Adrian Amstutz
Adrian Amstutz (* 2. Dezember 1953 in Sigriswil; heimatberechtigt ebenda) ist ein Schweizer Unternehmer und Politiker (SVP). Er war von 2003 bis 2019 Nationalrat (mit einer Unterbrechung von März bis November 2011 als Ständerat) und von 2012 bis 2017 Fraktionspräsident der SVP-Fraktion der Bundesversammlung.
Leben
Amstutz war Gründer und Miteigentümer des Architektur- und Bauleitungsbüros Amstutz Abplanalp Birri AG. Er war von 2008 bis 2020 Zentralpräsident des Schweizerischen Nutzfahrzeugverbands (ASTAG)<ref>André Kirchhofer: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Neuer Zentralpräsident: Nomination von Thierry Burkart. ( des Vorlage:IconExternal vom 16. August 2021 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. ASTAG, 17. Dezember 2019.</ref> und gehörte dem Exekutivrat von Swiss Olympic an. Seit 2012 ist er Stiftungsrat der Schweizerischen Rettungsflugwacht (Rega).
Er ist verheiratet und hat drei Kinder. In der Schweizer Armee war er Fallschirmgrenadier.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ehemalige Website ( vom 25. April 2020 im Internet Archive) von Adrian Amstutz.</ref>
Politik
Amstutz war von Januar 1993 bis Mai 1998 Gemeinderatspräsident (Exekutive) von Sigriswil und von 1998 bis 2003 Grossrat des Kantons Bern.
Bei den Wahlen 2003 wurde er in den Nationalrat gewählt und bei den Wahlen 2007, 2011 und 2015 jeweils mit dem besten Resultat aller Kandidierenden des Kantons Bern bestätigt. Er war von März 2008 bis Mai 2012<ref name="vize">Toni Brunner als SVP-Parteipräsident bestätigt. In: NZZ Online. 5. Mai 2012.</ref> einer von fünf Vizepräsidenten der SVP Schweiz und anschliessend fünf Jahre Fraktionschef der SVP-Bundeshausfraktion. Von der SVP des Kantons Bern wurde er im November 2008 neben Andreas Aebi zum Kandidaten für die Nachfolge von Bundesrat Samuel Schmid vorgeschlagen.
Nachdem im September 2010 die Berner Ständerätin Simonetta Sommaruga (SP) in den Bundesrat gewählt worden war, kandidierte Amstutz in einer Ersatzwahl um ihren Sitz und wurde im zweiten Wahlgang vom 6. März 2011 mit knappem Vorsprung auf die SP-Kandidatin Ursula Wyss gewählt.<ref>Amstutz gewinnt um Haaresbreite. In: Tages-Anzeiger. 6. März 2011, abgerufen am 6. März 2011.</ref> Bei der im Herbst 2011 fälligen ordentlichen Erneuerungswahl der Ständeräte erzielte er im ersten Wahlgang vom 23. Oktober 2011 zwar das beste Ergebnis aller Kandidierenden, erreichte jedoch das absolute Mehr nicht.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ständeratswahl 2011 – 1. Wahlgang vom 23.10.2011 ( vom 23. November 2011 im Internet Archive). Staatskanzlei Kanton Bern, 23. Oktober 2011, abgerufen am 24. März 2022.</ref> Beim zweiten Wahlgang vom 20. November 2011 landete er hinter dem Bisherigen Werner Luginbühl (BDP) und Hans Stöckli (SP) auf dem dritten Platz und wurde somit nicht wiedergewählt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ergebnis Ständeratswahlen ( vom 23. November 2011 im Internet Archive). Staatskanzlei Kanton Bern, 20. November 2011, abgerufen am 24. März 2022.</ref> Da er am 23. Oktober 2011 gleichzeitig für den Nationalrat kandidiert und bei dieser Wahl das beste Ergebnis sämtlicher Kandidaten im Kanton Bern erzielt hatte, gehörte er seit dem 5. Dezember 2011 wieder dem Nationalrat an.
Vom 21. Januar 2012 bis am 17. November 2017 stand er der SVP-Fraktion in der Bundesversammlung vor.<ref>Adrian Amstutz ist neuer Präsident der SVP-Fraktion. In: Tages-Anzeiger. 21. Januar 2012, abgerufen am 3. Februar 2012.</ref><ref>Yves Geng: Thomas Aeschi ersetzt Adrian Amstutz als SVP-Fraktionschef. In: Telebasel. 17. November 2017, abgerufen am 19. November 2019.</ref> 2019 war er Wahlkampfleiter der SVP Schweiz. Da er selber jedoch am 20. Oktober 2019 nicht mehr zu den eidgenössischen Wahlen antrat, schied er Ende 2019 aus dem Nationalrat aus.<ref>Christof Forster: SVP-Nationalrat Adrian Amstutz tritt nicht mehr an. In: Neue Zürcher Zeitung. 17. Januar 2019, abgerufen am 27. November 2019.</ref>
Literatur
- Adrian Amstutz, René E. Gygax: Den Eiger kümmerts nicht. Weber, Thun/Gwatt 2019. ISBN 978-3-03 818-235-1.<ref>Den Eiger kümmerts nicht. Rezensionen. Weber, Thun/Gwatt 2019.</ref>
Weblinks
- Adrian Amstutz auf der Website der Bundesversammlung
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ehemalige Website ( vom 25. April 2020 im Internet Archive) von Adrian Amstutz
- Adrian Amstutz: Neuer starker Mann der SVP. In: 10vor10 (SRF), 6. Dezember 2007
Einzelnachweise
<references />
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Ständeräte: Werner Luginbühl | Hans Stöckli
Liste der Mitglieder des Schweizer Nationalrats in der 49. Legislaturperiode | Liste der Mitglieder des Schweizer Ständerats in der 49. Legislaturperiode
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Ständeräte: Werner Luginbühl | Hans Stöckli
Liste der Mitglieder des Schweizer Nationalrats in der 50. Legislaturperiode | Liste der Mitglieder des Schweizer Ständerats in der 50. Legislaturperiode
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Amstutz, Adrian |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Politiker (SVP) |
| GEBURTSDATUM | 2. Dezember 1953 |
| GEBURTSORT | Sigriswil |