: 138 (132–140) m ü. NHN
Fläche: 5,35 km²<ref name="lagis" />
Einwohner: 528 (31. Dez. 2022) HW+NW<ref name="DF">Einwohnerzahlen inkl. Nebenwohnsitze. In: Internetauftritt. Stadt Hungen, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 2. Februar 2019; abgerufen im März 2024.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.hungen.de</ref>
Bevölkerungsdichte: 99 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1970
Postleitzahl: 35410
Vorwahl: 06402
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Steinheim ist ein Stadtteil von Hungen im mittelhessischen Landkreis Gießen.

Geografische Lage

Steinheim liegt südlich von Hungen am Wingertsberg. Durch den Ort verläuft die Landesstraße 3188. Große Teile der Gemarkung stehen unter Naturschutz bzw. Landschaftsschutz.

Geschichte

Ortsgeschichte

Die älteste schriftliche Erwähnung von Steinheim erfolgte zwischen 1118 und 1137: „In Munstere et in Stenhem“.<ref>Stimming: Mainzer Urkundenbuch. Nr. 616; S. 537.</ref> Im Jahr 1294 werden in einer Urkunde des Klosters Arnsburg „Happele de Steynheim, Ludwicus de Inheiden“ (Happel von Steinheim, Ludwig von Inheiden) erwähnt.<ref>Ludwig Baur: Arnsburger Urkundenbuch. Nr. 260, S. 182.</ref> 1356 gibt es im Arnsburger Urkundenbuch die Ortsangabe: „geyn Steynheym“.<ref>Ludwig Baur, ebenda, Nr. 842, S. 515.</ref> Der Ortsname wird als „Siedlung auf steinigem Boden“ gedeutet.<ref>Lutz Reichardt: Die Siedlungsnamen der Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach in Hessen. Namenbuch. Dissertation. Göppingen 1973. S. 298 f, S. 299.</ref> Bei der Belehnung des Landgrafen Ludwig I. durch den Abt Johann von Fulda im Juli 1434 fiel die Mühle zu Reinhausen in das Gericht Rodheim zusammen mit Orten Langd und Steinheim.<ref>Karl E. Demandt: Das hessische Verwaltungszentrum Nidda S. 85.</ref>

Die Katharinenkapelle wurde im 13. Jahrhundert erbaut. 1787 kam die erste Schule dazu.

Die Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen berichtet 1830 über Steinheim:

„Steinheim (L. Bez. Nidda) evangel. Filialdorf; liegt 2 St. von Nidda, an der Horloff, hat 1 Kirche, 97 Häuser und 498 Einwohner, die außer 2 Katholiken evangelisch sind. – Der Ort hatte im 14. Jahrhundert eine Kapelle, die damals schon zur Pfarrkirche in Rodheim gehörte.“<ref name="GW">Vorlage:BibOCLC</ref>

Hessische Gebietsreform (1970–1977)

Zum 31. Dezember 1970 erfolgte im Zuge der Gebietsreform in Hessen die freiwillige Eingliederung in die nahegelegene Kleinstadt Hungen.<ref>Eingliederung von Gemeinden in die Stadt Hungen, Landkreis Gießen vom 6. Januar 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1971 Nr. 4, S. 141, Punkt 171 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 6,3 MB]).</ref><ref>Vorlage:BibOCLC</ref> Für Steinheim wurde wie für alle Stadtteile von Hungen ein Ortsbezirk eingerichtet.<ref name="HS">Hauptsatzung der Stadt Hungen (2. Änderung). Abgerufen im März 2024.</ref>

Verwaltungsgeschichte im Überblick

Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Steinheim angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref><ref>Vorlage:BibOCLC</ref>

Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Steinheim 555 Einwohner. Darunter waren 3 (0,5 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 78 Einwohner unter 18 Jahren, 210 zwischen 18 und 49, 144 zwischen 50 und 64 und 123 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 249 Haushalten. Davon waren 63 Singlehaushalte, 84 Paare ohne Kinder und 69 Paare mit Kindern, sowie 21 Alleinerziehende und 9 Wohngemeinschaften. In 54 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 147 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />

Einwohnerentwicklung

  • 1630: 95 Hausgesesse (1 dreispännige, 6 zweispännige, 19 einspännige Ackerleute, 15 Einläuftige)<ref name="lagis" />
  • 1669: 190 Seelen<ref name="lagis" />
  • 1742: ein Geistlicher/Beamter, 73 Untertanen, 7 Junge Mannschaften, 2 Beisassen/Juden<ref name="lagis" />
  • 1791: 395 Einwohner<ref name="Adr-LG-HD" />
  • 1800: 403 Einwohner<ref name="Adr-LG-HD-1800" />
  • 1806: 450 Einwohner, 84 Häuser<ref name="Adr-LG-HD-1806" />
  • 1829: 498 Einwohner, 97 Häuser<ref name="GW" />
  • 1867: 539 Einwohner, 105 bewohnte Gebäude<ref name="WP">Vorlage:BibOCLC</ref>
  • 1875: 505 Einwohner, 105 bewohnte Gebäude<ref name="WP75">Vorlage:BibOCLC</ref>
Steinheim: Einwohnerzahlen von 1791 bis 2020
Jahr  Einwohner
1791
  
395
1800
  
403
1806
  
450
1829
  
498
1834
  
532
1840
  
535
1846
  
573
1852
  
627
1858
  
589
1864
  
552
1871
  
522
1875
  
505
1885
  
492
1895
  
490
1905
  
515
1910
  
513
1925
  
524
1939
  
487
1946
  
773
1950
  
777
1956
  
623
1961
  
589
1967
  
560
1971
  
599
1987
  
566
1991
  
616
2000
  
681
2005
  
643
2011
  
555
2015
  
516
2020
  
529
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: <ref name="lagis" />; nach 1970 Stadt Hungen<ref name="EW" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" />

Historische Religionszugehörigkeit

• 1829: 496 evangelische, 2 römisch-katholische Einwohner<ref name="GW" />
• 1961: 478 evangelische, 94 römisch-katholische Einwohner<ref name="lagis" />

Historische Erwerbstätigkeit

• 1961: Erwerbspersonen: 112 Land- und Forstwirtschaft, 120 Prod. Gewerbe, 38 Handel, Verkehr und Nachrichtenübermittlung, 23 Dienstleistung und Sonstiges.<ref name="lagis" />

Politik

Für den Stadtteil Steinheim besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Steinheim) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung.<ref name="HS" /> Der Ortsbeirat besteht aus fünf Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 55,74 %. Dabei wurden gewählt: drei Mitglieder der SPD und zwei Mitglieder der „Freien Wähler Hungen“ (FW).<ref>Ortsbeiratswahl Ortsbezirk Steinheim. In: Votemanager. Stadt Hungen, abgerufen im März 2024.</ref> Der Ortsbeirat wählte Klaus-Dieter Christ (SPD) zum Ortsvorsteher.<ref>Ortsbeirat Steinheim. In: Ratsinformationssystem. Stadt Hungen, abgerufen im März 2024.</ref>

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Im Jahr 2003 gewann Steinheim den erstmals ausgetragenen Dörferwettkampf „Dolles Dorf“.

Literatur

Weblinks

Commons: Steinheim (Hungen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen und Einzelnachweise

Anmerkungen <references group="Anm." />

Einzelnachweise <references> <ref name="lagis">Steinheim, Landkreis Gießen. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 16. August 2019). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="Z2011E">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,1 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 6 und 46, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020;. </ref> <ref name="EW">Einwohner mit Nebenwohnsitzen: 1999–2007; 1971–2015 2020 </ref> <ref name="Nidda"> Martin Röhling: Niddaer Geschichtsblätter. Heft 9. Die Geschichte der Grafen von Nidda und der Grafen von Ziegenhain. Hrsg.: Niddaer Heimatmuseum e. V. Im Selbstverlag, 2005, ISBN 3-9803915-9-0, S. 75, 115. </ref> <ref name="Amt Nidda"> Die Zugehörigkeit des Amtes Nidda anhand von Karten aus dem Geschichtlicher Atlas von Hessen: Hessen-Marburg 1567-1604., Hessen-Kassel und Hessen-Darmstadt 1604-1638. und Hessen-Darmstadt 1567-1866. </ref> <ref name="Adr-LG-HD"> Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1791. Im Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1791, S. 203 ff. (Vorlage:HathiTrust Buch). </ref> <ref name="Adr-LG-HD-1800"> Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1800. Im Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1800, S. 222 ff. (Vorlage:HathiTrust Buch). </ref> <ref name="Adr-LG-HD-1806"> Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1806. Im Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1806, S. 268 ff. (Vorlage:HathiTrust Buch). </ref> <ref name="PR"> Vorlage:BibOCLC </ref> <ref name="NLVK"> Neuste Länder und Völkerkunde. Ein geographisches Lesebuch für alle Stände. Kur-Hessen, Hessen-Darmstadt und die freien Städte. Band 22. Weimar 1821, S. 421 (online bei Google BooksSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="STH-Oberhessen"> Georg W. Wagner: Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen: Provinz Oberhessen. Band 3. Carl Wilhelm Leske, Darmstadt 1830, S. 181 ff. (online bei Google BooksSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="RB1937"> Gesetz über die Aufhebung der Provinzen Starkenburg, Oberhessen und Rheinhessen vom 1. April 1937. In: Der Reichsstatthalter in Hessen Sprengler (Hrsg.): Hessisches Regierungsblatt. 1937 Nr. 8, S. 121 ff. (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 11,2 MB]). </ref> </references>

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