Zum Inhalt springen

Margit Korondi

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 11. März 2026 um 13:04 Uhr durch imported>Xgeorg (HC: Ergänze Kategorie:Sportler (Vasas SC)).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Margit Korondi Vorlage:SportPicto
Persönliche Informationen
Nationalität: Ungarn 1949Datei:Flag of Hungary 1949-1956.svg Ungarn
Disziplin Gerätturnen
Verein: Vasas SC
Geburtstag: 24. Juni 1932
Geburtsort: Celje, Jugoslawien
Sterbetag: 6. März 2022
Sterbeort: Las Vegas, Vereinigte Staaten
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 2 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 4 × Bronzemedaille

Margit Korondi, nach Heirat Plachy, (* 24. Juni 1932 in Celje, Jugoslawien; † 6. März 2022 in Las Vegas, Vereinigte Staaten) war eine ungarische Kunstturnerin, die zwei olympische Goldmedaillen gewann.

Leben

Margit Korondi siegte 1951 im Bodenturnen bei den ungarischen Meisterschaften. Mit 20 Jahren nahm sie an den Olympischen Spielen 1952 in Helsinki teil. In der Mannschaftswertung belegten die Ungarinnen den zweiten Platz hinter der Mannschaft aus der Sowjetunion. Margit Korondi gewann als beste ihrer Mannschaft Bronze in der Mehrkampfwertung. An den Einzelgeräten gewann sie Gold am Stufenbarren und erhielt am Boden und am Schwebebalken jeweils Bronze. Im Pferdsprung wurde sie 22. und verpasste dadurch eine bessere Platzierung in der Mehrkampfwertung. In der Gruppengymnastik gewann Korondi mit der ungarischen Mannschaft hinter den Schwedinnen und der sowjetischen Mannschaft Bronze.

Ende Oktober 1956 fand der Ungarische Volksaufstand statt. Das ungarische Team bei den Olympischen Spielen 1956 in Melbourne wurde immer dann besonders von Exil-Ungarn gefeiert, wenn es im direkten Duell mit der Mannschaft der Sowjetunion antrat. Die ungarischen Turnerinnen um Ágnes Keleti, Olga Tass und Margit Korondi unterlagen in der Mannschaftswertung mit 1,3 Punkten Rückstand gegen die sowjetische Mannschaft. In der Mehrkampfwertung belegte Margit Korondi den zwölften Platz, der siebte Platz am Schwebebalken war ihre beste Platzierung an den Einzelgeräten. Zum Abschluss der Wettbewerbe gewann die ungarische Mannschaft noch die Gruppengymnastik vor den Schwedinnen und den Mannschaften aus Polen und aus der Sowjetunion.

Nach den Olympischen Spielen kehrte Korondi nicht nach Ungarn zurück, sondern wanderte in die Vereinigten Staaten aus. Sie heiratete den ungarischen Boxer Mátyás Plachy und lebte mit ihm in Houston. Die Ehe wurde aber recht bald wieder geschieden. 1964 heiratete sie den ehemaligen Wasserballspieler János Szalay.

Literatur

  • Erich Kamper, Bill Mallon: Who’s Who der Olympischen Spiele 1896–1992. Who’s Who at the Olympics. AGON Sportverlag, Kassel 1992, ISBN 3-928562-47-9.
  • Volker Kluge: Olympische Sommerspiele. Die Chronik II. London 1948 – Tokio 1964. Sportverlag Berlin, Berlin 1998, ISBN 3-328-00740-7.

Weblinks

Vorlage:Klappleiste/Anfang 1952: Ungarn 1949Datei:Flag of Hungary 1949-1956.svg Margit Korondi | 1956: Ungarn 1956Datei:Flag of Hungary (1946-1949, 1956-1957).svg Ágnes Keleti | 1960: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Polina Astachowa | 1964: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Polina Astachowa | 1968: TschechoslowakeiDatei:Flag of the Czech Republic.svg Věra Čáslavská | 1972: Deutschland Demokratische Republik 1949Datei:Flag of East Germany.svg Karin Janz | 1976: Rumänien 1965Datei:Flag of Romania (1965–1989).svg Nadia Comăneci | 1980: Deutschland Demokratische Republik 1949Datei:Flag of East Germany.svg Maxi Gnauck | 1984: China VolksrepublikDatei:Flag of the People's Republic of China.svg Ma Yanhong und Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Julianne McNamara | 1988: Rumänien 1965Datei:Flag of Romania (1965–1989).svg Daniela Silivaș | 1992: China VolksrepublikDatei:Flag of the People's Republic of China.svg Lu Li | 1996: RusslandRussland Swetlana Chorkina | 2000: RusslandRussland Swetlana Chorkina | 2004: FrankreichFrankreich Émilie Le Pennec | 2008: China VolksrepublikDatei:Flag of the People's Republic of China.svg He Kexin | 2012: RusslandRussland Alija Mustafina | 2016: RusslandRussland Alija Mustafina | 2020: BelgienDatei:Flag of Belgium (civil).svg Nina Derwael | 2024: AlgerienDatei:Flag of Algeria.svg Kaylia Nemour

Liste der Olympiasieger im Turnen Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein