Zum Inhalt springen

Burg Roggenbach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 31. Dezember 2023 um 15:33 Uhr durch imported>Equord.
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Burg Roggenbach
Datei:Roggenbach Steinegg.jpg
Godefroy Engelmann: 1829 Lithografie nach einer Zeichnung von Maximilian von Ring. Burg Roggenbach (rechts) und Burg Steinegg

Godefroy Engelmann: 1829 Lithografie nach einer Zeichnung von Maximilian von Ring. Burg Roggenbach (rechts) und Burg Steinegg

Alternativname(n) Weißenburg
Staat Deutschland
Ort Bonndorf-Wittlekofen
Entstehungszeit um 1200
Burgentyp Höhenburg, Spornlage
Erhaltungszustand Mauerreste, Türme
Ständische Stellung Adlige, Grafen
Bauweise Buckelquader aus Buntsandstein
Geographische Lage 47° 46′ N, 8° 20′ OKoordinaten: 47° 46′ 6,2″ N, 8° 20′ 15,7″ O
 {{#coordinates:47,7684|8,3377|primary
dim=200 globe= name=Burg Roggenbach region=DE-BW type=building
  }}
Höhenlage 675 m ü. NN
Burg Roggenbach (Baden-Württemberg)
Burg Roggenbach (Baden-Württemberg)

Die Burg Roggenbach, auch Weißenburg genannt, ist die Ruine einer Höhenburg auf einem 675 m ü. NN hohen Bergrücken, 400 Meter entfernt von der Ruine der Burg Steinegg bei Wittlekofen gelegen, einem Stadtteil von Bonndorf, im Landkreis Waldshut in Baden-Württemberg.

Geschichte

Die vor 1100 von den Grafen von Nellenburg erbaute Burg wurde erstmals 1288 bei einem Verkauf genannt. Die Ruine besteht aus zwei Anlagen, die zwei Türme aufweisen. Diese Türme gehörten zeitweise verschiedenen Ritterfamilien, daher wird der heute besteigbare Turm Grüningen genannt, der andere Turm auch Weissenburg, nach der gleichnamigen Stammburg der Freiherren von Krenkingen im Klettgau bei Weisweil (Weißenburg). Johann von Krenkingen-Weißenburg benutzte die Burg als Basis für Raubzüge in das Gebiet des Klosters St. Blasien und wurde dafür vom Basler Konzil mit dem Kirchenbann belegt. Wolf von Lichtenstein, der wohl nach dem Tod Henmans von Hauenstein und dessen Ehefrau Else Sweininger (von Lichtenstein) an Teile deren einstigen Besitzungen gelangte, kaufte 1436 und 1437 "Schloss und Veste Roggenbach" sowie die Vogtei zu Riedern am Wald. Verheiratet war er mit Küngold von Randeck im Ries, Tochter des Heinrich von Randeck.<ref>Julius Kindler von Knobloch; Badische Historische Kommission, Oberbadisches Geschlechterbuch (Band 2): He - Lysser, Heidelberg, 1905, Blatt: 502</ref> Letztlich wurde die Burg 1438 durch österreichische Truppen unter Werner von Staufen zerstört, aber 1443 durch den Sohn Johanns wieder teilweise aufgebaut. Bereits 1482 beim Verkauf an die Grafen von Lupfen wurde sie jedoch nur noch als Burgstall benannt. 1525 im Bauernkrieg wurden verbliebene Ökonomiegebäude, wie auch die benachbarte Burg Steinegg, endgültig zerstört.<ref>s. Roggenbach S. 26</ref>

Datei:Burg Roggenbach.jpg
Burgruine Roggenbach

Nachdem das Geschlecht der Grafen von Lupfen 1582 in männlicher Linie erlosch, erbten die Pappenheimer auch Burgstall und Herrschaft Roggenbach. 1609 verkauften die Pappenheimer beides an das Kloster St. Blasien, das bis zur Säkularisation 1806 Eigentümer blieb.

Die ehemalige Burganlage zeigt noch Reste der Grundmauern der Wohngebäude, des nördlichen Bergfrieds, Reste einer Trennungmauer und Reste des noch besteigbaren südlichen Bergfrieds.

Datei:Burg Roggenbach - Weissenburg.jpg
Weissenburg Turm

Ein Zusammenhang zwischen den Freiherren von Roggenbach und der Burg Roggenbach ist urkundlich nicht erwiesen. Er wurde in älterer Literatur oft angenommen, wird aber von neuerer Literatur ausgeschlossen.<ref>Heinz Voellner: Die Burgen und Schlösser zwischen Wutachschlucht und Hochrhein, Waldshut 1975, S. 70–75 (S. 75) und ebidat: Roggenbach, Waldshut und Roggenbach bei Unterkirnach</ref> Stattdessen wird die abgegangene Burg Roggenbach in Unterkirnach als deren Stammsitz angesehen.<ref>Siehe Michael Tocha: Das Zähringerkloster Tennenbach und sein geschichtlicher Bezug zu Villingen. In: Geschichts- und Heimatverein Villingen. Jahresheft VIII 1983/84, S. 9</ref>

Literatur

  • Förderkreis Burgruine Wieladingen e. V. (Hrsg.): Burgruinen im Landkreis Waldshut. o. A.
  • Arthur Hauptmann: Burgen einst und jetzt – Burgen und Burgruinen in Südbaden und angrenzenden Gebieten. Verlag Südkurier, Konstanz 1984, ISBN 3-87799-040-1, S. 271–274.
  • Friedrich-Wilhelm Krahe: Burgen des deutschen Mittelalters – Grundriss-Lexikon. Sonderausgabe. Flechsig Verlag, Würzburg 2000, ISBN 3-88189-360-1, S. 510.
  • J. Schmidt-Brücken: Land Baden-Württemberg. Burgen, Schlösser und Ruinen. Aus der Schriftenreihe: Belser Ausflugsführer. Christian Belser Verlag, Stuttgart 1980, ISBN 3-7630-1290-7.
  • Franz Xaver Kraus: Die Kunstdenkmäler des Großherzogthums Baden, Freiburg, 1892, Band III – Kreis Waldshut; S. 18–19 online
  • Albert Kürzel: Der Amts-Bezirk oder die ehemalige sanktblasische Reichsherrschaft Bondorf, Freiburg im Breisgau 1861, S. 57–69 (online; PDF; 1,6 MB)
  • Max Freiherr von Roggenbach: Chronik der Freiherrlichen Familie von Roggenbach, Freiburg im Breisgau 1888 online bei der Bayerischen Staatsbibliothek

Weblinks

Commons: Burg Roggenbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Burg Allmut | Burg Altkrenkingen | Burg Balm | Bärenfels | Burg Berauerhorn | Propstei Berau | Schloss Bettmaringen | Burg Bildstein | Burg Birkendorf | Vogthaus Birkingen | Burg Blumegg | Burg Blumpenbach | Schloss Bonndorf | Pfarrhof Bühl | Burg Detzeln | Edenburg | Schloss Ewattingen | Pfarrhof Grafenhausen | Burg Grießen | Burg Güggelsperg | Schloss Gurtweil | Gutenburg bei Gurtweil | Greiffeneggschlösschen | Burg Gut-Krenkingen | Hauenstein | Burg Hörnle | Schloss Hohenlupfen | Burg Ibach | Iburg | Burg Isnegg | Burg Jestetten | Schloss Jestetten | Kadelburg | Burg Krenkingen | Küssaburg | Burg Küssnach | Burg Leinegg | Burg Lindenbuck | Burg Mandach | Burg Neukrenkingen | Burg Neu-Tannegg | Burg Oftringen | Vogthaus Obereggingen | Schloss Ofteringen | Schanze und Oppidum auf Schwaben | Burg Roggenbach | Burg Röthekopf | Burg Rotwasserstelz | Konstanz-Rheinauisches Amtshaus | Kaiserliches Jagdhaus | Burg Rheinsberg | Ryburg | Burg Schnörringen | Salpetererhaus Birkingen | Burg Semperbuck | Burg Steinegg | Burg Tannegg | Burg Tiefenstein | Wallburg Tiefenstein | Schloss Tiengen | Pfarrhof Todtmoos | Burg Tombrugg | Tüsental | Schloss Schönau (Trompeterschlösschen) | Schlössle Schmitzingen | Reuentaler Mühle | Burg Untereggingen | Burg Untermettingen | Spätgotisches Vogthaus | Waldschloss | Waldvogteiamt | Burg Wehr | Altes Schloss Wehr | Neues Schloss Wehr | Burg Weißenburg | Burg Weisswasserstelz | Burg Werrach | Burg Wieladingen | Schloss Willmendingen | Lusthaus Tusculum über der Alb

Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein