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Burg Etzgerode

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Burg Etzgerode
Datei:Wüstung und Burgstall Etzgerode.png
Mögliche Lagen von Burgstall und Wüstung

Mögliche Lagen von Burgstall und Wüstung

Alternativname(n) Schloss Etczenrade (1434),<ref>Landgrafen-Regesten online Nr. 2771. Regesten der Landgrafen von Hessen (Stand: 23. Januar 2023). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Hessisches Institut für Landesgeschichte, abgerufen am 23. Januar 2023.</ref> altes Schloß (1572), alter Thurm (1734)
Staat Deutschland
Ort Neustadt (Hessen)
Entstehungszeit um 1300
Burgentyp Niederungsburg
Erhaltungszustand Burgstall
Ständische Stellung Adlige
Geographische Lage 50° 52′ N, 9° 5′ OKoordinaten: 50° 52′ 25″ N, 9° 4′ 57″ O
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Höhenlage 260 m ü. NHN

Die Burg Etzgerode ist eine abgegangene Niederungsburg in einer Senke bei 260 m ü. NN zwischen Momberg und Speckswinkel auf der Gemarkung Speckswinkel nordwestlich bei Neustadt im Landkreis Marburg-Biedenkopf in Hessen.

Geschichte

Im 14. Jahrhundert war Etzgerode als freies Rittergut im Besitz der Herren von Momberg.<ref name="Knappe">Rudolf Knappe: Mittelalterliche Burgen in Hessen, S. 249</ref> Burg und Weiler gingen später an die Herren von Hirzenhain über, möglicherweise im Erbgang<ref name="Knappe" />, denn der Taufname von Adolf zu Hirzenhains Sohn war Mumenberg.<ref name="Lagis">Burg Etzgerode, Gemeinde Neustadt (Hessen). Burgen, Schlösser, Herrenhäuser (Stand: 1. Februar 2022). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Hessisches Institut für Landesgeschichte, abgerufen am 23. Januar 2023.</ref> 1434 trägt Adolf von Hirzenhain dem Landgrafen Heinrich I. von Hessen seine Burg Etzgerode zu Lehen auf.<ref name="Lagis" /> 1572 wurde die Burg als wüst erwähnt und im 16. Jahrhundert<ref name="Knappe" /> oder 1711<ref name="Lagis" /> soll noch ein fast neun Meter hoher viereckiger Turm mit Zinnen erhalten gewesen sein; als solcher war er auch auf einer Karte von 1734 verzeichnet.<ref name="Lagis" /> Die Burganlage war vermutlich eine von einem doppelten Graben gesicherte Turmburg.<ref name="Lagis" /><ref name="Knappe" />

Reste des Mauerwerks sollen auch noch in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts erkennbar gewesen sein.<ref name="Lagis" /> Nach Rudolf Knappe könnten die in diesem Gebiet liegenden Teiche möglicherweise Reste der früheren Wassergräben der Burg gewesen sein.<ref name="Knappe" />

Neuere Lidardaten eines nahezu quadratischen Wallstückes lassen auch eine Lage nördlich der Teiche an einem kleinen bewaldeten Flurstück, wo sich die K15 und der vorbeifließende Ganswiesengraben (der spätere Kälbach) kreuzen, möglich erscheinen.

Der westlich gelegene heutige Hof Etzgerode, erst im ausgehenden 17. oder zu Beginn des 18. Jahrhunderts entstanden,<ref name="Knappe" /> wird als mögliche Restsiedlung der Wüstung Eczenrode (1359 genannt) angesehen.<ref name="Lagis" /> Dass die Burg schon mit der Aufgabe der Siedlung ebenfalls verfallen ist, wird angenommen.<ref name="Knappe" />

Literatur

Einzelnachweise

<references />

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