Zum Inhalt springen

Simon Schobel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 21. Januar 2026 um 22:43 Uhr durch imported>SchlurcherBot (Bot: http → https).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Simon Schobel
Spielerinformationen
Geburtstag 22. Februar 1950
Geburtsort Petrești, Rumänien
Staatsbürgerschaft RumäneDatei:Flag of Romania.svg/DeutscherDeutschland rumänisch/deutsch
Körpergröße 1,96 m
Spielposition Rückraum links
Wurfhand rechts
Vereinsinformationen
Verein Karriere beendet
Vereinslaufbahn
von – bis Verein
1969–1972 Rumänien 1965Datei:Flag of Romania (1965–1989).svg Universitatea Cluj
1972–1982 Deutschland BundesrepublikDatei:Flag of Germany.svg TuS Hofweier
Nationalmannschaft
Debüt am 1968
21. Mai 1976
gegen ?
TschechoslowakeiDatei:Flag of the Czech Republic.svg Tschechoslowakei in Münster
  Spiele (Tore)
Rumänien 1965Datei:Flag of Romania (1965–1989).svg Rumänien
Deutschland BundesrepublikDatei:Flag of Germany.svg BR Deutschland
22 (8)
? (?)
Stationen als Trainer
von – bis Station
0000–1982 Deutschland BundesrepublikDatei:Flag of Germany.svg TuS Hofweier (Spielertrainer)
1982–1987 DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland

Simon Schobel (* 22. Februar 1950 in Petrești, Rumänien) ist ein ehemaliger rumänisch-deutscher Handballspieler und -trainer aus der deutschsprachigen Minderheit der Siebenbürger Sachsen. Er war Bundestrainer der deutschen Handballnationalmannschaft der Männer.

Karriere als Spieler

Die Spielerkarriere von Simon Schobel, der zunächst Leichtathletik betrieb,<ref name=":0">Johann Steiner: Simon Schobel. Vom Spielertrainer zum Nationalcoach. In: Handball-Geschichte(n). Siebenbürger Sachsen und Banater Schwaben ebnen Rumänien den Weg zum Gewinn von sieben Weltmeistertiteln. 2003, abgerufen am 9. August 2021.</ref> begann mit 17 Jahren an einer Sportschule in Siebenbürgen. Ein Jahr später spielte er in der rumänischen Juniorennationalmannschaft. Mit 19 bestritt er sein erstes A-Länderspiel in der rumänischen Nationalmannschaft. 1969 nahm er ein Sportstudium auf und spielte fortan für die Handballmannschaft von Universitatea Cluj.<ref name=":0" />

Bei den Olympischen Spielen 1972 in München gewann er mit seiner Mannschaft die Bronze-Medaille. Er erzielte dabei zwei Tore in sechs Spielen. Insgesamt bestritt er 22 Länderspiele, in denen er acht Tore erzielte.<ref>Länderspielstatistik des rumänischen Handballverbandes. In: frh.ro. Abgerufen am 10. Januar 2023. (PDF, 2,8 MB)</ref> 1972 blieb er nach einem Deutschlandgastspiel seines Vereins in Deutschland.<ref name=":0" /> Beim damaligen Regionalligisten TuS Hofweier bekam er einen Vertrag als Spielertrainer,<ref name=":0" /> er setzte in Mainz sein Sportstudium fort.<ref name="hlex">Lexikon der Handballer, Komet Verlag, S. 200, ISBN 3-89836-605-7</ref> Mit der Mannschaft stieg er in die Bundesliga auf. Mit der bundesdeutschen Nationalmannschaft fuhr er zu den Olympischen Sommerspielen 1976, musste diese aufgrund einer Verletzung aber als Zuschauer verfolgen.<ref name=":0" />

Karriere als Trainer

1979 wurde der TuS Hofweier mit Simon Schobel als Spielertrainer deutscher Vizemeister. Überraschend wurde er am 21. April 1982 als Nachfolger von Vlado Stenzel mit 32 Jahren zum jüngsten Bundestrainer in der Geschichte des Deutschen Handballbundes berufen. Zu diesem Zeitpunkt war ebenfalls als Studienleiter an der Sportschule Steinbach<ref>Eine Gemeinschaft schaffen. In: Hamburger Abendblatt. 19. April 1982, abgerufen am 9. August 2021.</ref> sowie beim Südbadischen Handballverband als Landestrainer tätig.<ref name=":0" /> In seiner Zeit als Bundestrainer holte die deutsche Handballnationalmannschaft bei den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles die Silbermedaille. Im gleichen Jahr wurde Schobel zum „Trainer des Jahres“ gewählt.<ref>Heiner Brand „Trainer des Jahres 2006“. In: archiv.thw-handball.de. 7. März 2007, archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen am 20. Dezember 2007.</ref> Sein damaliger Co-Trainer war Heiner Brand. 1985 veröffentlichte Schobel das Handball-Lehrbuch Methodische Grundlagen der Trainingsgestaltung.<ref>Simon Schobel: Methodische Grundlagen der Trainingsgestaltung. In: Universitätsbibliothek Mainz. Dt. Handball-Bund, 1985, abgerufen am 9. August 2021.</ref>

Nachdem sich die deutsche Mannschaft 1987 nicht für die Olympischen Spiele 1988 in Seoul qualifizieren konnte<ref name="SPON-476197">Erik Eggers: Handball-Bundestrainer Brand: Monarch mit Bodenhaftung. In: Spiegel Online. 24. April 2007, abgerufen am 23. Dezember 2014.</ref> und bereits 1986 in die B-Klasse bei Weltmeisterschaften abgestiegen war, wurde der Vertrag mit Schobel nicht verlängert.

Unter Schobel spielte die deutsche Handballnationalmannschaft 129 Länderspiele, von denen 68 Spiele gewonnen und 43 verloren wurden. 18 Spiele endeten unentschieden.<ref>DHB-Bundestrainer. In: bundesligainfo.de. 31. Dezember 2006, abgerufen am 20. Dezember 2007.</ref> Sein Nachfolger wurde Petre Ivănescu.

Nach dem Handball

Nach seinem Abschied als Nationaltrainer im Jahr 1987 wurde Schobel kaufmännisch tätig, er handelte mit Möbeln. Angebote, bei Bundesligisten als Trainer tätig zu werden, schlug er aus.<ref name=":0" /> Später zog er nach Rumänien zurück und ließ sich in der Nähe von Hermannstadt nieder.<ref>Simon Schobel: WM mit 32 Ländern – furchtbar ...! In: Baden Online. 13. Januar 2021, abgerufen am 9. August 2021.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Handballbundestrainer